Roger Waters enthüllt Lüge um David Gilmour’s Comfortably Numb Solo

Roger Waters macht weiter mit seinen Enthüllungen von seiner Ex-Band Pink Floyd. Gilmour und Wright sind keine Künstler, null Kreativität, er musste Gilmour sagen, wann und was er verdammt noch mal auf der Gitarre zu spielen hatte. Mason versuchte wenigstens erst gar nicht Künstler zu sein. Dark Side Of The Moon eigentlich ein Roger Waters Soloalbum, das er jetzt logischerweise als Redux herausbringt.

Jetzt klärt er die Lüge hinter Comfortably Numb auf. Das Solo entstand nicht in einem Take, sondern es benötigte zigfache Versionen, die dann der gute James Guthrie zusammenfügt.

ANSWERING FAN QUESTIONS

Mitch Cohen, asked: Haben Sie während der Aufnahmen zu The Wall im Studio jemals Ihre Meinung und Kritik zu Davids Soli geäußert? Ich habe mich immer gefragt, ob Sie das in Ruhe gelassen haben und ihm freie Hand gelassen haben.

ROGER WATERS: Natürlich habe ich meine Meinung geäußert, denn ich habe die Platten produziert, und er (David) auch. Und auch … wer noch? Ezrin. Wer war das? Ezrin und James Guthrie! Wir haben also alle unseren Teil dazu beigetragen. Aber manchmal haben wir ihn auch allein gelassen, um ein paar Takes zu machen. Wenn Sie meine Memoiren lesen, können Sie die Geschichten der verschiedenen Leute darüber lesen, was vorgefallen ist.

Ezrin has lied through his fucking teeth about things for years and years. Es ist wunderbar, dass die Leute zum Beispiel über das Solo am Ende von ‘Comfortably Numb’ reden, und wenn ich das falsch verstehe, wird James Guthrie mich korrigieren …

Ezrin wird in Interviews, die er seitdem gegeben hat, wortreich… Er spricht darüber, wie unglaublich es war, dass David das Solo am Ende von ‘Comfortably Numb’ in einem Take gemacht hat; und wie bewegend es ist und universell und blah, blah, blah, und blah, blah, blah und weiter und weiter und weiter! Das einzige Problem bei dieser Geschichte ist, dass er nicht dabei war. Bob Ezrin war nicht im Studio, als David das machte. Guthrie war da.

James Guthrie und David machten zig Takes, dann ging er [David] weg, und James Guthrie schnitt die besten Teile aller Takes zusammen und fügte sie zusammen.

Übrigens wird in dieser Frage impliziert, dass ich Davids Solos kritisch gegenüberstehe. Ich mag alle Solos von Gilmour. Ich sage das oft. Ich sage es. Ich glaube in den Sleeve Notes der neuen Platte … es gibt nichts an Davids Solos auszusetzen.

Es gibt nichts auszusetzen an seinen Soli auf ‘The Wall’ oder seinen Soli auf ‘Animals’ oder seinen Soli auf ‘The Dark Side of the Moon’ oder ‘Wish You Were Here’ oder ‘the Final Cut’ oder irgendeine der Arbeiten, die ich mit ihm gemacht habe. Ich bin ein Fan. Sie sind großartig.

Okay, jetzt hat er seine Meinung zur Entstehung über eines der bekanntesten Solos preisgegeben. Ezrin ein Lügner. Ezrin Version war eine andere. Er erinnerte sich noch lebhaft, wie Gilmour das Solo spielte und er dabei Tränen in den Augen hatte.

BOB EZRIN: The second solo in Comfortably Numb, which may be the best solo of all time, is actually a first take. It was so powerful when I heard it and saw him play it, it literally brought tears to my eyes – and it has many times since then.

Ezrin liegt falsch, laut Waters. Er war nicht einmal anwesend. Gilmour’s Comfortably Numb Solo, sein bekanntester Part am The Wall Album, entstand komplett banal im Schneideraum. Nix in einem Take. Okay, auch wenn es denn so wäre, eigentlich egal. Selbst, wenn ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass Guthrie’s Zusammenstellung dann sang- und klanglos von Gilmour, Waters und Ezrin übernommen werden würde, handelt es sich Gitarrenparts von Gilmour.

