In Erinnerung an Rick Wright!

Heute wäre Rick Wright 79 geworden. Leider, leider ist er am 15. September 2008 im Alter von 65 Jahren an Lungenkrebs verstorben! Was hätten er, David Gilmour und Nick Mason noch alles auf die Beine stellen können! Ein gemeinsames Wright/Gilmour Album und eine Tour hätte es sicherlich noch gegeben! Sicherlich ein Soloalbum von Wright. Vielleicht sogar eine Tour, wie es Mason mit Saucers zelebriert.

Anlässlich seines Geburtstages möchte ich an eine Aussage erinnern, die Wright kurz vor der Veröffentlichung des „The Division Bell“ Albums, während eines Interviews machte!

Wright erzählte dem Radio DJ RedBeard damals, von 30 bis 40 Musikstücken, die er mit Gilmour und Nick Mason bei Jamsessions einspielte. Er meinte, dass bei der Auswahl der Songs für das „The Division Bell“ Album, Musikstücke, die seiner Meinung nach besser gewesen wären, nicht berücksichtigt wurden!

Rick Wright: We actually had four 90 Minutes DAT or five or six of music. The hardest thing was to throw things out and decide what we gonna work on. So we had maybe 30 or 40 pieces of music and we worked on most of those. And then had to drop things we all loved – not knowing how the album is gonna turn out anyway!

For example there are pieces that we dropped that I believe should be in the album now! But we had dropped because we haven’t any clear idea how the album would be. But they are not lost! They are in my head, they are in Dave´s head. They are going into our Solo Albums, they are going into another Pink Floyd Album or whatever!

2014 veröffentlichten Gilmour und Mason „The Endless River“!

Rick Wright R.I.P

34 Antworten

  1. Avatar Christian sagt:

    “The Endless River”
    While it’s not from the Pink Floyd peak era of 1975, since it’s from the early ’90s, that means it will feature contributions from the since-deceased Richard Wright. All the vocals and lyrics will be modern-day inventions; this will not be the Pink Floyd you felt you knew so well, but neither are you the same person who once knew Pink Floyd so well.
    (aus: ‘Should We Look Forward to Pink Floyd’s New Album?’ / New Times BPB)

    • Avatar 4D sagt:

      ‘Should We Look Forward to Pink Floyd’s New Album?’ / New Times BPB ???
      Please post the Link, Christian. I cannot find it….
      …well we should not try to find out how Richard Wright died, its his personnal, family thing, I think. However, we all know that there are hours and hours od work, Pink Floyd imporvising in the Studio. Their method to produce what they produced for us and probably another 2 full Albums that needed to receive treatments from Gilmour, Mason, Youth, Jon Carin (who is angry since he wal never elevated to be the Floyd Keyboarder Status!)…Roger Waters on Bass. Waters und Putin endlich in die NATO aufnehmen ,-)

      Most posts say, it was lung cancer, but as far as I know it has never been confirmed. What about Ricks Funeral Versions of Great Gig in the Sky and Fat Old Sun?I would like to hear them, but it was ar Ricks funeral..

  2. Avatar Roman sagt:

    Ich freue mich tierisch da drauf. Oktober ist ja nun nicht mehr lange hin und ich kanns kaum erwarten 🙂

  3. Avatar Vector sagt:

    Wird es dann ein Doppel-Album? 30-40 Lieder hatten sie, abzgl. der elf Lieder auf TDB bleiben Minimum 19. Oder der Rest wird für die DG-Solo-Alben verbraten.
    Man darf gespannt sein…

  4. Avatar Chris sagt:

    Also ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Rick für sein letztes Soloprojekt an den Aufnahmen von damals arbeitete und das hier einfloss. Ansonsten wäre es wohl recht schlecht um das Soloalbum gestanden, sollte dies hier sein Schwanengesang werden.

  5. Avatar Roman sagt:

    “They are going into our Solo Albums…..”
    Zumindest beim Song “on an island” könnte ich mir vorstellen, dass er aus diesen Sessions von damals entstand. Ich fand schon immer, dass er sehr Floyd-lastig klang, auch von etwas reduzierten Drumming her.

