Rest in Peace: Sinéad O’Connor (1966-2023)

Sinéad O' Connor - Theology

Heute erreichte uns die traurige Nachricht über das Ableben von Sinéad O’Connor. Die Familie der Sängerin gab folgende Erklärung ab.

Mit großer Traurigkeit geben wir das Ableben unserer geliebten Sinead bekannt. Ihre Familie und Freunde sind am Boden zerstört und haben darum gebeten, in dieser sehr schwierigen Zeit nicht gestört zu werden.

Berühmt wurde sie mit ihrer Version des Prince-Songs „Nothing Compares 2 U“.

  • 1990 Sinéad O’Connor tritt bei Roger Waters – The Wall Konzert in Berlin auf
  • 1996 Sinéad O’Connor singt auf Rick Wright’s Soloalbum Broken China
  • 2007 Sinéad O’Connor engagierte Mark Gilmour (Bruder von David), der auf ihrem Album Theology Gitarre und Bass spielt

2022 starb ihr 17-jähriger Sohn.

Ruhe in Frieden.

13 Antworten

  1. GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

    Sehr traurig, mir hat ihre Interpretation von MOTHER im Rahmen der Mega-Wall-Show am Potsdamer Platz vor schlappen 33 Jahren sehr gefallen, R.I.P.

    • Avatar Christoph sagt:

      Ja, geht mir auch so, wenngleich es ja gerade bei ihrem Auftritt zu den so unsäglichen technischen Problemen kam, so dass dann für die TV-Übertragung bzw. die DVD ja auf das zuvor aufgezeichnete Material der rehearsals zugegriffen werden musste. Ich kann mich an diesen Tag vor Ort noch sehr gut erinnern, ist ja wirklich nur ‘schlappe’ 33 Jahre her … ;-). Warst Du da auch vor Ort?

      • Avatar Ralf sagt:

        Ich war 1990 bei The Wall live in Berlin dabei – klangtechnisch war das eher eine Katastrophe. Viele Pannen. Dabei sein war alles mit über 300.000 Besuchern – die gigantische Show mit 160 Meter breiter Mauer, echter Helikopter usw. sind in meiner Erinnerung. Stargäste gab es da reichlich.
        Und so habe ich für ein Stück Sinead O‘Connor live erlebt. R.I.P.

  2. Avatar Matthias sagt:

    “…I do not want what i haven’t got” ist ein fantastisches Album von Sinead O’Connor,und ist mit Songs wie “Black Boy’s on Mopeds” oder “The last Day of our Acquantance” ein zeitloses Werk.
    Es macht wirklich traurig zu wissen das sie so früh gehen musste.Eine große Künstlerin,die es bestimmt nicht immer sehr leicht gehabt hat im Leben.

    R.I.P Sinead O’Connor

    Mattes

  3. Avatar Steffi Richter sagt:

    Da auch für mich Sinead O’Conors Auftitt 1990 beim “The Wall”-Konzert zu einem der Höhepunkte zählt und ich immer wieder einmal “mit Herzklopfen” in ihr so schönes Gesicht beim Singen von “Mother” schaue, habe ich schon den ganzen Tag nach ein paar Worten von Roger Waters zu ihrem Tod gesucht, auf sie gewartet – aber bislang nichts gefunden. Falls jemand fündig geworden ist, würde ich mich sehr über eine Info freuen. Damals war sie gerade (im Frühjahr 1990) mit dem “Nothing…”-Song gen Popstar-Himmel unterwegs, und Roger Waters mit seinem Gespür für so etwas hat die Gelegenheit offensichtlich gleich beim Schopfe gepackt (so stellt es sich zumindest mir heute dar), da kann er doch eigentlich nicht einfach schweigen… Odre isr er zu sehr mit “Redux” beschäftigt?

    • Avatar Peter sagt:

      Worte von Roger (zumindest öffentliche) gibt es keine, er hat ja selbst zu Jeff Becks Tod nichts geschrieben.
      Das ist aber auch nicht so verwunderlich, weil er und Sinead sich abgrundtief verabscheut haben.
      Nach dem Wall in Berlin Konzert hat er in einem Interview erklärt, dass es eine große Freude und Ehre war, mit sämtlichen Künstlern zusammenzuarbeiten, außer mit Sinead O’Connor. Sie habe – laut Roger – die Musik als altbacken kritisiert und ihm den Vorschlag gemacht, doch ein oder zwei Stücke als Hip Hop Nummern von Ice-T o. ä. performen zu lassen.
      Die Chemie zwischen den Beiden war auch in Berlin sehr gut zu erkennen, als er ihr bei Mother die ganze Zeit irgendwelche Anweisungen gegeben hat, bis sie so angepisst war, dass sie sich vom Mikro wegdrehte. Und zwar genau in dem Moment, als ihr Gesang losging, (den man natürlich trotzdem hörte) was bei Roger zu einem Facepalm führte. Weder auf den Videoleinwänden noch im TV war diese Szene je zu sehen, weil dort ja seit Thin Ice die Aufnahmen der Generalprobe übertragen wurde.

