Radio-Weltpremiere von „Louder Than Words“

Wer heute Vormittag Zeit hat, der sollte Radio hören, besser noch Chris Evans Frühstücksprogramm auf BBC Radio 2 einschalten, den die haben angekündigt: „World premiere of Pink Floyd The Endless River track tomorrow!“

Es ist anzunehmen, dass es sich dabei nicht um ein Instrumentalstück handeln wird, sondern um den einzigen Song „Louder Than Words“! Nicht nur die BBC, die den Titel als erste Radiostation spielen dürfen, auch andere Sender werden ab morgen die neue Musik von Pink Floyd spielen. Der amerikanische Radiosender Power 97 kündigt auf seiner Webseite an: The new Pink Floyd Single Louder Than Words hits power 97 this thursday.

Ob auch Radio-Sender hierzulande ab morgen schon ihr Programm auf Pink Floyd aktualisieren ist nicht bekannt. Aber durchaus anzunehmen!

Wir danken unseren Freunden von A Fleeting Glimpse und Brain Damage für die Information!

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143 Antworten

  1. Don Corleone sagt:

    Als ausgekoppelte Single könnte der Song ein Radiohit weden. Er hat eine smoothe Hookline, Ohrwurmcharakter und ist sogar begrenzt kommerziell.
    Ob allerdings der Rest des Albums, unabhängig von seiner musikalischen Qualität (!!!) dauerhaft und speziell 2014 längerfristig künstlerisch zu einem Erfolg wird, wage ich zu bezweifeln.
    Die Zeiten haben sich geändert, Prog- und Artrock sind Nischenprodukte, Bands wie Anathema, NoSound, Airbag, NoMan, Porcupine Tree, etc., werden von einer sehr überschaubaren Menge von Fans wahrgenommem. Der renommierte Name Pink Floyd garantiert sehr gute Absatszahlen, die massive Werbung erledigt den Rest. Ob allerdings, speziell die jüngere „Generation Facebok“, die Muse, Geduld und Konzentration und Nachhaltigkeit besitzt sich intensiv mit ruhigen Tönen ala zB. „wywh“ zu beschäftigen? Ich glaube eher nicht.
    In den 70ern kann ich mich an (unbestuhlte!) Konzerte erinnern bei denen auf dem Boden gesessen und zugehört wurde. Heute undenkbar. Erklingen live ruhigere Töne ist eine bestimmte Spezies eher mit dem Smartphone, sabbeln und/oder Bierholen beschäftigt. „Ich hab keine Zeit, keine Zeit, keine Zeit….“

  2. Don Corleone sagt:

    Auch ich habe bisher Ecken und Kanten vermisst. Mittlerweile finde ich die aber eher bei Bands wie Porcupine Tree/Steve Wilson B.. Ein ruhiges relaxtes chiliges Album mit Anklängen an „wywh“ oder „dsotm“ ist äußerst willkommen. Schlimm, imho, wäre eine Ansammlung von unzusammenhängenden unmelodiösen strukturlosen Klangideen im Stil von „The Big Spliff“.

  3. Julian sagt:

    @Werner

    Keine Bange, ich verstehe da nicht so leicht was falsch.
    Ich mache mir meist eher Sorgen, daß „meine“ Kommentare falsch verstanden werden. So einige Male habe ich was „kritisches“ über DG geposted, was dann sehr wertend aufgefasst wurde (ohne daß es so von mir gemeint war).

    Live habe ich bisher 4x The Wall gesehen und sonst nur bei der Division Bell-Tour am Hockenheim-Ring das Ende. Damals hatte ich die Kohle nicht und habe es erst gegen Ende geschafft, mich reinzuschleichen. 😉

    Zu dem „glatten“ noch einmal, zu dem Kreis:
    Bei den letzten PF-Alben hatte ich immer den Eindruck, daß noch etwas „drinnengesteckt“ hat, auch wenn es natürlich weniger war als zu den RW-Zeiten. Stücke wie High Hopes oder Cluster One hatten noch eine Wirkung, die sich nicht in Grenzenloser Harmonie erschöpft, sondern auch noch zum Denken anregt. „The Grass was greener“ … und diese Glocke, das war eine irrsinnige Kombination.

