David Gilmour 11.7.2016 Verona Arena

David Gilmour 11.7.2016 Verona

Bericht von Andreas Berger

Das Konzert in Verona am 11.7. war das dritte Konzert, welches wir von David seit September 2015 (ebenfalls Verona) gesehen haben. Wir saßen diesmal nicht im Parterre so wie im September sondern auf den oberen Rängen seitlich von der Bühne.Es herrschte eine brütende Hitze und auf den Videoaufnahmen konnte man den Schweiß bei den Musikern in Strömen fließen sehen. Ich kann mich dem Bericht vom Vortag nur anschließen und muss sagen, dass der Sound und auch der Blick um Klassen besser war als unsere 160 Euro Tickets aus Wien. Vor allem war allen Mitgliedern der Band und vor allem David selber anzumerken, dass ihnen der Gig von Anfang an richtig Spaß machte. Es war interessant zu sehen, wie sie sich gegenseitig anfeuerten (das ist von quasi oberhalb sehr gut zu sehen) Greg Philinganes feuerte Steve und Guy förmlich an und es herrschte zum Teil fast eine euphorische Stimmung.

Alleine der Schluß, als nach einem genialen „Comfortably Numb“ minutenlanger Applaus tobte wurde auch von den Sängern und allen Musikern toll aufgenommen. Guy fiel David um den Hals und auch Greg wurde von David umarmt. Man hatte echt ein richtig gutes Feeling, David lachte, tanzte und ging ganz vor an die Bühnenkante und verabschiedete sich.

Ich glaube, dass die Arena als solches und vor allem die geniale Akustik wie auch das euphorische Publikum diesen Unterschied ausmacht. Die Soli waren um etliches länger als in Wien, das ganze Konzert dauerte um fast eine halbe Stunde länger. „The Great Gig in the Sky“ war natürlich eine emotionaler Höhepunkt, nach dem David auch erzählte, das dieses Lied von Rick komponiert war und man es ihm zu Ehren gespielt hat – gefolgt von“ A Boat Lies Waiting“. Auch hier erklärte er den Zusammenhang mit Rick. Der Mittelteil von „Money“, aber vor allem auch „Run like Hell“ und „Shine on“ waren großartig.

Musikalisch und von der Stimmung her war es mein bisheriges absolutes Highlight, interessant war auch, das das Publikum in Italien um vieles jünger ist als z.B. in Wien. Viele junge Paare, viele Mädchen auch in Gruppen – nicht nur lauter mittelalterliche Herrschaften wie ich z.B. 😉

DG-11-7-Verona-1

Andreas traf den gut gelaunten Drummer Steve DiStanislao

Mein persönliches Highlight, war als wir nach dem Konzert (dauerte bis 12 Uhr 30) an einer Bar standen und noch was tranken, als hinter uns plötzlich applaudiert wurde und als ich mich umdrehte stand ein paar Meter hinter mir Steve DiStansilao. Ich sprach ihn an und er war so nett für ein Foto zu posieren – danach ergab sich ein interessantes kurzes Gespräch in dem er mich fragte wie mir die Show gefallen hätte. Ich sagte ihm das es toll war und mir viel besser gefallen hatte als in Wien. Er meinte sinngemäß das er das selbst gemerkt hätte und wohl die Location, das Publikum aber auch die Anzahl der bisher gespielten Konzerte damit zu tun hat. Als ich noch anmerkte, das wir das Konzert schon im September in Verona gesehen hätten, fragte er mich, was ich vom Wechsel der Musiker halte. Ich meinte, das mir die neue Band fast besser gefallen würde, was er mit einem (so hatte ich das Gefühl) zustimmenden Lächeln aufnahm. Insgesamt bin ich glücklich, dieses Konzert als meine letztes heuer (wer weiß ob da noch was kommt?) gesehen zu haben.

Spielstätte: Arena
Kapazität: 14.000 Besucher (ausverkauft)
Adresse: Brà, 1, 37121 Verona
Web: www.arena.it
Ticketpreise: 46€
Einlass/Beginn:
19h/21h

Band:
David Gilmour: Guitar, Vocals
Chester Kamen: Guitars, Harmonica, Backing Vocals
Guy Pratt: Bass, Backing Vocals, Vocals (Run Like Hell)
Greg Phillinganes: Keyboards, Vocals (Time)
Chuck Leavell: Keyboards, Vocals (Comfortably Numb)
Steve DiStanislao: Drums, Wind Machine, Backing Vocals
João Mello: Saxophones, Clarinete, Guitar
Louise Clare Marshall: Backing Vocals
Bryan Chambers: Backing Vocals
Lucita Jules: Backing Vocals

