Roger Waters in Wien: Careful, The Right Wing Is On The Rise

Roger Waters 16.5.2018 Wien Stadthalle

Eines gleich vorweg: Roger Waters Konzert in Wien hat mir sehr gut gefallen! Ich fand es um einiges besser als das in Zagreb vor 10 Tagen! Ehrlicherweise muss ich gestehen damit nicht gerechnet zu haben! Meine Erwartungen nach Zagreb eher im Normbereich. Weshalb es mir in Vienna besser gefiel? Hmm, möglicherweise lag es am Platz von dem ich das Waters Stadthallen-Konzert verfolgte! Denn während ich in Zagreb das Konzert stehend von ganz vorne beobachtete, was natürlich sehr genial war und die Berührung von Waters am Ende von „Comfortably Numb“ nahm ich gerne auf in meine Sammlung, saß ich in der Stadthalle auf der Nordtribüne und musste diesmal auch keinerlei ungustiöser Gespräche with „Them“ führen. Außerdem hatte ich die Battersea Powerstation in Hälfte zwei direkt vor dem Schirm! In Zagreb spielte sie für mich keine Rolle. Das gleiche Konzert von verschiedenen Positionen aus ausgesehen hat bei mir deutlich unterschiedliche Eindrücke hinterlassen!

Pink Floyd-Fans im 21. Jahrhundert

Für „Good Vibes“ sorgte bereits die von gutem Geist beflügelte Anreise, die ich gemeinsam mit meinem Freund und Co-Piloten Gregory, für den es das erste Waters Konzert überhaupt war, unternahm! Musikalisch unterstützt auf der Fahrt von Tool, A Perfect Circle und um am Ende kurz vor Wien die Füße wieder zurück auf den Boden zu bekommen noch von den Beatles das „Revolver“ Album. Schöne Brechung! Nach der Versorgung des fahrbaren Untersatz in einer Tiefgarage und Gregory’s Eincheck Formalitäten beim Hotel trafen wir uns um 16h mit Oskar und Felix in einem Bierlokal nicht unweit der Stadthalle. Es war ein Wiedersehen auf das ich mich sehr freute. Gemeinsam tauschten wir unserer Erfahrungen über das Leben der gemeinen Pink Floyd Fans im 21. Jahrhundert aus. Später bereicherten Walter-Stefan, Marek und Martin (Lebendes The Wall & Floyd Lexikon! Schön dich wiederzusehen!) unsere Tischgesellschaft! Es war 18:30h als Gregory und ich die Tafel verließen! Es wartete die nächste Runde auf uns!

Together we stand divided we fall #rogerwaters Wien Stadthalle

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Ein warmer Nervenkitzel der Verwirrung

Nächster Halt: Bierlokal „Kringers“, das sich dem Floyd-Fan durch die Anbringung eines Posters vom Pink Floyd Schulabschlusskonzert im Praterstadion 1988 an einer seiner Innenwände, auf äußerst positive Art und Weise präsentiert und dessen Dienstleistung man nur einen Steinwurf entfernt von der Stadthalle in Anspruch nehmen konnte! Was sehr praktisch ist, wenn man es nicht allzu eilig hat in die Halle zu kommen!

Roger Waters 16.5.2018 Wien Stadthalle

Gabriel mit Pig-Shirt!

Der beste Ort für ein weiteres Treffen mit anderen Fans, Freunden und meiner lieben Familie, die sich ein „weiteres“ Mal (nach David Gilmour Schloss Schönbrunn 2016) bereit erklärte, die Strapazen einer Konzertreise auf sich zu nehmen! Gut, die Kinder bekamen Schulfrei für den nächsten Tag und waren deswegen Feuer und Flamme für diese Reise gewesen! Hier waren sie nun alle! Vorne weg my wife and sons, Lorenz und Gabriel (der unbedingt ein T-Shirt mit dem Schwein sein eigen nennen wollte), Thomas (hatte Waters zwei Stunden zuvor „zufällig“ am Flughafen Wien Schwechat angetroffen), GeckoFloyd came extra from Munich, Michael & Brigitte und John und Denise!