Worum geht es Waters überhaupt? Hauptsache wieder ein mystifiziertes Floyd Denkmal demontiert? So besonders war das nicht, der Ezrin schwärmt sich da wund. Wurde doch alles zusammengeflickt. So kommt mir das vor. Eins nach dem anderen, von Dark Side, bis zu Comfortably Numb allem den Glanz ab polieren. Waters kann ja tun und lassen, was er will. Aber was ich nicht durchdrücke, ist das ständige Verkünden der Wahrheit und das damit einhergehende Schlechtmachen der Band Pink Floyd. Eines muss ihm mal klargemacht werden. Pink Floyd sind größer als er, und die anderen. Daran wird sich nie was ändern. Auch seine Autobiografie, die mit Sicherheit viele superinteressante Geschichten, Fotos, Ansichten und Seiten von ihm zeigen wird, nur leider setzt er das Buch schon als Drohung in Richtung Gilmour ein, nicht. Ja, schön, die Medien wirds freuen. Viele Newsportale werden ihre Freude damit haben, wenn Waters seine Enthüllungen losgelassen hat. Die Polly … der Dave … und was weiß ich noch. Die Foren werden voll sein mit Kommentaren, Beschimpfungen in jede Richtung. Passt. Love and Peace. Spätestens dann wird es dunkel im Pink Floyd Schacht.

Echt, Pink Floyd hätten diesen Namen nicht weitertragen sollen nachdem Syd ausstieg. Sie hätte sich in Roger Waters & Woodpeckers, oder so was auf die Art benennen sollen. Nachdem die anderen drei ohnehin just a bunch of unkreative “Holzhacker” sind.

Waters wird mit 80+ seinen Frieden mit der Vergangenheit seiner Ex-Band nicht finden. Es werden alte Weggefährten und Ex-Kollegen beschimpft und abqualifiziert, eine Ehefrau lächerlich gemacht, Floyd Denkmäler wie Dark Side neu aufgenommen, weil und wegen und überhaupt ….. Kein Vergleich mit den Rolling Stones, Pete Townshend und Roger Daltery, Paul McCartney und Ringo Starr oder die drei von Led Zeppelin, die, wenn es schon notwendig ist, ihre Konflikte nicht in der Öffentlichkeit austragen. Die das Erbe mit reichhaltigen Releases am Leben erhalten. Keinesfalls aber so wie Waters, der seit seinem freiwilligen Ausstieg 1985 daran leidet, selbst den Woodpeckers das Zepter in die Hand gegeben zu haben.

Schade, dass er sich nicht an dieser großen Band, in der er solch eine wichtige Rolle einnahm, einfach nur erfreuen kann. Ewig schade für Fans von Pink Floyd, die sich jahrzehntelang mit solchen Spalterei herumschlagen müssen. Zumindest die Insider unter den Fans, solche wie wir, allen anderen ist es völlig egal, wer was wann geschrieben, gesagt oder getan hat. Hauptsache, die Musik ist geil. It’s only Rock ’n’ Roll, Unterhaltung.

Q&A: The Final Cut

  • Roger Waters: All I had was whatshisname in the background playing Donkey Kong and telling me it was crap.

Bei whatshisname handelt es sich um David Gilmour.

49 Antworten

  1. Avatar Martin Hildebrandt sagt:

    Echt nervig.. Da vergeht einem überhaupt die Lust noch irgendwas von Pink Floyd zu hören. Alles so freudlos, angespannt und immer im Wettbewerb wer hat was beigetragen, wer war der bessere Musiker etc.
    Nein Danke. Ich leg jetzt lieber Frank Zappa ein. Humorvoll, sich selbst nicht zu ernst nehmend und trotzdem musikalisch anspruchsvoll

  2. Arne Arne sagt:

    Ganz lustig im Gegenzug mal die Rockonteurs Folge mit Bob Ezrin zu hören

  3. Avatar GerdM sagt:

    Ich habe doch immer geahnt, dass Dave seine Comfortably Numb Soli vom Guthrie-Band als Playback abspult.
    Aber Spaß beiseite, Rogers Reden erinnern mich im wirren und widersprüchlichen Satzaufbau an den Herrn Donald T.. Vieleicht lebt Roger schon zu lange in den US.

    • Avatar Michael We sagt:

      Eigentlich beschreibt Gilmour ja selbst, dass es genau so ablief (siehe Post weiter unten): Mehrere Aufnahme-Takes, dann ein gezielter Durchlauf durch die besten Stellen der einzelnen Takes, und zwar nicht als Neueinspielung (das “in einem Take aufgenommene Supersolo”), sondern indem zwischen den vorhandenen Aufnahmen hin- und hergeblendet wird. Also Abspulen der Playbacks.
      Insofern haben alle Recht. Roger, David und du.