      Zu Sinead, ich mochte ihren Output nur zum Teil. Sie hatte eine fantastische Stimme, die man ja nicht nur auf Broken China, sondern auch auf Massive Attacks 1000th Window bewundern kann.

      • Avatar murph sagt:

        „Abgrundtief verabscheut“ – wieder mal eine Behauptung (zu welchem Zweck?) ohne reale Grundlage, m.M.n.
        Auf YT findet man einen Interview-Ausschnitt mit Waters, offenbar aus einer zumindest mir unbekannten Doku aus den 90ern oder später über das Berlin-Konzert. Darin erklärt er sehr nüchtern, wie der Stromausfall bei Mother abgelaufen ist und wie die Gruppe inklusive Sinhead darauf reagiert haben. Von „Verachtung“ ist da nichts zu merken…

        • Avatar Peter sagt:

          https://www.pulse-and-spirit.com/the-wall/sinead-oconnor-wollte-roger-waters-verprugeln/

          Und das Interview mit Waters zu diesem Thema habe ich gelesen, es war relativ kurz nach dem Konzert (“It was a great pleasure and honor to work with everyone involved — except Sinead O’Connor. She didn’t want her name to connected to something that wasn’t “street” enough, so she suggested reworking a few songs into hip-hop numbers and let someone like Ice-T perform them” – so war in etwa der Wortlaut). Wenn ich es finden würde, würde ich es hier verlinken.

          Da ich in Berlin seinerzeit relativ weit vorne stand konnte ich ziemlich gut verfolgen, wie die zwei miteinander auf der Bühne “harmoniert” haben. Und der Stromausfall war NACH der ersten Strophe, das Band von der Generalprobe lief ja seit “The Thin Ice”.

        • Avatar Peter sagt:

          Und gefunden: Q-Magazine 1992
          “It was very, very hard work organising that Wall concert but everyone was fabulous to work with – Bryan Adams, Van Morrison, Cyndi Lauper, bloody brilliant. All brilliant.
          Except for Sinead O’Connor. Oh, God! I have never ever met anybody who is so self-involved and unprofessional and big-headed and unpleasant. She is so far up her own bum it’s scary. With The Wall, she was so worried that there weren’t any other (_adopts Irish “brogue”_) ‘young people on the show’. I and everybody else were old farts in her opinion so she was worried that she was doing something that wasn’t ‘street’ enough. And because it wasn’t ‘street’ enough, she came up with this brilliant idea: she said that I should employ Ice-T or one of those people to re-work one of my songs as a rap number! I am not joking! And neither was she f*ing joking! That’s the sad thing – she
          was serious! And then a couple of months after the show, when the record was out, she did an interview on American television, millions of viewers, and she rubbished the whole thing, said the Wall concert was a load of wank. I don’t give a f*k what she thought about it but she should have kept her f*ing mouth shut because it could only hurt the charity, the memorial fund and everything that Leonard (Cheshire) had done. She
          doesn’t understand anything. She’s just a silly little girl. You can’t just lie in the corner and shave your bloody head and stick up your arse and occasionally pull it out to go (_”brogue”_) ‘Oh, I tink this is wrong and dat is wrong’ and burst into tears.”

        • Avatar Peter sagt:

          Und hier Sineads eigene Worte aus “Uncut”. https://www.uncut.co.uk/features/an-audience-with-sinead-o-connor-17114/
          Klingt bei Beiden nach Verachtung. Aber Hallo!

          “I cannot bear Roger Waters, and I’ll tell you why. Hundreds of thousands of people spent a week’s wages, if not nearly a month’s, for what’s billed as a live show. The day before, they rehearsed all the lights and the explosions and pyrotechnics and all the wankdom you wouldn’t need if you had confidence in the music. They tell us that they’re recording the soundcheck, just so they can practise again later with the lights. So the next day, I go on stage to sing live – and this happened to a number of artists – and my mic is not working. And on comes a playback of yesterday’s recording. So I’m forced to stand there and mime. I don’t like lying to an audience so, as soon as I got offstage, I saw Roger and chased the cunt to beat the shit out of him. He was quite agile, as I remember.”

  4. Avatar speaktome sagt:

    Sehr, sehr traurig. Viele ihrer Handlungen erschlossen sich mir vor zwei Jahren im Kontext ihrer sehr lesenswerten und unterhaltsamen Autobiografie „Erinnerungen“. Sie klang nicht nur am Ende des Buches kraftvoll und optimistisch, trotz allem… Danach kaufte ich mir ein paar ausgewählte CDs. Tolle Musik. Ich sah sie auch einst in Berlin 1990 bei der The Wall. Ein Concert vor ein paar Jahren in München, auf das ich mich sehr freute, wurde am selben Tag leider abgesagt. Ihren Kindern wünsche ich viel Kraft, ihr Ruhe in Frieden

  5. Avatar Steffi Richter sagt:

    Danke. Das ist der Grund, warum ich die Seite “Pulse & Spirit” immer wieder besuche: unaufgeregte Kommentare, erhellende Details und Kennerschaft, Respekt vor anderen Auffassungen und Emotionen. Und richtig ist ebenfalls: sich nicht öffentlich zu äußern bedeutet nicht, sich nicht doch auch eigene Gedanken zu machen…

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