Pink Floyd – Live at Pompeii (The Directors Cut)

Pink Floyd - Live at Pompeii DVD

Vor vielen Jahren schrieb der Musikexpress, dass „Pink Floyd Live at Pompeii“ der langweiligste Konzertfilm aller Zeiten sei. Das erzürnte mich damals sehr, weil ich den Film weiß Gott wie oft gesehen habe und eines wurde mir dabei nie, langweilig!

Der Musikexpress war mir davor schon unangenehm aufgefallen, weil er Roger Waters „Amused to Death“ Album verrissen hatte, welches ich ebenfalls sehr schätzte. Ich rief deshalb in einem Artikel, denn für das Floyd Fanzine „Eclipsed“, dessen Gründungsmitglied ich war, geschrieben hatte, unverblümt zum Boykott der Zeitschrift auf! Das war dann einer meiner letzten Beiträge für „Eclipsed“ gewesen. Kurz danach ging ich bei stürmischer See über Bord. Herrlich wie naiv ich damals war und mich für mehr „Objektivität“ gegenüber meiner Lieblingsband Pink Floyd einsetzte.

Ich erinnere mich daran, als ich ENDLICH die offizielle VHS-Kassette besaß und auf diese Weise sehen konnte, wie die Pink Floyd das machen, wenn sie „In Concert“ sind. Was für ein außergewöhnlicher Konzertfilm, ohne Publikum, bei Sonnenlicht, ohne aufwendige Beleuchtungskörper, in einem alten Amphitheater! Großartig! Zu sehen wie sie „A Saucerful Of Secrets“ spielten, das war (und ist es heute noch) ein besonderer Augenschmaus. „Careful“, „Set The Controls“ und „Echoes“ zählten seit Anfang an zu meinen Lieblingssongs. Als dann noch ein Hund den Gesang übernahm, dachte ich nur, typisch Pink Floyd! Der Film ist ein Meisterwerk!

  • Live at Pompeii – VHS 60 Minuten
  • Intro
  • Echoes Part 1 (Pompeji 1971)
  • Careful With That Axe Eugene (Paris 1971)
  • A Saucerful Of Secrets (Pompeji 1971)
  • One Of These Days (I´m Going To Cut You Into little Pieces) (Pompeji 1971)
  • Set The Controls For The Heart Of The Sun (Paris 1971)
  • Mademoiselle Nobs (Paris 1971)
  • Echoes Part 2 (Pompeji 1971)
  • Live at Pompeii – VHS 82 Minuten
  • Intro
  • Echoes Part 1 (Pompeji 1971)
  • On The Run (Abbey Road 1972)
  • Careful With That Axe Eugene (Paris 1971)
  • A Saucerful Of Secrets (Pompeji 1971)
  • Us And Them (Abbey Road 1972)
  • One Of These Days I´m Going To Cut You Into little Pieces (Pompeji 1971)
  • Set The Controls For The Heart Of The Sun (Paris 1971)
  • Brain Damage (Abbey Road 1972)
  • Mademoiselle Nobs (Paris 1971)
  • Echoes Part 2 (Pompeji 1971)

Ein paar Jahre später kam eine VHS Version mit zusätzlichem Material, welche Einblicke in die Studioaufnahmen zu „Dark Side Of The Moon“ und Interviews, bot!

Under The Vulcano

Im aktuellen MOJO schildert der französische Filmemacher Adrian Maben seine persönliche Sicht auf die Entstehung des Filmes. Maben hatte 1970 die Idee, einen Konzertfilm ohne Publikum zu machen. Er wollte eine Art Anti-Woodstock Film drehen.

Im Sommer 1971 war er mit seiner Freundin auf Urlaub in Pompeji. Beim wandern durch die Ruinenstadt, am Fuße des Vesuvs, und beim Sandwich essen im Amphitheater, wurde ihm klar wo er diesen Film drehen wollte. Zurück im Hotel, schrieb er einen Brief an Pink Floyd Manager Steve O´Rourke. Darin erklärte er, weshalb Pompeji der ideale Ort für einen Pink Floyd Konzertfilm wäre, bei dem man neben den Musikern, nur die Kameraleute und deren Assistenten, aber kein Publikum sehen würde. Pink Floyd sagten zu!

