Pink Floyd haben Sinn für Humor nicht verloren

Am 18. November sendete der englische Radiosender Planet Rock ein 60minütiges „The Endless River“ Spezial. Der Moderator Darren Redick besuchte David Gilmour auf der Astoria, zwischen den „Songs“ gab es das Interview zu hören. Gilmour präsentierte sich sehr locker und freundlich. Am Ende des Interviews fragte Redick vorsichtig und mit allem Respekt, ob es sich bei dem Titel „On Noodle Street“ um einen Spaß handelt! „Yeah, lasst uns nicht den Humor verlieren“, war Gilmour´s Antwort darauf. Ein paar Fragen und Antworten des Interviews habe ich übersetzt.

Darren Redick: Warum jetzt das neue Pink Floyd Album?

David Gilmour: Es gab ein paar gute Gründe dafür. Einer davon waren unsere Fans, die seit Jahren nach dieser Musik-Zusammenstellung fragten, die unser Ingenieur Andy Jackson vor vielen Jahren zusammenstellte und die ein Teil der Pink Floyd-Legende war. Ich bin nicht mehr so streng, wenn es darum geht was veröffentlicht werden kann und was nicht und in welchem Qualitätszustand es zu sein hat. Der andere und wichtigere Grund war der, dass mit Rick´s Tod, wir alles worauf er noch gespielt hatte suchten und den Fans geben wollten.

Wie viel Material wurde hinzugefügt?

David Gilmour: Wie es erforderlich war. Es gab einen Moment, als ich es so lassen wollte wie es war und gar nichts hinzufügen wollte. Aber das wäre nicht der Weg gewesen, denn wir damals gegangen wären. Also machte ich Änderungen bei allem wo ich es für notwendig erachtete. Bei einigen Tracks wurde nichts gemacht. Viele der Aufnahmen von damals sind auf Stereo-DAT. Bei vielen Aufnahmen spielte nur ich mit Rick und wir haben Schlagzeug und Bass und anderes hinzugefügt. Wir haben es so getan, so wie wir es damals auch gemacht hätten.

Auf dem Album sind viele Momente bei denen ich an Tracks wie z.B. Welcome To The Machine, Time, Run Like Hell und One Of These Days denken musste.

David Gilmour: Ich muss gestehen, dass das etwas ist das ich> nicht entdeckt habe.

Entschuldige, das war dumm von mir.

David Gilmour: Nein, nein, nein. Wahrscheinlich haben Sie mehr Realitätssinn als ich. Wir haben nicht bewusst auf irgendetwas in unserer Vergangenheit hingewiesen. Aber wie Sie wissen, diese Aufnahmen entstanden bei Jam-Sessions. Nicht alle, aber ein ganzes Stück davon. Wir waren im Januar 1993 zwei Wochen in Nick´s Britannia Row Studio, um sich wieder kennenzulernen, wir waren eine Zeit in Olympic Studios, ich kann mich nicht mehr erinnern wie lange wir dort waren, dass meiste haben wir hier auf der Astoria eingespielt. Man kann seine eigenen Wurzeln natürlich nicht verleugnen. Bei dem Track „Allons-Y“ sehe ich natürlich die Verbindung zu „Run Like Hell“. Aber, hey, was soll ich sagen.

Es gibt einen Song mit dem Titel „On Noodle Street“. Das ist ein Witz, oder?

David Gilmour: Ja. Lasst uns unseren Sinn für Humor nicht verlieren.

Ich dachte, wenn ich diese Frage stelle werden Sie entweder lachen oder aus dem Zimmer gehen.

David Gilmour: Das war das eine Musikstück, das in Olmpic Studio aufgenommen wurde. Ich glaube, als es aufgenommen wurde liefen die Tonbandmaschinen nicht. Ich glaube, es war nur ein Mikrofon, das in Mono aufnahm. Guy’s Bass war ein bisschen zu laut. Aber mit den wundern der modernen Technik, ist es uns gelungen, das wunderbare dahin-„noodling“ des Tracks wiederzugeben. Ich denke, dass es einen echt guten Groove hat.

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