Roger Waters 4.6.2018 Mannheim SAP Arena

Roger Waters 2.6.2018 Berlin Mercedes-Benz Arena

Bericht von Marcus Altenkirch-Fess

Wie beschreibe ich ein Konzert, das Euch allen bestens bekannt ist?  Besser gar nicht! Ihr kennt die Setlist, die Lyrics, die lange Pink Floyd-Geschichte, die Bühnenshow, die Projektionen… Hab eure eigenen Eindrücke gesammelt….

Mein persönlicher Eindruck ist unbedeutend. Vor kurzem schrieb ich hier auf P&S:

Als ich 1994 das Pink Floyd-Hockenheim-Konzert (mein allererstes Konzert überhaupt) verlassen hatte habe ich mich in den Folgejahren mit einem Ende von Pink Floyd fast abgefunden, ja sogar gewünscht habe dass Pink Floyd offiziell das Ende verkünden. Gewünscht deswegen, dass meine Hoffnungen auf eine Fortsetzung nicht enttäuscht werden würden. Zu diesem Zeitpunkt, ca. 1995-96, lass ich Nicholas Schaffner`s Buch „Pink Floyd: Vom Underground zur Supergroup“ (das mit dem silbernen Einband). Das Buch las sich super, aber auch so, also wäre die Geschichte von PF zu Ende geschrieben. Die Jahre zogen ins Land, und einem jungen Menschen kann ein Jahr schon seeehr lange vorkommen… 

Aber es kam ganz anders….

Als Pink Floyd durch und durch und übertrage dieses Gefühl nach außen. Zu meinen Freunden, Kollegen und Menschen die diese Musik nicht kennen. Erzähle von der Musik, von den Konzerten, von den Texten, von der Emotion die diese Musik entfachen kann. Musik nicht als Konsumartikel, sondern als ein bewusstes Erlebnis. In meiner Kriegsdienstverweigerung habe ich Texte von Pink Floyd zitiert. Diese Musik begleitet mich mittlerweile seit über 25 Jahren.

Und ich fühle heute eine tiefe Freude, Freude, weil unsere Helden mit Würde ihr musikalisches Erbe weiter kultivieren & erweitern. Jeder Einzelne auf seine von uns geschätzte Art. Keine Konzertkritiken die vom überschrittenen Zenit berichten…

Wer kann das von sich behaupten?

Statistik:

Tour: Us+Them
Spielstätte: SAP Arena
Plätze: 15.000
Adresse: An der Arena 1, 68163 Mannheim
Ticketpreise: 86 €, 99.80€, 111.30 €, 122.80 €, 295.30 €
Beginn: 20:20 Uhr | Einlass: 18:30 Uhr

Band:

Roger Waters: Vocals, Bass, Guitars
Joey Waronker: Drums, Percussion
Jonathan Wilson: Guitars, Bass, Vocals
Gus Seyffert: Guitar, Bass, Keyboards, Backing Vocals
Dave Kilminster: Guitars, Bass, Talkbox, Backing Vocals
Bo Koster: Hammond-Orgel, Piano, Keyboards
Jess Wolfe: Vocals, Percussion
Holly Laessig: Vocals, Percussion
Ian Ritchie: Saxophon, Bass
Jon Carin: Keyboards, Guitars, Backing Vocals

Setlist:

Set 1:
01. Speak to Me (Intro)
02. Breathe
03. One Of These Days
04. Time
05. Breathe (Reprise)
06. The Great Gig in the Sky
07. Welcome To The Machine
08. Déjà Vu
09. The Last Refugee
10. Picture That
11. Wish You Were Here
12. The Happiest Days of Our Lives
13. Another Brick in the Wall (Part 2)
14. Another Brick in the Wall (Part 3)
Set 2:
15. Dogs
16. Pigs (Three Different Ones)
17. Money
18. Us and Them
19. Smell the Roses
20. Brain Damage
21. Eclipse
22. Comfortably Numb

32 Antworten

  1. Michael W. sagt:

    Bin mit 4 Freunden in Mannheim dabei…..

  2. Stefan sagt:

    Ist schon etwas wegen Preisen bekannt?

  3. Dirk S. sagt:

    kommt man irgendwie früher an Karten?

  4. Jens sagt:

    Bin mit meiner Frau im Innenraum ! YES !

  5. TW sagt:

    Hat geklappt!
    Bin im Unterrang dabei!

  6. Werner Werner sagt:

    Ich bin in Wien und München! Lief alles perfekt! Die Tickets in Wien ganz vorne sind mit 324 € der Preiskaiser!!!

