Charts: Roger Waters Album in vier Länder auf Platz 1!

Roger Waters Album Is This The Life We Really Want?

Roger Waters Album „Is This The Life We Really Want?“, das am 2. Juni veröffentlicht wurde, ist in der Schweiz, Tschechien, Norwegen und Polen direkt auf Platz 1 der Albumcharts eingestiegen! Auf der Suche nach Waters aktuellen Platzierungen in den Charts, stolpert man das eine oder andere Mal über Pink Floyd Alben, so sind z.B. Dark Side Of The Moon und The Wall in einigen Ländern in den Hitparaden zu finden!

Is This The Life We Really Want? Album-Charts:
Land/Woche1.2.3.4.5.6.7.8.
Australien72032
Belgien24514
Dänemark220
Deutschland3131926
England382346
Finnland9
Frankreich2
Griechenland16139
Irland81834
Italien2526
Kanada4
Neuseeland251012
Niederlande24714
Norwegen138
Österreich3711
Polen134
Portugal33
Schweden315
Schweiz189
Spanien58
Tschechien15
Ungarn13810
USA1168114

Auszeichnungen: * Gold,** Platin

Thanks to Oliver!

17 Antworten

  1. Christian sagt:

    …und ich finde das Album immernoch hoffnungslos überbewertet. Kein Vergleich zu Amused to Death.

  2. René sagt:

    Mit jedem Hören besser, nur eine markante E-Gitarre vermisse ich hier und da.

  3. Michael sagt:

    Inzwischen habe ich mich mit der „fehlenden“ Gitarre arrangiert und finde das Album einfach phänomenal. „Picture That“ und „Smell The Roses“ erzeugen bei mir nicht nur PF-Feeling, sondern auch Gänsehaut…

  4. Christian Augustin sagt:

    Album wegen Copyright-Streit geblockt: Roger-Waters-Album-wegen-Copyright-Streit-geblockt

  5. RedStrat sagt:

    Kann Roger mit den Chart-Erfolgen denn zufrieden sein? Die Kritiken waren ja in Summe wirklich positiv.

    • Kowalski sagt:

      Wenn man den Vergleich zu den 70er und 80er hat, wäre er damit vielleicht auf Platz 40 bis 50. USA war David definitiv erfolgreicher. Ich frag mich nur, wenn es Millionen von Fans in Amerika gibt, kaufen da nur vielleicht 100.000 Leute die CD, trotz Tournee? Die Musikwelt versteh ich nicht mehr. Da gibt es 1,5 Milliarden Views für Ed Sheeran oder Katy Perry. Oder der Hype um Helene, als hätten diese die Musik neu revolutioniert. Geschmack hin oder her, es wird zu viel gehypt.

  6. Raoul sagt:

    Kowalski: Da spricht Frust aus Dir heraus, den ich absolut unterstreichen kann. Ist leider so – wenn man von „Kraftklub“ und „Helene“ geschlagen wird. Das sind die deutschen Charts im Jahre 2017. Und die sind schon seit langem sehr akurat bei den Abverkäufen,. Früher waren sie es nicht (zu Wall-Zeiten). Lange Rede, kurzer Sinn: das Waters-Album verkauft sich hierzulande leider unter den Erwartungen von Columbia, also schleppend. Das Album ist zu komplex geraten, keine Hit-Single in Sicht, die Texte zu verschroben. Damit läßt sich kein Money machen. Insofern: man macht dafür kaum Promo, ausser mal eine ganzseitig opportunistische Anzeige im verschrullten „Eclipsed“ beim Heftaufschlagen. Eine wohlwollende Album-Besprechung (die wir alle nur zu gern gesehen haben) im überbewertetem Rolling Stone tut sein Übriges? JA!
    Mein Album-Fazit: knapp am Ziel vorbeigeschossen, leider. Kein Meisterwerk, aber nahe dran. Waters hat mit FC sein letztes abgeliefert.
    Es fehlt mir eines: neben dem ganzen viralen Konzept, gute Melodien die hängenbleiben:-) Gibt es hier wieder nicht. Auf ATD gabs auch keine. Die gab es zuletzt auf TFC, auch wenn das Album unterschätzt ist; es war das letzte Album in annähernder Bandbesetzung. Da hat die Band noch ein letztes Mal etwas Magie verbreitet. Ab dann Stückwerk bis zum heutigen Tag. Oder sieht das jemand anders? Werner, wo bleibt Deine persönliche „Is this the live we really want“-review? Bisher habe ich nur News zu den Charts-Ergebnissen gelesen und kaum Input direkt zum Album. Wo bleibt Dein persönliches Review? Grüße, Raoul

    • Oliver sagt:

      „Es fehlt mir eines: neben dem ganzen viralen Konzept, gute Melodien die hängenbleiben“

      Sorry, aber das muss an Dir liegen;-) Ich habe jetzt schon seit mehr als 6 Wochen einen Ohrwurm namnes Deja Vu, den ich beim besten Willen nicht mehr los werde. Er wird seit 3,5 Wochen höchstens mal unterbrochen von Wait for her/ Part of me died oder neuerdings auch Most beautiful girl. So sehr ist bei mir schon lange keine Melaodie mehr hängen geblieben!

