Massive Attack 20.2.2016 Wien Gasometer

Massive Attack 20.2.2016 Wien

Roger Waters ist nicht der einzige, der seine Konzerte für zur Verbreitung politischer Botschaften nutzt. Massive Attack stehen ihm da um nichts nach. Davon durfte ich mich vergangenen Samstag bei ihrem Konzert im Gasometer in Wien überzeugen. Ein wesentlicher Unterschied zu Waters war, dass Massive Attack uns zum Teil sogar mit tagesaktuellen Nachrichten der internationalen und lokalen Press aus Österreich versorgten! Zu 99% handelten die News von der Flüchtlingskrise und dem agieren der politischen Eliten. Diese Meldung durfte nicht fehlen: Niederösterreicher wurde Hakenkreuz in die Stirn geritzt.. Ich war einigermaßen überrascht von der Art und Weise wie Massive Attack ihren Auftritt gestalteten.

Ob der gemeine Massive Attack Fan über so viel Information glücklich ist, das kann ich nicht beurteilen. Ich sprach nachdem Konzert mit einem Slowaken und einem Berliner, beide vertraten unterschiedliche Standpunkte. Erinnerte mich an Diskussionen über Texte und Musik. Wobei die Band selbst keine Botschaften von sich gaben, sie ließen die Bilder und Daten für sich selber sprechen. Jemanden der mit Waters aufgewachsen ist hat damit ohnehin kein Problem. Mir hat es auf alle Fälle sehr gut gefallen! Hier ein Pressebericht vom Konzert: Kultband im Gasometer: Massive Attack bedienten alle Sinne.

Besonders erfreut hat mich das David Gilmour Poster mit der Konzertankündigung für die Schönbrunn Shows in Wien, das mich am Eingang des Gasometers freundlich begrüßte!

5 Antworten

  1. GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

    Oh, stark, hochinteressant! Massive Attack würde ich auch wahnsinnig gerne mal live erleben. Haben sie außer „Inertia Creeps“ und “Angel” noch was anderes von „Mezzanine“ gespielt (das Album gehört zweifelsfrei zu meinem Top-10 Scheiben für die einsame Insel)? Das die Band so politisch aktuell agiert ohne den Zeigefinger zu erheben, finde ich bemerkenswert. LG

  2. Jörg Spangenberg sagt:

    Hallo Werner,

    Endlich ist der spannende Pink Floyd – Massive Attack-Link gemacht!

    Ich bin seit ihrem Debüt-Album „Blue Lines“ (1991) Fan, habe alle ihre Touren mindestens 1x gesehen, und mich 2x (u.a. in São Paulo) mit den Herren 3D und DaddyG Backstage unterhalten. Musikalisch finde ich die Bands schwer zu vergleichen, aber es gibt viele interessante Parallelen, wie Themen (die auch Waters am Herzen liegen), „Samples“, Atmosphären und: Massive Attack sind in jedem Falle auch sehr British!

    Irgendwie haben sie auch in den 1990er bis heute das (weiter-)gemacht und aktualisiert, was Floyd in den späten 60ern begonnen hatten.

    Zum Beispiel der Artikel mit dem Titel „Obscured by Clouds“ (MOJO 1998) zeigt eine Menge Links zwischen den beiden Bands deutlich auf, dort wird u.a. von einem Massive-Attack-Besuch in Grantchester Meadows berichtet sowie von der Bedeutung von „Dark Side of the Moon“ für die Band. Siehe http://www.red-lines.co.uk/reading/mojo.htm

    Den LED-Screen als Backdrop und die gewollte Informationsflut nutzen Massive Attack seit Ihrer eindrucksvollen „100th Window“ Tour (2003), Überfluss an Information wird dabei oft und gern als künstlerisches Mittel – ähnlich wie in Teilen von The Wall – (z.B. the Trial) eingesetzt.

    Irgendeine Zusammenarbeit (wie z.B. „Metalic Spheres“ von und mit The Orb) kann man sich zwar wünschen, scheint aber nicht sehr realistisch…

    Danke,
    Gruss,
    Jörg

    • GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

      Hi Jörg, sehr gut! Da sollte Dir bestimmt die englische Band ARCHIVE gefallen, hör da mal unbedingt rein, falls noch nicht geschehen, im speziellen die Alben „You All Look The Same To Me“, „Noise“ und/oder „Lights“ – da ist sie, die musikalische Symbiose von Trip-Hop, Drum&Bass und Pink Floyd – wie ich finde. Die Band ist magisch und habe ich schon sechs Mal seit 2005 gesehen, bin ich quasi Fan, Cheers 😉

  3. Tom sagt:

    Jörg, klingt gut und sehe ich auch so. sie waren eben schon immer eine politische band. ich habe sie seit 1998 in meiner Heimatstadt kein einziges mal verpasst und das waren einige Konzerte. schön, dass Tricky am 2. Abend ( 18.2.) mit dabei dabei war und „Take It There“ gesungen hat. er wohnt ja inzwischen auch dort, wo es lebenswert ist;-) ich hätte natürlich das ein oder andere zu „bemängeln“ aber das ist eben so, wenn man die band seit 20 Jahren verfolgt. Viel von Mezzanine ( Angel, Risingson, Inertia, Teardrop) und gefühlt Big Daddy Grant seit 20 jahren immer das gleiche bühnenoutfit:-) Gute Gigs in 2016! Tom
    @Werner, schön, dass es dir auch gefallen hat.

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