    Die Augen, die pulsierende LED (die ganze Generationen von Menschen wahnsinnig gemacht hat) und vieles in der Art. Es war irgendwie die Gegenbewegung zu The Wall:

    In der Mauer steckte viel zu viel Botschaft, viel zu viel von Roger Waters, das hat dem Rest der Band nicht gefallen. In den späteren PF-Sachen steckte nur noch so eine Art „Restwirkung“ von RW. Und in dem neuen Album, da habe ich das Gefühl, PF ist RW endlich völlig losgeworden … und die Musik versinkt dadurch in der Bedeutungslosigkeit allumfassender Harmonie.

    Es kommt mir so vor, als wäre PF da angelangt, wo DG hinwollte. Keine Kämpfe, keine Konflikte, nur noch Harmonie. Das ist auch das, was in diesem Kreis drinnensteckt: Er ist rund, obwohl er nicht durchgängig ist. Er ist perfekt berechnet, ganz anders als eine Kuh auf der Wiese oder Betten dort, wo sie nicht hingehören.

    Interessanterweise fällt mir gerade auf, daß die PF/RW-Geschichte damit meine Auffassung von Leben und Tod wiederspiegelt. Ich fasse das Leben an sich als eine große Polarisierung auf, als eine gigantische Spannung zwishcen zwei Punkten (wie sie bei Esoterikern auch zwischen den Chackren gesehen wird), und den Prozess des Lebens als eine harmonisierung dieser Pole. Das (mein Glaube!) treibt uns an: der ständige Versuch, der Polarisierung gerecht zu werden und sie stückchenweise auszugleichen/zu harmonisieren.

    Konsequent weiterverfolgt ist der Tod dann die unendliche Harmonie. Kein GEdanke, kein atom muß sich mehr bewegen, weil alles perfekt und harmonisch ist. Solagnge eine Polarisierung da ist, führt das zu einer Bewegung, und damit zu Lebendigkeit. In der ultimativen Harmonie ist keine Bewegung mehr nötig, so ist der Tod präsent (im absolut postivien Sinne).

    DG und RW, die beiden scheinen sich (aus meiner Sicht) einen Krieg dieser beiden Systeme zu bieten. RW polarisiert immer mehr, wirkt viel „lebendiger“ auf mich, schürt einen Konflikt nach dem anderen und will am liebsten alle Bomben gleichzeitig hochgehen lassen. DG dagegen sehnt sich nach der Harmonie, ist recht konfliktfrei, dadurch auch (relativ) bewegungslos, aber viel, viel ausgeglichener.

    Schon interessant, meine Gedanken. Würde ich mir eine Musik zu meiner Beerdigung aussuchen, ich währe wohl eher bei Stücken wie „High Hopes“ als bei Waters-Stücken. Und da könnte ich mir dann auch vorstellen, daß TER für mich sehr bedeutungsvoll werden könnte: Wenn ich mich nicht mehr bewegen will sondern „abschließen“. Und, der Keis schließt sich, genau das ist das Ablbum: Ein Abschluß!

    Doch momentan habe ich einfach das Gefühl, es gibt „viel zu viel zu tun“. Sei es Snowden, Bradley Manning, die Deutsche Presse (allen voran Joffe von der Zeit), die Fifa, die Waffenlieferungen an die Kurden, Pakistan oder die unterschiedliche Behandlung von Afrikanischen Ebola-Patienten im Vergleich zu Deutschen Ebola-Patienten, diese Liste könnte ich endlos fortsetzen. Es ist nicht die Welt, in der ich mich zurücklehnen und eine Harmonie genießen will, da ich mich so fühle, wie als wären viele andere Dinge zu tun.

    Das erklärt vielleicht auch, warum ich so viel Verständniß hatte für RW seinen Kommentar, daß DG sich „zur Ruhe gesetzt hätte“. In RW und seinen Produktionen sehe ich jemanden, mit dem ich mich identifizieren kann. Jemandem, bei dem ich das Gefühl habe, nicht alleine zu sein in meinen Wünschen darin, die Welt zu verbessern. Und vor allem, daß ich nicht der einzige bin, der auch wirklich in´s Handeln kommt

    Die Vorstellung eines Musikers, der auf einer einsamen Insel sitzt, sich nicht mehr für die Welt interessiert sondern nur noch „vor sich hinklimpert“ ist für mich eine Horrorvorstellung. Und genau das ist es ja, was DG will.