  6. Avatar Heiko Adam sagt:

    Gut, aus gegebenen Anlass an Rick Wright zu erinnern.
    Ich möchte hier aber auch meine Betroffenheit über den Tod von Chester Bennington zum Ausdruck bringen. Ich denke, einer der herausragendsten, kreativsten, emotionalsten und ehrlichsten Musiker unserer Zeit hat uns verlassen.
    Die Musik ist begrenzt mit PF vergleichbar, hat mich aber ebenso intensiv angesprochen.
    Vergleiche kann man aber sicher mit “A Thousand Of Suns” als ein in sich geschlossenes Konzeptalbum anstellen.
    R.I.P. Chester

  7. Michael F. Michael F. sagt:

    Mensch, wie die Zeit vergeht! 14 Jahre ist das schon her… Ich habe es Waters bis heute nicht verziehen, dass er Wright in der Wall-Ära so despektierlich behandelt hat. Der Synthie-Sound ist elementarer und auch genialer Bestandteil von PF Musik.

  8. Avatar scarecrow sagt:

    Hätte ich heute ohne P&S nicht dran gedacht. Wie passend dass ich heute im Plattenladen Zee „Identity“ gefunden habe. Die wird dann heute Abend aufgelegt. Und danach vielleicht noch Wet Dream.

  9. Avatar Marcus Altenkirch-Fess sagt:

    'The human race has civilized itself' und auch diese phantastische Website hat es getan! Mt all den tollen Protagonisten im Forum. Viele kenne ich durch jahrelanges Mitlesen! Und einem Moderator mit Sinn und Gespür!
    Ich bin stolz diese Website zu kennen! Oft lese ich Kommentare, im Spiegel Online, Focus, selbstverständlich auch täglich hier! Naturgemäß sind Meinungen verscheiden, aber die Art & Wiese hier damit umgegangen wird hebt diese Website doch von den anderen Foren ab. Wir erleben Zeiten mit starken persönlichen Veränderungen. Dennoch wird hier m.M..n argumentiert ((all we have to do is keep talking (so einfach, aber doch so fundamental). Das war es von meiner Seite!

    Und wenn ich höre wie geil und druckvoll Dogs 2018, klingt, wünsche ich mit nur dass !The Dark Side" nächstes Jahr genauso hart klingt, und das ganze gerne in der Verpackung wie AMLOR oder TER in der Deluxe-Box, das würde mich schon glücklich machen!

    Ich bin gerade an der Bar: Lang lebe diese ungewöhnliche (im besten Sinne) Webseite: Salut!

    Werner, keep on Rocking in a free World!

  10. Avatar Floydi sagt:

    Soweit ich mich erinnere verstarb er nicht an Lungenkrebs, Rick hatte eine Gehirntumor.

  11. Avatar Patrick sagt:

    Ob es von Wright irgendwas gibt? Ich nag ihn und er gehört einfach zu PF. Trotzdem hab ich manchmal das Gefühl das er nie so der kreative Kopf und Arbeitstier war. So traurig waren Gilmour und Mason ja nicht als Waters ihm die Tür gezeigt hat. ZEE klingt für mich einfach nur grausam, auf der PULSE sieht man wie Carin auf vielen Stücken DAS Klavier spielt (zB High Hopes) wärend Wright einfach nur auf sein Kurzweil Hintergrundsound spielt. Seine Ex hat eine Zeit FB mit schlechten Privatfotos ihm eher geschadet, am ende dann noch versucht Geld zusammeln für eine Biographie. Mein lieblingsalbum ist Broken China. Ganz alleine hat er das aber auch nicht gebacken;-). Wie gesagt ich mag Wright, aber ich denke sein wirken manchmal etwas überschätzt und er ist kein Banks, Emmerson oder Wakeman.

    • Avatar Julian H. sagt:

      DAS Klavier ist halt ein Part, den sich Gilmour ausgedacht hat und den er dann gerne von einem besseren Keyboarder als ihm selbst hören wollte. Wright fand so etwas wohl eher langweilig. Er hat sich lieber seine eigenen Parts ausgedacht. Live spielen war ein bisschen anders, da hat er auch bei Stücken, die ihn ursprünglich nicht involviert haben, ordentlich mitgemacht. Aber wenn Carin das Klavier schon im Studio gespielt hat, warum sollte er es dann plötzlich live nicht mehr tun?

    • Avatar Stephan sagt:

      Rick Wright ist ein großartiger Musiker, denkt nur an seine Beiträge in der Zeit bis WYWH. Da stellt sich doch gar nicht die Frage, ob er das Klavier spielt. Ich glaube, dass in der Zeit nach diesem Album der kraeative Input infolge des sich verschärfenden Konflikts zwischen RW und DG "untergegangen" ist. Jeder Mensch reagiert eben unterschiedlich auf Konflikte. Sein Spiel hat eben bis WHWH Pink Floyd geprägt. Eine Anmerkung noch: bei den Kommentaren zum Remix von Dogs wird häufig gesagt, dass nunmehr das Keyboard eine stärkere Rolle spielt.Dogs ist ja auch im gleichen zeitlichen Kontext wie Shine on entstanden.