Die Aufnahmen in Pompeji wurden vom 4. bis 7. Oktober 1971 anberaumt. Es gab viele Probleme. Am Tag eins des Filmdrehs gab es keinen Strom. Nach wenigen Minuten brach immer alles zusammen und so ging es auch am Tag zwei weiter. Weil man deshalb im Amphitheater nichts filmen konnte wurde beschlossen, die Aufnahmen der Floyds, die sie bei den heißen Quellen und beim wandern im Gelände zeigen, zu machen. Als sie danach wieder zurückkehrten, gab es Strom in der Arena, man hatte von der Kathedrale in Pompeji bis zum Amphitheater ein langes Stromkabel gelegt.

Als Maben endlich zu filmen beginnen wollte, kam Steve O´Rourke mit einer Demo-Vinyl-Version von „Meddle“ zu ihm, das Album war noch nicht veröffentlicht. Maben hörte dabei zum ersten Mal „Echoes“! “ Das ist es, was wir machen wollen“, sagte O´Rourke. Woraufhin Maben meinte, dass sein ganzes Timing, seine Planung auf die früheren Songs ausgerichtet sei. Nach längeren Diskussionen einigte man sich darauf, dass „Echoes“ zuerst gefilmt wird.

Gefilmt wurde auf 35mm Film und der Ton mit einem 8-Kanal-Mischpult aufgenommen. Nach jeder Aufnahme, hörten sich die Floyds alles genau an und bei Mängel spielten sie den Song gleich noch einmal. Maben wurde klar, dass ihm bei dieser Arbeitsweise der sehr teure 35mm Film noch vor dem geplanten Ende ausgehen würde.

Er machte deshalb den Vorschlag, die Lücken des Films, mit Material eines zweiten Drehs, im Studio de Boulogne in Paris, zu füllen. Dort wurden schließlich zusätzlich drei Songs, Careful With That Axe Eugene, Set The Controls For The Heart Of The Sun und Mademoiselle Nobs (eine überarbeitete Version von Seamus), in einer, so Maben, überraschend angenehmen Atmosphäre gefilmt.

Während des Aufenthalts in Paris besuchten Pink Floyd auch das Europa-Sonor Wagram Studio, um dort, dass bisher aufgenommene Material zu sichten und um Austern zu essen. Maben nahm sich eine 16mm Kamera, genügend Film und einen Kameramann dorthin mit. Das Gelächter, die scharfzüngigen Bemerkungen und die Witze über Austern, belegen sehr schön wie die Pink Floyd Ende 1971 drauf waren.

Ein Jahr später bat Maben Roger Waters um einen dritten Filmdreh. Waters: „Ich werde darüber nachdenken. Ich muss aber auch die anderen fragen.“ Zwei Monate später rief er an und sagte: „Komm rüber in die Abbey Road, nächste Woche. Aber nur eine Kamera und keine Störung bei den Aufnahmen.“ Es stellte sich heraus, dass Maben dabei Zeuge der „Dark Side Of The Moon“ Aufnahmen wurde.

Eine Vorschau des Films wurde beim Edinburgh Film Festival im Sommer 1972 gezeigt. Ein Jahr später kam er regulär in die Kinos.

The Director´s Cut

Pink Floyd – Live at Pompeii DVD (2003)

Am 14. August 2003 wurde Live at Pompeii auf DVD veröffentlicht. Darauf gibt es den Original Film und eine Directors Cut Version zu sehen! Das Beste an letzterem sind die 16mm „Austern“ Aufnahmen, welche völlig unbekannt waren und die Floyds von einer ganz anderen Seite zeigten. Wobei da fällt mir ein, dass sie auch in der Abbey Road Kantine ihren Spaß haben!

Weniger gelungen die von Maben verwendeten Animationen im Directors Cut. Die wirken älter als der Film selbst. Außerdem gibt es noch ein Interview mit Adrian Maben, Pompeii map and history, Lyrics, Photo gallery, Album graphics und Odds ’n‘ Sods.

Abschließend, was bin ich froh, dass es diesen Film gibt! Man stelle sich vor dieses Projekt wäre nicht realisiert worden. Wir müssten uns mit einigen Cuts & Pieces und 8mm Filmen zufrieden geben! Wir warten ja immer noch darauf, dass die Floyds eines schönen Tages, Mason arbeitet daran – Vorbild ist Led Zeppelin, eine DVD/Blu-ray von dem in den vergangenen Jahren zusammen gesammelte Filmmaterial zu veröffentlichen!

