Nick Mason wird Roger Waters The Endless River vorspielen!

Nick Mason war in Berlin um dort Auskunft über das The Endless River Album zu geben! Die Welt brachte davon heute ein Interview unter dem Titel „Eine Band wie eine Ehe, mit mehreren Ehemännern“ auf ihrer Webseite. Gleich zu Beginn des Artikels gab es eine sehr interessante Passage zu lesen. Mason erzählte, dass Gilmour im nächsten Jahr auf Solo-Tournee geht und ihn fragte, ob er mitspielen möchte.

Mason: Das würde ich nur für ein paar Gastauftritte machen, als Vollzeit-Schlagzeuger bin ich nur für Pink Floyd zu haben.

Die Welt: Gilmour lehnt eine erneute Zusammenarbeit ab, weil Waters nicht in einem demokratischen Band-Gefüge arbeiten könne. Sie selbst waren in einem Interview auch nicht zimperlich, als Sie den Ausstieg von Roger Waters bei Floyd mit dem Tod Stalins verglichen.

Mason: Ich bitte Sie: Das war ein Witz, zugegeben sehr zugespitzt. Er hat halt einen eigenwilligen Wesenszug und diese Wut, die sich in der Musik entladen hat.

Die Welt: Haben Sie Waters die CD mal vorgespielt?

Mason: Noch nicht. Ich treffe ihn in den nächsten Tagen in New York, dann spiele ich es ihm vor. Ich hoffe nur, dass er von dem Stalin-Vergleich nichts mitbekommen hat und noch mit mir spricht.

Die Welt: Warum wird auf dem Album nur in einem Song gesungen und der Rest instrumental ineinander verwoben?

Mason: Anfangs glaubten wir auch, mindestens vier oder fünf ordentliche Songs bieten zu müssen. Nur fanden wir, dass Rick gerade in den instrumentalen Klängen am besten zur Geltung kam. Schließlich sagten wir uns: Für uns gibt’s keine Regeln. Wir können heute machen, was wir wollen.

Genauso ist es! Pink Floyd können heute machen was sie wollen! Wie Herr Gorkow schon richtig analysierte, hat sich Band gegenüber dem Rezensentengewerbe schon vor längerer Zeit durchgesetzt! Ich wäre gerne dabei, wenn Mason, der derzeit in New York Werbung für das neue Album macht, Roger Waters trifft und ihm aller Voraussicht nach The Endless River vorspielen wird! Sofern dieser nicht stocksauer ist, wegen dem Stalin-Sager. Bestimmt wird ihm Waters berichten, dass er in letzter Zeit vermehrt nach seinem neuen Album gefragt wird, das demnächst erscheinen soll! Das könnte ein lustiger Abend werden! 😉

Das komplette Interview mit Nick Mason findet ihr unter folgendem link: www.welt.de: Eine Band wie eine Ehe mit mehreren Ehemännern.

Wir danken Rüdiger Schmidt und Oilver Thöne!

11 Antworten

  1. Tom sagt:

    Mir gefällt das Interview. Ich mag es auch, wie Nick über sein Verhältnis zu Roger spricht. Das ist nicht sonderlich neu jedoch steckt darin sehr viel Herzlichkeit, Anerkennung und Zuneigung. Wunderbar. Natürlich immer gepaart mit dem Mason´schen Schalk:-) Das er wohl nicht umfassend mit David auf Tour gehen möchte, finde ich auch in Ordnung und verständlich. Loyalität und „Einklang“ der Rhythmusfraktion? Wer weiß das schon.

    „Mason: Als Rick, David und ich vor 20 Jahren die Rohfassungen dieses Albums aufnahmen, war Roger ja schon nicht mehr in der Band. Ihn jetzt ausgerechnet bei diesen Songs wieder dazu zu holen, fühlte sich nicht richtig an. Obwohl: Ich persönlich hätte es geliebt, wenn er dabei gewesen wäre. Ich weiß nicht, wie David das sieht.“

    Schade, dass man solche Dinge offenbar nicht gemeinsam thematisiert.

    „Hanging on in quiet desperation is the English way“

    Gab es nicht ein Dave RS-Interview? zu dem Thema Roger und TER? Mir war so……..

    gruß, tom

    • Werner sagt:

      Ich kann mir nicht recht vorstellen, dass ihn Gilmour fragte, ob er auf seiner gesamten Tour als Drummer dabei sein möchte!
      Das wäre ja dann tatsächlich Pink Floyd auf Tour! Mason´s Wunsch besteht weiterhin, dass Floyd noch einmal auf Tour gehen. Es wäre schon schräg, wenn er als Drummer auf Gilmour´s Tour Floyd-Songs spielt, aber alles unter Gilmour´s Namen. Bin mir nicht sicher ob das richtig wiedergegeben wurde.