Wie immer bei diesen Treffen scheint die Zeit noch viel schneller als üblich zu vergehen, der Konzertbeginn nahte unausweichlich und vieles weitere musste hintangestellt und unausgesprochen bleiben! Wir bemühten uns rechtzeitig unsere Plätze in der Halle zu erreichen! 20 Uhr zeigte der Screen meines Handtelefons, als ich bereits sitzenderweise die Aussicht auf die Bühne genoss und gespannt auf das bevorstehende Spektakel wartete!

Roger Waters 16.5.2018 Wien Stadthalle

Welcome to the Show

Von meinem Platz aus konnte ich die Show bei weitem besser verfolgen, als das in Zagreb der Fall gewesen war! Dafür erkannte ich keinerlei Mimik der Musiker! Wobei ich meine trotz der großen Entfernung zu den Musikern auf der Bühne erkannt zu haben, dass sogar Bassist Gus Seyffert besser drauf war als er es in Zagreb zu sein schien! Könnten doch Zahnschmerzen gewesen sein, die ihn damals vom lächeln und engagierten Tun abhielten!

Meine Favoriten in Teil 1:

  • One Of These Days
  • Welcome To The Machine
  • Déjà Vu
  • The Last Refugee
  • Picture That
  • Wish You Were Here

You lean to the left but you vote to the right

Roger Waters 16.5.2018 Wien Stadthalle

Die Rechten sind auf dem Vormarsch!

Arne, der Waters am Montag in Hamburg sah, machte mich aufmerksam, dass das Wiener „Resist“ Pausenprogramm andere Grafiken enthielt! „Die Grafiken werden scheinbar noch täglich angepasst“, schrieb er mir. Mir war der Unterschied zu Zagreb aufgefallen. In Wien wurde viele neue Botschaften auf dem LED-Screen gezeigt! War es in Zagreb ein schlichtes weiß gewesen, erschienen die Meldungen und Aufforderungen zum Widerstand in Wien in kräftig und leuchtendem Orange!

Neu für mich auch die Aufzählung rechter Regierungschefs von Trump, Orbán bis Putin, dass der Name des österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz ebenfalls auf Waters Liste stand, sorgte sicherlich für den einen oder anderen zusätzlichen Augenaufschlag im Publikum!

Die zweite Konzerthälfte dominierte die mächtige Battersea Powerstation mit ihren politischen Botschaften und Bildern, die auf ihr abgebildet wurden! In seiner Rede, die sich deutlich von der in Zagreb, in der er von der einen Chance zu Leben sprach, unterschied, betonte Waters, die Wichtigkeit menschlich zu bleiben! Er sprach die vielen Toten an der Gaza-Grenze an, man spürte wie sehr ihn das aufwühlte, wütend und traurig zugleich machte! Vor seiner Rede erhielt er einen lautstarken Applaus, ähnlich wie in Zagreb genoss er diesen in vollen Zügen! Das ist der emotionalste Moment des Abends finde ich!

Meine Favoriten in Teil 2:

  • Dogs
  • Pigs (Three Different Ones)
  • Us and Them
  • Smell the Roses
  • Brain Damage
  • Eclipse
  • Mother

Roger Waters 16.5.2018 Wien StadthalleMein Fazit am Ende des Berichtes sieht wie folgt aus: Meine zweite Waters Show dieser Tour hat mir sehr gut gefallen! Obwohl ich in Zagreb ganz vorne stand muss ich sagen hat es mir von der Tribüne besser gefallen hat! Am besten man sieht beide Varianten! Nach wie vor gefällt mir sein vehementes Auftreten, das war für mich eben auch ein Teil von Pink Floyd. Bemerkenswert das er damit in der Unterhaltungsbranche auf weiter Flur alleine dasteht!

Es war schön all die alten und neuen Freunde getroffen zu haben! Viele gute Gespräche und Umarmungen, ein Hände reichen ganz im Sinne von „Us & Them“, ermöglicht durch die gemeinsame Begeisterung für die Musik von Pink Floyd! Schön war’s!

Mein nächster Waters Termin: München, Olympiahalle!

Ende und aus!

