Roger Waters 13.6.2018 München Olympiahalle

Mein letztes Konzert von Roger Waters in diesem Jahr fand in München vergangene Woche statt! Seufz, hoffentlich wird es nicht mein allerletztes von ihm gewesen sein! Aber die Chance auf Fortsetzung der „Us+Them“ Tour im nächsten Jahr die lebt. Bevor es endgültig zu spät dafür ist, weil meine Erinnerungen an diesen schönen Tag in München schwinden, wie es Aufnahmen meiner Kassettensammlung vereinzelt tun, will ich allen interessierten davon berichten!

Es war einmal ein Auto im Regen!

Die Fahrt mit dem Personenkraftfahrzeug nach München gehörte definitiv nicht zu den schönen Highlights des Tages. Mein Freund Heinrich und ich starteten leicht verspätet um 12:45 Uhr vom Pendlerparkplatz in Regau (OÖ). Die gesamte Reise war gekennzeichnet von Nässe und sehr viel Regen, den es auf die Straße und Landschaft haute, außerdem noch viele andere PKWs und LKWs und daraus resultierend zehntausende Meter Stau. Im wesentlichen blieben uns diese Begleiter bis knapp vor dem Zentrum Münchens erhalten.

„Roger verlässt das Hotel meist gegen 16h und fährt dann zur Arena für den allerletzten Soundcheck“, diesen Satz von Thomas hatte ich seit Zagreb, als wir ein Beinahe-Treffen mit dem ehemaligen Bassisten von Pink Floyd hatten, in Erinnerung behalten. Als Heinrich seinen Schlitten endlich in der Salvatorgarage zum Stillstand brachte, warf ich schnell einen weiteren erschrockenen Blick (Eyes Like Black Holes In The Sky) auf den Screen meines Schmartfons! „What the f…“, es war schon 15:45 Uhr! Ein Wäschewechsel oder nachziehen der Augenbrauen war definitiv nicht mehr drin! „Schnell, schnell mein Freund! Wir müssen raus aus dem Labyrinth hier! Es brennt der Hut! There must be a door out of this building! Nur noch 400 Meter bis zum Bayrischen Hof!“, so feuerten wir uns an!

Bleib menschlich (Part 1): Das Glück ist ein Vogerl

Wäre es die Fallschirm-Weltmeisterschaft gewesen hätte man unserer Punktlandung sicher mit dem Titel ausgezeichnet, denn als wir um die Ecke bogen und endlich das Hotel Bayrischer Hof erreichten, standen 20 bis 30 Personen, von denen mir eine Hälfte sehr bekannt und die Andere irgendwie verdächtig bekannt vorkam, bereits in Reih und Glied aufgestellt. Waters am Kopf der Schlange stehenden unterschrieb in bekannt routinierter Art und Weise die mitgebrachten Objekte!

So, geschafft, alles gut, zwei, drei tiefe Ein- und Ausatmer, kein Seitenstechen und schon wieder niederfrequenter Puls, perfekt. Noch schnell ein Kontrollgriff in meine Tasche ob das Mitbringsel, die „Is This The Life We Really Want?“ Doppel-Vinyl, mich nicht auf halben Weg verlassen hatte! Passt, alles dabei!

Roger Waters 13.6.2018 München Olympiahalle

Roger Waters & Band im Hotel Bayrischer Hof!

Ich fand Zeit die anderen Fans & Friends zu begrüßen! Gerhard, GeckoFloyd und Gleb (der extra aus Russland angereist war und da klage ich wegen des bisschen Regen), Marcus, Boris und Uwe begleitet von Ehefrau und Tochter. Direkt vor mir in der Reihe wartender Fans standen Michaela und Manfred! Wir lernten uns 2015 in Verona, als David Gilmour ein großartiges Konzert in der fabelhaften Arena spielte kennen! Seither versuchen wir uns bei Floyd-Events zu sehen!