  4. Avatar Gilmourish sagt:

    “I banged out five or six solos,” Gilmour says. “From there I just followed my usual procedure, which is to listen back to each solo and make a chart, noting which bits are good. Then, by following the chart, I create one great composite solo by whipping one fader up, then another fader, jumping from phrase to phrase until everything flows together. That’s the way we did it on ‘Comfortably Numb.’”

  5. Avatar ChrisHB sagt:

    Das Editieren von Gitarrensolos ist doch seit jeher völlig normal. Um eine Studioaufnahme perfekt klingen zu lassen werden alle Register gezogen. Heute wo alles digital läuft ist es einfacher denn je aus einem Haufen Versuche etwas tolles zu editieren. Die Qualität der Musik hört man aber trotzdem heraus und wird letztlich bei Liveaufnahmen unter Beweis gestellt. Mich schockt das überhaupt nicht – selbst wenn es kein First Take war. Sowas ist ja wirklich total selten. Und ich kann mir auch kaum vorstellen, das Waters einen First-Take hätte durchgehen lassen. Und wenn es so war – dann verdrängt er es. Wäre ja noch mehr Glanz auf seinen Widersacher. Das meistgelobte Solo weit und breit und dann noch so aus dem Ärmel geschüttelt. Das er dieser Geschichte auftischt, sagt aber mehr über ihn aus als über die anderen – ganz gleich wie es wirklich war.

  6. Avatar murph sagt:

    Ich glaube, wir haben zwei unterschiedliche Videos gesehen.

    Roger Waters sagt ganz klar und ohne Nebenbemerkung, dass er alle Gilmour-Solos großartig findet (hat er vorher auch schon gesagt), und dass Gilmour und er zur Produktion von The Wall gleichbedeutend beigetragen haben. Dass das Solo auf CN aus einzelnen zusammengefügten Takes besteht, hört man ja m.M.n. eh deutlich – ist ja auch nichts Schlechtes. Warum jetzt auch hier weiter ein Konflikt herbeigeschrieben bzw. am Kochen gehalten wird, entzieht sich ehrlicherweise meinem Verständnis.

    Und zumindest ich sehe in diesen Fan-Videos alles andere als einen angespannten und humorlosen Menschen, ganz im Gegenteil. Mir kommt es eher verbissen vor, in dieser Fülle an Geschichten, Meinungen, Anekdoten immer wieder die 1% herauszupicken, wo es einmal um Gilmour geht….

    • Werner Werner sagt:

      Hey Murph,
      … wo ich dir recht geben musste mit Anekdoten usw., das ist, als er über The Final Cut sprach….. du weißt, was ich mein, das mit whatshisname, Donkey Kong und ….. David Gilmour, der ihm sagte, dass das Crap sei. Ich stellte mir das bildlich vor, was für eine Szene, wie sie sich abmühen miteinander, musste beinahe Lachen dabei, zumindest aber breit grinsen. 😉

      • Avatar murph sagt:

        Ich hätte ja so gerne das vergriffene Buch zu den Aufnahmen The Final Cut (von demselben Autor, der auch die The Wall Recording Sessions in Buchform dokumentierte, Vernon Fitch oder so?). Die Anekdote mit “I must not f**k sheep” von Michael Kamen ist auch zum Niederknien.

        Ich freue mich auf die Memoiren, da ich denke diese werden sehr witzig. Es gab ja vor ein paar Jahren ein langes Interview auf YT mit Waters, wo er ein Kapitel davon vorgelesen hat, in dem es um die Zeit mit Syd ging. Wie gesagt, war sehr witzig, sehr persönlich, und informativ. Ob dann auf ein paar Seiten auf Gilmour ausgeteilt wird, ist mir relativ egal. Ich konzentriere mich auf das Wesentliche/Interessante für mich, und dieser Kleinanteil an Hick-Hack und auf-die-Brust-Klopfen wird mir die Freude am umfangreicheren und inhaltlich substanzielleren Teil nicht nehmen.

