Deutschland-Tourauftakt: Roger Waters Konzert in Hamburg

Roger Waters 14.5.2018 Hamburg

Bericht von Arne Sigge

Vor der Halle, wurden Flyer verteilt, die auf der auf der einen Seite das neue Waters Album bewarben und auf der anderen Seite David Gilmours letztes Live-Album. Willkommen im Konsumland, die Grabenkriegen der Anhänger der einzelnen Lager finden hier offenbar nicht statt.

Arne’s Einleitung schon sehr gelungen! Er schreibt etwas später, dass ihn die neuen Songs bewegten und gerne mehr davon gehört hätte, „Us and Them“ beeindruckte ihn und „Comfortably Numb“ hat ihm offensichtlich nicht gefallen! Die ganze Story inklusive seiner „Kill your Darlings“-Liste (höre das erste Mal von so einer Liste!) könnt ihr auf seiner Webseite unter folgendem Link nachlesen!

Das fliegende Kraftwerk – Roger Waters US + THEM Tourauftakt in Hamburg

Statistik:

Tour: Us+Them
Spielstätte: Barclaycard Arena
Plätze: 16.000
Adresse: Sylvesterallee 10, 22525 Hamburg
Ticketpreise: 83.75€, 95.25€, 106.75€, 112.50€, 124€, 296.50€ (Premium) Vorverkauf ab: Fr, 22.9.2017, 10h
Beginn: 20:00 Uhr | Einlass: 18:30 Uhr

Band:

Roger Waters: Vocals, Bass, Guitars
Joey Waronker: Drums, Percussion
Jonathan Wilson: Guitars, Bass, Vocals
Gus Seyffert: Guitar, Bass, Keyboards, Backing Vocals
Dave Kilminster: Guitars, Bass, Talkbox, Backing Vocals
Bo Koster: Hammond-Orgel, Piano, Keyboards
Jess Wolfe: Vocals, Percussion
Holly Laessig: Vocals, Percussion
Ian Ritchie: Saxophon, Bass
Jon Carin: Keyboards, Guitars, Backing Vocals

Setlist:

Set 1:
01. Speak to Me (Intro)
02. Breathe
03. One Of These Days
04. Time
05. Breathe (Reprise)
06. The Great Gig in the Sky
07. Welcome To The Machine
08. Déjà Vu
09. The Last Refugee
10. Picture That
11. Wish You Were Here
12. The Happiest Days of Our Lives
13. Another Brick in the Wall (Part 2)
14. Another Brick in the Wall (Part 3)
Set 2:
15. Dogs
16. Pigs (Three Different Ones)
17. Money
18. Us and Them
19. Smell the Roses
20. Brain Damage
21. Eclipse
22. Mother
23. Comfortably Numb

20 Antworten

  1. Heinz Kissel sagt:

    Karten geordert

  2. Patrick sagt:

    Ich auch. Bin schon gespannt

  3. Patrick Hallmann sagt:

    Wo habt ihr bereits Karten geordert? Dachte Karten gibt es erst morgen.

  4. Patrick sagt:

    Hallo Werner,

    >>>>Ian Ritchie: Saxophone“

    Mindestens bei „Another Brick in the Wall“ spielt er auch in diesem Jahr wieder den Bass. Schau mal bei youtube 🙂

  5. Johannson sagt:

    Sind dabei, und freuen uns schon etwas auf die Ohren zu bekommen.

  6. PETE sagt:

    In Belgien wurde am 2.Tag erneut als Encores Wait for Her/Oceans Apart/Part of Me Died vor Comfortably Numb gespielt! Dies erhöht die Chance am 2.Tag in BERLIN diese Songs zu hören! 🙂 Meine „Tour“ startet am Montag in Hamburg, dann Köln, 2. Show Berlin und London – werde gern berichten!

    • Werner Werner sagt:

      Danke für die Info! Nach Hamburg und Wien stehen einige Doppelpack-Konzerte an: 2x Lissabon, 2x Madrid, 2x Zürich, 2x Berlin und 2x Paris ….!

  7. Wolfgang sagt:

    Hallo aus Brake an Weser
    war gestern in Hamburg dabei.
    Es war ein SUPER Concert.
    Roger hats noch voll drauf.
    Super Technik, Ton usw. alles stimmte.
    The Wall war schon gut aber das gestern war sehr gut.

    Gruß Wolfgang

    • Johannson sagt:

      Stimme dem voll zu, nur, das Publikum, im Vergleich zu Zagreb eher hanseatisch, oder eben distinguiert.
      Grüße

      • Stephan sagt:

        So sehe ich das auch. Das Publikum war teilweise echt schlimm. Die Dame vor mir hat vergeblich versucht ein Video mit ihrem Samrtphone zu machen, das Paar hinter mir kam erst zu Welcome to The Machine (aber dafür mit Bier und Popcorn in den Händen) und der Typ neben mir hat den ganzen ersten Teil damit verbracht seine Ohropax zu richten … Nun gut, das „Hanseatische“ wurde aber im zweiten Teil abgelegt.
        Pigs und Us&Them waren meine Highlights. Schön fand ich auch, dass Roger Mother gespielt hat. Das war mit Comfortably Numb ein tolles Ende eines genialen Abends.