Set 1:
01. 5 A.M. 2:45
02. Rattle That Lock 5:46
03. Faces Of Stone 5:38
04. What Do You Want From Me 4:25
05. The Blue 5:59
06. The Great Gig In The Sky 4:53
07. A Boat Lies Waiting 4:37
08. Wish You Were Here 4:55
09. Money 8:05
10. In Any Tongue 7:40
11. High Hopes 9:10
Set 2:
12. Astronomy Domine 4:45
13. Shine On You Crazy Diamond 11:50
14. Fat Old Sun 6:46
15. Coming Back To Life 6:57
16. On An Island 6:53
17. The Girl In The Yellow Dress 6:12
18. Today 7:33
19. Sorrow 10:10
20. Run Like Hell 6:52
Encore:
21. Time 5:36
22. Breathe Reprise 1:13
23. Comfortably Numb 8:06

5 Antworten

  1. Walter Stefan Fuchs sagt:

    Habe 2 sehr gute Sitzplatz-Karten aufgrund Krankheit meiner Eltern für Verona 11.7.2016 abzugeben. Der Preis war für mich zwar ziemlich happig, aber man wird sich sicher einig – daran soll’s nicht scheitern 😉

  2. Werner sagt:

    Die Tour läuft unaufhaltsam weiter. Ich bin noch etwas in Verzug mit den Berichten aus Pompeji, die ich heute im laufe des Tages fertig haben sollte. Bei seinem zweiten Konzert in der Arena Di Verona wählte David Gilmour erstmals die Setlist-Variante „The Great Gig In The Sky“ in Hälfte eins und „Astronomy Domine“, als Opener von Hälfte zwei! Beide Songs bei einem Konzert der laufenden Tour, das hat es bisher noch nicht gegeben! Und wer dachte, dass „Great Gig“ eventuell nur den Fans, die in Pompeji gewesen sind, vorbehalten wäre der irrt. Das ist auch gut so den mir gefiel die Interpretation sehr gut und würde „Great Gig“ auch gerne wieder hören z.B. in Wiesbaden oder dann im September in London!!

    Im Publikum waren die Italo-Stars Zucchero und Eros Ramazzotti. Steven Wilson kam mit seiner Band nach Verona. Davor gab es ein Treffen mit Gilmour im Backstagebereich. Die beiden scheinen sich zu mögen. Wilson postete bei Twitter ganz selbstverständlich, das er heute bei David’s Konzert in Verona sei

  3. Roman sagt:

    hallo ihr lieben. ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll, hinter mir liegt eine italienische woche, voll mit tollen eindrücken. tutto bene!! bei diesem zweiten konzert in verona war ich auch, aber schön der reihe nach..
    christine und gabriele und ich haben uns in düsseldorf in den flieger gesetzt richtung napoli. während des fluges kam ich in kontakt mit einem floyd fan aus irland und seiner freundin aus weissrussland. diese begegnung führte zu einer gemeinsamen autofahrt in einem von ihm gemieteten kleinwagen, zu fünft, nach pompeji.
    dort angekommen, trennten sich nach einem kaffee zunächst unsere wege. ich hatte ein privatzimmer in scafati, eine zugstation mit dem circumvesuvio entfernt, gebucht. dort hin, schnell geduscht, und zurück nach pompeji zusammen mit alan, einem anderen gast meiner unterkunft, ein halbschotte, halbitaliener aus aberdeen.
    nun, er hatte eine konzertkarte, ich nicht. das war aber egal, denn ich wollte einfach nur an diesem historischen ereignis teilhaben, diese tolle atmosphäre aufsaugen und evtl. am zweiten abend mein glück versuchen..
    an diesem abend habe ich das zusammensein mit floydianern aus aller welt unglaublich genossen, allein dafür fehlen mir etwas die worte, die vielen glücklichen menschen voller vorfreude zu beobachten, hier und da ein gespräch über unsere leidenschaft zu haben, zu lachen und so weiter…
    insbesondere habe ich den abend zusammen mit heiko genossen, und zwar an der bar dieses pubs gegenüber des amphitheaters. nach einem saftigen steak habe ich dort mit ihm unser ausscheiden gegen frankreich verfolgt, und wisst ihr was..es war EGAL..denn danach sind wir rausgegangen und haben fast die komplette zweite hälfte des konzerts gehört, inkl. lichter, feuerwerk usw. gesehen.
    heiko, ein sympathischer crazy floydfreak aus der nähe von hamburg hat mich dann völlig kirre gemacht, und ich mich auch. er war im besitz einer karte für den zweiten abend und mein verlangen wurde nun immer unerträglicher….
    es wurde nur noch gesteigert durch die glücklichen augen, die nach dem konzert aus der arena torkelten und später im pub immer kleiner wurden..
    alan und ich sind dann die ganze strecke zurück nach scafati gelaufen, taxis gab es nicht, aber hier ein peroni..und dort ein birra moretti. lol.

  4. Werner sagt:

    Danke Andreas für deinen Konzertbericht! Man spürt noch deine Euphorie, wirkt ansteckend! Die Infos über das kurze Gespräche mit Steve über Wien und die neuen Mitglieder der Band sind auch sehr interessant!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.