      • Avatar Yucateco sagt:

        Das ist eben das gleiche wie mit Gilmour. Ein begnadeter Musiker der aber jemanden benötigt der die passenden Songs dafür schreibt. Leider kann das Spiel noch so schön sein wenn die Songs belanglos sind.

    • Avatar Dimitri sagt:

      Es ist offensichtlich, dass in puncto pianistische Fingerfertigkeit, Emerson, Wakeman, Banks Rick Wright weit überlegen sind. Mir scheint aber, dass in Bezug auf die Schaffung purer musikalischer Magie, Rick Wright ohne Zweifel zu den besten Keyboardern gehört. Er findet stets die unerwartete Note, seine ausgefallenen Modulationen wirken ganz natürlich. Wenn die oben genannten, großen Tastenvirtuosen die ersten Noten ihrer Tonleitern spielen, weiß man bereits von Anfang an, wo sie damit landen werden. Bei Rick Wright ist das nicht der Fall, seine Kreativität begleitet uns oft in unbekannte Gefilde, und nicht selten lässt uns dieses Unbekannte freudig überrascht zurück. Übrigens, ich mag Tony Banks auch sehr.

  12. Avatar Matthias sagt:

    Richard Wright war und ist ein Gründungsmitglied von Pink Floyd,demnach gehört er nicht einfach zu Pink Floyd sondern ist ein wichtiger Teil dieser Band.Und ohne seinen musikalischen Einfluß würde der Musik von Pink Floyd ein sehr wichtiges Elemnt fehlen.
    Darum kann man meiner Meinung nach sein Wirken garnicht hoch genug einschätzen.Besonders sein Input in den Siezigernb an den den Alben AHM,MEDDLE,OB,DSOTM und WYWH ist garnicht hoch genug einzuschätzen.
    Und Carin b.z.w Wakeman ? Nun,Carin spielte vor AMLOR bei Pink Floyd überhaupt keine Rolle,er war und ist ein bezahlter Studio oder Begleitmusiker,das ist aber dann auch schon alles.Und Wakeman ? …ich will sein musikalisches Können nicht in Frage stellen,aber ihn mit Wright zu vergleichen ist unlogisch.Beide Musiker haben ihr Können und ihr Schaffen,allerdings in zwei grundverschiedenen Bands.
    Sei es wie es sei,traurig das Rick Wreight so früh gehen musste,wer weiß was noch alles möglich gewesen wäre.Vieleicht Solo,vieleicht mit D.G oder vieleicht mit….
    Wie gesagt,sehr traurig…und ich wünschte er wäre noch hier….

    Bis denne
    Mattes

  13. Avatar Uwe S. sagt:

    Rick Wright war und ist einzigartig. Er hätte niemals durch Banks, Emerson oder Wakeman ersetzt werden können. Sein "Mitwirken" wird eher unterschätzt. Sein erstes Soloalbum ist wunderbar, Broken China ist sehr gut. Zee war ein Experiment, das mit zeitlichem Abstand durchaus auch interessante Soings vorweist.

  14. Avatar Manfred M. sagt:

    """""überschätzt und er ist kein Banks, Emmerson oder Wakeman"""""
    Das halte ich für sehr falsch weil Wright ist hervorragend für den Sound von Pink Floyd.
    Man stelle sich die 70er Jahre Alben von Floyd mit Banks und Konsorten vor…..seht ihr….geht gar nicht!

  15. Avatar Patrick sagt:

    Natürlich aber ab Animals wird sein Beitrag doch recht schwach. Live holt er natürlich nochmal alles raus. Waters hat ihn aber sicher nicht raus geschmissen aus Lust und Laune. Gilmour und Mason haben ihn ja auch erst wieder 93 wieder in ihren Kreis gelassen.

    • Avatar kalli sagt:

      Ich denke, Wright war ein äußerst sensibler Mensch. Er und damit auch seine Kreativität haben massiv unter den Querelen in der Band gelitten. Daran ist er ein Stück weit zerbrochen und es hat viele Jahre gedauert, bis er sich wieder gefangen hatte. – Ein typischer Floyd Charakter eben.

    • Avatar khyber sagt:

      Live bekommt er es auf der Animals Tour nur sehr schwer hin, wie man es auf vielen Aufnahmen hört. Die Keyboardsparts (wie sie auf den Studioalben realisiert wurden) sind viel zu komplex/vielschichtig um sie alleine spielen zu können. Erschwerend kam zu der Zeit auch noch dazu, dass man auf den Synthies keine Sounds abspeichern konnte (das ging erst bei The Wall mit dem Prophet 5)
      Kein Wunder, dass es auf allen Touren danach immer 2 Keyboarder sind.

