Interview mit David Gilmour zum neuen Album und Film „Live at Pompeii“

David Gilmour Live at Pompeii

Die Sendereihe „World Cafe“ brachte gestern ein Interview mit Gilmour. Thema waren seine Auftritte in Pompeii und die bevorstehende Veröffentlichungen des Live-Albums. Das Interview mit Gilmour ist als Stream verfügbar. Gilmour klingt ambitioniert und spricht wieder über das neue Material! Er und Roger Waters kommen gerade nicht so gut miteinander aus. Nun, das überrascht uns nicht sehr. Es gibt sicherlich viele Dinge im Hintergrund, die Beide betreffen, Entscheidungen die getroffen werden müssen, wegen denen sich ihre Wege nach wir vor kreuzen müssen.

Quelle: David Gilmour On World Cafe, Titelfoto von Sarah Lee!

23 Antworten

  1. Udo sagt:

    Ein schönes Interview. Besonders gefällt mir sein Statement das er noch immer kreativ sein kann und das die positiven Raktionen der Fans auf das RTL Album der Grund sind das er es tut. Und wieder die Bemerkung über noch vorhandenes Material aus der RTL Phase. Klingt doch vielversprechend.

  2. Yucateco sagt:

    Wahrscheinlich ist er sauer auf Roger wegen der Veröffentlichung des In the Pink Buchs von Nick Sedgewick … wenn ich mich recht erinnere war er ja dagegen.

  3. Philipp sagt:

    Ich denke nicht dass das Buch der Auslöser war. Die Stimmung hatte sich scheinbar schon in den letzten Jahren verschlechtert. Wenn ich an so ein paar Entgleisungen in Rogers Interviews während der The Wall Tour 2010-2013 denke, kann man es David auch nicht verübeln. Ich denke nur an das Interview in dem Roger über den toten Steve O‘ Rourke hergezogen ist. Das war schon echt unterhalb der Gürtellinie. Mich würde mal interessieren, ob das auch Auswirkungen auf das Verhältnis von Gilmour zu Mason hat. Da scheint der Kontakt nach TER auch etwas abgebrochen zu sein. Ist schon nicht so einfach mit unseren Helden.
    By the way: heute feiert AMLOR seinen 30sten Geburtstag! Happy Birthday!

    • Patrick sagt:

      Gilmour und Mason waren auch nie wirklich Freunde, mehr Geschäftspartner…besonders ab 1987. Als Waters 1979 Wright aus der Band schmiss, wollte Gilmour ja am liebsten Mason auch mit schmeißen. Da hat Waters aber dann doch Veto eingelegt. Mason ist eher doch bei Waters, einer von beiden ist ja auch Patenonkel von einem der Kinder vom anderen.
      Gilmour war später eher der Kumpel von Wright. Nicht ohne Grund hat er ihn 2006 mit auf die Tour genommen.

    • Schwabe sagt:

      Was hat Waters denn über Steve O‘ Rourke gesagt? Hab ich irgendwie verpasst, gibt es da einen Artikel zu?

      • Philipp sagt:

        Leider finde ich das Interview auf die Schnelle nicht. Roger wurde irgendwie zu den Filmen von den The Wall Konzerten 1980 befragt. Er sagte sinngemäß dass Steve O’Rourke diese Filme vor Roger versteckt hielt und dass er froh sei dass er gestorben sei. Es sei zwar traurig für seine Familie aber er hätte es verdient. So oder ähnlich. Das fand ich schon echt hart.

        • Oliver sagt:

          Na ja, das hat er nicht gesagt, sondern:

          „I’ve found a lot. I’m halfway putting it together in a film. I found a lot more than I thought existed. A lot of it was hidden from me by the ex-manager of Pink Floyd, Steve O’Rourke. He hid it because he didn’t want me to have it because I have the rights to it. But he died, sadly … for his family.“

          Das stand im legendären Herald Sun Interview Mitte 2011.

          • Philipp sagt:

            Ahh, da hat mir meine Erinnerung einen Streich gespielt. Ich hatte das Interview viel schärfer in Erinnerung. Danke für den Hinweis. Aber wie dem auch sei, Roger ist schon nicht sparsam mit seinen Spitzen. Dieses „sadly…for his family“ ist beispielsweise schon bewusst so gesetzt.