        • Avatar ChrisHB sagt:

          Irgendwie weckt dein Kommentar mein Interesse an der Biografie von Waters. Wenn das zuvor erwähnt wurde habe ich immer innerlich abgewunken. Vielleicht weil ich befürchtete das es zu politisch sei oder doch überwiegend um seine Verluste ginge, die er doch schon in verschiedener Form ausgiebig künstlerisch verarbeitet hat. Die Geschichte von Pink Floyd aus seiner Perspektive zu lesen, könnte vielleicht doch noch so einige Überraschungen bereit halten, die das Ganze zu einem kurzweiligen Vergnügen machen. Ja – ich glaube auch ich hätte Lust das zu lesen. Noch lieber wäre mir eine Biografie von Gilmour. Aber er drückt sich wohl lieber musikalisch aus. Vielleicht könnte er auch von Polly unterstützt werden – aber wenn ich’s mir recht überlege werden sie das sicherlich lassen. Ich glaube nicht, dass sie sich nochmal freiwillig in die Schusslinie stellen.

        • Werner Werner sagt:

          Ja, das The Final Cut hätte ich auch gern. Hatte damals nicht die Kohle.
          Das Buch wird hoffentlich voller Liebe sein! 🙂

  7. Avatar dimitri sagt:

    Ich stimme Dir voll und ganz zu, Murph. Jemand anderes mystifiziert hier die Realität, nicht Roger Waters. Bei denjenigen, die intellektuell ehrlich sind, wäre es nicht einmal nötig, darauf hinzuweisen. Das Video von Waters ist da, und es drückt alle seine Bedeutungen sehr deutlich aus.
    Ich will mit niemandem polemisieren, ich möchte nur sagen, dass Murph mit seiner Sicht der Dinge zu diesem Thema nicht allein ist.

  8. Avatar Julian Wolf sagt:

    Hier mal wieder mein Senf, keine Ahnung ob das jemanden interessiert:

    Pink Floyd ist enorm groß. Und offenbar so groß, daß es irrsinnig schwer ist, gesund damit umzugehen. Am sympatischsten ist da noch Nick Mason, der einfach ohne den großen Namen durch die Gegend Tourt und Musik macht.

    Bei Roger sehe ich den Größenwahn: Er will die Welt verändern. Verbessern, aus seiner sicht. Der Name “Pink Floyd” und seine alten Kompositionen sind dabei sein wichtigstes Werkzeug. Um so ärgerlicher für Ihn, daß er dieses Werkzeug 1985 selbst größtenteils aus den Händen gegeben hat weil er sich selbst über- und das gemeinsam erreichte unterschätzt hat.

    David Gilmour will nicht mehr viel. Er will seine Ruhe haben, so kommt es mir vor. Im Ergebnis kommen dabei wenige Konzerte raus, nicht mehr viel Action. Die teuren Preise bei RW sind ja noch durch den Aufwand der Show verständlich, bei Gilmour liegen sie wohl eher an der Rarität seiner Auftritte.

    Roger macht zu viel, David macht zu wenig, Nick schippert zwischen den beiden hin und her, so ist mein Bild der ganzen Situation. Und in einer Beziehung habe ich dann doch sehr viel Verständniß für alle daran beteiligten:

    Ich mache Seminare, habe ein eigenes Seminarhaus und ich weiß, wie anstrengend es ist, eine Gruppe von 20 Teilnehmern durch eine Woche zu begleiten. Danach bin ich erstmal fertig mit der Welt. Ich kann mir nicht im Ansatz ausmalen, welcher Druck auf Menschen lastet, die (auch) Teile einer so unfassbar großen Band wie Pink Floyd sind. Vernantwortlich für hunderte von Crew-Mitarbeitern, für Labels und Anwälte und was-weiß-ich-was-alles. Jobs, Familien und so weiter, all das hängt da dran. Dazu eine Musik geschaffen, die Millionen, wenn nicht Milliarden von Menschen hören, noch heute, jahrzehnte später.

    Das zu tragen ist ein Koloss den wohl niemand externes nachvollziehen kann. In irgendeiner Doku sagte David mal zu begin der Pulse-Tour “Say goodbye to the live that we had” oder so ähnlich. Das hat es gut ausgedrückt, ich kann das “fühlen”, oder zumindest kann ich fühlen, daß ich das niemals wirklich nachfühlen kann.

    Bei mir bleibt die Frage, ob ein Mensch mit so einer Geschichte überhaupt noch normal leben kann. Und ganz eigennützig freue ich mich, daß alle drei das auf eine Art verarbeiten, in der immer wieder neue Musik und/oder neue Konzerte entstehen. Wir als PF-Fans könnten es schlimmer erwischt haben: Nirwana, Led Zeppelin, Janis Joplin und viele weitere wundervolle Musiker, bei denen die Fans mit viel weniger oder ganz ohne neuen Output dastehen.