Unser Glück schien nimmer endend wollend, als doch noch jemand sich ein Herz nahm um an der Glückssträhne kräftigst zu rütteln und den Lauf zu beenden. Einer von Waters Aufpasser nahm Notiz von uns, hatte unsere Fährte aufgenommen und teilte uns unmissverständlich und herzlos mit, dass diese nette Zusammenkunft am besten ohne uns stattfinden würde. Also kein „Small-Talk“ mit Waters, kein Autogramm und auch sonst nix! Wir waren noch damit beschäftigt dieses grobe „Pfiat di Gott“ zu verarbeiten, als Manfred die Initiative ergriff und dem Wächter mitteilte für mich aus der Reihe zu treten! „Ohne deinem Tipp wäre ich nicht hier. Das passt schon so Werner“, so Manfred’s Erklärung auf mein erstauntes Gesicht und den Versuch ihn davon abzuhalten! Kurz darauf verzichtete Michaela für Heinrich und verließ ebenso die Reihe!

Roger Waters 13.6.2018 München Olympiahalle

Waters freute sich über meinen Dank!

Was für eine Geste von den beiden! Es ist nicht so, dass wir eng befreundet wären, uns regelmäßig treffen und miteinander etwas unternehmen! Ich bin immer noch platt, wenn ich darüber nachdenke, dass sie das für mich taten! Us+Them! Michaela und Manfred ich drücke euch!

Es ging schnell und schließlich war ich dran und stand Herrn Waters gegenüber! Ich händigte ihm meinen mitgebrachten Filzstift und das Vinyl-Album aus! Den kurzen Moment in dem er Unterschrieb nutzte ich um ein paar Worte an ihn zu richten. „Ich liebte ihre Rede in Zagreb, als sie sagten, dass es nur die eine Straße gibt und wir nur diese eine Chance haben auf ihr zu reisen! Deswegen sollten wir versuchen die beste Version von uns selbst sein!“, Waters schien sich darüber zu freuen, denn er antwortete,„Thank you, that’s nice“, mit einem Lächeln im Gesicht. Magisch. Schön, dass ich ihm vielleicht einen Moment der Freude bereitete, denn wie er später während des Konzertes zugab, hatte er kein gutes Gefühl gehabt, als er in München ankam!

Mit uns war dann Schluss mit dem Signieren. Waters stieg in die zwischenzeitlich vorgefahrene schwarze Limousine ein und weg war er! An dieser Stelle muss ich meinem lieben Freund Thomas Zeidler danken, der mit den Hotel Tipp gab!

Together We Stand, Divided We Fall!

Roger Waters 13.6.2018 München Olympiahalle

Meine Helden Michaela und Manfred im Vordergrund! Dahinter v.l.n.r.: Gerhard, Boris, Werner, Valeria, Anna, Michi, Oskar, Gleb, GeckoFloyd und Heinrich.

Danach sah ich viele strahlende Gesichter um mich herum! Die Freude war groß und der Entschluss sich in die nächstgelegene Gaststätte zu begeben schnell bei der Hand! Dort erst einmal angekommen entspannten sich alle und erfreuten sich des Moments. Es wurde eine ganze Menge gefachsimpelt! Oskar, Valeria, Anna und Michi aus Südtirol bereicherten unser Kollektiv. Diese ausgelassen Stimmung unter uns, die sollte später auch beim Konzert herrschen!

Ich wundere mich schon darüber wie nahe man sich zu sein scheint. Obwohl Wohnorte weit voneinander entfernt liegen und Jahre zwischen dem Wiedersehen liegen können, besteht eine gewisse Vertrautheit unter! Mit ihrer Musik sorgten Pink Floyd für viele neue Bekannt und Freundschaften!

Bleib menschlich (Part 2): Wie viel?

Unser trautes Miteinander fand sein Ende um 18 Uhr! Wir verabschiedeten uns voneinander. Unser aller nächstes Ziel hieß Olympiahalle! Dort angekommen traute ich meinen Augen nicht, als ich erfuhr wessen Bühne da gerade im Olympiastadion zusammengeschraubt wurde nämlich die von Andreas G.! Passt aber auch wie die Faust auf’s Auge in dieser verkorksten Ära in der wir gerade leben!