  4. Hanno sagt:

    Mir ist keine Band bekannt, bei der sich die Fans so sehr wünschen oder sagen wir mal so sehr dafür interessieren, dass sich bzw. wie sich die Mitglieder verstehen (ich bin da keine Ausnahme…). Es ist für mich einfach schwer verständlich, wie nach dem gemeinsamen Auftritt 2011 sich die Stimmung wieder so verschlechtern konnte? Interviews und die Zuspitzungen darin sollten doch beide einordnen können…

  5. Matthias sagt:

    Diese Aussagen oder ähnliche sind doch typisch für Waters.Ich lese sowas in der Art nun schon seit nahezu dreissig Jahren von ihm.Irgendwie scheint es immer wieder in ihm hoch zu kochen,das seine Ex Kollegen ohne ihn weitergemacht haben. Entweder kann oder will er ihnen das nicht verzeihen.Und besonders Gilmour ist wohl für ihn der Hauptschuldige.
    Aber es kann doch nicht sein das jemand sagt „Also Leute,ich steige jetzt aus und damit ist dann diese Band auch aufgelöst“, wo gibs denn sowas? Davon mal abgesehn hätte er ja auch bleiben können. Das der Name PINK FLOYD natürlich mehr Geld einbringt als ROGER WATERS wenn er auf dem Cover steht, versteht sich eigentlich von selber. Nur hat sich Waters in diesem Punkt mächtig verrechnet, weil er glaubte sie könnten es ohne in nicht schaffen…das war leider ein Irrtum der ihn bis heute wohl schwer zu schaffen macht. Und dieses ewige kritisieren der Texte von Gilmour’s Frau…na und was solls. Es gibt so viele die gute texte schreiben, nicht nur Roger Waters. Und ich finde sie hat das für die Waterslosen P.F Alben ganz gut gemacht, und der Erfolg dieser Alben spricht eh für sich. Nun denn ….ich weiß nicht ob Waters sich jemals in dieser Sache beruhigen wird, ich glaube eher nicht, aber vieleicht sollte man es auch garnicht alles für so wichtig nehmen was er so von sich gibt…ist es nämlich nicht.Wie gesagt…..ich habe diese Dinge von ihm schon vor nahezu dreissig Jahren gelesen….

    Schönes Wochenende
    Mattes

    P.S
    Ach was…AMLOR schon dreissig…wow..Happy Birthday….ein super Album!!!

    • Christian sagt:

      Ja, ich finde es schon traurig, aber damit werden wir uns alle wohl abfinden müssen. Ich habe mir neulich noch einmal den herzerwärmenden Auftritt von 2011 bei der The Wall Show angesehen… es ist jammerschade, dass sie daran offenbar – in Bezug auf das Miteinander – nicht recht anknüpfen konnten.

      Um die Wehmut perfekt zu machen, gab es dann gestern noch einmal den Live8-Auftritt 😉 Mir ist dabei aufgefallen, dass ein paar Male Polly und die Kinder eingeblendet wurden und sogar auf Battersea gezoomt wurde… (ich bin zwar auch schon fast 50 aber erst spät auf den Pink Floyd-Geschmack gekommen, so dass mir das damals nicht aufgefallen war… ;-))

  6. Gerald_A sagt:

    Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich mir wünsche, die beiden wären nicht so erfolgreich mit ihren Platten und Tourneen, und nagten am Hungertuch – dann MÜSSTEN sie wieder zusammenarbeiten, wie das bei einigen anderen Bands ja auch der Fall ist. Und ein „Ober-Manager / Mediator“ (nervenstark) vermittelt die Zusammenarbeit, wobei sie einander ja nicht mal persönlich begegnen müßten. Dei beiden liefern einfach nur Text (RW) und Musik (DG) ab, und der Manager entscheidet dann, wie er das zusammenmischt. Lief ja bei ISTTLWRW offenbar auch so … – Man wird ja noch träumen dürfen …

  7. Manuel sagt:

    Vielleicht hat es auch was mit den „fehlenden“ Gitarrentracks auf Waters‘ Album zu tun.