      Was den Chart- Erfolg angeht denke ich, dass das Album von vorn herein nicht darauf ausgelegt war. Gerade in den USA wird die Promotion viele potetielle Käufer eher verprellt haben. Wobei ich mich schon wundere, dass von ca. 600.000 Konzertbesuchern der aktuellen Tour anscheinend nur ein Bruchteil das neue Album kauft.

      Die Chart- Erhebungen sind sowieso eine Wissenschaft für sich. Die Billboard Top 200 zB fassen so ziemlich alle erdenklichen Vertriebswege eines Albums oder auch nur einzelner Songs daraus zusammen, also physische Verkäufe, Downloads, Streamings (konsequenter Weise sollte eigentlich jedes Anhören der CD auch in die Bewertung einfließen), wobei dann auch einige Alben daran nicht teilnehmen dürfen. Die Album Charts im engeren Sinne, also Verkäufe auf rein physischen Tonträgern , sind eigentlich die Billboard Album Sales Charts. Dort errreichte ITTLWRW immerhin Platz 4, in den Billboard Rock Album Charts Platz 3. Zur Erinnerung: Als wir uns vor 2 Jahren über RTL’s Poleposition in den Billboard Charts gefreut haben, betraf das auch (nur) die Rock Album Charts.
      Hinzu kommt, dass Roger sich geweigert hat, eine „Clean-Version“ für den amerikanischen Markt zu produzieren, so dass das Album zB bei Walmart gar nicht angeboten wird.

      In einigen Ländern, u.a. Deutschland, werden die Charts nicht nach verkauften Stückzahlen, sondern Umsätzen ermittelt. Ein Album, das wie ITTLWRW nur in zwei verschiedenen Formaten und noch dazu relativ günstig (CD ca. 13 EUR, Do-LP ca 24) angeboten wird, hat da natürlich vergleichsweise schlechte Karten. Für jedes Deluxe Set von Rattle that lock müsste Roger zB 2 CDs von ITTLWRW verkaufen, um – bei zeitgleicher Veröffentlichung – auf der selben Chartposition zu landen.
      Und ein Vergleich mit den 70ern oder 80ern ist wegen zahlreicher Systemänderungen in den Charts und natürlich einem völlig anderen Käuferverhalten sowieso nicht möglich.

  7. Gunter sagt:

    Vielleicht liegts daran, dass bei TFC die Reste von The Wall verwurschtelt wurden. Wo ja David an den Melodien mitgebastelt hat. Er (Dave) aber so eine Bedenken damit hatte. Insofern klingt TFC „etwas“ melodischer. Auch wenn David nur „ein paar“ Solos hat, möchte ich mir die Scheibe nicht ohne David vorstellen…
    Obwohl ich ATD gegenüber ITTLWRW doch wesentlich melodischer finde. Naja, Geschmacksache…
    Früher hatte ja Roger gerne einfach aus einem Thema nicht nur ein Song gemacht, sondern gleich mehrere, einfach mal „part x“ drangehangen und gut.
    Hier bei ITTLWRW verwendet er zumindest neue Namen für die Songs…
    Jeff Beck oder ein anderer „ordentlicher Gitarist“ fehlt eben. Der der bissigen Scheibe noch mehr Biss gegeben hätte.
    Roger beschwerte sich mal, dass er The Wall für „zu negativ“ bzw.“zu depressiv“ hielt, er hätte gerne lustigere Stellen platziert.
    Nun, was hat ihn aufgehalten. Die aktuelle Platte ist zwar wieder ne ernste Sache, jedoch etwas Dynamik hätte der Scheibe mehr als gedient.

    Die andere Seite ist: Was maßt sich unsereiner an, über das Werk von Roger zu urteilen.
    Roger hat es gewiss nicht nötig, auf diesen Senf was zu geben.
    Er hat was zu sagen, und das ist gut. Das kann man mögen oder sich anderen „künstlerischen Zeitgenossen“ widmen. Es zwingt einen doch keiner!

    Na, die nächste Scheibe wird dann der große Reißer, Vielleicht holt er ja Bob wieder mit ins Boot, die Zeit heilt ja alle Wunden.

