Roger Waters 1.6.2018 Berlin Mercedes-Benz Arena

Roger Waters 1.6.2018 Berlin Mercedes-Benz Arena

Bericht und Fotos von GeckoFloyd

Was für ein heißer Tag! Nach Ankunft in Berlin Tegel erst mal eine Stunde mit dem Linienbus durch die Rush Hour Berlins, schwitz! Dann kurze Sightseeing-Spaziergang mit Ina auf den Spuren der Mauer, Spreeufer, Invalidenfriedhof, alles zu Fuß mit Rucksack, schön und schwitz hoch2 😉 Und dann zum Inder „Amrit“ wo Raig schon mit kühlem Bier wartete und kurze Zeit später Karsten noch hinzu kam. Schließlich nach sensationell leckeren Curries machten wir uns auf den Weg zur Mercedes Benz Arena. Dort endlich den Rucksack abgegeben, und den jungen Leuten dabei durch spontanes extrem-bayerisch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert 😉 Wos host g’sogt?

In der Halle dann, Reihe 17, vor mir die Reihe fünf sechs Plätze frei, neben mir gleich ins Gespräch gekommen mit Craig der mit Lebensgefährtin extra aus Johannesburg angereist ist – für Roger und Sonntag Guns‘Roses – bemerkenswert! Ich konnte es nicht lassen ihn zu bitten doch mal in Südafrika nach den beiden mir con dort noch fehlenden 45s Ausschau zu halten. Und eins weiter saß ein „Doug“ aus Glasgow, wie alle Schotten, die ich treffe lusig und aufgeschlossen! Dann kamen in die Reihe zwei junge Männer aus Kroatien, einer meinte wir säßen hier falsch, Craig sagte dann setzt euch einfach in die Reihe davor, da ist frei, wir haben dann nochmal die Tickets genau angeschaut, und siehe da, ich war falsch! Nämlich in Block Mitte, statt Rechts, aber wir schauten uns alle an sagten „who cares?“, also egal.

Die Show ging los. ich hatte fast denselben Platz wie in Wien, nur etwas weiter hinten. Der Sound war phantastisch, Roger sehr gut drauf. Wieder sah ich nicht auf die Battersea Extra-Leinwände, egal, dafür war der visuelle Eindruck der Laser-Pyramide am Schluss super, heute bin ich weiter weg an der Seite und mal gespannt, wie das optisch rüberkommt!

Am Ende war ich gespannt, welche Songs Roger nun spielen sollte, doch Fehlanzeige! No Mother! No Wait For Her… Roger las aufgeregt einen Zettel vor und schilderte mit Nachdruck, wie wichtig ihm die Organisation BDS ist, das ist okay, in der Tat bräuchte es mehr Künstler, die sich zu Wort melden, Einspruch erheben!

Am Schluss bin ich nach vorn geeilt, wohl wissend, das Roger zum Handshake ausholen wird, den netten Ordnern sei dank, konnte ich mich auch erfolgreich nach vorn arbeiten und einen Hauch von Roger‘s Hand berühren, irgendwie unreal, als er vor mir vorbeihuschte, Ich hatte das Gefühl, Roger genoss das „Bad“ in der Menge!

Beim Rausgehen traf ich dann noch Richard, wie schön, das man sich kennt! Ganz nach dem Motto Us & Them 😉 So, schaumermal, ob er heute noch die extra Songs dranhängt! Ich freu mich auf jeden Fall!

Statistik:

Tournee: Us+Them
Spielstätte: Mercedes-Benz Arena
Plätze: 17.000
Adresse: Mercedes-Platz 1, 10243 Berlin
Tickets: 82.90€, 94.40€, 105.90€, 111.65€, 117.40€, 123.15€, 138.15€, 295.65€
Beginn: 20:20 Uhr | Einlass: 18 Uhr

Band:

Roger Waters: Vocals, Bass, Guitars
Joey Waronker: Drums, Percussion
Jonathan Wilson: Guitars, Bass, Vocals
Gus Seyffert: Guitar, Bass, Keyboards, Backing Vocals
Dave Kilminster: Guitars, Bass, Talkbox, Backing Vocals
Bo Koster: Hammond-Orgel, Piano, Keyboards
Jess Wolfe: Vocals, Percussion
Holly Laessig: Vocals, Percussion
Ian Ritchie: Saxophon, Bass
Jon Carin: Keyboards, Guitars, Backing Vocals

Setlist:

Set 1:
01. Speak to Me (Intro)
02. Breathe
03. One Of These Days
04. Time
05. Breathe (Reprise)
06. The Great Gig in the Sky
07. Welcome To The Machine
08. Déjà Vu
09. The Last Refugee
10. Picture That
11. Wish You Were Here
12. The Happiest Days of Our Lives
13. Another Brick in the Wall (Part 2)
14. Another Brick in the Wall (Part 3)
Set 2:
15. Dogs
16. Pigs (Three Different Ones)
17. Money
18. Us and Them
19. Smell the Roses
20. Brain Damage
21. Eclipse
22. Comfortably Numb

23 Antworten

  1. Peter Thierfelder sagt:

    Komme gerade von meinem letzten von vier Roger Waters Konzerten in Kanada. Die Show Heute in Montreal war fantastisch, geiles Publikum. Jetzt brauchen meine Ohren eine Pause bis nächstes Jahr in München. Eine kleine Sache hätte ich da. Beim Song One of these Days fliegt die Kamera durch einen Supermarkt und gleich darauf in einen Garten und da sitzt ein Mann und streicht sich ein Brot, der sieht verdammt aus wie Richard Wright. Aber seht selbst. Viel Spaß nächstes Jahr bei den Konzerte.