        Kurze Anmerkung noch zur Akkustik: Die Quadrofonie in der Halle kam schon sehr gut rüber, doch ist die BarclayCard Arena absolut keine Musikhalle. Überlagerungen vor allem der tiefen Frequenzen sind fast überall zu hören, selbst am FOH (wo ich gestern aber nicht gesessen habe, aber bei Hans Zimmer vor zwei Wochen). Ich habe schon viele Konzerte dort erlebt und jedes Mal hat mich diese Halle akkutisch genervt … dies ist nur ein stiller Boykott.
        Viele Grüße aus Hamburg

  8. Johannson sagt:

    […]und der Typ neben mir hat den ganzen ersten Teil damit verbracht seine Ohropax zu richten …[…]
    Der war gut. 🙂
    Ist wirklich mies, wenn sich ein Künstler dort vorne abstrampelt, und dann so manche Tasse…

  9. Andreas sagt:

    Moin!
    Nun ja „hansetasich“ … in unserem Umkreis saßen anscheinend einige Besucher aus der Hansestadt Madrid.

    Zum Konzert, es war das erste Konzert das ich von Roger miterleben durfte:
    wobei ich das erste set recht schwach fand, nur ein wirkliches Highlight: WTTM.
    Gerade die DSOTM Stücke kamen für mich nicht in gewohnter Intensität & Qualität rüber,

    Das zweite set empfand ich dann als deutlich stärker,
    zumal sich Roger dann auch endlich zu Wort meldete.
    Rührend auch der Kinderchor aus Harburg.

    Musikalisch wird der Abend bei mir leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen –
    trotzdem war es schön nun auch noch den letzten Floyd live erlebt zu haben.

  10. siri sagt:

    Mahlzeit aus Hamburg! War gestern auch dabei und leider enttäuscht im Gegensatz zum großartigen Konzert von David Gilmour in Oberhausen.

  11. PETE sagt:

    Ist noch jemanden aufgefallen das RW zu „Deja Vu“ kurzzeitig den Text änderte und etwas über die Vorfälle in JERUSALEM sang? Es war Gänsehaut, oder besser gesagt lief mir ein kalter Schauer über den Rücken! Ich fand das Konzert insgesamt sehr gut, etwas irritiert war ich über teils „umarrangierte“ Versionen von zB „One of these days“ (schön das mal von RW am Bass hören zu dürfen) und auch „Welcome to the machine“ zu den früher gespielten Liveversionen! Aber es ist halt auch spannend es mal nicht so wie auf der LP zu hören – grossartiger Abend !!! Bis bald in Berlin, Roger!

    • Oliver sagt:

      „Lay down Jerusalem, lay your burdon down“ war bereits Teil der Urfassung von Deja Vu, gefiel Godrich aber nicht und wurde daher auf dem Album gestrichen. Seit Anfang des Jahres hat Roger es im Mittelteil wieder eingefügt. War gestern also weder spontan, noch hatte es einen direkten Bezug zu den Ereignissen des Tages.

      Ich fand das Konzert auch sehr gut, Höhepunkte für mich die neuen Sachen, Animals, Machine und Us and Them. Joey Warronker stach meines Erachtens heraus!

      • PETE sagt:

        Ah, ja okay…, das wusste ich nicht! Trotzdem hat er die Passagen und gerade die Stadt Jerusalem gestern doch sehr stark betont und lauter gesungen. Auch seine Mimik (ich sass ziemlich nah an der Bühne und hatte oft einen guten Blick auf eben seine Mimiken) lies auf eine Andeutung der Geschehnisse an dem Tag deuten…

  12. scarecrow sagt:

    Ich war gestern auch in Hamburg und fand das Konzert sehr gut… Obwohl ich mit geringen Erwartungen hingegangen bin.

    Die erste Hälfte fand ich allerdings phasenweise nicht wirklich gelungen. Negativ ist mit zum Beispiel das „Time“ Intro und vor allem „The Great Gig In The Sky“, welches für mich in dieser Form quasi ein Totalausfall war, aufgefallen. „Wish You Were Here“ hat mich auch nicht wirklich erreicht. Richtige Höhepunkte des ersten Set waren für mich „Welcome To The Machine“ und „Picture That“.

    Die zweite Konzerthälfte fand ich fast durchgehend spitze. Negativ war höchstens das etwas kraftlos wirkende Gesang bei „Money“ und die allzu plakativen Projektionen insbesondere bei Pigs. Sorry aber etwas subtiler hätte das Publikum wohl auch verstanden. Dennoch, die zweite hälfte war insgesamt sehr stimmig.

