Das ist kein Nick Mason Soloprojekt sondern eine Band!

Nick Mason 20.5.2018 London, Dingwalls

Für das Konzert von Nick Mason im Beethovensaal der Liederhalle in Stuttgart sind nur mehr wenige Tickets zu haben! Vielleicht geht sich sogar ein ausverkauft aus! Gestern erschien in der Stuttgarter Nachrichten ein Interview mit Mason. 

Mr. Mason, an dieses alte, teilweise sehr experimentelle Material hat sich lange niemand gewagt – wieso tun sie es nun?

NICK MASON: Eine weitere Australian-Roger-Waters-Pink-Floyd-Cover-Band hätte wirklich niemand gebraucht. Dieses ältere Material hingegen hat mich sehr gereizt, weil so viel drinsteckt. Leider ist es ein wenig in Vergessenheit geraten. Das ist übrigens kein Nick Mason Soloprojekt, ich mache keine Soloprojekte, sondern eine Band mit fünf Mitgliedern, die bis zu einem gewissen Grad konsequent tun, was sie tun wollen. Wir spielen Songs, die wir uns gemeinsam ausgesucht haben und von denen wir uns vorstellen, dass sie interessant sein könnten – für uns zum Spielen und fürs Publikum zum Hören.

Sie hatten vorher schon ein Album von Robert Wyatt produziert, „Rock Bottom“ von 1974. Später dann haben Sie Platten von Gong und das zweite Album der Punkrocker The Damned aufgenommen – wie sind Sie zum Produzenten geworden?

NICK MASON: Wir Musiker hatten großes Glück, dass die Beatles uns den Weg freigemacht haben, selbst zu produzieren. Vorher durften Bands nie selbst an die Regler, sie haben ihre Songs aufgenommen und der Produzent hat das Album im Alleingang fertiggemacht. Am meisten gelernt habe ich mit The Damned.

Sie waren wahnsinnig schnell. Sie haben schneller einen ganzen Song eingespielt, als es bei Pink Floyd gedauert hätte, allein das Schlagzeug einzurichten.

Leider waren The Damned selbst ihr größter Feind – sie waren dabei, sich aufzulösen. Ich bin also von einem Schlachtfeld aufs nächste geraten.

Was ist Ihre schönste Erinnerung an Pink ­Floyd? Der Filmdreh im Jahr 1972 in Pompeji?

NICK MASON: Das war eine dankbare Kulisse, aber bis zu einem gewissen Grad war das eher wie eine Studiosession, es war ja kein Publikum da, das auf uns reagiert hätte. Viel großartiger war der Auftritt, bei dem wir das „Dark Side of the Moon“-Album zum ersten Mal vor Leuten komplett live gespielt haben. Das war auch 1972 im Rainbow in London, noch vor der Veröffentlichung – damals waren ­illegale Mitschnitte noch kein Problem, weil es technisch so schwierig war.

Quelle: Stuttgarter Nachrichten

2 Antworten

  1. GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

    „…wir wollten Raum finden, zu improvisieren. Jede Show ist also ein bisschen anders, es wird an jedem Abend Überraschungen geben…“ > Super, da freue ich mich wirklich sehr drauf, Na, wenn das nicht back to the roots ist! 😉 Cheers.

  2. Stefan sagt:

    Wir freuen uns schon sehr auf das Konzert. Mal was anderes.

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