Sind jetzt bei euch auch Erinnerungen aufgekommen, vielleicht als ihr den Film zum ersten Mal gesehen habt! Euch die VHS oder DVD gekauft habt? Was denkt ihr über Pink Floyd Live at Pompeii?

19 Antworten

  1. Ina Ina sagt:

    Wir haben während eines Urlaubes Pompeii besichtigt, es war brütend heiß. Wir genossen die Atmosphäre der Ruinen trotzdem sehr. Kurz danach kauften wir Pink Floyd „Live at Pompeii“ und waren begeistert. Dort in diesem historischen Ambiente spielten unsere „Helden“, wenn auch Jahrzehnte bevor wir dort waren. Diese DVD sahen wir schon sehr oft und hoffen immer noch, dass irgendwann eine blu ray rauskommt. Echoes, Set the Controls und Carefull gefallen uns besonders gut, Seamus eher weniger. Die Aufnahmen in der Kantine der Abbey Road Studios gefallen mir persönlich am Besten, PF einmal fast privat beim Teetrinken und Kuchen ohne Kruste essen, einfach stark.
    Gerne würde ich mehr von diesem altem Filmmaterial sehen, Nick Mason beeil dich mit dem Sichten!
    Ina

  2. scarecrow sagt:

    Ach gottchen der Musikexpress. Quasi die Bild unter den Musikzeitschriften. Gibt’s das Blatt überhaupt noch? Die haben damals auch eine ganze Ausgabe die Smashing Pumpkins verrissen… Die Zeitschrift boykottiere ich seit dem 🙂

    Live at Pompeii ist wohl in der Ästhetik der Bilder unerreicht. Für mich einer der größten (nicht ganz) Live Filme aller Zeiten… Von der, selbst vor dem Fernseher fühlbaren, Atmosphäre will ich gar nicht erst anfangen…

  3. hansichen sagt:

    Jetzt möchte ich hier mal den aktuellen Musikexpress verteidigen, alle großen Musikzeitschriften (Rolling Stone, Metal Hammer und Musikexpress) werden vom Axel Springer Verlag veröffentlicht, demnach müssten ja alle großen Musikzeitungen „scheiße“ sein.
    Den Musikexpress als Bild-Zeitung der Musikpresse zu bezeichnen ist ja wohl einfach nur ein Schwachsinn, die Bildzeitung versuch möglichst massentauglich zu sein, und dass ist ja wohl der Rolling Stone, der jedes Jahr einmal über die Stones, Bob Dylan und die Beatles eine Ausgabe hat, der Musikexpress setzt seinen Themenschwerpunkt jedoch bei kleineren und unbekannteren Bands.

    Ich möchte aber nochmal betonen, dass diese Einschätzung nur auf den aktuellen Musikexpress zutrifft, den „alten“ kenne ich nicht und kann daher nichts dazu beitragen. Ich bin jedoch bekennender Musikexpress-Abonement, den Rolling Stone wollte ich nach einer Ausgabe nicht mehr lesen…

    Davon abgesehen, dürfen Geschmäcker nicht verschieden sein???
    Hier gibt es genügend Leute die z.B. die Zeit ohne Roger Waters musikalisch nicht gut finden, wenn so jemand eine Rezension über Division Bell geschrieben hätte, wäre sie auch dem entsprechend ausgefallen, jedoch gibt es hier trotzdem noch „genügend“ Leute die Division Bell lieben. Die Meinung einer Person ist halt immer subjektiv, was man auch akzeptieren sollte…

  4. Christian sagt:

    Oh ja, dürfte so 1976 gewesen sein.
    “Heimkino” im Internat (Schule Schloss Stein).
    Schon damals mehr als faszinierend.
    Gruß

  5. Joachim sagt:

    Nimmt den Musikexpress heute wirklich noch jemand ernst ? Ich habe mir dieses Blatt auch schon vor Jahren abgewöhnt.Was die als „gute Musik“ und „künstlerisch wertfoll“ betrachten lässt mich doch stark an dieser Zeitschrift zweifeln.