Fotostory: Roger Waters 16.5.2018 Wien Stadthalle

Statistik:

Tournee: Us+Them
Spielstätte: Stadthalle D
Plätze: 16.000
Adresse: Roland-Rainer-Platz 1, 1150 Wien
Ticketpreise: 109.70€, 121.40€, 139€, 332.90€
Beginn: 20:20 Uhr | Einlass: 18:30 Uhr

Band:

Roger Waters: Vocals, Bass, Guitars
Joey Waronker: Drums, Percussion
Jonathan Wilson: Guitars, Bass, Vocals
Gus Seyffert: Guitar, Bass, Keyboards, Backing Vocals
Dave Kilminster: Guitars, Bass, Talkbox, Backing Vocals
Bo Koster: Hammond-Orgel, Piano, Keyboards
Jess Wolfe: Vocals, Percussion
Holly Laessig: Vocals, Percussion
Ian Ritchie: Saxophon, Bass
Jon Carin: Keyboards, Guitars, Backing Vocals

Setlist:

Set 1:
01. Speak to Me (Intro)
02. Breathe
03. One Of These Days
04. Time
05. Breathe (Reprise)
06. The Great Gig in the Sky
07. Welcome To The Machine
08. Déjà Vu
09. The Last Refugee
10. Picture That
11. Wish You Were Here
12. The Happiest Days of Our Lives
13. Another Brick in the Wall (Part 2)
14. Another Brick in the Wall (Part 3)
Set 2:
15. Dogs
16. Pigs (Three Different Ones)
17. Money
18. Us and Them
19. Smell the Roses
20. Brain Damage
21. Eclipse
22. Mother
23. Comfortably Numb

39 Antworten

  1. dave.k sagt:

    gibt es in wien auch stehplätze? Wenn ja, wo?

  2. Janos sagt:

    Eher nein! Das letzte Konzert mit Stehplätzen war das in Mexico

  3. dave.k sagt:

    Mein erstes Konzert mit Floyd-Musik überhaupt, mei wird des schön!

  4. AndreasJT sagt:

    Ich beneide euch alle, und wünsche allen sehr viel Spaß und Freude beim Konzert.

  5. PETE sagt:

    VIEL SPASS Allen !!!

  6. Felix Untersteiner Felix Untersteiner sagt:

    War schön euch alle wieder getroffen zu haben. werner, du bist dann irgendwie verschwunden?! später dann ich haha, einfach magisch der abend.

    zum konzert selbst: ich fand es absolut nice, so richtig wollte der funke bei mir selbst aber nicht überspringen. ich liebe waters politsche botschafen, und seine kritik, aber es wurde mir im verlauf des abends einfach auch zuviel…bei smell the roses war ich dann schon ziemlich bored, so nach dem motto, ja ich weiß…..schon gelesen/gesehn.

    auch dann mit trump, ich liebe waters kritik und bashing, und ich hasse trump für alles was er ist und macht, aber zuviel kritik ist ein fast schon ein kompliment…und er bekommt echt viel aufmerksamkeit – zuviel wie ich finde. aber die grundsätzlichen botschaften stimmen, nur einfach zu penetrant.

    die „highlights“ waren für mich die beiden animals songs.
    die „Lowlights“ definitiv Money (abartig langweilig, farblos und substanzlos), great gig in the sky (schlafnummer), und auch von brain damage bzw vorallem eclipise kam irgendwie so flach rüber.

    die show war verglichen zur wall sehr dezent aber nice, der klang war kristalklar, die band solide unterwegs. dennoch muss ich sagen, ich hätte nicht das bedürftnis mir jetzt ein 2. konzert der us and them tour anzusehn.

    waters shows sind seit the wall für mich einfach perfekt klingende „live“ cds mit bühnenshow. mir fehlt die impro, dass unberechenbare, jede show ist 1 zu 1 wie die andere…dass ist schade, aber dennoch super einen meinen helden nochmal gesehn zu haben, ich hoffe er kommt nächstes jahr open air, und dann nochmal mit einem big bang, aber gleich viel freue ich mich die üblichen verdächtigen davor/danach usw zu treffen 🙂 dem konzert gebe ich 3,5/5 Sternen bin gespannt wie die anderen es empfunden haben!