  8. Raoul sagt:

    Ich denke schon dass Roger Platten verkaufen möchte, insbesondere ohne Ezrin-Beteiligung;-) Und es ist für ihn sicherlich extrem frustrierend, dass er heutzutage seine Message nicht so an den Mann bringen kann wie früher; schwache Abverkäufe sind nun mal schwache Abverkäufe, die Plattenfirma schaut da ganz genau hin.
    Konpensieren kann er das durch den live-Markt, indem er vorwiegend Hits bringt. Der Markt ist mittlerweile seit Jahrzehnten anders gepolt; seien wir doch mal ehrlich: hätte Gilmour auf der letzten Tour ein komplettes „Rattle that lock“ präsentiert, wären spätestens nach der dritten Show die Leute gähnend weggeblieben. Inkl. mir, weil ich das Album für absolut irrelevant halte. Noch mehr als „On an island“. Da hatte ich noch das Gefühl: David meint es ernst mit dem Alt-werden. Beim letzten Album war das Gefühl eher: na Leute, ich hab noch was auf dem Kasten, hört mal Ihr Pappnasen!
    Wir sollten uns also nichts vormachen: Roger folgt auch dem Markt. Und ich lehne mich etwas heraus zu behaupten: er macht das auf einer Ebene, die uns etwas an der Nase herumführt. Er wettert etwas am Trump rum (zugegeben mehr als die meisten anderen Künstler) – vergisst aber dabei (neben zeitlosen Melodien) den Zeitgeist: Am Trump rumdoktorn macht spass, ist aber schon fast wieder deja vue, den kerle bekommt man sicherlich nicht so leicht los wie sich das manch einer erträumt. Und während wir diskussionswütigen Deutschen uns mit Trump auch fast schon arrangiert haben, geht bei Waters die Tour los. Als greatest Hits-Programm mit 2-3 Songs aus dem neuen Album Das kann nur jemand machen, der mehrere hundert Millionen auf seinem Konto hat. Jammern auf hohem Niveau. Ich warte immer noch auf Werner´s ehrliche Album-Review;-)
    Meine Meinung steht: das neue Waters-Album gibt vor gefährlich zu sein, ist es aber nicht. Kein Biss. Der „Parental Advisory“-Sticker ist ein schlechter Witz. Das hatte TFC noch eher verdient, nur gabs damals das Ding noch nicht. Und ATD? Meiner Meinung nach einfach nur bedeutungsschwanger. Der Mann hatte uns ab 1983 leider nichts mehr wichtiges zu sagen, vorher schon alles gesagt. ITTLVRW ist ein Alterswerk ohne Biss. Bowies letztes Album hatte definitiv mehr davon. Mit diesem Album sollte man sich mehr beschäftigen, bevor man sich in diesem Forum hier der Lobhudelei hinsichtlich Water´s Solo-Ergüsse hingibt. Ich vemisse immer noch „Werner´s“ Waters-New-Album-Review-Song-By-Song“ – Das wäre doch mal klasse!

  9. Thomas sagt:

    Ich wundere mich immer über die besondere Herausstellung der Inhalte / Botschaften der Liedtexte. Als ob hiermit etwas kompensiert werden muss oder kann.
    Zum einen gibt es hier keine Neuerungen zu dem Gesamtkomplex seiner Äusserungen.
    Insoweit sehe ich keinen intellektuellen Kraftakt in der neuen Scheibe.
    Wenn mir danach wäre, könnte ich auch schriftliche Abhandlungen / Interviews etc. zu Hilfe ziehen.
    Mich erinnert die Überhöhung der Inhalte an Das Leben des Brian. Ein Zeichen, er hat uns ein Zeichen gegeben- haltet alle eine Sandale hoch.
    Aber das ist insgesamt nicht mein Punkt. Wenn ich Musik höre, geniesse ich zunächst die MUSIK.
    Sie ist der Grund, warum ich Songs zig mal und über Jahre höre.
    Das ist zwar individuell und Geschmacksache, aber es wird seinen Grund haben, warum Roger immer CN spielt.
    Ich habe die Konzerte von ihm immer als gigantisch erlebt – Sound und show in Perfektion.
    Bei der Frage, welche songs seiner neuen Platte einen dauerhaften musikalischen Reiz entwickeln bin ich gegenwärtig leider im kleinen einstelligen Bereich.

