Steven Wilson tourt 2018 mit neuem Album „To the Bone“!

Steven Wilson 23.4.2016 Linz Posthof
Steven Wilson 23.4.2016 Linz Posthof

Steven Wilson feierte mit seinem neuen Album „To The Bone“ den bisher größten Erfolg seiner Karriere. Der Prog-Rocker führte erstmals die UK-Album Charts an! Ich erinnere mich an seine Anfangsjahre. 1993 hörte ich Porcupine Tree zum ersten Mal. Mir gefielen die deutlich hörbaren Pink Floyd Referenzen in seiner Musik. Etwas das Wilson zunehmend störte. Welcher Musiker will schon tagein tagaus auf die Mega-Band Pink Floyd angesprochen werden. Jahr für Jahr wurden Porcupine Tree erfolgreicher. Mittlerweile schafft Wilson es unter seinen eigenen Namen, Porcupine Tree hat er bis auf weiteres auf dem Abstellgleis geparkt, die Royal Albert Hall zweimal hintereinander zu füllen.

Pink Floyd konnte er jedoch nicht ganz abschütteln. Denn er hat jetzt sogar die Aufmerksamkeit von David Gilmour höchstpersönlich, der vergangenes Jahr bei zwei Wilson Konzerten auftauchte, auf sich gezogen! Dem nicht genug lud Mister Black-Strat Wilson, samt einer Band, der auch Dave Kilminster angehörte, vergangenes Jahr zu seinem zweiten Konzert nach Verona ein!

Nächstes Jahr ist Wilson wieder auf ausgedehnte Tour. In einem aktuellen Interview bestätigt er das Fehlen von Gitarrist Dave Kilminster, der 2018 mit einem gewissen Roger Waters durch die Welt tourt!

What can people expect from your 2018 tour?

STEVEN WILSON: t’s going to be spectacular. I’m investing a lot more, not just in terms of money, but in terms of thought and time. I’m preparing something even more visually immersive than before. Previous shows have been visually immersive, but this show is going to take that to another level. A lot of the themes of the album will be explored through new films and visuals.

Steven Wilson - To Be Bone

Mit neuem Album auf Tour!

A lot of the show will be based around To the Bone, but I’ll also be delving into my back catalog again to pick out some gems from the past that I haven’t done with my solo band before.

The band lineup will be mostly the same as the previous tour, with Nick Beggs, Craig Blundell and Adam Holzman. We have a new guitarist, Alex Hutchings, because Dave Kilminster, who did the last tour, is out with Roger Waters next year. Ninet Tayeb will also be touring with me. She has her own touring commitments, but will perform at as many shows as possible.

Wilson äußerte sich in einem n-tv Interview über Politik in der Musik.

Gibt es zu wenig Politik im Popsong?

STEVEN WILSON: Ich denke, das ändert sich gerade wieder. Je schlechter die Zeiten, umso mehr ist da der Wunsch, die Stimme zu erheben. Musik war immer am stärksten, wenn sie auf den Zustand der Welt reagierte. Denk’ an Folkmusik, an Protestsongs, an Punkrock. Das kommt wieder. Man muss sich nur mal die neue Platte von Roger Waters anhören oder Depeche Mode, auch jüngere Bands entdecken das wieder. Wenn es einen Hoffnungsschimmer in dieser ganzen Scheiße gibt, auf die die Welt zu driftet, dann die Tatsache, dass Musik zum Widerstand und Protest beiträgt.

Ich sehe mir Wilson’s Konzert im Februar 2018 in Wien an! Geht noch wer hier auf eines seiner Konzerte? In Deutschland wird er sechs Konzerte spielen.Hat jemand sein neues Album gehört? Any big Wilson Fan around here?

Ich danke Jan Schäfer für den Hinweis!

19 Antworten

  1. Hans-Jürgen sagt:

    Ich werde am 12. Februar in der Alten Oper in Frankfurt sein (tolle Location!). Die Karten habe ich schon seit Mai.