    • Oskar Oskar sagt:

      Wirklich schön wieder die Creme de la Creme des PinkFloyd – Fantums getroffen zu haben. 😉 Es hat mir wieder sehr viel Spass gemacht.
      Mir hat die Show wirklich sehr sehr gut gefallen. Ich empfand die „neue“ Band von Waters als sehr tight und mir gefällt das Schlagzeugspiel von Joey Waronker einfach extrem gut! Auch Kilminster hat hervorragend gespielt, ist logisch kein Gilmour, aber das ist ja eh klar.
      Die ganze Show hat irgendwie ein Storyline:
      Die Flüchtlingsfrau am Strand und das verlorene Kind, dann die Staatsgewalt, die von One of these days und Dejavu über ABITW 2&3 bis Smell the Roses sich als roter Faden durch die Show zieht. Das 20 Minuten-Intro mit den Chorgesängen, die dann am Ende als Intro zu Brain Damage wieder aufkamen. Der Pausenteil, der eigentlich verpflichtend zur Show gehört, irgendwie alles total stimmig.
      Ich empfand die Coda von „Picture That“ als durchaus improvisiert. Waters spielte E-Gitarre und versuchte irgendwie beinahe ein paar Licks zu spielen, was ihm aber nicht so gut gelang. Aber das ist eben Impro. Es macht ihm sichtlich Spass die Show zu spielen, er ist voller Energie. Sein Bassspiel ist toll, sein Gesang auch.
      Seine Kritik und sein Speech (er war sichtlich geladen) knallhart und penetrant, aber mir persönlich nicht zu viel, wenigstens hat er den Mut und die Kaltschnäuzigkeit dem ganzen Wahnsinn auf den unsere Gesellschaft zusteuert unverblümt zu verurteilen!
      Welcome to the machine, Deja Vu, ABITW2&3, Dogs, Pigs, Us and Them, Mother ein Traum. Sogar Smell the Roses gefiel mir überraschend gut.
      Also, wenn Felix die Grenze bei 5 Sternen anlegt, dann kriegt die Wienshow von mir eben „nur“ 5 Sterne! und das obwohl ich bei Dogs, Pigs und Money auf die Treppen ausweichen musste, da ich genau mittig hinter der Battersea-Power-Leinwand sass und praktisch nix von den Filmchen gesehen hätte.
      Ich freu mich schon auf die Show in München, will ich unbedingt wieder sehen!

  7. AndreasJT sagt:

    @Felix Untersteiner
    Boah that‘s to much, I‘m Suffering

  8. Felix Untersteiner Felix Untersteiner sagt:

    Ja ich weiß Leute,sorry so habe ich es empfunden. find es selbst schlimm, dass ich so dachte haha. Kann auch sein, dass ich in der falschen tagesstimmung war, und es mir zuviele “ bad vibes“ waren an diesem Tag bzw in diesem Moment.

    • Werner Werner sagt:

      Es ist wie es ist. Finde es interessant, dass du persönliche Stimmungen erwähnst, denn die kann sehr wohl ein Faktor, welcher schnell übersehen wird, wenn ein Konzert Mal weniger gut war.

      Bei mir war es glücklicherweise genau andersrum! Viele „Good Vibes“ in mir und um mich herum! Roger Waters Wien-Gig hat mir richtig gut gefallen! Sehr geil wars! Thanks a lot Rog!! Meinen Wien-Bericht gibt es im Laufes des morgigen Tages! Guten Abend, gute Nacht!!

    • Christian sagt:

      Ich kann Felix im Grunde in den meisten Sachen zustimmen; für mich persönlich als politisch aktiven Menschen waren die Botschaften eventuell auch etwas zu präsent, respektive einfach zu viele, aber für unpolitische Menschen – und davon gehen auch genug zu Roger Waters – halte ich diese Methode durchaus für geeignet.
      Money übrigens war tatsächlich ein enormer Tiefpunkt – leider.
      Rogers Basspiel bei Pigs mochte ich, jedoch fiel mir gleich auf, dass er den Bass bei Dogs nicht hinbekommt (hat den nicht David gespielt?) und ihn anders, eben deutlich simpler, spielt.
      Sah ihn zuvor auch in Budapest und das, was er sagt, variiert dann erstaunlicherweise doch, obschon die Show ansonsten natürlich kongruierend ist. Aber so ist das eben bei ihm…

  9. Karl sagt:

    Hab jetzt von einigen vernommen das der Gig her mau war. Ich selbst konnte leider nicht anwesend sein.

  10. Christian sagt:

    Ich hab die Show nun auch gesehen und muss auch sagen, meine doch eher schon niedrigen Erwartungen, wurden noch unterboten. Roger hat was zu sagen, Trump hier, Trump da…und dann Floyd Nummern, die man ehrlich gesagt schon besser gehört hat.

