Vor 50 Jahren veröffentlichten Pink Floyd „Arnold Layne“

Foto: Hartmut Hoppe

Heute vor genau 50 Jahren, am 10. März 1967 legten Pink Floyd mit der Veröffentlichung der „Arnold Layne“ Single das Fundament zu ihrer unglaublichen Karriere. Ich bin nicht der große Experte der Syd Barrett Pink Floyd Phase. Deswegen fiel es mir gar nicht so leicht, als ich von Ö1 Journalist David Baldinger für einen Radiobeitrag, den er anlässlich 50 Jahre „Arnold Layne“ gestaltete, über diesen Song und dessen Bedeutung befragt wurde.

Mit Arnold Layne auf Platz 20 der UK Charts! Foto: Hartmut Hoppe

Interessanterweise kehrte bei mir während unseres Gesprächs über „Arnold Layne“ dessen Bedeutung wieder zurück! Wer weiß wie die Karriere von Pink Floyd ohne diesen Song verlaufen wäre. Denn durch diese von Joe Boyd produzierte Single platzierten sich Floyd erstmals in den UK und US Charts. Auch wenn die Single es nicht bis auf die vordersten Plätze schaffte, mit „Arnold Layne“ erhielten Pink Floyd von EMI Aufmerksamkeit. Die Plattenfirma meinte das Hit Potenzial der Band entdeckt zu haben und nahme die Jungspunde unter Vertrag!

Das erlaubte Pink Floyd Zugang zu den Abbey Road Studios und wenige Wochen nach „Arnold Layne“ trafen sie dort die Beatles! Schon eine unglaubliche Geschichte wie sich alles bei Pink Floyd entwickelt hat!

Der Radio Ö1 Beitrag ist derzeit noch online verfügbar: Über ein ungewöhnliches kleines Liedchen und dessen große Bedeutung: Arnold Layne (Pink Floyd 1965-1972).

Ich danke Hartmut Hoppe für die Fotos von seiner Arnold Layne Single!

10 Antworten

  1. Andreas sagt:

    Werner ich muss Dir für Deine eloquenten Antworten auf Ö1 herzlich gratulieren. Du hast unsere Lieblingsband „würdig“ dargestellt. Toll gemacht!

  2. Oliver sagt:

    Schöner Beitrag! Vielleicht wäre noch erwähnenswert gewesen, dass Arnold Layne nicht nur die erste Veröffentlichung von Pink Floyd war, sondern auch der letzte Song, den sie live gespielt haben. Da hat sich der Kreis geschlossen, finde ich.

    Im übrigen halte ich die Legende, dass die Konzerte der Frühphase überwiegend aus 30 bis 45minütigen Improvisationen von Interstellar Overdrive bestanden für sehr fragwürdig. Die wenigen Mitschnitte und Setlists dieser Phase belegen das jedenfalls nicht. Interstellar war in der Regel kaum länger als 10 Minuten, daneben wurden hautsächlich kürzere Songs wie Astronomy, Lucifer Sam, Sream Thy last scream und Matilda Mother gespielt und nach ihrer Veröffentlichung auch fast immer mindestens einer der beiden Hits, also entweder Arnold Layne oder See Emily play. Und in der einzigen aus 1966 überlieferten Setlist vom London Free School Konzert sah das genauso aus.

    • Werner sagt:

      @ danke Andreas!

      @ Oliver, wenn du ein Mikro vor dem Gesicht hast ist es meist vorbei mit der Lockerheit! Schnell dahin gesagtes kann zum Bumerang werden! Ups! Wir haben das Gespräch relativ schnell durchgezogen ohne wirkliche Vorbereitung auf Daten und Fakten! Meine 30 Minuten Interstellar Overdrive Aussage steht wohl auch für eine improvisierte Rockshow, wie sie Floyd damals boten. Aber du hast schon recht, das gehört zur Legende. Und als ich sagte, dass Floyd mit Gilmour „Arnold Layne“ nie mehr spielten, hatte ich gar nicht an die Gigs gedacht, die sie als 5-Mann-Floyd spielten! Kann nicht sagen ob sie ihn bei diesen Shows spielten oder nicht!
      Das Floyd laut Vernon Fitch 1987 Arnold Layne bei Soundchecks spielten war mir auch entfallen!

      • Oliver sagt:

        Werner, das sollte keine Kritik an Dir sein! Ich habe quasi nur laut gedacht, und die Behauptungen, Barrett-Ära Konzerte hätten nur aus Interstellar und Pow R Toc H bestanden, stammen ja von vermeintlichen Zeitzeugen und -wenn ich mich richtig erinnere- auch der Band selbst. Rick sagte 2006 auch noch, dass sie Arnold Layne bis dahin niemals live gespielt hätten, was nachweislich falsch ist. Ich würde daher nicht all zu viel auf die Erinnerungen an die Barrett-Ära geben, obwohl ich mir vorstellen kann, dass dem ein oder anderen Interstellar Overdrive endlos vorkam…

  3. Dirk sagt:

    Hallo Werner, souverän gelöst. Perfekt! Gruß Dirk

  4. Roman sagt:

    Wenn wir schon bei Arnold Layne sind – das hatten sie ja auf dieser Veranstaltung ca 1 Jahr nach Live8 nochmal zu dritt gespielt (die, auf der Roger auch war, aber separat aufgetreten ist). Ich habe außer einem furchtbar schlechten Youtube Video nie etwas davon gesehen. Gibt es davon Audio- oder bessere Videomitschnitte?

  5. GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

    Sehr cool! Ich würde schnell im Boden versinken, wenn mich plötzlich jemand interviewen würde und Werner macht das so lässig, leiwand, Pefekt!

    • Werner sagt:

      @ Oliver, du hättest das sicher toll gemacht! ich habe nicht einmal die Single von Arnold Layne! Ich denke du könntest alleine schon darüber einen Vortrag halten! 🙂

      @ Malone & Dirk, danke schön!

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