  10. Floydi sagt:

    Ich denke das sein neues Album ein „Abrechnung“ mit Pink Floyd und speziell Gilmour ist. Gilmour hatte in Division Bell Waters versteckt und sogar teilweise textlich offen angesprochen. Waters sagt bei Is this the Life gleich am Anfang „I am still ugly, but you are fat“. Das könnte sich auf Gilmourś Statur beziehen.
    Die fehlende Gitarre in den Songs ist somit reine Absicht nach dem Motto „Es geht auch ohne Gilmour“. Die Gitarre wurde absichtlich durch Streichinstrumente ersetzt.
    Und seine musikalischen Anspielungen an Animals sollen sagen „Seht ihr, das war damals ich und Animals war mein Werk“
    Somit wäre Wish you were here ein Album um Syd Barret. The Division Bell handelt von Waters. The Endless River handelt von Richard Wright und Is this the Life von Gilmour.
    Was denkt ihr ?

    • chrishb sagt:

      Gewagte These mit reichlich Interpretation. Texte zeichnen sich oft dadurch aus, dass sie Interpretationen zulassen, die vom Autor so nicht beabsichtigt waren. So kann sich jeder einen Text zueigen machen. Und wenn man etwas herauslesen will, dann schafft man es auch. Siehe Verschwörungstheorien. Vielleicht hat RW nach dem Schreiben gedacht: „Ach lustig – das klingt ja nach Dave.“ Alles ist möglich. ER als Erinnerung an Rick zu veröffentlichen, hat ja auch nur teilweise mit dem Album zu tun. Er ist eben Teil dieser Aufnahmen und konnte die Veröffentlichung nicht erleben. Also liegt eine solche Ehrung nahe. Und DB wurde textlich ja gar nicht von Gilmour verfasst. Ich kann mir vorstellen, dass er Waters auch gerne konsequent aus dem Album raushalten wollte – es hat aus meiner Sicht mal so gar nichts mit Waters zu tun. Grundsätzlich kann ich die Gedanken aber nachvollziehen – denn es ist ja was Feines – so versteckte Hinweise zu finden.

    • Malone sagt:

      Grundsätzlich finde ich Deine Idee interessant. Ich denke, es könnte schon eine Rolle spielen, dass Waters noch einiges „abrechnen“ wollte. Das haben sowohl Waters als auch Gilmour auf anderen Soloscheiben bereits hinter sich. Allerdings kann es meiner Meinung nach nicht als alleinige Motivation genügen, um eine Platte zu machen. Da sollten wohl – und ich habe den Eindruck, dies ist auch so geschehen – noch ein paar andere Ideen künstlerisch umgesetzt werden. Das Waters auf einen präsenten Gitarristen auf seinem aktuellen Album verzichtete, stellt ihn umso mehr in den Mittelpunk – als den „Lyriker“. So sollen Gilmour und Wright ihn ja angeblich immer verspottet haben. Es macht die Songs aber auch einfacher, direkter. Eine an sich logische Weiterentwicklung seit „Dark Side“ und vor allem „The Wall“. Daran anzuknüpfen finde ich gut, seine anderen Solo-Platten waren da eher nicht so stringent. Es geht zu weit, das aktuelle Album als eines über Gilmour zu bezeichnen (doch es gibt wohl wahrscheinlich einige mehr oder weniger direkte Seitenhiebe auf Gilmour). „The Division Bell“ ist auch viel mehr als ein Album über Waters. Ich denke, sie – Mason, Wright und Gilmour – waren damals in gewisser Hinsicht einfach froh, ihn – Waters – los zu sein. Ich meine, welches Album handelt dann von Mason? Oder meinst Du, das erwartet uns noch.

  11. Floydi sagt:

    Hallo Malone, deine Ergänzungen und Ideen sind prima. Ich will auch nicht sagen das die Alben speziell für die anderen Bandmitglieder komponiert wurden und alleiniges Thema sind. dafür ist die Musik zu eigenständig. Mir ging es um die vesteckten Anspielungen und die sind zweilfelsohne in den letzen Alben enthalten.
    Das Waters ein Album macht, was streckenweise nach Pink Floyd klingt aber dennoch ohne Gilmour Gitarre auskommt finde ich einfach genial. Ein Mason Album konnte ich noch nicht entdecken. Ich hoffe das uns Mason noch lange Zeit erhalten bleibt. Er ist so die verbindende Figur zwischen David und Roger.

  12. Floydi sagt:

    Was mir musikalisch bei I this the Life auffällt ist die weitere Abwesenheit und Weglassen von melodietragenden Instrumenten. ich erwische mich permanent beim Mitsingen von Melodien, die erst später erscheinen bzw. Im Song plötzlich Weggelassen werden. Das macht das Album auch so schwierig reinzukommen bzw. So,interessant zu entdecken. Die „Abwesenheit“ ist hier das tragende Element im Gegensatz zu ATD welches musikalisch das Gegenteil macht.

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