    Die Show ist ganz gut, aber ich gehe wegen der Musik in Konzerte und habe mich ehrlich gesagt gefühlt wie bei einer Coverband, die bemüht ist sich an Pink Floyd zu orientieren. Es dreht sich mir einfach zu viel um Rogers fast schon extremes politisches Mitteilungsbedürfnis…und das nervt irgendwann.

    • Thomas sagt:

      A propos Coverband: Hab vor zwei Wochen die Zürcher Band Crazy Diamond um Üse Junger gesehen. In Aadorf, im Thurgau, tiefste Ostschweizer Provinz. Ein paar hundert Leute, Tickets umgerechnet 35 Euro, tolle Musik, Band in Topform, und Perlen wie Saucerful, Let there be more light oder On the turning away. Und sogar Picture that. Insgesamt fast 3 Stunden Spielzeit. Fazit: I don’t need no Roger.

  11. GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

    You gotta strike when the moment is right without thinking. Man sollte ohne nachzudenken im richtigen Moment zuschlagen. Ja, denn es ist leider verdammt möglich, dass es Rogers letzte Tour sein wird! Ich hatte vor dem Konzert noch gedacht, sollte es einen dieser magischen Gefühlsmomente geben, die mich bei David‘s Konzerten übermannt haben, werde ich noch das Kölner Konzert „mitnehmen“.
    Nein, diesen Moment gab es nicht, doch ich habe das auch nicht erwartet, sondern es einfach nur mächtig genossen, nochmal Roger live zu sehen, das Konzert, die Show, der Sound war mega hammer! Wie Oskar treffend schreibt, alles hatte einen „roten Faden“ mit sich steigerner Dramaturgie, alles sehr stimmig! Ich finde auch, die Band klingt weit lebendiger, weit lockerer und knackiger als das Ensemble um G.E. Smith (seine Gitarre ist auf der BD viel zu laut. How come?) bei den 2011-13 Wall-Shows!
    Matter of Fact, ich kann mich nicht mehr an 2002 – den letzten Shows mit mixed Setlist – erinnern, war damals nur in München, habe auch die dazugehörige In The Flesh DVD lange nicht mehr gesehn, umsomehr war ich von den neuen Fassungen der Songs angenehm überrascht und fasziniert.
    And these are meine besonderen Highlights: Nachdem hier hier im Forum gelesen hatte, das Roger am Bass gedoppelt wird, nix da, Roger spielte seinen Fender Precusion – ganz allein – wohl bei den für ihn wichtigsten Songs (für ihn als Bassist gesehen): MONEY (Klasse! Ganz das Original, the real deal, sorry Guy! Allein darauf freue ich mich in Berlin!), GREAT GIG IN THE SKY (btw, die beiden Mädels haben mir sehr gut gefallen, voller Inbrunst & Energy und ich konnte ihre repektvolle Art und Ehrfurcht, die sie vor dem Song haben förmlich spüren), US AND THEM, ECLIPSE, BRAIN DAMAGE – wirklich ein Traum mit echtem Roger-Bass! Und Jon Carin spielte die Slide-Gitarre bei ONE OF THESE DAYS, oft genug konnte er ja David über die Schulter schaun! Ist hiermit offiziell genehmigt und fand ich spitzenmässig 😉
    Gitarre: Mir hat Johnathan Wilson gefühlt Factor 10 mal besser bei seinen Parts gefallen als Mr. Kilminster, dessen Spiel für DOGS und PIGS war aber grosses Kino, ich könnte mir vorstellen, dass das auch seine Lieblingssongs sind, ich hatte das Gefühl, da war er gefühlsmässig mehr „in seinem Wesen“.
    Am Ende war für mich der einzigste kleine Schwächling des Konzerts, COMFORTABLY NUMB, das kribbelte leider nicht, da fehlte mir was, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Besser wäre, wie schon andere im Forum geschrieben haben, irgendein anderer Song zum Abschluss gewesen, mein Favorit: Title-Track des neuen Albums, da hätten wir, wie Roger vor der Pause zu den kommenden Texteinblendungen sagte, auf dem Heimweg und noch Tage danach „drüber meditieren“ können.
    Es war wieder schön euch zu treffen, bin ja noch mit Oskar mit ein paar Bieren versumpft, einfach schön! Als ich dann heute mit dem Taxi zum Wiener HBF bin erklärte ich dem bosnischen Fahrer wer oder was Roger Waters ist, keine Ahnung, ob er mich verstanden hat, ich habe ihm zum Abschied einen „RESIST!“-Schnipsel gegeben und gesagt, behalte dies, denn wenn Du „wiederstehst“, soll es Dir Glück bringen! So it may be.
    Fazit: Is this the Comfortably Numb we really want? Not really! But: Danke Roger!