Roger Waters 13.6.2018 München Olympiahalle

Thorsten finanzierte unsere T-Shirts!

Nachdem wir die Security passiert hatten informierten sich Heinrich und ich über die Merchandisingprodukte und bemerkten dabei das unsere finanziellen Möglichkeiten keinerlei Spielraum für etwaige Einkäufen boten! Gut, dann nicht und wollten in die Arena zu unseren Plätzen gehen, als wir an der fliegenden Sau vorbei kamen! Dort wollte ich gerade ein Foto vom gutaussehenden Heinrich machen, als Thorsten, denn ich am 7.7.2016 in Pompeji in einer Pizzeria, der dort gemeinsam mit Aart und Jan speiste traf, mich ansprach!

Wir fragten Thorsten nach dem Weg zum nächsten Geldautomaten. Er antwortete das wir in der Olympiahalle keinen finden würden! Okay, dann keines der Merchandising Produkte für uns! Unsere „enttäuschten“ Gesichter blieben von Thorsten nicht unbemerkt! Mit der Frage „Wie viel braucht ihr?“, und seiner bereits gezückten Brieftasche eröffnete er uns unerwartet neue Chancen! Und so erstatten wir dem Verkaufsstand, ausgestattet mit dem frischem Geld erneut einen Besuch ab!

Thorsten, hast was gut! Wir sehen uns!

A Great Gig

Nach 2002 und 2011 war es das dritte Waters Konzert, das ich in dieser legendären Halle miterleben durfte! Jedes mal, wenn ich diese Arena betrete muss ich an Pink Floyd 1977 und die drei Konzerte, die sie hier in der Olympiahalle spielten denken! Wie magisch muss das gewesen sein! Verstärkt wurde dieses Gefühl durch Gerhard’s Anwesenheit, der damals eines dieser Konzerte aus nächster Nähe sah! Es freute mich bei dem wahrscheinlich letzten Waters Konzert hier neben ihm, Oliver und Heinrich zu sitzen.

Roger Waters 13.6.2018 München Olympiahalle

Wir müllen mit Plastik alles ein!

Von Anfang an herrschte eine sehr gute Stimmung. Ich liebe lautes lebendiges Publikum, neigte ich früher selber dazu mich manchmal stärker einzubringen! Auch auf der Bühne schien sehr viel positive Emotion zu sein! Ich beobachtete wie Waters Dave Kilminster nach „Money“ umarmte! Für mich ganz neu war der Moment in dem sich Waters während „Smell The Roses“ ankettete! Das gab es in Zagreb und Wien noch nicht. Weitere große Unterschiede betrafen das Pausenprogramm, das immer umfangreicher gestaltet ist!

Auf seine Rede, die hier schon intensiv kommentiert wurde, wartete man mit Spannung, denn Tags davor hatte der Oberbürgermeister in einer Pressemitteilung seine Abneigung gegenüber Waters und seinem Konzert in der Olympiahalle, das er am liebsten abgesagt hätte, zum Ausdruck gebracht! Es gab brandenden Applaus davor! Gänsehaut Moment!

Ich danke allen Weggefährten des 13. Juni! Wir sehen uns wieder eines schönen Tages! Es war mir eine Ehre! Love & Peace!