    Alles Liebe, Julian!

  9. Avatar Anne sagt:

    David hat in einem Interview mit Guitar World im Februar ’93 folgendes zu den Thema gesagt:

    “I banged out five or six solos,” Gilmour said. “From there I just followed my usual procedure, which is to listen back to each solo and make a chart, noting which bits are good. Then, by following the chart, I create one great composite solo by whipping one fader up, then another fader, jumping from phrase to phrase until everything flows together. That’s the way we did it on ‘Comfortably Numb.’”

    • Oskar Oskar sagt:

      Hallo Anne. Ich habe genau diese Ausgabe von Guitar World! erst vor kurzem habe ich 30 Jahre alte Zeitungen und Magazine geordnet und in Alben geheftet, dabei ist mir dasselbe interview unter die Finger gekommen.
      Es ist also Gilmour selbst, der von sich 1993 gesagt hat, dass er das CN Solo aus mehreren Takes zusammengeschustert hat! Waters dementiert hier ja auch nicht David Gilmour, sondern Bob Ezrin. Ich kann Pulse&Spirit gern ein Foto/Scan des besagten Interviews zukommen lassen!

      • Avatar Anne sagt:

        Hey Oskar,

        ich habe dass Interview in meinem ‘Guitar World presents Pink Floyd’ gefunden.
        Darin sind einige ältere Interviews mit u.a. Gilmour, Waters und Parsons aus verschiedenen Ausgaben des Mags zusammengefasst.

  10. Avatar Philipp sagt:

    Lost for words…Ich bin so unglaublich müde immer wieder diesen kleinlichen Aussagen zu hören und zu lesen. Was in den letzten zwei Jahren im Hause Floyd so passiert ist, ist absolut unwürdig.
    Neulich habe ich mal wieder meine Immersion-Boxen in den Händen gehabt und daran gedacht, wie wir damals frohen Mutes waren, was da jetzt noch alles so an Archivmaterial veröffentlicht werden könnte. Damals waren sie noch recht freundlich miteinander und man schien einen guten Modus für die Zusammenarbeit gefunden zu haben. Vieles schien möglich…
    Heute bin ich mir ziemlich sicher, dass da nix spannendes mehr kommen wird. Man kann sich auf nix mehr einigen und bei Facebook, Twitter, etc. wird der ganze Frust abgeladen. Wenn noch etwas veröffentlicht wird, dann entweder mit 4 Jahre Verzögerung (wegen ein paar Linernotes) oder es ist eine überteuerte Box mit Material, welches wir schon x-mal im Schrank haben. Auf den The Wall Sorround-Mix warten wir seit über 10 Jahren. An den The Wall Live Film etc. glaube ich schon lange nicht mehr.
    Bleibt vielleicht noch eine schöne Gilmour Tour und ein paar entspannte Konzerte von Saucers. Drücken wir uns die Daumen.

    • Werner Werner sagt:

      Hi Philipp, ja das waren noch Zeiten 2011, als wir von den Immersions-Editionen umgehauen wurden. Das war die Zeit, als Polly, David auf Idee brachte Roger zu fragen, ob er mit ihm den Song To Know Me Is … zu singen und er dafür CN ….. solange ist das gar nicht aus. Man glaubt es kaum, dass danach wieder alles kaputtging.

      Alles nichts, wenn dann erst das Buch herauskommt.

      • Avatar Philipp sagt:

        Oh ja, die Anwälte werden sich schon warm laufen.
        Es ist eigentlich nur noch zum Lachen, wäre es nicht so traurig.

      • Avatar Thorsten sagt:

        Ja, genau.
        Erwachsene Menschen verhalten sich wie Kleinkinder. Polly eingeschlossen. Ich habe genug von den Kommentaren zu diesem Thema von unseren Helden. Wobei mir schon klar ist, dass RW provoziert und die andere Seite lediglich reagiert. Nick in allen Ehren, da könnten sich die Streithähne ein Beispiel dran nehmen

    • Avatar Thomas Kern sagt:

      Ich glaube nicht, dass da überhaupt nichts mehr kommen soll. Es soll jetzt nicht makaber klingen: aber es gibt ja auch noch Kinder, die alles erben. So auch die Rechte an allem, oder?

  11. Avatar Floydian sagt:

    Aber jetzt mal ehrlich, wenn Gilmour schon 1993 genau das bestätigt hat was Waters jetzt erzählt, dann verstehe ich die ganze Empörung in diesem Beitrag nicht? Wo ist denn jetzt das Problem?