  7. Peter Glenz sagt:

    Unterrang 212, Reihe: 12, Platz: 3, 4
    War mal wieder ne Zitterpartie, und die Server haben rumgezickt bei mir. Aber am Ende mehr als zufrieden!

  8. Michael Wülk sagt:

    bis später in Mannheim. Freu mich!!

  9. Thomas Kern sagt:

    Soeben auf der Website von eventim gewesen: Es gibt noch Karten für 123.- !

  10. Michael Wülk sagt:

    War ein super geiles Konzert, ohne Mother. Seine Stimme wirkte etwas angegriffen. Beginn 20.00 Uhr, Ende 23.00 Uhr mit 20 Minuten Pause. Als Intro ein ca 20 minütiger Film mit ner Dame am Strand sitzend. Seine neuen Songs kommen live sehr gut rüber, der 2. Teil war bombastisch. Dass Pigs so gut zur Thematik Trumpp passt – Wahnsinn. Manche Pink Floyd Songs etwas neu arrangiert aber super. Seine Power auf der Bühne hat mich schon überrascht. Die Battersea Station Mitte in der Halle Wahnsinn, da war es gut wenn man einen Platz auf den Seitenrängen hatte. Immer wieder suchte Roger den Kontakt zum Publikum und zum Ende das Abklatschen der Fans ganz vorne. Toll. Es scheint ihm Spass gemacht zu haben

    • Werner Werner sagt:

      Danke Michael für deine Nachricht!

    • GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

      Merci Beaucoup! Du sagst es, ich habe seit 1980 schon viele Konzerte „nur“ vom Seitenrang gesehen, zuletzt auch die Rolling Stones im Münchner Olympiastadion. Roger’s Show ist hier das innovativste und coolste, was es je zu sehen gab! Auch der Sound kann sich hören lassen, ich fand die Surround-Effekte sogar noch – im wahrsten Sinne des Wortes – abgedrehter, als von der Mitte vorn 😉 Cheers.

  11. Timo sagt:

    Das war gestern wieder ein super Konzert. Ich bin dieses Mal direkt in der Mitte unter der Battersea Station gesessen und habe mich mehr auf die Musiker konzentriert. Ich bin aber auch froh, dass ich in Zürich von der Tribüne aus diese wahnsinns Show erleben konnte.
    Was mich ehrlich gesagt verwundert hat war die Diskrepanz zwischen Rogers sehr angegriffener Stimme während seiner Abschlussrede und seinen zuvor erbrachten makellosen Gesangesleistungen, zum Beispiel bei Welcome To The Machine. Ein Schuft wer böses denkt 🙂 Aber was solls.
    Es war trotzdem ein wunderbarer Abend.

  12. C-Stoff sagt:

    Super Konzert mit den Geschenken Dogs und Pigs. Konnten floydischer nicht klingen. Battersea Power Station sah ich perfekt vom Oberrang aus, einfach der Hammer. Auch das hier schon mal kritisierte Money kam gut, fand ich. Und die Interpretationen der Songs waren durchweg spannend und gelungen.
    Zur Songauswahl kann man lange diskutieren, ich fand die Auswahl sehr homogen, auch wenn ich das ein oder andere vermisst habe. Nur der Bruch von ruhigen Us and Them mit seinen finsteren Bildern zum rockigen Smell the Roses empfand ich als hart.
    Dass es um seine plakative Aussage „Trump ist ein Schwein“ und den provokanten Abbildungen zu Trump so ruhig bleibt, überrascht mich. Hat er das in Amerika auch so präsentiert?

  13. Matz sagt:

    Auch ich fand das Konzert Superklasse. Ich saß mittig auf der 3. Reihe im linken Seitenrang. Auch ich habe bemerkt, wie auch schon jemand vor mir, dass Rick Wright im Garten sass. Weiterhin schien eine Panne gegen Ende von One Of These Days passiert zu sein. Es wurde hier unerträglich laut. Das war bestimmt nicht geplant. Das Battersea Stadion und zum Schluß die Pyramide war von meinem Platz perfekt zu sehen. Das Schwein flog 2 mal direkt über meinem Kopf vorbei. Mother auch nicht gespielt und die Stimme angeschlagen. Pigs war für mich das Highlight. Zum Schluß bei seiner Rede ständig am Mikrofonständer herumhantiert. Hoffentlich geht diese Tour gut führ ihn aus. Ich mache mir Sorgen.