Fotostory: Roger Waters in München

Statistik:

Tournee: Us+Them 2018
Spielstätte: Olympiahalle
Plätze: 15500
Adresse: Spiridon-Louis-Ring 21, 80809 München
Tickets: 81.40€, 87.15€, 104.40€, 121.65€, 133.15€, 294.15€ (Premium)
Beginn: 20:20 Uhr | Einlass: 18:30 Uhr

Band:

Roger Waters: Vocals, Bass, Guitars
Joey Waronker: Drums, Percussion
Jonathan Wilson: Guitars, Bass, Vocals
Gus Seyffert: Guitar, Bass, Keyboards, Backing Vocals
Dave Kilminster: Guitars, Bass, Talkbox, Backing Vocals
Bo Koster: Hammond-Orgel, Piano, Keyboards
Jess Wolfe: Vocals, Percussion
Holly Laessig: Vocals, Percussion
Ian Ritchie: Saxophon, Bass
Jon Carin: Keyboards, Guitars, Backing Vocals

Setlist:

Set 1:
01. Speak to Me (Intro)
02. Breathe
03. One Of These Days
04. Time
05. Breathe (Reprise)
06. The Great Gig in the Sky
07. Welcome To The Machine
08. Déjà Vu
09. The Last Refugee
10. Picture That
11. Wish You Were Here
12. The Happiest Days of Our Lives
13. Another Brick in the Wall (Part 2)
14. Another Brick in the Wall (Part 3)
Set 2:
15. Dogs
16. Pigs (Three Different Ones)
17. Money
18. Us and Them
19. Smell the Roses
20. Brain Damage
21. Eclipse
22. Comfortably Numb

31 Antworten

  1. Wolfgang sagt:

    Geschafft. Bin in München dabei. Suuuper.

  2. Michaela sagt:

    Jep – geschafft!!! Tribüne Block O2, Reihe 1 – hoffe das bringt eine gute Sicht auf die Show und noch guten Sound. Zum Wien Termin sind wir leider beruflich unterwegs somit ist München ein toller Ersatz.
    LG, Michaela & Manfred

  3. PeterM sagt:

    Hi Michaela, vielleicht verwechsle ich Dich … Warst Du mit Deinem Mann in Wien (neben dem saß ich)? Er hatte ein Foto von sich und Gilmour (mit Strohhut, meine ich), das er an einem Flughafen aufgenommen hatte. Falls Dir das nichts sagt und Du Dich nur wunderst, dann bist Du eine andere Michaela 😉
    2015 in Verona und in Wroclaw war ich übrigens auch (und in Pompeii ;-)) ).

  4. ThoKi sagt:

    Bin mit meinem Bruder am Start.
    Nach Waters in Berlin und Leipzig und Gimlour in Oberhausen und Stuttgart endlich mal ein „Heimspiel“…
    Wir freuen uns…

  5. Wolfgang sagt:

    Bin mit meiner Frau und meiner Tochter dabei und kann es kaum noch erwarten.

  6. Marcus sagt:

    Aktueller Lagebericht: es schüttet in München und das soll die nächsten 24 Stunden auch so bleiben. Ein paar gemütliche Stunden im Biergarten sind absolut nicht zu empfehlen! Trotzdem bin ich gerade durch die tiefen Pfützen zur Olympiahalle gewartet. Mittlerweile schmatzt es aus den Schuhen und die Hose ist nass bis zu den Knien. Die gut 20 30-Tonner-Trucks mit dem Equipment und die ganzen Wohnbusse der Techniker und Bühnenbauer sind bereits da. Die Webcam der Halle ist schon deaktiviert und die Security hat mir verboten einen Blick durch die Lade-Tore zu werfen. Vermutlich wurde schon fleißig gebaut. Irgewelche Anzeichen von Roger und Band konnte ich am Nachmittag bei den üblichen Promi Hotels nicht ausmachen. Aber vielleicht reisen die erst morgen an…

  7. Wolfgang sagt:

    Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass der Regen gegen Spätnachmittag nachlässt.

  8. Kowalski sagt:

    War ein Konzert, das sicher lange in Erinnerung bleiben wird. Dogs, Pigs, Deja VU und Comfortably Numb waren spitze. Konnte auch mal mit Werner quatschen, leider nicht verabschieden, da wir aufgeteilt wurden. Gruss nochmal und hoffe es hat Dir auch so gefallen.