    Wilson live ist ein Erlebnis! Sein Backkatalog ist ja auch unglaublich und er kann da wirklich auf Songperlen zurückgreifen. Sein neues Album: Naja, ich bin etwas über die (teilweise deutliche) Ausrichtung auf den massenkompatiblen Pop enttäuscht. Das hat er nicht nötig. Aber jedes neue Album ist wieder eine Überraschung und man weiß nie, was man von ihm bekommt – er ist also progressiv im klassischen Sinne! Er will wohl endlich richtig Erfolg im Mainstream haben, das ist ja auch OK. Meine Sache ist das dann nicht mehr so richtig. Deshalb hoffe ich auf eine Setlist mit vielen alten Sachen. Hochkarätige Musiker hat er schon immer um sich geschart …

    Wird bestimmt ein tolles Konzert im Februar!

  2. manni.m sagt:

    Das stimmt doch so gar nicht….auf dem neuen Album sind Original 2 eher Pop orientierte Nummern (und die sind auch gut…Nowhere Now sogar sehr gut).
    Der Rest ist so gut wie die 2 Alben davor….ganz großes Kino also.

  3. Michael sagt:

    Ich werde ihn am 13.02. zum ersten Mal live sehen, in Ravensburg. Ich verfolge seine Karriere seit einigen Jahren. Das neue Album ist wieder klasse geworden. Ich finde es allerdings weniger sperrig als den Raben. Ein begnadeter Musiker und kreativer Kopf!

  4. Thorsten sagt:

    Bin ebenfalls am 12.02. in Frankfurt dabei – wird bestimmt wieder genial !

  5. Oskar Oskar sagt:

    Ich werde ihn mir am 18. Februar in Mailand im Teatro degli Arcimboldi ansehen. Dort hatte ich 2006 auch David Gilmour gesehen.

  6. Oliver sagt:

    „Mir gefielen die deutlich hörbaren Pink Floyd Referenzen in seiner Musik. Etwas das Wilson zunehmend störte.“

    „Alles, was ich tue, ist in von Pink Floyd inspiriert,“ sagte er aktuell in einem Interview, das u.a. am 15.08. in der Berliner Zeitung erschien. Hörte sich nicht so an, als würde ihn das stören!

  7. Swissdan sagt:

    Bin am 7.2.18 in Zürich in der Halle 622 dabei. Freu mich vor allem auch auf die Visuals die er verspricht.
    Auch mir sind die älteren Sachen lieber aber auf der neuen Scheibe hat es doch auch textlich ein paar ganz interessante Sachen. Er hat doch etwas zu sagen….. das scheint er von RW doch ein wenig übernommen zu haben.

  8. 4D / Jörg sagt:

    Ja, definitiv! Auch ich habe Steven Wilson 2016 in São Paulo gesehen und fand das 3h Konzert vor begeisterten brasilianischen Fans auch unglaublich. Ich denke, er repräsentiert das, was was am nächsten dran ist, an Pink Floyd heute (vor allem auch bzgl. Visuals), und doch ist er völlig eigenständig. Auch hat Wilson den gesamten King Crimson Back-Katalog remastert, auch ein Zeichen dafür, dass die alte Avant Garde ihm vertraut

  9. Mirko sagt:

    06.03.2018: Essen 🙂
    SW ist ein absolut technisches Musik-Genie: kaum ein Musiker ist vielfältiger und in seiner Arbeit so perfekt.
    „Alles, was ich tue, ist in von Pink Floyd inspiriert.“
    Quelle: Steven Wilson im Interview „Ich glaube nicht, dass es die eine Wahrheit gibt“
    Das Interview in der Berliner Zeitung ist für jeden Musik- und Pink-Floyd-Interessierten höchst lesenswert.
    VG M

    • Werner Werner sagt:

      Sehr ehrlich, der Herr Wilson! Kannte ich noch nicht die Aussage! Ich warte ja noch auf seine Einladung an David Gilmour! Aber das wäre dann zu viel des guten!