  12. Hanno sagt:

    Es ist die alte Crux mit Waters:
    a) er ist in seinen politischen Aussagen für politisch halbwegs gebildete Ohren viel zu sehr mit dem Holzhammer dabei (in den USA mag es anders nicht funktionieren) und
    b) vertritt er sehr redundant vor allem zwei Positionen (Israel ist böse und Trump ein Schwein).

    Die SZ schrieb sehr zu Recht, dass im Falle des Trumpbashing wenigstens einer (vom Kaliber von Waters) es einfach mal so plakativ und simpel und brachial raushaut, genauso zu Recht kann man Waters nahelegen dass seine Israelkritik mehr Ausgewogenheit gut täte. Ich persönlich meine: mehr „Risiko“ zugunsten mehr Subtilität und gleichzeitig Respekt vor und Freude an seiner politischen Leidenschaft. So viele Rockmusiker mit derart viel Sendungsbewusstsein haben wir ja nun nicht.

    Frage: Wie beurteilt ihr denn jetzt Waters Gesangsküste? Ist seine Stimme im Vergleich zu The Wall gealtert bzw. einfach brüchiger geworden? Oder unverändert? Die youtubeVideos lassen einfach kein rechtes Urteil zu…

    • Felix Untersteiner Felix Untersteiner sagt:

      also ich fand roger stimme sehr gut in form, er ist allgemein top in form, man muss sich ja mal sein alter vor augen führen. dachte mir während der show…er wirkt singt und sieht aus wie 2002 in wiesen, er fuchtelt nur weit mehr herum, dass hat er sich wohl bei the wall angewöhnt „und dann die hände zum himmel“…..

  13. ChristianM sagt:

    Vielen Dank für den tollen Bericht Werner. Ich poste hier mal eine Frage, die ich auch gerade bei Bruder Franziskus eingestellt habe, vielleicht kann mir hier jemand das erklären:

    Leute, nach langer Abstinenz melde ich mich auch mal wieder zu Wort…Ich habe Karten für Köln und München. Und eigentlich war es das mit der diesjährigen Tour für mich…..

    Muss nach 5 mal Gilmour vor 2 Jahren dann auch mal vernünftiger werden…..

    Aber: Auf meiner Suche nach Konzertterminen am Wochenende bin ich ich plötzlich bei Danzig hängen geblieben. Was ist denn da los ? Zunächst überrascht, dass es dort Stehplätze im Innenraum gibt, bin ich ebenso über den im Vergleich zu Deutschland schon sehr günstigen Preis ! Für 80,- € bekommt man den vorderen Innenraum aktuell ohne Probleme gebucht….Nur mit Blick auf die umliegenden Blöcke bin ich nun wirklich erschreckt ! Da sind alle guten Plätze noch verfügbar ! Ganze Blöcke im Unterrang komplett leer…..und das wo David damals doch wirklich Zulauf hatte !

    Gibt man vielleicht in Polen nicht so viel Geld für Konzerte aus ? Kann sich das jemand erklären….? Oder entscheiden sich die Polen nur kurzfristig ? Oder ist seine Kritik in Polen nicht gern gesehen ?

    Ich bin kurz davor da hinzujetten und mir doch noch Roger ein 3. mal anzuschauen. Nur befürchte ich schon fast eine Absage des Termins…..und dann habe ich Flug und Hotel…..

    Sonst noch jemand in Polen dabei ?

    Erklärungen ?