    LIVE AT POMPEJI habe auch damals erstmalig auf vhs gesehen und war restlos begeistert,Zeigte es doch die frühen PINK FLOYD wie man sie noch nie gesehen hatte.Allein schon die Idee in einem antiken Theater ohne Publikum zu spielen fand ich einfach nur genial.Später war dann die Dvd natürlich ein Muss.Noch heute schaue ich mir dieses Werk gerne an und bin jedesmal wieder begeistert,zeigt es doch Pink Floyd wie ich sie liebe,magisch,mystisch und einfach nur schön.

  6. Chris Wells sagt:

    Ich habe beide… altes VHS und DVD. Höffenlich in der Zukunft ein remasted bluray wurde bekommen.

  7. Felix Untersteiner Felix Untersteiner sagt:

    ich hoffe auf die fehlenden songs, da war doch was mit atom heart mother und co oder 😉 die liegen sicher irgendwo in vergessenheit herum 🙁

    würde sich für eine BD sehr anbieten

  8. Thomas Huber sagt:

    Ach ja, der “Musikexpress” …

    Als ich noch in Hamburg gewohnt hab , hab ich mich öfter in der Zentralbibliothek hingesetzt und die alten “Sounds” – Ausgaben aus den 70igern und 80igern verschlungen…irgendwie war das Magazin damals noch besser 🙂

    Was deren Verriss des “Live at Pompeji” betrifft, kann ich mich dem obigen Verfasser nur anschliessen, der Film hat Massstaebe gesetzt und alleine die Tatsache, dass niemand mehr seitdem auch nur im Ansatz versucht hat, derartiges zu unternehmen, zeigt einmal mehr, wie weit die Gruppe schon damals ihrer Zeit voraus war. Was meint der “ME” denn, welcher Film besser wäre ? Etwa das Rumgehopse der Dire Straits für “Alchemy Live” ?

    Die erweiterte Fassung mit den Gesprächen macht den Film erst recht sehenswert, manchmal guck’ ich mir auch nur ein oder zwei Kurzgespräche an. Einige Aussagen – mit entsprechendem Gesichtsausdruck – sind einfach witzige Unterhaltung und zeigen auch, wie gut die Stimmung unter unseren “Fantastischen Vier” damals war…

  9. Oliver sagt:

    Komischerweise kann ich mich an Werners Boykottaufruf besser erinnern als an mein erstes Mal Pompeii. Beides dürfte ungefähr zur gleichen Zeit gewesen sein. Ich habe mir damals sowohl das VHS geliehen als auch einen uralten Videorekorder. Den Soundtrack habe ich dann auf Kassette überspielt. Das ging schon wireless, indem man einen tragbaren Rekorder möglichst nah an den Lautsprecher des Fernsehers stellte. Das habe ich sogar ziemlich häufig gehört, nachdem ich VHS und Videorekorder ja wieder abgeben musste. Irgendwann bekam ich das Konzert dann durch Zufall auf CD. Das war das spannende an den kleinen Bootleg-Versänden damals: Man bestellte etwas und wenn es ausverkauft war (was bei PF-Sachen sehr häufig vorkam), bekam man einfach irgendwas anderes zugeschickt, was der Bestellung möglichst nahe kam. So kam ich u.a. an „Live in Pompeij“.
    Natürlich folgte bald die VHS-Kassette und ein passender Videorekorder, später die Video-CD. Von der DVD war ich ziemlich enttäuscht, keine Surround-Spur und diese nachträglich reingefrickelten Space-Szenen. Es ist doch ehrlicher die Kunst so zu belassen, wie sie entstanden ist;-)

  10. Henning sagt:

    Ich glaube, ich habe Pompeii auch zuerst auf einem aus der Stadtbibliothek ausgeliehenen VHS-Band gesehen. In der 60 Minuten Version. Bin mir aber nicht sicher, ob ich eine Kopie wie Oliver gemacht habe, obwohl die in seinem Post beschriebene „Wireless“-Technologie auch bei uns zu Hause zum Einsatz kam. Die Aufnahmen von Echoes, Careful und Saucerful gehören zum Besten was PF je veröffentlicht haben. Finde auch toll, dass man auch Nicks und Rogers musikalische Beiträge zum PF-Live-Sound der frühen 70er hier hier richtig gut zu hören und zu sehen sind. Und man sieht, dass Floyd diese unglaublichen Klänge auch schon damals mit überschauberen Mitteln produziert haben.
    Dass beste an der DVD ist, das der Original Film (allerdings auch nur die 60 Minuten Version) enthalten ist. Die verschlimm-besserte Version mit dem albernen David>David-Morphing, Animationen und Weltraumbildern ist ja nicht zu ertragen. Ganz zu schweigen vom beschnittenen Bildfomat. Kann man alles in der ATM / Meddle Immersion bzw DVD Anthology korrigieren: Alten Film restaurieren, 5.1.-Mix dazu, KQED, Kralingen und San Tropez dazu, fertig ist die Laube. Und dann mal die Reviews abwarten.