  12. Avatar Tom sagt:

    Ich habe mir gerade mal das Final Cut Buch (#123) von Vernon aus dem Regal genommen: Dort sind schöne Fotos von David und Roger zu sehen wo sie gemeinsam Donkey Kong spielen. Unter dem einen Foto wird Roger zitiert: ” I have vivid memories of sitting in the back of the room playing donkey kong [with David Gilmour] for hour after hour”.
    Ob David dort auch beiläufig FC kritisierte, kann ich nicht gesichert sagen;-)
    Shine On
    Tom

    • Werner Werner sagt:

      HeyTom, danke für die interessante Information. Man stelle sich vor, wie Roger und David Stunde um Stunde Donkey Kong im Studio spielen, das wird ihnen leichter gefallen sein, als The Final Cut gemeinsam voranzutreiben.
      Mason fährt lieber Rennen und Wright längst nicht mehr in der Band, die beiden verbliebenen Floyd Kapitäne spielen Donkey Kong … ein weiterer bizarrer Moment der Floyd Geschichte.
      Roger and David playing Donkey Kong during the Final Cut sessions

      • Avatar andreas sagt:

        Hallo,
        das ist definitiv nicht Donkey Kong auf dem Bild. Donkey Kong war ein 1-Spieler Spiel, bei dem man mehrere Rampen hochrennen musste, um eine Damsel in Distress zu retten.
        DK müsste ein aufrecht stehendes Arcade Cabinet gewesen sein: https://de.wikipedia.org/wiki/Donkey_Kong_(Arcade)

        • Avatar murph sagt:

          Vielleicht lesen wir bald „David Gilmour enthüllt Lüge um Donkey-Kong-Spiel während TFC-Aufnahmen – es war Asteroids!“ 🙂

          Man muss ja nur beim Reddit-Artikel die Kommentare lesen, alles schon aufgedeckt und auch ansonsten witzig.

        • Avatar Olaf H. sagt:

          @andreas: das stimmt so nicht ganz. Es gab neben dem Standmodell auch verschiedene Ausführungen als Cocktail-Table, an dem sich zwei Spieler gegenüber saßen, so wie man es bei David und Roger sieht. Man findet verschiedene Modelle bei einer Bildersuche im Netz.

    • Avatar Thorsten Rölleke sagt:

      Das war das Problem. David hat Roger bei DonkeyKong besiegt. Und dann war es aus mit der Freundschaft…

  13. Avatar Simon sagt:

    Man übrigens seit gestern auf den Streaming-Portalen Speak to me und Breathe vom Redux-Album anhören. Kommt mir langsam vor wie ein Hörbuch, welches dezent mit den gleichen instrumentalen Geräuschen untermalt ist. Ist natürlich Geschmacksache, aber für mich hat es mit Musik nicht viel zu tun.
    Was das CN Gitarren-Solo angeht: ich bin im Zwiespalt eines Pink-Floyd-Süchtigen. Ich sauge alles an Informationen über meine Lieblingsband auf, obwohl ich weiss, dass es im Endeffekt mir völlig wurscht ist , wer wann was gemacht hat oder nicht.
    Aber ich kann es halt doch nicht lassen.

    • Avatar Manuel sagt:

      Ich bin von Ezrins Version ziemlich überzeugt. David hat natürlich mehrere Parts von denen er Demos gemacht hat aneinander gereiht. Das auf dem Album ist aber in einem Take eingespielt. Davids hat ja gar keine Zeit gehabt um sich kreativ auszutoben, er musste ja nebenher auch noch Bass-Parts einspielen.

    • Avatar Thomas G sagt:

      Ziemlich schräg, das Speak To Me Redux. Kombiniert mit Lyrics von Free Four.

  14. Avatar kalli sagt:

    Ich finde man hört recht deutlich, dass da geschnitten wurde. Spätestens dann, wenn vom Hals auf den Bridge Pickup gewechselt wird, aber ziemlich sicher auch vorher schon. Tut der Sache aber kein Abbruch.

  15. Avatar michael Wülk sagt:

    ich kann es nicht mehr lesen, hören und ertragen was der Waters so von sich gibt. Deshalb war ich auch nicht bei seiner letzten Tour. Der alte Zausel nervt nur noch. Er sollte sich was schämen. Das Geld was eer noch über die Alben von Pink Floyd noch bekommt nimmt er aber gerne mit.