    Solange ich am Leben bin will ich auch was tun.

    Sicherheitshalber noch einmal:
    Das wertet KEINESFALLS die Tätigkeiten von DG oder PF ab. Meine ganzen Interpretationen udn Meinungen sind stets nur meine eigenen, ganz persönlcihen Reflektionen und ich erdreiste mich nicht, zu glauben, ich könne auch nur irgendeinen anderen Menschen „bewerten“, ganz egal ob grandioser Musiker, Straftäter oder sonstwer. 😉

    Alles Liebe, Julian!

  4. Heiner aus Berlin sagt:

    Hallo in die Runde,
    Viele Kommentare und auch der von Julian haben irgendwie ein Stück vom Phänomen widergespiegelt und bewegen mich auch mal wieder was zu schreiben.
    Als ich mir das Cover angesehen habe, fiel mir signs of life und das cover von broken dreams ein.
    Und ich habe mich ertappt immer wieder den Bezug zu Rick zu suchen und ihn meiner Meinung nach auch schon an einigen Stellen entdeckt.
    Boot und Wasser sind Symbole, die auf zwei Covern von Rick auftauchen. In signs of life , einem wie so oft mehrdeutigen Titel/Text ist ein Lebenszeichen eine Spur zu hinterlassen, die aber eben nur eine Spur ist, die im Fluß erscheint und vergeht, man kann sich mühen und innehalten, steuern und sich treiben lassen, so wie das Leben eben ist.
    Und Rick hat Spuren hinterlassen, sich gemüht und sich treiben lassen und ist spät, aber er ist wieder angekommen. Ich sehe immer das Bild von der Dachterasse, wo David und Rick Arm in Arm auf einer Liege liegen und die Welt anlächeln.
    Und dann hat er den Kampf verloren, der wohl für die Allermeisten bis zu jenem Tag unerkannt bleib.
    Er fehlt.
    Auch wenn es schon einmal eine Zeit gab, in der Pink Floyd nur aus zwei Mitgliedern bestand, das ist vorbei. „No More Excuses“ stand beim letzten gemeinsamen Konzert über der Bühne – das galt wohl auch für Pink Floyds Innenverhältnis. Sie sprachen wieder miteinander. Bei RW´s The wall lachten die Drei auch miteinander. Jeder hat so seinen Frieden gefunden. Wie es also beenden?
    So.
    Mit einem Zeichen. Julian hat das vortrefflich beschrieben. RW kämpft noch immer seine Kriege, schreibt er, David und Nick sind da schon viel weiter, aber auch RW akzeptiert es, wie es ist, erklärt, dass er nicht mehr zu PF gehört und gut ist`s.
    Bleiben also diese Drei und also DIESE wollen sie auch gehen, also widmen sie das Album Rick.
    Keine langen ausufernden (oh ja ich liebe sie ja auch) Gitarrenparts von David, kein Gesang um des Textes Willen, eben auch so, wie Rick war. Ein stiller Magier, der selten sang. Und damit bin ich beim vermeintlichen Kreis und sehe ihn ganz anders als Julian.
    Das ist kein Kreis. Er ist an keiner Stelle geschlossen, war er vielleicht mal. Fast alle Elemente sind an mindestens einer Stelle gebogen bis auf die 4 Hauptmitglieder der Band. Drei haben noch eine Beziehung (und einen ähnlichen Farbton) zum Hauptteil, der so viele Facetten und Farben symbolisiert, zwei sind direkt verbunden einer driftet nach außen, der vierte hat seinen eignen Teil, The wall und la cierra, Beides beendet, mit nichts Anderem mehr verbunden. Aber bei The wall gab es Annäherung. Nick steht mit allem in Verbindung, auch wenn er dem Vierten direkt gegenüber steht, er bringt Orange ins Spiel, eine lebendige frische Farbe. Wenn man nichts von PF hörte, Nick „vertrat“ die Band, schrieb ihre Geschichte (sehr unterhaltsam) auf. Dann kommt „das Leben“ ins Spiel wenn die Grafik zur Animation wird, alles wirbelt durcheinander, trifft sich mal und ist aus dem Bild, kommt wieder und ist am Ende wieder an seinem Platz. Die Vielfalt des Lebens. Passend auch der Schriftzug. David hat den Verlust von Rick in nicht all zu vielen aber gut gewählten Worten beschrieben, sie waren sich nie näher (mir kommt da immer Grönemeyers Text MENSCH in den Kopf) und er fehlt, sie hatten noch Einiges vor, dass nun unvollendet bleiben wird. So soll es sein, erkennbar – aber unvollendet, denn Rick kann keine Teile neu einspielen, kann keine Ideen mehr beisteuern, also besinnen auf dass, was er als Spuren hinterlassen hat.
    Ich kenne die CD noch nicht und bin geduldig. Aber die Musik- die Art der Harmonie der Töne – wird mehr sagen als ein Wort oder viele Worte es beschreiben können, dass, was Pink Floyd Fans immer gefühlt haben, wenn sie sich die nächste Epoche der Band erschlossen haben.
    Irgendwo da oben, über den Wolken, da, wo ich gerade nicht hinschauen kann, weil die Wolken die Sicht versperren, lebt das Lebensgefühl weiter. Und es geht weiter und weiter und es ist an mir, mit auf die Reise zu gehen und die Erinnerung zu bewahren bis der Kahn nicht mehr zu sehen ist und es ist an mir ihn zu sehen, wenn ich es will. Verschiedene Fragmente (bunte Farben), Schallwellen, die Farben und Gefühle entstehen lassen werden…
    Ich finde das Cover nicht so übel. Damit kann ich leben. Es ist ein Album für Rick. Es ist ein Abschied für alle. Es ist so in Ordnung.
    Finde ich.

    • GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

      Das hast Du sehr schön beschrieben, gefällt mir wirklich sehr. Danke, auch der Himmel macht jetzt auf 🙂

  5. Werner sagt:

    @ Julian, Deine Kommentare waren sehr ausführlich. Ich denke, dass ich verstanden habe worauf du hinaus willst! Es ist völlig okay, wenn das Album für dich keine Aussagekraft etc. hat. Ergänzen möchte ich zu folgendem, dass du geschrieben hast:

    Die Vorstellung eines Musikers, der auf einer einsamen Insel sitzt, sich nicht mehr für die Welt interessiert sondern nur noch »vor sich hinklimpert« ist für mich eine Horrorvorstellung. Und genau das ist es ja, was DG will. Solange ich am Leben bin will ich auch was tun.
    Sei es Snowden, Bradley Manning, die Deutsche Presse (allen voran Joffe von der Zeit), die Fifa, die Waffenlieferungen an die Kurden, Pakistan oder die unterschiedliche Behandlung von Afrikanischen Ebola-Patienten im Vergleich zu Deutschen Ebola-Patienten, diese Liste könnte ich endlos fortsetzen. Es ist nicht die Welt, in der ich mich zurücklehnen und eine Harmonie genießen will, da ich mich so fühle, wie als wären viele andere Dinge zu tun.

    Ich weiß nicht wie du zu solchen Schlussfolgerungen kommst! Dass er auf einer einsamen Insel sitzt und sich trotz Ebola & Co zurücklehnt und sein Leben genießt! Denkst du nicht, dass er sich so wie du eine Meinung zu all diesen Themen hat? Roger Waters Engagement in Sachen Gaza/Israel ist unbestritten, auch das ihm Tradition der Fuchsjagd am Herzen liegt, da kommt kaum einer in der Musikbranche mit.
    Weshalb meinst du das sich Gilmour, im Gegensatz zu dir, nicht auch für diese Welt interessiert!!