  14. Jens sagt:

    Das Konzert war wieder toll. Die Halle hat eine tolle Akustik und Rogers Stimm-Zustand hat sich meines Erachtens zu Samstag zumindest nicht verschlechtert. Die Pause vor Paris wird ihm sicher gut tun. Battersea gab es nur im etwas kleineren Format , die Schornsteine standen oben an und ich würde behaupten, dass auch die Leinwände nicht voll ausgefahren waren. Auf mich wirkte mit Ausnahme von Lucius und Roger die Gesamtcrew etwas müde und schlapp. Das Gefühl hatte ich aber Samstag in Berlin auch schon. Trotzdem war musikalisch alles perfekt, bis auf den Patzer bei One of these days. Auch das Publikum hatte seine Freude.

    Meiner Meinung nach und im direkten Vergleich zu anderen Veranstaltungsorten würden aber die Veranstalter gut daran tun Ihre Organisation zu optimieren: Schlechte Organisation des Einlasses und im Vergleich zu anderen Städten äußerst lasche Eingangskontrollen ohne Metalldetektoren. Ich musste mehrfach vor mir ansehen wie aggressiv und unfreundlich das Taschenverbot durchgesetzt wurde. Ein Unding, zumal nicht mit Schildern wie in Berlin darauf hingewiesen wurde. Lange Schlangen vor den Getränke- und Essensständen wurden nur gemächlich „Eile mit Weile“ abgearbeitet. Auch die Auswahl an Speisen und deren (optische?) Qualität wäre vor 20 Jahren noch aktuell gewesen, aber eben dem Zustand der Gesamthalle angepasst. Die Security war unterirdisch und übernervös. Während des Konzertes durfte nur aufgestanden werden, wenn man zur Toilette oder zu den Getränken wollte. Tanzen verboten, nicht nur in Fluchtwegen- was verständlich wäre- sondern überall. Wurde nicht sofort den autoritären Anweisungen des Security-Personal Folge geleistet, kam Verstärkung mit mind.2 Mann. Bewegungen im Innenraum innerhalb der Sitzblöcke wurden mit sofortiger Kartenkontrolle bestraft selbst während der Pausen. Als Waters von der Bühne stieg, wurde der vordere Sitzblock direkt abgeriegelt, nur ca 10-20 Mann hatten auf der rechten Seite die Möglichkeit zu Waters nach vorne zu gehen. Aus den von uns vorher besuchten Konzerten weiß ich, dass das alles deutlich besser und sensibler geht, zumal die Gäste von Roger nicht diejenigen sind die sich gegenseitig verprügeln oder die Köpfe einschlagen. Selbstverständlich muss für Sicherheit gesorgt werden, aber dieses Team wäre m.E. besser bei den 1. Mai Krawallen aufgehoben als dort. Schade. In anderen Städten ging das deutlich anders, bzw. ist mir das Thema Security nie negativ sondern nur positiv aufgefallen. Zu guter Letzt glich auch noch die Parkplatzausfahrt einem Nadelör, hier wäre auch eine deutlich bessere Organisation mit Regelung des Verkehrsflusses seitens der Arena wünschenswert. Aber das scheint in Mannheim niemand zu interessieren, seit The Wall hat sich hier gar nichts geändert.
    So ya
    Thought ya
    Might like to go to the show.
    To feel the warm thrill of confusion
    That space cadet glow.
    Tell me is something eluding you, sunshine?
    Is this not what you expected to see?
    If you wanna find out what’s behind these cold eyes
    You’ll just have to claw your way through this disguise.

  15. Michael Weickenmeier sagt:

    Jens, ich war einer der glücklichen 10 – 20 Leute auf der rechten Seite, die sich vor der Zugabe sanft Stück für Stück nach vorne geschlichen haben. 😉 Die Saalordner wirkten hier verdutzt bis zögerlich, aber die hinter der Absperrung wussten Bescheid und waren sehr freundlich. Es lohnte sich; Roger klatschte auch mich ab, das Highlight des Top-Abends für mich. Ich war im Block A2 Reihe 18, also komplett mittig und auch unter den Leinwänden (die in der recht kleinen SAP Arena bis direkt auf die Bühne zu gehen schienen). Das Konzert war wie zu erwarten grandios. Ein tolles Erlebnis, am Schluss von Eklipse IN der Laserpyramide zu stehen! Die volle optische Breitseite der Hauptbühne mittig zu haben, war klasse. Der Quadrosound kommt an einer solchen Sitzposition natürlich bombastisch zur Geltung (interessant: die abgehängten PA Delay Arrays, die normalerweise nach AUSSEN zu den Tribünenplätzen zeigen, waren alle nach INNEN gerichtet). Gegen Ende der Pause wurden auch „tumultartige“ Sprechchöre eingespielt – da begann schon die Politik. In Köln werde ich dann von einem Seitenrang aus die Battersea-Eindrücke ergänzen. Die Ansprache war sehr lang und nahm Bezug auf die Heidelberger Universität und dortige Abstimmungen betreffs des Banns von BDS Veranstaltungen vom Unicampus. Es wirkte zunächst wie eine Selbstverteidigungsrede gegen Semitismus-Vorwürfe („nothing with me is anti-semitic!“). Es gab noch eine Souvenirtüte mit ein paar Goodies (Plektren, 4 Kunstdrucke, ein Notizbuch, VIP-(aber doch nicht sooo VIP…) Umhänger).