  16. Avatar Heiner aus Berlin sagt:

    Ich denke, diese “Wahrheitsverkündung” das ist eine Spielart des Marketings. Ich zitiere hier mal Werners Beitrag von oben “…Floyd Denkmäler wie Dark Side neu aufgenommen, weil und wegen und überhaupt…” und das trifft es schon. Die Dark-Redux ist fertiggestellt und muss verkauft werden. Wie bewirbt man aber die Neuinterpretation eines Albums einer Band, die einer Pyramide gleich in der Musikgeschichte steht, durch einen Einzelkünstler? Wie soll das verkaufswirksam erklärt werden? Die Mehrzahl der Dinosaurier (PF-Altfans) hat die Dark Side ins Gehirn tätowiert und betrachtet die Dark-Redux höchst skeptisch und weder tik noch tok können mit dem Namen Roger Waters was anfangen. Da ist eher mit “oh, by the way, which one’s pink” zu rechnen, wenn es um Pink Floyd gehen sollte. Bleibt nur Werbung für die Marke “Waters” zu machen mit der Botschaft” hej, schaut mal, dieser Waters ist einer der Guten in dieser chaotischen Welt. Der spricht die Wahrheit aus und jetzt hat er auch noch ein Album komplett neu eingespielt, weil das damals ….ja warum eigentlich? Ach egal, der is wohl einer von den Guten. Nachrichten gehen unter, Skandale werden gerade noch so beachtet und so kann man eine Marke noch platzieren. Dass die Dark-Redux keinen Hype ausgelöst hat, ist im Hause Waters mit Sicherheit angekommen, also musste man sich was einfallen lassen…Marketingstrategie. # Zum CN Solo: dass – und das stand ja hier auch schon in manchen Beiträgen- für eine nicht mehr korrigierbare Veröffentlichung auf physischen oder durch Rechte abgesicherten digitalen Musikstücken die beste Version erstellt wird, ist ja nicht ungewöhnlich. Da ist ja viel Technik mit im Spiel. Die musikalische Klasse zeigt sich doch aber, wie gut die Reproduktion dann auf der Bühne gelingt. Und ich bin mit dem, was David in zig live-// one take // Aufnahmen da bei CN abliefert, sehr zufrieden, er kann es wohl doch Mal sehen, was als Nächstes noch “offengelegt” wird, um die Marke Waters im Licht zu halten. So sehe ich das.

  17. Avatar Matthias sagt:

    …@ Heiner aus Berlin
    …und so siehst du das genau richtig ! Ein wunderbarer Kommentar der mir aus der Seele spricht.
    “..einer Band, die einer Pyramide gleich in der Musikgeschichte steht”…wow..was für eine wundervolle Beschreibung für Pink Floyd…

    ..Danke
    Mattes

  18. Avatar Rob sagt:

    Chris Slade (Ex-AC/DC; Tour-Drummer von DG auf seiner 84er-Tour) spielt auf seiner aktuellen Tour in D auch Comfortably Numb mit seiner Band.

    Beim Konzert am Sonntag wurde mir mal wieder klar, dass dieser Song einem Gitarristen unzählige Möglichkeiten gibt sich individuell in dem Solo-Part auszuleben, ohne das Gesamtbild des Titels zu verfremden. Diese Basis bleibt, egal ob das nun in einem Take aufgenommen wurde oder nicht.

    Einen demystifizierenden Blick auf kreative Werke finde ich immer sehr belebend und einen schönen Kontrapunkt zu der (teils gewollten) Vergötterung von Künstlern, die sich so vermarkten lassen, als wäre alles über Nacht aus einer Feder entstanden.

  19. Avatar Simon sagt:

    Bob Ezrin hat ja noch viel mehr über Roger Waters zu sagen. Habe grad über eine Dokumentation namens „ The Dark Side of Roger Waters“ gelesen, in der Bob Ezrin sich noch an ganz andere Dinge über Roger Waters erinnert.

    • Avatar murph sagt:

      … derselbe Bob Ezrin, welcher seinen kleinen Kindern die Lüge erzählt hat, dass ihre Mutter gestorben ist, um dann ihr Weinen für eine Plattenaufnahme zu verwenden.
      Dazu eine ausgegrabene Geschichte, dass Roger Waters vor 15 Jahren in einem Restaurant jüdisches Essen nicht geschmeckt hat. Und fertig ist die „Dokumentation“ über den Antisemiten.