    Du schreibst: „Solange ich am Leben bin will ich auch was tun.“
    Meinst du Gilmour etwa nicht? Ich kenne seine Engagements natürlich nicht, aus der Ferne betrachtet weiß man, dass er eine große Familie hat, darunter vier jüngere Kinder! Dass er sich für diese Zeit nimmt, die er für seine älteren Kinder nicht hatte oder nehmen wollte.
    Denkst du nicht, dass man als Vater auch Engagement an den Tag legen kann? Keine Ahnung ob du Kinder hast, der Umstand Kinder zu haben verändert sehr wohl seinen eigenen Aktionskreis! Und man interessiert sich sehr wohl um den Zustand der Erde und anderer Dinge!
    Eines seiner Kind war 2011 sechs Monate in Haft, hmm, das ist eine Erfahrung, die ich als Vater nicht machen möchte. Bestimmt hat ihn das beschäftigt, vielleicht auch die Zustände in Gefängnissen im allgemeinen! Denke nicht, dass er da auf seiner Insel geblieben ist, wissen kann ich es natürlich nicht.
    Als Vizepräsident der Obdachlosenorganisation Crisis, ist er vielleicht auch etwas beschäftigt, weiß von den Umständen der Obdachlosigkeit und engagiert sich ein bisschen! Vielleicht gibt er aber auch nur bloß Geld und Namen dafür her.
    Er engagierte sich auch für den Ufo-Hacker Gary McKinnon, dem Haft in den USA drohten, bezahlte seine Therapien, nahm einen Benefiz-Song und ein Album mit The Orb dafür auf.
    2012 begann er am neuen Floyd Album herumzuklimpern und seit 2013 arbeitet er auch an seinem Soloalbum, dass ist bestimmt auch ein großes Beschäftigungsgebiet! Es gab und gibt bestimmt viele Entscheidungen, die zu treffen waren und die man ohne Interesse sicher nicht in der Lage wäre! Auch die Zusammenarbeit mit anderen Musikern und Leuten, die an der Produktion beschäftigt waren, erfordert eine Art von Interesse.

    Ich bin nicht Gilmours Verteidiger in Sachen soziales, politisches oder anderweitigen Engagement. Ich finde, dass er seine Sache, für einen deiner Meinung nach Insel-hockenden, Harmonie-junkee gut gemacht hat! In erster Linie bin ich Fan wegen seiner Musik, zugegeben, es freut mich schon, wenn er auch abseits davon kein Unmensch ist!
    Ohne es zu Wissen, komme ich zum Schluss, dass Gilmour, so wie du, „Solange er am leben ist noch etwas tun will!“.
    Für mich ist es daher nicht korrekt, wenn du Gilmour, als quasi Scheintoten, vor sich hinklimpernden Harmoniesüchtigen, an der Welt uninteressierten Menschen darstellst!

    Weshalb sie The Endless River, als „The Band of Syd“ oder „Rick´s Mortal Remains“ veröffentlichen sollten und das ganz leise, ohne Aufsehen, das verstehe ich nicht. Wenn Pink Floyd zusammenspielen und ein Album aufnehmen dann soll es auch als ein solches veröffentlicht werden.

  6. Julian sagt:

    Hi Werner,

    wenn ich hier schreibe versuche ich stets eine Gratwanderung.
    Einerseits „fühle“ ich subjektiv, andererseits erfordert gerade der häufige Zwiespalt zwischen der RW-Fraktion und der DG-Fraktion möglichst viel Subjektivität.

    Was ich „gegen“ DG geschrieben habe sollte keinesfalls eine Wertung sein. Aus der Perspektive von RW (und von mir) ist es letztlich doch eine Wertung: Es Wertet, daß DG anders ist. Würde DGs Einstellung der meinen entsprechen, so würde ich handeln wie er.

    Ich dagegen habe das Gefühl, viel näher an RW zu sein: Zu Kämpfen, wenn auch auf verlorenem Posten gegen Windmühlen. Damit will ich aber auch nicht ausdrücken, daß dieser Weg der „Richtige“ ist.

    Letztlich geht jeder „seinen“ Weg, und keiner hat das Recht, den Weg eines anderen zu be- oder verurteilen. So will ich auch DGs Weg keinesfalls verurteilen. Es ist nur schwer, aus der eigenen Sicht zu schreiben, ohne Worte zu nutzen, die zumindest als Wertung interpretierbar sind.

    DG ist sicherlich nicht inaktiv, nicht uninteressiert und er will sicherlich auch nicht den Kopf in den Sand stecken. Aus der Perspektive des „Kämpfenden“ wünscht man sich nur manchmal, daß andere, die die Kraft und die Möglichkeit hätten, mitzumischen, das auch tun würden. Aus dieser Perspektive wirken die DGs dieser Welt oft so, wie als hätten sie sich „zur Ruhe gesetzt“.