  2. Claudio sagt:

    Heute vor 23 Jahren kam High Hopes raus.
    Man wie die zeit vergeht!
    Hier ne schöne Geschichte darüber. (Kann es leider nicht separat verlinken, man findest es aber leicht in der Liste. Ist zur Zeit das erste)

    SWR3: Die größten Hits und ihre Geschichte

    • Norbert B. sagt:

      Klasse Link! Sehr interessante Geschichten zu vielen guten Songs (auch ältere, mit denen wohl jeder ganz spezielle Erinnerungen verbindet)! In der Liste werde ich in den nächsten Tagen wohl noch öfters stöbern.
      Ein ganzes Stück weiter unten taucht dann auch noch „Another brick in the wall“ auf.

  3. GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

    Yo mi legts nidda, servus, subba Info, nacha wann i eh scho in Berlin bin, kimmi hoit no oan dog früha, sakradi, des werd schee 😉

  4. Torsten Boye sagt:

    Dani und ich sind sowohl beim Zusatzkonzert am 01.06. (Front Row) als auch Samstag dabei. Ich gehe merkwürdigerweise auch davon aus, dass „Mother“ am Freitag durch die seltener live performten Tracks Waters‘ neuen Albums ersetzt werden wird.

    • Johannson sagt:

      Dies heißt, er „dreht“ die Reihenfolge: zweites Konzert nun nicht mehr die neuen Tracks vom neuen Album?
      Wir sind nämlich am Samstag vor Ort…

      • Torsten Boye sagt:

        Es ist doch lediglich mein komisches Gefühl; wahrscheinlich daraus resultierend, dass es sich beim am 01.06. stattfindenden Konzert um die Zusatzshow handelt. Ich drücke Dir/ Euch gern die Daumen, dass am Samstag die „besondere“ Setlist zu erleben sein wird. Wir würden auch dann in den Genuss dieser kommen können.

  5. Marcus sagt:

    365 Tage nach dem Pre-Listening zu Rogers neuem Album startet meine Deutschland Tour. 2-mal Berlin, dann Mannheim und zum Abschluss zu Hause in München. Ich bin sehr gespannt wie sich die Band im Vergleich zu Toronto weiterentwickelt hat und wie die deutschen Zuschauer auf die Show reagieren und wie die Stimmung sein wird. Natürlich hoffe ich, zumindest einmal das Ende mit „Wait for here“ zu erleben. Persönlich tippe ich auf Samstag, da jährt sich das Album. Aber ob Roger das auf dem Schirm hat… Sollte er nächstes Jahr tatsächlich noch einmal Open Air unterwegs sein, würde ich versuchen, ebenfalls dabei zu sein. Aber Roger sollte nicht zu viele Stadien in Deutschland aufsuchen, denn bei The Wall waren bis auf Düsseldorf auf den Rängen doch oft große Lücken. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass er gleich mehrere Stadien in einem Land mit 40.000 oder mehr Zuschauern gefüllt bekommt. Dennoch möchte ich gerne so eine gigantische Bühne wie die, die er 2016 in Mexico am Start hatte, erleben. Aber das ist Zukunftsmusik. Nun steht erst einmal Berlin an

  6. Ralf sagt:

    Wir sind am Freitag seitlich auf der Tribüne und am Samstag direkt mittig vor der Band. Neben diesen beiden unterschiedlichen Perspektiven hoffen wir natürlich auch auf zwei unterschiedliche Setlists.

  7. PETE sagt:

    Frank & ich sind am Samstag dabei und hoffen sehr diese Songs am 2.Abend zu hören…

  8. Jens sagt:

    Kurzentschlossen planen wir nun freitag UND samstag…. sind eh schon in berlin und tickets für freitag scheinen nicht das Problem zu sein..

  9. Ina Ina sagt:

    Bin heute Morgen an der Arena vorbeigefahren und habe 12 riesige Trucks gezählt, einer davon wurde gerade entladen. Dazu kamen 3 große Busse.
    Endlich steigt auch für uns Berliner die Spannung und Roger startet 2x für uns durch mit seiner tollen Show!

  10. Ole sagt:

    Moin. Red Strat (Frank) und ich sind heute Abend dabei. Gibt es vorher ein Treffen von pulse and spirit Mitgliedern?