    • Joachim sagt:

      …..das wäre mal ne Box,die würde sogar ich mir zulegen.

    • Arne Arne sagt:

      Nana, wireless!!!! Ich glaube es nicht! Unser erster VHS Recorder war extra-teuer, denn es musste ja einer mit „HIFI“ Funktion sein, der einen Scart-Anschluss hatte, der mit der Stereoanlage verbunden war… übrigens gab es lange vor dem ersten VHS-Recorder bei uns im Haus schon einen VHS-Kassette: The Wall… sicherheitshalber mal gekauft, falls mal ein VHS Recorder ins Haus kommt 😉

  11. Sunny sagt:

    Wenn das eine Anspielung auf Venedig sein soll: Pompeji war auch vor dem Konzert schon ruiniert.
    🙂

  12. Ozeloth sagt:

    „Pink Floyd Live At Pompeii“ ist großartig !

    Gruß Martin.

  13. Michael Holtermann sagt:

    Live At Pompeii habe ich das erste mal in den siebzigern im Kino gesehen.
    Ist echt gut rüber gekopmmen.

  14. Timo H. sagt:

    Ich halte die 60min.-Version für die Quintessenz des ganzen Spektakels… ehrlich: wer nur ansatzweise Interesse an Musik hat und die Ruhe besitzt, sich mal ´ne Stunde auf etwas nicht allzu gewöhnliches einzulassen, wird bestens belohnt. Die Stunde Musik, die mit Echoes beginnt und wieder schließt, einen hineinzieht in eine Welt voller Ideen und nicht zu hektischen Bildern, ist das was der heutigen Musikwelt manchmal fehlt – ohne dabei zu vergessen, dass es ähnliche Projekte natürlich immer noch gibt, aber (wie ich manchmal den Eindruck habe) immer weniger Leute, die sich noch drauf einlassen mögen. Beispiel: Stoner Rock – tolle Musik, interessante Macher, viele (aktuelle) Bands. Doch irgendwie immer dasselbe – alles dreht sich im Kreis, relgelmäßige Club- oder Festivalauftritte, alle zwei-drei Jahre ´ne neue Platte, die wie die vorherige klingt – und das dann immer so weiter. Im Vergleich zu der Zeit ´67-´73 ist das nicht viel – scheinbar möchte man heute lieber im einmal eingetretenen Pfad bleiben, wenngleich es natürlich heutzutage schwieriger ist, noch was wirklich neues zu machen… und genau DAS ist auch der Grund, warum man LIVE AT POMPEII nicht wiederholen oder besser machen kann – es war perfekt, genau so wie es damals gemacht wurde… eine BluRay und wie ich finde auch die DirectorsCut-Version können/konnten daran nix ändern – abgesehen von den Interview-Auschnitten (und DARK-SIDE-Einblicken), die ich lieber nur als „Bonus“ gesehen hätte, kann der Film so nicht gewinnen. Dann schon lieber die VHS auf ´nem alten Röhrengerät und ´ner Früh-70er-Stereoanlage mit billigen Boxen – denn hier geht´s nicht unbedingt um Soundqualität (wie ich finde)… Ganz liebe Grüße, t.

  15. Double Bubble sagt:

    1974 mixten sie auch eine 4.0-Surround-Fassung für Kinos.
    Die Kanalverteilung war:

    Front Left, Front Right
    Rear Left, Rear Right

    Da die meisten Kinos aber nur Wiedergabemöglichkeit für

    Front Left, Center, Front Right,
    Rear,

    hatten, lief diese Fassung nur in je einem Kino in New York und Los Angeles.

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