  9. Yucateco sagt:

    Großartiges Konzert. One of these days war ja mal ein richtiges Brett! Great Gig fand ich auch sehr gut, die beiden Mädels habens echt drauf. Sehr toll auch die neuen Songs, sowie die komplette zweite Hälfte. Die Ansage an OB Reiter hatte es auch in sich….

  10. Michaela sagt:

    Uns hat das Konzert auch sehr gut gefallen. Ich hatte den Eindruck das der Applaus vor der Zugabe ganz besonders frenetisch und herzlich war. Wie ist da der Eindruck von euch die ihr außer München noch andere Shows der Tour gesehen habt?
    LG aus Wien, Michaela & Manfred

  11. Norbert B. sagt:

    Kurzentschlossen habe ich mich gestern noch auf den rund 400km langen Weg nach München gemacht. Beim stöbern auf eventim (natürlich über den Link auf dieser Seite 😉 ) am Dienstag hatte ich gesehen, daß noch ein paar Tickets für den Innenraum zu haben waren.
    Ich muß sagen, es war genau die richtige Entscheidung! Der Sound im Innenraum in München noch mal besser als in Berlin (was ich kaum für möglich gehalten hätte, denn auch den Sound in Berlin fand ich schon klasse). Vor allem die Surroundeffekte kamen natürlich im Innenraum, nahe dem Punkt des klassischen Stereodreiecks, deutlich besser rüber und waren schlicht beeindruckend! Auch die Songs seines aktuellen Albums klingen so, m.M.n., deutlich besser als im klassischen Stereo. Man fragt sich, warum Roger sein neuestes Album nicht gleich (zumindest optional in einer „Deluxe-Box“) auch in einem Mehrkanalmix veröffentlicht hat.
    Vom Geschehen auf den Leinwänden in der Mitte der Halle im zweiten Konzertteil bekommt man „von unten“ natürlich nicht soviel mit wie von einem Platz seitlich auf dem Unterrang, wie ich ihn in Berlin hatte. Dafür ist, wie gesagt, der Sound noch mal beeindruckender und auch die Sicht auf die große Leinwand hinter der Bühne (und die Bühne selbst) deutlich besser. Es hängen einem keine Lautsprecher im Bild. Das Bild selbst schien direkt von vorn betrachtet noch etwas beeindruckender als von schräg oben. Einige Filmchen wirkten schon fast dreidimensional. Das hatte ich von Berlin nicht in dem Maße in Erinnerung.
    Ich kann nur jedem der es noch nicht getan hat (aber noch die Chance dazu besitzt) empfehlen, sich die Show von beiden Positionen aus anzusehen. Es lohnt sich!
    @Kowalski und Yucateco: Kann mich eurer Einschätzung des Konzerts selbst nur anschließen. Und ein OB der es öffentlich bedauert daß er das Konzert rechtlich nicht mehr verhindern konnte und der Roger Waters Antisemitismus wegen seiner Kritik an der israelischen Politik vorwirft, der muß sich über eine Ansage von Roger die es in sich hat nicht wundern.
    @Michaela: Würde euren Eindruck, zumindest im Vergleich zu Berlin, bestätigen. Schon die Stimmung wärend des Konzerts schien mir besser und der Applaus voir der Zugabe dann ebenfalls frenetischer gewesen zu sein. Und Roger schien es auch sichtlich zu genießen.

    • Ditus sagt:

      Hallo Norbert, ich kann deinen Bericht voll bestätigen. Ich war in Berlin (01.06) und München auf nahezu identischen Plätzen mittig im Innenraum (Reihe 8 bzw. 9) und kann nur sagen, dass der Sound in München nochmals deutlich besser war! Auch die Stimmung war um Längen enthusiastischer als in Berlin, das übertrug sich auch auf Roger, der wesentlich ergriffener vor der Vorstellung seiner Musiker und der obligatorischen Rede war. Ich hätte nicht gedacht, dass ein solch perfektes Konzert wie in Berlin nochmals eine Steigerung erfahren könnte und dann auch noch an der Stätte, wo ich im Februar 1977 mein erstes Pink Floyd Konzert erleben durfte.
      Ps: Mir ist es ein Rätsel, wie man es in München immer wieder schafft lange Schlangen vor dem Eingang zu produzieren, in Berlin musste man keine Sekunde warten

  12. Jens sagt:

    Werner, jetzt fehlt mir / uns noch Dein Bericht. Bin sehr gespannt was Du zu berichten hast. Vermutlich befindest Du Dich noch im Glückstaumel ?