      Das Verhältnis zwischen Mason und Waters muss gut sein! Denn immerhin macht er mit Gilmour gemeinsame Sache, arbeitet intensiv mit ihm zusammen und bringt nochmal ein Floyd-Album heraus, was ja nicht gerade nichts ist! Und nach getaner Promotion für The Endless River in New York, geht´s auf ein Glaser zum Roger, beim Kaminfeuer unterhält man sich und lauscht der neuen Musik!! Also dieses Verhältnis hält einiges aus!!

      DG RS Interview muss ich noch bearbeiten!!

    • Oliver sagt:

      „Gab es nicht ein Dave RS-Interview? zu dem Thema Roger und TER? Mir war so.….…“

      DG: Roger was tired of being in a pop group 30 years ago. Why on Earth anyone thinks what we do now would have anything remotely to do with him is a mystery to me. He’s having his fun. He’s had his world tour, which went brilliantly well. And we are getting on with what we do. You’d have thought that after 30 years people might have thought, „Hmmm, maybe we won’t mention him every time.“

  2. Tom sagt:

    Diesen gefühlten Spagat den Nick dort vollbringt finde ich bewundernswert. Und ich bin sicher, er schätzt beide gleichermaßen auch wenn er vielleicht aus den von Ihm selbst erwähnten Gründen Roger einen „Fill“ näher steht:-) Das Dave und Nick zusammenarbeiten und offensichtlich gut harmonieren (auch nach 85) ist mehr als „nur“ erfreulich! Ich meinte, dass wohl solch „pikante“ Themen, wie etwa „was meinst du, sollten wir nicht roger auch mal anrufen für einen Beitrag [z.B. für „Louder than words“]“ zusammen nicht thematisiert werden, sonst wüsste er sehr wohl was Dave meint. Natürlich weiß er selbst, dass es sich nicht gut angefühlt hätte und spricht es auch offen aus. Sicher weiß er auch „ungefragt“ wie Dave dazu stehen würde.

    Insofern ist doch alles klar, oder?:-)

    • Don Corleone sagt:

      Ich schätze das Waters soviel Selbstbewußstsein hat, das ihm das ziemlich egal sein dürfte. Eine verpasste Chance ist das, IMHO, leider doch. Anderseits: Who cares?

  3. Tom sagt:

    Das kann ich mir sehr wohl vorstellen, dass er Nick zumindest „ungefragt“ gefragt hat, also in der Gilmourschen Art, etwas zu platzieren ohne vielleicht es klar und deutlich zu untermauern.
    Für mich wären da Floyd nicht auf Tour. 2006 waren es Dave und Rick ja auch nicht, (zumindest für mich)wenngleich ich sagen muss, dass es musikalisch so klang wie in den „Signaturjahren“:-) Schnief………
    Ich darf einen großen Sammler und Buchautoren der Floyds zitieren, der mir in Dortmund 2006 sagte, dass ECHOES besser klang als 1975………und er war auch damals vor Ort.

    • Don Corleone sagt:

      „Ich darf einen großen Sammler und Buchautoren der Floyds zitieren, der mir in Dortmund 2006 sagte, dass ECHOES besser klang als 1975.….….und er war auch damals vor Ort.“

      Mal ehrlich-das ist auch keine große Kunst. Mein MP3 Player 2014 klingt auch besser als mein 50 DM Plattenspieler 1975.
      Der kürzlich von Werner erwähnte Mitschnitt des kanadischen Animals Konzerts (Danke Werner-habe mir das Teil besorgt) klingt merklich schlechter, steckt aber die meisten aktuellen Produktionen MUSIKALISCH in den Sack. Damals war ich 16 und hatte nicht den Hauch einer Chance so was zu hören. Erst jetzt: Ein Fundamentalerlebniss!

      • Tom sagt:

        ich würde mal „behaupten“, dass es mir nicht um DEN „“Klang“ ging und um einen analogen/digitalen 40 Jahres-Fortschrittsvergleich….das gespräch hatte das nicht zum inhalt.
        anyway….

  4. Prisma sagt:

    Am Donnerstag gibt`s auf SWR3 ab 22.00 Uhr mehr vom neuen Album zu höhren.

  5. Robert sagt:

    Hallo, ich habe gestern auf der Fleeting Glimpse website von Col Turner einen Link zu einem Interview angeklickt den Nick Mason in NY der HUFFPOST gegeben hat – super (sollte dies schon irgendwo hier auf Werner’s website vermerkt gewesen sein, mea culpa!).

  6. Herbert sagt:

    Nick spielt Roger „The endless river“ vor. Die Frage ist nur: Wird Roger zuhören? 😉

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