  10. FeelX sagt:

    Oh ja Werner, BIG Wilson/PT/Blackfield-Fan! habe PT damals `99 in einem kleinen Club in der Schweiz gesehen und seither konstankt alles verfolgt! für mich einer der Grössten zeitgenössischen Musiker/Komponisten/Produzenten! Das neue Album gefällt mir einmal mehr sehr gut – ich bin ja auch ein Pop-Fan (v.a. Gabriel/Bush/Tears for fears ums in Wilson`s Universum zu halten:-) Obwohl ich „To the bone“ nicht wirklich eine Abkehr von seinem bisherigen Schaffen finde abgesehen von den viel einfacheren rhythmischen Strukture. Absolut essenziell auch jeweils seine Live-Shows! ich werde mindestens mal in Zürich sein 2018!

  11. chrishb sagt:

    Also ich entdecke Wilson gerade – aufgrund dieses Artikels. Bin bislang begeistert und verblüfft:Nick Beggs gehört zu seiner Tourband. Als alter Kajagoogoo-Fan aus den frühen 80ern – damals hatte ich von Pink Floyd noch nichts gehört – ist mir sein Bassspiel noch im Ohr. Danke sehr!!!

  12. Ulf sagt:

    Steven Wilson ist seit 2000 mit all seinen Haupt- und Nebenprojekten in meinem Plattenschrank vertreten. Durch seine 5.1 Mixe hab ich manches PRog Album erst richtig gern. 2018 zum xten live und 1. Reihe.

  13. bluno sagt:

    …da hier auch über andere Künstler geschrieben wird, hat mich gewundert, dass bisher noch nicht die letzte Platte von Marillion „F.E.A.R“ (Fuck Everyone And Run) aus Sept. 2016 zur Sprache kam. Ein herrliches Konzeptalbum mit ganz tollen Texten. Jedem Pink Floyd zugeneigten aus meinem Freundeskreis hat auch die Musik sehr gut gefallen :-). Habe Marillion vor vier Wochen live gesehen und die haben mal eben ganz entspannt die neue Platte komplett gespielt. War ein Klasse-Erlebnis mit tollem Sound und toller Show !!
    Wilson finde ich auch ganz gut, aber so ganz „pling“ hats bei mir bisher nicht gemacht.

    • Oskar Oskar sagt:

      habe Marillion letztes Jahr im September kurz vor Veröffentlichung von FEAR in Verona gesehen. Sie haben 2 Longtracks vom letzten Album gespielt. Das neue Album finde ich wirklich sehr gut.
      Live fand ich leider das Verhalten von Steve Hogarth etwas irritierend. Er war sichtlich schon zu Beginn des Konzertes angetrunken und gegen Ende ging es dann schon in Richtung lallen… hat mich ziemlich enttäuscht.

      • bluno sagt:

        @ Oskar: tut mir sehr leid, dass Du so etwas erlebt hast. Hätte mich auch geärgert. Geht eigentlich gar nicht so etwas
        In Bremen stand jedenfalls ein hochkonzentrierter, nüchterner und extrem charismatischer Sänger Hogarth auf der Bühne

  14. Mike sagt:

    Hallo bluno,
    die Marillion habe ich auch gesehen. Es war einfach super. 😉

  15. Udo sagt:

    Bevor es zu Nick in die Halle geht kommt morgen noch einmal Steven Wilson nach Bonn. Ist noch jemand dabei?
    Freu´ mich wie Bolle! OpenAir Wetter noch dazu.

    • Oliver sagt:

      Steven Wilson hat dem General-Anzeiger-Bonn ein ganz interessantes Interview gegeben. U.a. sagt er folgendes:

      GA: Sie sind 50 Jahre alt. Gehört man mit dem Alter als Rockmusiker noch zu den jungen Leuten?

      Wilson: Es ist witzig – irgendwie schon. Vor allem gehört man zu den Leuten, die nicht so banal sind. Roger Waters, Neil Young, ich, wir hängen uns wirklich rein, um auch mal die Routinen zu durchbrechen. Die konservativste Altersgruppe im Pop sind mittlerweile die Leute zwischen 20 und 30, dabei waren das früher die Revoluzzer. Doch jetzt? Ed Sheeran, meine Güte. Ein netter Junge, aber keinen Funken Charisma. Was ist bloß falschgelaufen?

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