    • Werner Werner sagt:

      Hallo Jens, mein Bericht aus München, was für ein toller Tag, der köchelt noch und muss danach etwas ziehen !!

      • Dirk sagt:

        Hallo Werner, danke für den schönen Bericht. Das freut mich wirklich sehr für Dich, dass Du Roger in letzter Sekunde noch treffen konntest. Das ist der „Lohn“ für diese tolle website! Ich hatte das Glück ja in Berlin – dank dieses tollen Forums!

  13. Christian Mersch sagt:

    Ja, ich kann das alles bestätigen: Ich war in Köln und in München, jeweils seitlich Unterrang, in München sehr nah an der Bühne. Köln war gut, München um Klassen besser: besserer Sound, es war lauter, es druckvoller. Publikum frenetischer, in Köln gab es z.B. während der Pause kaum Reaktionen auf die Einblendungen. In München wurde jedes Bild vom Publikum laut bedacht. Ebenso finde ich den Eklat um den OB, der tatsächlich meinte, er könne eine ausverkaufte Rockshow eines Superstars absagen, noch schlimmer, als die Nummer mit dem WDR in Köln. Gut, dass Roger deutliche Worte gefunden hat. Nur leider befürchte ich, dass die nicht in der Presse zu lesen sein werden. Falls doch, würde mich ein Link interessieren…
    Großartige Show. Jetzt überlege ich tatsächlich, doch noch Amsterdam oder Danzig mitzunehmen…
    Gruss ChristianM

  14. Marcus sagt:

    Roger Waters hat juristische Schritte eingeleitet, um die Presseerklärung von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter aus dem Internet zu nehmen! OB Reiter hatte darin Waters „antisemitische Stimmungsmache“ vorgeworfen und wollte das Münchner Konzert kurzfristig absetzen. Das sei nicht mehr zu verhindern gewesen, so Reiter. Umso wichtiger sei es ihm (Dieter Reiter), „unmissverständlich klarzustellen, dass die antisemitische Stimmungsmache Roger Waters‘ in München weder willkommen ist noch unwidersprochen bleibt“, erklärte Reiter. Roger Waters‘ Anwalt kritisiert, dies komme einem Boykottaufruf gleich. Der Musiker habe sich zwar kritisch zur Politik des Staates Israel geäußert, aber niemals „abfällig über Menschen jüdischen Glaubens“.

    Quelle: SZ Online am 15.06.

    • Norbert B. sagt:

      Der Artikel erschien übrigens in der Süddeutschen Zeitung.
      Wer den Artikel nachlesen möchte, auf sz.de den Suchbegriff Roger Waters eingeben.
      Googelt man SZ Online, kann es passieren daß man bei der Sächsischen Zeitung landet. Deren journalistische Qualität kann ich nicht beurteilen, man findet dort aber keine aktuellen Beiträge zu Roger. 😉

  15. Thorsten sagt:

    Servus!

    München war mein erstes (und vielleicht leider auch letztes) Roger-Waters-Konzert. Es war absolut fantastisch, überwältigend.

    Was einem im Nachhinein jedoch fast den Genuss verderben könnte, sind die Kritiken in diversen Medien (Süddeutsche, Rolling Stone, Augsburger Allgemeine, um nur ein paar zu nennen), weil die meisten Musik- und Feuilleton-Journalisten sich anscheinend damit profilieren wollen, auf Waters‘ politischen Statements rumzureite(r)n. Aber die sind nunmal ein wesentlicher Bestandteil der grandiosen Show, und ich vermute mal, dass viele Leute auch deswegen hingehen. Wer in ein Waters-Konzert geht, weiß doch, was ihn erwartet, außerdem ist er einer der wenigen Künstler, die in der Öffentlichkeit auch mal Klartext reden. Wer das nicht haben will oder ertragen kann, soll halt in den Musikantenstadl gehen.