    Aus der Sicht der DGs dieser Welt wirken die „Kämpfer“ dagegen wohl oft wie unausgeglichene Verschwörungstheoretiker, die die Situationen nicht beruhigen sondern nur immer weiter eskalieren.

    Beide Seiten können wunderbar verurteilt werden, wenn man das den will.
    Ich will es nicht. Und ich hoffe, daß meine Worte auch nicht so interpretiert werden.

    Alles Liebe, Julian!

    • Felix Untersteiner Felix Untersteiner sagt:

      alles schön geschrieben, ich will da nur hinzufügen das grundsätzlich weder david gilmour, noch roger waters, sich politsch oder anderwertig für etwas einsetzen müssen!

      das ist ihre private entscheidung, es sind immer noch musiker….

      und so gerne ich roger waters auch habe, mir ist nicht bekannt das er außer mit dem finger auf etwas zu zeigen, auch nur einen cent für etwas spendet, oder sonstiges….im geld schwimmt, und sich den leuten gegenüber aber sehr mitte links lastig darstellt…. da ist mir gilmours understatement lieber… aber ich lasse mich gerne berichtigen… waters ist halt populist…

      • Felix Untersteiner Felix Untersteiner sagt:

        gilmour sitzt halt auf einer insel, und waters hat eine für liquide gäste gekauft, wenn ich das richtig in erinnerung habe hahahaha

        was besser ist sollte jeder für sich selbst entscheiden 🙂

        • Julian sagt:

          -> und so gerne ich roger waters auch habe, mir ist nicht bekannt das er außer mit
          -> dem finger auf etwas zu zeigen, auch nur einen cent für etwas spendet, oder
          -> sonstiges

          Das mag stimmen, und daher nehme ich auch einem RW nicht immer alles ungefragt ab.
          Schlimmer noch: Gerade die, die am lautesten Tönen, sind oft die, die nichts tun außer eben den anderen die Schuld unterzuschieben.

          Daher würde ich RW auch keinesfalls als „Vorbild“ für mich bezeichnen oder so etwas. Er ist vielmehr jemand, der mir das Gefühl gibt, nicht alleine zu sein in dem, was ich (persönlich) für richtig und für falsch halte.

          Alles Liebe, Julian!

  7. Julian sagt:

    -> Das wollen sie nun mit TER nacholen und durch den Namen Pink Floyd heben sie Rick auf dieses (Pink Floyd-)Niveau, und stellen sich selbst dahinter.

    Toll ausgedrückt, und dem kann ich voll zustimmen.
    Heißt für mich auch, daß jeder Versuch, was anderes drüberzuschreiben als „Pink Floyd“, respektslos gewesen wäre. Von daher ist auch mein Vorschlag, TER unter einem anderen Bandnamen still zu veröffentlichen, vom Tisch.

    Alles Liebe, Julian!

  8. manni sagt:

    ))))) Und in dem neuen Album, da habe ich das Gefühl, PF ist RW endlich völlig losgeworden … und die Musik versinkt dadurch in der Bedeutungslosigkeit allumfassender Harmonie))))))

    Wieso soll allumfassende Harmonie (also wie Shine ON) überhaupt bedeutungslos sein….wobei ich dieses „“““allumfassende““““. gar nicht so sehe da wird irgendwie leise (oder doch „eher leiser“) mit seicht verwechselt.
    Und warum kann man nicht einfach beides für sich stehen lassen…also ich brauch beides (wobei eher das Gilmour -Zeug)
    Und die neue Single halte für alles andere als seicht oder Bedeutungslos

  9. Julian sagt:

    –> Wieso soll allumfassende Harmonie (also wie Shine ON) überhaupt bedeutungslos sein

    Wie an anderer Stelle schon beschrieben: „Harmonie“, in Reinstform, bedeutet für mich die Abwesenheit von jeglicher Notwendigkeit einer Entwicklung oder Bewegung. Also kann dem auch keine Bedeutung mehr innewohnen.

    Vielleicht vergleichbar mit dem Nirwana (dem Konzept, nicht der Band). Im Nirwana gibt es keine Bedeutung mehr. Und doch ist es ein zentraler Baustein der Religion.

    Alles Liebe, Julian!

  10. Julian sagt:

    -> Als ich mir das Cover angesehen habe, fiel mir signs of life und das cover von broken dreams ein.
    Und ich habe mich ertappt immer wieder den Bezug zu Rick zu suchen und ihn meiner Meinung nach auch schon an einigen Stellen entdeckt.