  11. Ina Ina sagt:

    Wir sind zu Viert und sind ab 17:30Uhr im amrit (Oranienburger Strasse). Ein PF-Treffen in der Nähe der Halle gibt es glaube ich nicht, oder?

  12. Ole sagt:

    Hallo Ina. Das ist etwas zu abseits von der Halle. Mein Vorschlag wäre Fitcher’s Vogel, Warschauer Straße 26, 450 m von der s Bahn entfernt und fussläufig zur MB Arena. Laden macht um 18.00 Uhr auf.

  13. Thomas sagt:

    Es war… beeindruckend. Großartig. Das ich erleben durfte, wie diese, für ihre schlechte Akkustik berüchtigte Halle doch auch technisch perfekt klingen kann! Und über musikalische und visuelle Qualität habt Ihr hier Euch schon so ausgiebig geäußert, ich könnte nur wiederholen…nur ein bisschen will ich schwärmen… es war schon eine Wucht, mit dieser eindrucksvolle Mann sich zu Wort meldet, seine Meinung rausruft- es bräuchte mehr solche Statesments, solche Zeichen in dieser Zeit.
    Und der Beginn von Set 2 mit Dogs und Pigs- grandios!!!! Jeder in der Halle konnte wohl das Fieber, die Wut, die Hoffnung etwas zu ändern, die beißende Kritik spüren. Für mich der Höhepunkt des Abends (auch wenn leider einer der Screens der Battersea Power Station auf der rechten Seite ausgefallen war- trotzdem: genial das Teil mitten in der Halle!!! Ihr Sound- und Showtechniker der Welt, nehmt Euch ein Beispiel an diesem Abend- so bringt man diese Blechkiste zum Klingen!!!!!)
    Und mit berührenden Worten, mit schon krächzender Stimme kam dann nochmal ein Weckruf gegen all die Gleichgültigkeit vorm letzten Stück. Ich wünschte mir wirklich mehr solcher unbequemen Persönlichkeiten sowohl im Rampenlicht als auch im Alltag.
    Noch was? Naja, (ich gehöre eher zur Gilmour- Fraktion), diese wunderbare Entspanntheit und Leichtigkeit, die Lust daran besondere Musik zu spielen und weiter zu interpretieren, die war heute Abend nicht da, sollte sicher auch nicht. Und gerade das machts dann auch aus, diese Unterschiede zwischen diesen großartigen Musikern und Querköpfen!
    David spielt trotzdem (für mich) viel gefühlvoller, großartiger, lyrischer… und ganz besonders natürlich „comfortably numb“… und Wroclaw bleibt das beste Konzert, das ich je erleben durfte…

  14. AndreasJT sagt:

    AMEN……

  15. Ralf sagt:

    Roger, thanks for BDS Info and statement yesterday at first Show in Berlin. But don‘t forget your complete encore set about this.

    Zweifelsohne eine hervorragende Show mit diesem leider knappen musikalischen Zugabenende. Er spielte nur noch Comfortably Numb nach längerem Verlesen eines Briefes mit BDS Thema.

    Bin mal auf heute Abend gespannt, wir sitzen direkt vor der Band.

  16. Ole sagt:

    Wie wir gerade von einem Autogrammjäger erfahren haben residiert Roger im Hotel de Rome. Um 16.00 Uhr fährt er zur Halle, 15.45 Uhr kommt er raus und gibt Autogramme

    • Olaf D sagt:

      Leider zu spät. Weiß denn jemand wie das in Köln aussieht?

    • Dirk sagt:

      Hi Ole,

      danke, danke, danke für Deinen Tipp. Den habe ich um kurz nach 15 Uhr in unserem Hotel gelesen. Dann in aller Windeseile meine Sachen geschnappt (die lagen noch vom Vortag bereit als wir am Ritz Carlton erfolglos waren), raus aus dem Hotel zur Warschauer Straße, um ein Taxi zu ergattern. Die ersten Taxis fuhren vorbei und die Zeit rannte uns davon. Endlich hielt ein Taxi – der türkische Fahrer wusste, worauf es ankam. Er war unser zweiter Retter! Geiler Typ! Wir kamen rechtzeitig zum Hotel de Rome und da Roger recht spät aus dem Hotel kam, hatten wir doch noch reichlich Zeit, um uns „vorzubereiten“. Nun habe ich endlich das Video im Kasten, was mir noch gefehlt hat. Danke an Ole, danke an diese tolle Website (der liebe Werner war auch schonmal mein Retter). @Ole: Sollten wir uns mal bei einem Konzert treffen, gebe ich einen aus! Gilt für Werner natürlich analog 🙂

  17. Ole sagt:

    Hi Dirk,
    Schön zu lesen, freut mich für Dich.
    Wir sind auf jeden Fall bei Nick Mason im September (in Leipzig) und der PF Aufstellung wenn sie nach Dortmund kommt.

    Du kannst gerne mal ein Foto oder das Video von RW oder einen Ausschnitt zusenden wenn Du magst (galaxie500@gmx.de)

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