    „Comfortably Numb“, bei einem David Gilmour Konzert zweifelsohne mit einer der Höhepunkte, wirkte bei Roger Waters irgendwie wie eine angefügte Pflichtübung.
    Und das ist genau der Punkt aus meiner Sicht.
    Hätte Waters etwas mehr Fingerspitzengefühl bei der Song Auswahl gehabt, sprich, mehr Songs die besser zu einem Waters Konzert passen, wäre es nicht „nur“ sehr gut sondern grandios geworden. Warum nicht anstelle von „Wish You Were Here“ mal „Paranoid Eyes“, „Nobody Home“ oder „Hey You“. Und warum nicht „Run Like Hell“ am Ende anstelle von „Comfortably Numb“ … Warum nicht mal mit „Two Suns In The Sunset“ beenden. Oder auch „The Tide Is Turning“…?

    Allen, die Roger noch vor sich haben, wünsche ich ein tolles Konzert. Das wird es mit Sicherheit 🙂

  13. Max sagt:

    Nun da die Show in Mannheim näher rückt, frage ich mich, wird es die Powerstation geben, die SAP Arena, ist der einzige Saalplan, der nicht über eine eingeschränkte Sicht verfügt . Wisst ihr mehr, gab es ggf. Bei U2 die Leinwand?

    LG,
    Max

  14. Julian Wolf sagt:

    Ich war in Hamburg mit dabei (Reihe 7, ganz vorne) und werde noch ein paar weitere seiner Konzerte mitnehmen, doch ganz ehrlich: Für mich ist die Luft ein wenig raus. Klar war es ein „tolles Konzert“, doch die Magie, die Genialität, die sowohl bei „The Wall“ als auch bei Davids „Rattle-Tour“ vorhanden war, die kam jetzt bei Us+Them nur noch sporadisch durch.

    Begeistert hat mich vor allem die Version von „Some Days like These“. Und umgehauen hat mich die brachiale Wirkung der Kinder in orangenen Anzügen bei ABITW2. Alles in allem gab es schöne Momente und einige Highlights … aber es war eben „nur“ ein gutes Konzert.

    Der Rote Faden war echt dünn. Die Frau am Strand, wird „weggesaugt“ nachdem der Himmel rot wurde. Atomangriff? Bombe? Was war los? Später hat sie die Puppe, wirkt wie als wäre Ihr Kind ertrunken. Dann sitzt sie wieder am Strand. Hat sie ein Kopftuch an? Am Ende ist das Kind da. Doch nicht tot. Äh … ich verstehe die Geschichte nicht. Klar, sehr berührende Effekte. Grandioser Sound. Doch der Sinn, der Zusammenhang, der blieb mir verschlossen.

    Die Battersea Power Station war, auch der Platzwahl geschuldet, lange nicht so beeindruckend wie ich dachte. „The Wall“ hat sauber abgeschlossen, sich in´s Stadion „eingepasst“, die Mauer ging von der einen Seite bis zur andere, und bis zum Bode. Die Power Station „hing in der Luft“. Zu hoch, um auf mich wirklich einen Effekt zu haben: Ich hatte extra einen Platz an der Seite gewählt, und doch raubt es die Illusion wenn man einfach unter der Station auf die andere Seite der Bühne „durchgucken“ kann.

    WYWH ist toll, doch so gerne ich Roger mag: Seine Stimme ist nicht unbedingt ein Highlight. Und selbst CN am Ende … eingebettet in The Wall, mit der Mauer, Kilminster oben, Roger unten, dem Farbspektakel, das war grandios. Aber nun, nachdem ich es zuerst in The Wall gehört habe und später von Gilmour live gespielt … kam mir die aktuelle Version schon fast „hingerotzt“ vor.

    Nach wie vor bin ich froh, Roger noch weitere Male live erleben zu können. Doch Us+Them reiht sich ganz klar hinter „The Wall“ und „Rattle that Lock“ ein, die beide einfach mehr „aus einem Guss“ kamen und mich von Anfang bis Ende begeisterten.

    Positiv aber finde ich den neuen Einstieg, die 20 Minuten Video/Sound-Effekte machen klar, daß es bald anfängt, und geben eine Orientierung, als auch dem Einstieg nach der Pause: Die Battersea schlägt Alarm während viele noch auf dem Klo/am Getränkestand sind, und keiner muss was versäumen. Zwei tolle Strategien um aus dem normalen „wir-fangen-jetzt-an“ mit der üblichen Verspätung rauszukommen.

    Übrigens, selbst der Sound schien mir nicht mehr so satt und kräftig und differenziert wie bei The Wall. ging das nur mir so?

    Alles Liebe, Julian!

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