Guy Pratt, der „Inglorious Bassterd“ tritt in Basel auf!

Das würde ich auch gerne einmal sehen, wenn Guy Pratt als Comedian auftritt! Unser Schweizer Freunde haben dazu am 30. Oktober Gelegenheit, dann nämlich wird Pratt im Theater Tabourettli in Basel auftreten. Die Basler Zeitung brachte gestern ein Interview mit Pratt!

Woher stammt das Material für Ihre neue Comedy-Show «Inglorious Bassterd», wenn Sie nicht mehr so oft im Studio oder auf der Bühne stehen?
Guy Pratt: Nun gut, auf meine Greatest-Hits mit Michael Jackson, Bryan Ferry oder Madonna kann ich auch heute nicht verzichten. Auf der letzten Tournee mit David Gilmour sind auch einige lustige Sachen passiert, die ich in meinem aktuellen Programm verarbeite. Ich will damit nicht sagen, dass unterwegs viel schiefgelaufen ist. Im Gegenteil: Ich habe David selten so glücklich erlebt wie auf dieser Tournee. Wir hatten aber doch einige amüsante Begegnungen, beispielsweise mit der Familie Trump. Ich will an dieser Stelle aber nicht zu viel darüber verraten.

Sie spielen schon seit 1987 für David Gilmour und Pink Floyd. Wie Sind Sie zu diesem Dauerengagement gekommen?
Guy Pratt: Der amerikanische Studiobassist Tony Levin hatte auf ihrem damals aktuellen Album «A Momentary Lapse Of Reason» gespielt. Für die begleitende Tournee stand Tony aber nicht zur Verfügung, weil er mit Peter Gabriel unterwegs war. So kam ich auf Bryan Ferrys Empfehlung ins Spiel. Die grosse Ironie ist, dass ich gerne Tonys Stammplatz bei Peter Gabriel hätte. Gabriel ist einer meiner Lieblingsmusiker, mit dem ich leider noch nie gespielt habe.

Gehört man sozusagen zur Familie, wenn man schon so lange mit einem Musiker wie David Gilmour zusammenspielt? Oder ist man trotz allem doch nur Angestellter?
Guy Pratt: David hat für mich tatsächlich die Rolle einer Vaterfigur. Wobei er mir in seiner ganzen nonchalanten Art noch nie ein Kompliment zu meinem Bassspiel gemacht hat. Dass er es goutiert, weiss ich nur, weil er mich immer wieder auf Tournee mitnimmt.

Wie einfach ist es für Sie als Virtuose, sich an die recht simplen Bassparts von Pink Floyd zu halten?
Guy Pratt: Bei meiner ersten Tournee mit Pink Floyd habe ich die alten Arrangements mit meinem Bassspiel regelrecht zugemüllt, heute gefällt es mir, so reduziert wie möglich zu spielen. Das hat sicher etwas mit meinem Alter zu tun: Ich muss mich mit 55 Jahren nicht mehr als Musiker beweisen.

Das komplette Interview findet ihr auf der Webseite der Basler Zeitung unter folgenden Link: Guy Pratt: Ich bin ein Meister im Nichtstun.

Guy Pratt – Inglorious Bassterd in Basel
30. Oktober 2017, 20h
Theater Fauteuil, Tabourettli & Kaisersaal, Basel
Tickets: Chf 59.00

Ich bedanke mich bei Sven und Pascal für ihre Hinweise!

2 Antworten

  1. GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

    Das würde ich auch gern sehen! Bitte jemand hingehen und berichten!!!
    „…meinem Bassspiel regelrecht zugemüllt,…“ sehr gut, dass Guy das hier mal voller Selbsterkenntnis zugibt 😉 Mich – selber schon damals kleiner Einsteiger-Bassist – hatte damals sein ausgeflipptes Spiel zu den Floyd-Songs ungemein gestört! Bestimmt war ich aber auch neidisch, denn er wechselte ja bei fast jedem Song zwischen sündteuren Luxus-Bässen (Fender, Spector, Status). Heute gefällt es mir aber komischerweise, wie er bei der DELICATE-Tour den Slap-Bass bei ANOTHER BRICK machte! Unvergesslich, wie ich ihn in Breslau im Hotel getroffen habe, leider hatte er da nicht lange Zeit gehabt, sich mit mir zu unterhalten, aber ich kann sagen, er ist sehr humorvoll und eine coole Socke!!!

  2. Urs sagt:

    Ich war gestern da.
    War super.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.