    Viele Grüße aus der Oberpfalz,
    Thorsten

    • Murph sagt:

      Sehe ich genauso.

      Es ist ja auch in Ordnung bzw. erwünscht dass Journalisten und Medien sich mit den geäußerten Statements auseinandersetzen (würden). Das ist ja Sinn und Zweck einer politischen Ansage und Diskussion. Das Problem ist halt nur, dass Medien bzw. öffentliche Personen sich immer weniger mit Inhalten auseinandersetzen und nur mehr auf Schlagwörter reagieren bzw. solche absondern.

      „Who needs information, when you are living this high off the ground.
      Just give me confirmation
      We can make a million pounds.‘

  16. GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

    Wunderschöner Bericht von einem wunderschönen, unvergesslichen Tag! Danke, Werner, wie schön, dass es Dich gibt! Du hast uns alle über dieses Forum zusammengebracht! Ohne Deinen Hinweis wäre ich nicht vor dem Hotel gewesen! Thank you from the bottom of my heart!

    Spannend, wie James Werner Bond, wo bleibt er? Wieso ist er noch nicht da, come on, dude! Wir haben immer daran geglaubt, dass Du es noch rechtzeitig zum Hotel schaffst, holy shit, indeed war das knapp!

    Einmal vor Roger gestanden zu haben, ein Traum, unwirklich, das war magisch, i have no words, sagte ihm, wie sehr mir sein aktuelles Album gefällt, während er es festhielt und signierte, habe mich bei ihm bedankt für all die geniale Musik, die er geschrieben und mir damit Freude bereitet hat over the years.

    Ich war so aufgetegt, habe noch lange danach eine Art Kribbeln im Bauch gehabt und tagelang kamen mir die erlebten Szenen wie ein Traum vor, bin morgens aufgewacht, was war das? Habe das Cover mit Rogers Unterschrift angeschaut, ja, es ist wahr. Schon wirklich verrückt, wenn man jemand jahrzehntelang verehrt und dann steht er plötzlich vor einem!

    Das Konzert war phantastisch! Alles nahm ich emotionaler auf, als bei den Shows davor, auch bei mir war es das dritte Waters-Konzert in der legendären Olympiahalle nach 2002 und 2011. Die Show war genial, die Stimmung des Publikums berauschend! Noch nie war der Sound in der Olympiahalle so gut! Schon erstaunlich, was heutzutage technisch alles möglich ist. Die Quadro-Effekte machen Lust auf die Mehrkanal-Version von Animals!
    So far, so good. Ich hoffe, wir sehen uns bald alle wieder, spätesten bei one of Nick‘s Gig‘s. So, next Roger-Stop bei mir ist Sankt Petersburg, wo ich den lieben Gleb wiedertreffe. Werde dann berichten 😉 Nastrowje!

  17. Ina Ina sagt:

    Toller Bericht Werner! Vielen Dank!
    Das Anketten gab es in Berlin noch nicht. Super, dass die Bühnenshow ständig weiter entwickelt wird.

  18. Oskar Oskar sagt:

    Hallo. Danke für den Bericht. War wieder mal wie immer sehr lustig mich mit euch zu treffen. Um es wie GeckoFloyd zu sagen:“You are all smart fellows, not fart smellers“. Haha. In diesem Sinne:“Resist the Golden Stift Autograph! Make a Schwarzstift be it“. Shine On!

  19. Bernd Bernd sagt:

    Hallo Werner, ein großes Danke für den (und alle anderen) tollen Bericht. Man hat fast das Gefühl dabei gewesen zu sein.

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