  16. Philipp sagt:

    Sean Evans hat heute einen kurzen Clip der Lichtproben für die Parishow bei Instagram veröffentlicht. Es sieht so aus, als würde bei dieser Show zum ersten Mal die modifizierte Outdoor-Bühne zum Einsatz kommen.

  17. AE sagt:

    Bedeutet das dass es in Paris keine Powerstation mittig im Raum gibt? Oder ist es nur ein Test, vielleicht für Amsterdam?
    Wir werden sehen. Ich bin jedenfalls in Amsterdam nochmal dabei!

  18. AE sagt:

    Ach so, das ist 40‘000er Stadion. Das ist natürlich tatsächlich eine andere Preisklasse.
    Ich war allerdings von den Stadion-Wall-Shows eher etwas enttäuscht, ich fand‘s besser in der Halle.

    • Werner Werner sagt:

      Lass uns auf alle Wissen wie dein Konzertbesuch in Amsterdam verlaufen ist! Wird ja gefilmt usw. wer weiß was du neues entdecken wirst ……

  19. GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

    Sehr schöne und treffende Schilderung, Marcus Altenkirch-Fess! Ich hatte Deinen zitierten Eintrag auch mit Bewunderung gelesen! Besonders gefällt mir „Musik nicht als Konsumartikel, sondern als ein bewusstes Erlebnis.“ – da sprichst Du mir voll und ganz aus der Seele!
    Muss ich grad dran denken, manch einer mag die Gewohnheit haben, sich durch Alben zu „zappen“, quasi auf der Suche nach dem „Höhepunkt“ oder unbeliebte Stücke zu überspringen, wie auch immer. Doch spätestens bei Alben wie THE WALL, DSOTM, WYWH, TFC, TER und ausnahmslos alle Alben von Roger sollte das doch nicht sein! Denn diese sind vielmehr „Reisen“, die man vom ersten bis zum letzten Ton unternimmt. So geht es mir jedenfalls. Die Zeit sollte man sich bewusst nehmen, denn genau dann ist es ein Erlebnis! Cheers.

    • Marcus Altenkirch-Fess sagt:

      Hallo GeckoFloyd! Danke für Deine Meinung. Für deine ‚Reisen‘ kann ich dir Anna von Hausswolff sehr ans Herz legen. Ab und an gibt es floydisches zu Entdecken, vor allem auch den ein oder anderen Longplayer. Hab hier bei P&S gelesen dass du auch Nick Mason in Stuttgart besuchst. Vielleicht gelingt ein Treffen vor dem Konzert. Hab meine Karte auch schon im Safe. Wäre schön einen so schreibkreativen 🙂 Floydfan zu treffen. Viele Grüße aus dem Saarland!

      • GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

        Was für ein Trip! Ich hab ja sowas von gar keine Ahnung von all den jungen Talenten, die da draussen noch im Universum der musikalischen Reiseziele rumschwirren!
        Habe Anna von Hausswolff‘s aktuelles Album „DEAD MAGIC“ soeben akkustisch inhaliert, die Augen wieder offen und kann nur sagen, was für eine Hammer-Erfahrung! Unheimlich. Unheimlich gut!
        Kate Bush hits Björk on a Krautrock-Drive!
        Bin platt, da haste was angerichtet bei mir, Marcus! Ich muss mehr von dieser unglaublichen Schwedin erfahren/hören! Erinnert mich an meine Begeisterung am Anfang für das englische Kollektiv ARCHIVE anno 2005, die kennst Du bestimmt, oder? Die habe ich seitdem fünf/sechs Mal in München live gesehen!
        Danke für diesen super Tipp, ich bin immer offen für Neues! Haha, schreibkreativ, sehr gut, danke für das Kompliment, ich habe null Konzept, sondern hau nur raus, was ich grad so durchmache 😉
        Ja, in Stuttgart ein Treffen visieren wir an! Viele Grüsse aus Bayern!

  20. Karl sagt:

    Hallo Marcus Altenkirch-Fess, ich habe deine Empfehlung auch gelesen und habe mir, nachdem ich mal kurz reingehört habe, das Vinyl-Doppelalbum „The Miraculous“ von Anna von Hausswolff bestellt. Danke für diesen heißen Tipp 🙂

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