      Give me a break. Ich meine, offensichtlicher und plumper kann eine Schmierenkampagne ja nicht inszeniert werden. Aber in der heutigen Medienlandschaft wundert einen nichts mehr.

      • Avatar Peter sagt:

        Ja, der Mythos über Bob Ezrin hält sich hartnäckig, wird aber nahezu überall als FAKE bezeichnet.
        “The only emotional abuse Ezrin’s kids endured over the course of Berlin’s production was a firmly enforced bedtime. Ezrin obtained the field recordings heard on “The Kids” by recording his children running around the house protesting going to bed.”

        Es geht auch nicht darum, dass ihm “jüdisches Essen” nicht geschmeckt hat, sondern dass er in einem libanesischen Restaurant das Essen als “Judenfraß” (Jew Food) bezeichnet hat. Und die weiteren Anekdoten von Ezrin und Stachel sind ziemlich übel, wobei sich Ezrin durchaus differenziert äußert. Aber klar, was sind schon die Aussagen von Leuten, die ihn kennen, gegen unser persönliches Gefühl.

        • Felix Untersteiner Felix Untersteiner sagt:

          also ich wäre jetzt nicht erstaunt wenn es so war, letztlich tut es aber nichts zur Sache. Gegen Waters als Person sprechen genug andere Dinge.

        • Avatar murph sagt:

          Die sogenannte Dokumentation ist draußen, und man weiß wer sie gemacht hat. Jede/r, vor allem mit PF-Hintergrund-Wissen, kann sie ansehen und sich ein eigenes Bild davon machen, ob es sich dabei mehr um eine ehrliche Bearbeitung zwecks Wahrheitsfindung oder um eine Kampagnisierung gegen einen Vertreter von BDS handelt (wahrscheinlich nicht überraschend, tendiere ich zu letzterem). BTW, “Food” mit “Fraß” zu übersetzen ist auch interessant…

          • Avatar Peter sagt:

            In der abwertenden Bezeichnung passt die Übersetzung. Mir ist klar, aus welcher Richtung die Doku kommt. Aber haben die Aussagen Ezrins und Stachels für Dich keine Bedeutung? Oder sein Interview mit der Hamas-nahen Shehab News Agency, in der er das Bild vom Jüdischen Puppenspieler bedient?
            Roger Waters ist hochintelligent und gebildet. Er weiß genau, was er sagt und welche antisemitischen Klischees er bedient.

          • Avatar murph sagt:

            Natürlich haben die Aussagen Bedeutung – als auch für mich glaubhafte Schilderung, dass Waters auf die beiden sehr arrogant, unsympathisch, herrisch, also einfach ungut wirkt. Aber darum geht es nicht – die “Doku” will herausarbeiten dass Waters ein Antisemit ist. Und dazu gibt es in den 40 Minuten genau einen Hinweis von Ezrin (auf den er sich nach eigener Aussage im Detail gar nicht genau erinnern kann), nämlich dass Waters vor 45 Jahren seinen jüdischen Manager als solchen verunglimpft hat.
            Der gesamte Rest besteht aus persönlicher Meinung und Anekdoten mit sehr viel Interpretationsspielraum. Ich frage mich auch, wenn Waters ein Antisemit ist, warum er dann immer wieder mit jüdischen Musikern (z.B. Ezrin, Stachel, Carin) tw. langjährig zusammenarbeitet und deren Arbeit preist.
            Diese Seite ist sicher nicht der Platz, um über Antisemitismus zu diskutieren. Interessanter ist hier für mich sowieso, ein Lehrbeispiel für Propaganda und Medienframing exemplarisch dargelegt zu bekommen: Es wird behauptet, eine “Dokumentation” fabriziert zu haben, obwohl das Machwerk auf keinerlei ernstzunehmenden Recherche oder Analyse basiert. Aber das ist egal, und es werden sich auch die wenigsten ansehen. Wichtig ist nur, und dieses Ziel wurde erreicht, dass andere Medien in wenigen Sätzen berichten, dass eine Dokumentation über den Antisemiten Waters existiert, und durch die simple Aneinanderreihung und oftmalige Wiederholung dieser Worte soll eben in der Öffentlichkeit ein Faktum geschaffen werden.

  20. Avatar Simon sagt:

    Ja die böse Medienlandschaft, wie immer. Ich kann es nicht mehr hören. Roger Waters ist ja nur ein armes Opfer. Ich organisiere bald eine Spendenaktion für den armen Kerl.

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