  14. Johannson sagt:

    Hallo ChristianM,
    in den großen Städten wird Rogers Botschaft sehr gern gesehen und gehört, die PIS wird eher im ländlichen Raum (Kirche allgegenwärtig). Das Haus wird voll, da bin ich mir sehr sicher,…wir sind in Krakow und Gdansk dabei.
    Grüße

  15. Arno Jenniches sagt:

    bin mal gespannt wollte im Juni in die lanxess Arena.wenn ich die setlist durchlese bin ich als lanjähriger fan bisschen entäuscht nix von seinen älteren soloalben (das geniale amused to death Album zb komplett ignoriert) auch die jahre 1967-1970 sind gar nicht vertreten sowie nix aus dem 83 Waters floyd Album the final cut not now John wäre doch wirklich ein Highlight stattdessen wie auch bei gilmours letzter tour die total ausgelutschten aber natürlich erfolgreichsten alben dark side (total überrepräsentiert mit 7 Songs),wish you were here,animals und the wall naja immerhin immerhin gibt’s 4 Songs dazu von seinem aktuellen soloalbum aber Sachen wie comfortably numb,bick und wish quillen mir mittlerweile aus den ohren trotzdem freu ich mich natürlich riesig auf die Show.cool in der setlist finde ich allerdings dass die Reihenfolge der dark side Songs eingehalten wurde und das instrumental on the run hier durch den meddle kracher one of These days ersetzt ist

    • Felix Untersteiner Felix Untersteiner sagt:

      ja es ist schwer, ich bin sicher viele freut es die dark side songs zu hören, für leute die es schon 20 mal aufwärts live gehört haben, ist es natürlich etwas fad, vorallem wenn die songs eine starke gilmour gewichtung haben…ich hätte auch mit sicherheit mehr freude mit dem konzert gehabt, wenn er fast nur solo songs gespielt hätte, bissi was von final cut, und wenn er ganz geil wäre etwas von the body, oder when the wind blows. kein C numb, kein wish you were here, nichs von dark side, keine another brick… 😉 frischen wind reinbringen. ich frage mich ja auch bei bands wie deep purple die ich glaube seit 1999 jedes jahr auf welt tour sind, wie die es noch aushalten das sicher 20.000 mal smoke on the water zu spielen ohne sich dabei die flinte anzusetzen^^

      • Felix Untersteiner Felix Untersteiner sagt:

        ich spiele hier mal wunschbrunnen:-)

        1. one of these days
        2. Is this the life we really want „komplett“
        3. Sheep

        Break

        1. Crystal Clear Brooks
        2. Amused To Death
        3. too much rope
        4. Late home Tonight
        5. What god wants pt. 3
        6. If
        7. Pigs
        8. Sexual Revolution
        9. The Bravery Of Beeing out of range
        10. Waiting For The Worms

        11. Summer 68
        12. For The First TIme Today
        13. Dogs

        also ich hätte ne freude:)

        • GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

          Sehr cool die Liste, das wär was SHEEP Live – kleine Ergänzung: Statt FOR THE FIRST TIME TODAY lieber WHO NEEDS INFORMATION (von wegen Fake-News!!!) und als Zugabe bitte GRANTCHESTER MEADOWS! Cheers.

      • Arno Jenniches sagt:

        mit gilmour ist es dasselbe:er dudelt shine on, wish, comfortably numb, time und Money spätestens seit der momentary lapse tour (1987) so dermassen tot dass auch die neuen live Versionen auf pompeji mich nicht mehr begeistern können.Wenigstens lässt er zumindest brick weg. Aber bei der aktuellen tour hat er seine ersten beiden soloalben sowie obscured by Clouds zum Beispiel völlig ausser acht gelassen.Ich bin sicher viele hätten an childhoods end ihre Freude

        • Werner Werner sagt:

          mit gilmour ist es dasselbe:er dudelt shine on, wish, comfortably numb, time und Money spätestens seit der momentary lapse tour (1987) so dermassen tot dass auch die neuen live Versionen auf pompeji mich nicht mehr begeistern

          Für mich klang das nicht gedudelt oder gar tot, als ich 1988, 1994 und 2006 shine on, wish, comfortably numb, time und Money „Live in Concert“ von PF & DG hören dufte. It was a pleasure!
          Gerade „Comfortably Numb“ fand ich auf seiner letzten Tour sensationell gut! Es zieht mir jedesmal eine Gänsehaut auf, wenn ich mir Pompeii oder die Südamerika Version ansehe! Shine on you crazy diamond 2015/2016 fand ich auch eine sehr gelungene, schöne Version und Money, das auch auf meinem Wunschzettel keinen Platz hätte überraschte mich positiv!

          • GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

            Dito Dito Dito, plus:
            „Shine on you crazy diamond 2015/2016 sehr schön“
            > das waren in jedem Konzert die bauchkribblendensten Momente für mich, einfach göttlich, bei der Bluray muss ich den Sound voll aufdrehen, um ein ähnliches Gefühl zu erzeugen, doch der Bildschnitt lenkt mich vom Geschehen ab, Live ist eben Live, nanananana 😉

          • GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

            Muss noch hinzufügen: ich finde es sehr gut, dass Roger SHINE ON nicht gespielt hat / auf der Tour nicht spielt – denn das könnte ich wegen meinen gilmourischen Erfahrungen vielleicht als Schwachpunkt interpretieren.

        • René sagt:

          Über Mode und Geschmack soll man ja bekanntlich nicht streiten – aber dass Gilmour etwas tot dudelt, sehe ich völlig anders. Das finale Solo von Comfortably Numb hat er nahezu auf jeder Tour variiert und in Pompeji hat er für meine Begriffe das stärkste Sorrow gespielt, das ich je von ihm hörte.

          • Arno Jenniches sagt:

            wahrscheinlich bin ich seit 1990 schon zu lange fan und hab jedes Studio und besonders die greatest Hits bzw.Livealben so dermassen inhaliert sogar zigmale auf der Gitarre geklimpert die Klassiker dass deswegen die greatest hits nicht mehr gehen. hab viele jahre gedacht der punkt an dem ich einen absolut genialen song wie shine on nicht mehr hören könne würde nie kommen aber mittlerweile ist er tatsächlich fast erreicht und das bei so nem geilen stück

          • Arno Jenniches sagt:

            das finale c numb solo gefällt mir immer noch auf pulse am besten ein richtig großer Moment der rockmusik

  16. Arno Jenniches sagt:

    hier meine wunschsongs für ein Konzert:
    von is this the life we really want (2017):Deja vu
    Picture that
    Is this the life we really want
    Bird in a gale
    Smell the roses

    von Amused to death (1992): It s a miracle
    Amused to death

    von Radio kaos (1987): Radio kaos
    von Pros and cons of (1984): Every strangers eyes

    von the final cut (1983): Not now John

    von the wall (1979): Another brick in the wall (pt 2)
    Mother

    von Animals (1977): Sheep

    von WYWH (1975) Welcome to the machine
    Wish you were here

    von Dark side (1973): Time
    Money

    von Meddle (1971): One of These days

    von Atom heart mother (1970): If

    von Saucerful of secrets(1968): Set the controls for the heart of the sun

  17. Felix Untersteiner Felix Untersteiner sagt:

    Unter den fans scheint ja Einigkeit zu herrschen, dass ein waters kein wywh, cnumb usw spielen sollte/müsste. schade das rog das nicht weiß haha würde ihn vl. freuen, dass wir lieber solo songs hätten, raus aus seinem. Ihm so verhassten floyd shadow haha

    • Arne Arne sagt:

      Das weiß er sehr wohl, aber wir Hardcore-Fans sind eben nicht der Maßstab. Bitte mal den Text „Pink Floyd’s Banner ist immer noch extrem leistungsstark“ vom 5.5. hier lesen. Da spricht er das Problem genau an. Er muss halt viel Pink Floyd spielen, um die ganzen Tickets zu verkaufen, bevorzugen würde er etwas anderes.

    • GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

      Check this out: „Wir spielen jetzt für Jupp Heynkes, der PINK FLOYD Fan ist…“ schaue ich grad Bayern-Meisterfeier im Bayerischen Fersehen, sind auf dem Rathausbalkon zwei Musiker (nicht Roger & Dave) mit Akustkgitarren „… WISH YOU WERE HERE.“ … wie tröstend 😉

  18. Swissdan sagt:

    Ja meine lieben Freunde,
    da frage ich mich und vor allem Euch wer ist denn in Zürich dabei und vor allem wer kommt nach London in den Hyde Park?
    Wir sind schon mal am 28.5. im Hallenstadion in Zürich, ev. auch am 29., und reisen am 5.7. nach London für die Show im Park welche auch schon ausverkauft ist.
    Gruss aus der Schweiz und gute Zeit.
    Swissdan

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