    -> Das ist kein Kreis. Er ist an keiner Stelle geschlossen, war er vielleicht mal. Fast alle Elemente sind an mindestens einer Stelle gebogen bis auf die 4 Hauptmitglieder der Band.

    Man kann überall eine Bedeutung finden, wenn man eine solche finden will. Dennoch finde ich diese Deutung zu „gewollt“. Da ist viel zu vieles dabei, was nicht passt.

    1. Das Boot auf dem Cover hat KEINEN Bezug zu dem Kreis/der Grafik. Wenn jemand beide Bilder einzeln sehen würde, käme der auf die Idee, daß es sich auch nur um dasselbe Album handelt? Schon da fehlt mir der „Rote Faden“.

    2. Der Kreis soll die vier Bandmitglieder verbinden? Das wäre schräg, denn dann hätte man Syd einfach mal rausfallen lassen. Und auch passen diese Interpretationen nicht zu den Animationen.

    Gerade das Zusammenspiel aus dem Cover (Boot) und der Grafik (Kreis) stimmt mich misstrauisch: Es gibt keines. Und ich kann mir nur schwer vorstellen, daß diese Verbindung durch das Album hergestellt wird.

    Ist da keine Verbindung, so fragt sich, welche Bedeutung das Cover bei TER überhaupt haben soll. GEnauer: OB es eine Bedeutung haben soll. Denn wenn es so austauschbar ist, daß sogar in der Veröffentlichung verschiedene und völlig voneinander unabhängige Bilder verwendet werden, dann fehlt mir noch viel mehr Roter Faden.

    Aber … der Kreis hat gewissermaßen doch wieder Perfektion. Die Bildaufteilung, die Farben, die vier gesetzten Punkte und die vier ungleichmäßigen Striche nach außen schaffen weitere Harmonien. Es ist aalglatt und ohne Ecken und Kanten.

    Nach längerer Betrachtung und Reflektion finde ich ebenso bei dem Boot nicht mehr soooo viel was mir gefällt. Wäre dieses Bild nicht auf einem PF-Cover gelandet, dann hätte man es wohl als „Kitsch“ abgetan. Nun, da PF draufsteht, will man eine Bedeutung darin finden.

    Das erlebe ich bei ALLEN weiteren PF-Covern völlig anderes. Jedes Cover hatte genügend Faszination, um auch ohne die Musik überleben zu können. Symbole wie die Mauer aus Strichen, das Prisma auf DSOTM oder der Brennende Mann oder die Roboterhand, all das hatte einen eigenen Charakter, eine Bedeutung.

    Diese finde ich weder bei dem Kreis noch bei dem Boot.
    Mal sehen, was mit der Musik dann noch dazukommt …

    Alles Liebe, Julian!

  11. Werner Werner sagt:

    @ Julian, ich weiß nicht was du dir erwartest von DG, PF oder RW. Was genau sollte DG denn machen!? Die Welt retten? Eine Partei gründen?
    Dafür gibt es Interessenvertretungen, NGO´s, man darf überall aktiv werden. Jeder hat täglich die Möglichkeit sich für Verbesserungen einzusetzen! Das hat mit DG, RW oder PF gar nichts zu tun! Für mich sind sie immer noch Musiker! Ich denke nicht, dass sich die Welt durch Rockmusik und Songs ändert!

    Aus der Sicht der DGs dieser Welt wirken die »Kämpfer« dagegen wohl oft wie unausgeglichene Verschwörungstheoretiker, die die Situationen nicht beruhigen sondern nur immer weiter eskalieren. DG ist sicherlich nicht inaktiv, nicht uninteressiert und er will sicherlich auch nicht den Kopf in den Sand stecken. Aus der Perspektive des »Kämpfenden« wünscht man sich nur manchmal, daß andere, die die Kraft und die Möglichkeit hätten, mitzumischen, das auch tun würden. Aus dieser Perspektive wirken die DGs dieser Welt oft so, wie als hätten sie sich »zur Ruhe gesetzt«.

    Also ich habe jetzt genug davon gelesen!

    P.S.: Selbstverständlich hat auch Roger Waters schon viele Millionen gespendet!!