  8. Matthias sagt:

    An den Erfolg der Soloalben un der Tourneen ist aber ganz deutlich abzulesen wie unsagbar groß doch die Verehrung und Fanliebe zu Pink Floyd war und ist, auch bei der jüngeren Generation.Meine Tochter(25) z.b ist logischer Weise mit der Musik von Pink Floyd und vielen anderen aus der guten alten Zeit aufgewachsen und vergöttert David Gilmour und sein Gitarrenspiel. Ich kenne kaum eine Band die so dermaßen von ihren Fans geliebt wird, trotz ihrer doch so bewegten und teilweise unschönen Geschichte. Am Ende finden sich alle zusammen, bestaunen die Show’s und lauschen dieser fantastischen Musik …. für mich ein einzigartiges Phänomen in der Musikgeschichte.

    Nice Weekend
    Mattes

    • Christian sagt:

      So ist es… in Wiesbaden war neben meiner Frau auch unser ältester Sohn dabei (22) und hat Tränen der Rührung ob des grandiosen Konzertes vergossen… für ihn steht aber z.B. fest, dass er RW auf keinen Fall live sehen möchte, da er das als „Verrat“ an DG sehen würde… 😉

  9. Oliver sagt:

    One Of These Days ist auf Spotify und YouTube online gegangen!

  10. Hanno sagt:

    Ein bisschen ist es ja auch wirklich so wie Werner oben geschrieben hat: Waters und Gilmour sind durch die gemeinsame Leistung gewissermaßen aneinander gebunden – Gilmour könnte ohne den Texter Waters heute kein Money singen, Waters hätte ohne Gilmour kein Comfortably Numb zustande gekriegt. Und auch wenn beide solo mit RTL und ITTLWRW brillieren, im Bewusstsein der meisten Leute bleiben WYWH, DSOTM und The Wall und das haben sie zusammen kreiert.

    • Christian sagt:

      Ja, alle zusammen war es deutlich mehr als die Summe ihrer (Solo)-Einzelteile, so sehr ich die auch (von beiden) schätze. Und um das zu RW von mir kritisch Geäußerte ins passende Licht zu rücken: es ging mir dabei um das Miteinander. Musikalisch finde z.B. Perfect Sense einfach unfassbar gut – allerdings auch hier: unerreicht bleibt, was sie alle zusammen geschaffen haben.

  11. Schwabe sagt:

    Vielleicht bin ich da der einzige, aber ich finde es ganz gut, dass es bisher keine richtige Reunion gegeben hat und wohl auch nicht geben wird.
    Auch wenn Gilmour und Waters (und natürlich Mason und Wright dazu) zusammen mehr Magie hatten, als sie einzeln erzeugen konnten, sind die beiden doch seit 1984 so sehr als Musiker (und wahrscheinlich auch als Menschen) gewachsen, dass sie meiner Meinung nach nicht mehr so zusammenarbeiten könnten, und wohl auch dieses gemeinsame Potential nicht mehr existiert.
    Ich finde beide wirken in ihren Soloshows glücklicher als jemals, wenn sie zusammen auf der Bühne waren.
    Für mich auch auffällig bei den Backstage Aufnahmen von 2011 aus London. Waters versucht sehr auf Kumpel zu machen während Gilmour sehr auf Distanz bleibt und nicht wirklich so persönlich werden möchte.

    Das einzige was meiner Meinung nach funktioniert hätte wäre eine Reunion der 3er Pink Floyd von 87-94, aber das hat sich ja eh erledigt.

  12. Matthias sagt:

    @ Schwabe

    „Vielleicht bin ich da der einzige, aber ich finde es ganz gut, dass es bisher keine richtige Reunion gegeben hat und wohl auch nicht geben wird.“

    Nun was das angeht sind wir auf jedenfall schon mal zwei die das so sehen.Auch ich wäre nicht glücklich mit einer Reunion.Es würde sich nicht gut anfühlen,damals bei LIVE 8 hat das noch einigermaßen funktioniert.Aber heute glaube ich würden sie es so nicht noch einmal hinbekommen.Schon garnicht wenn zwei auf der Bühne stehen die sich anscheinend nichts mehr zu sagen haben.Meiner Meinung nach ,ist es gut so wie es ist..oder?

    Schönen Abend
    Mattes

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