      • Avatar Patrick sagt:

        Angeblich hat Perry ja 1977 mit an den Keybords gestanden. Aber ja, Teilweise geht der Sound echt unter. Gerade am Anfang von Shine On hört man das schöne Inzro kaum. Selbst auf der 87-89er Tour klingt es recht schwach. Erst 1994 klingt es richtig gewaltig mit dem Krurzweil.

  16. Avatar Manfred M. sagt:

    ANIMALS zeigt jetzt im neuen Remix wie toll Wright war….und der Anfang von Sheep?….Hammer!…. nee nee…..das meiste Wertvolle von Floyd ist undenkbar ohne Wright
    Die von Yes , Genesis und EmmersonLP mögen virtuoser sein…..das von Wright geht aber ans Herz……das ist wie ein Vergleich von Satriani und Gilmour….1000 Noten pro Sekunde ist virtuos aber ohne Herz…..wobei sie passen alle nicht zu Pink Floyd.
    Trotzdem sind Tarkus und Close to the edge natürlich Meisterwerke.

  17. Avatar Udo sagt:

    Im Zuge der Veröffentlichung des neuen Porcupine Tree Albums erschien irgendwo kürzlich ein Interview mit Steven Wilson und Richard Barbieri. Beide behaupten von sich nicht die begnadetsten Musiker zu sein. Barbieri sagt selber das er sich weniger für einen Pianisten, mehr für einen Soundentwickler hält. Das macht die Songs von PT aus, weniger das Tastensolo sondern die Soundcollagen und Teppiche im Hintergrund. Man erkennt oft gleich, – ah Porcupine Sound. So oder ähnlich mag es auch mit Richard Wright sein. Ohne seine Soundbeiträge wäre PF nur die Hälfte oder auch gar nix wert. Wenn ich Wright allerdings in den Videosequenzen auf die Finger schaue mag ich aber nicht der sein, der ihm Fähigkeiten abspricht. Finde seine Beiträge genial. Über allem für mich persönlich, – der Anfang von Echoes. Traumhafte Fingerläufe!!

  18. Avatar Urs sagt:

    Stellen wir uns doch mal folgendes vor :
    Wir würden auf den Pink Floyd Alben, vor allem den älteren, alle Keyboardparts von Rick wegblenden.
    Was bliebe dann noch vom typischen Pink Floyd Sound?

    • Avatar Patrick sagt:

      The Final Cut war aber trotzdem super und ich weiß garnicht wieviel Wright bei der AMLOR mitgespielt hat.
      Wright ist ein Teil von Floyd aber ohne ging auch.

  19. Avatar Matz sagt:

    Genau, dieser Rick war es, der mich vor vielen vielen Jahren zu Pink Floyd gebracht hat. Einzigartige Sounds mit seinem Binson Echorec. Das ist genau die Phase die ich an Pink Floyd mag. Die Frühphase welche uns die Saucers jetzt zelebrieren. Ein Effekt muss den anderen jagen. Wir brauchen keine Spitzenkeyboarder oder Gitarristen. So wie es ist, oder war ist es genau gut. Alle Musiker passen zusammen. Möchte nicht wissen was die zu fünft, also mit Syd zusammengebastelt hätten.

  20. Avatar Floydi sagt:

    Es war das geniale Zusammenkommen der vier Musiker. Ohne Wright wäre Pink Floyd nicht soweit gekommen. Im Albumcover von PULSE wird dies in Form der vier Elemente von PF selbst aufgezeigt. Jedes Mitglied von PF steht für eines der Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft Auf dem Pappschuber der damaligen Blink-LED.Ausgabe von PULSE sind die Geburtsdaten der Musiker aufgelistet. Daraus ergibt sich die Verteilung der hineingeborenen Sternzeichen und die Zugehörigkeit der Elemente.
    Dieser Hinweis der vier Elemente findet sich auch schon auf dem älteren Album mit dem weißen Cover der sich schüttelneden Roboterhände wieder.
    Pink Floyd sieht also selbst diese Fügung als gegeben an.
    (David Gilmour hat übrigens das gleiche Element wie der ausgeschiedene Syd Barret).
    Schaut euch mal das Video von High Hopes auf Youtube an. Das Video zeigt alle vier Elemente.

  21. Avatar Christian sagt:

    Also zur ganzen Rick Wright Debatte mag ich noch hinzufügen: Was Rick besonders machte und was eben auch den Floyd-Sound geprägt hat, das sind sein Timing sowie seine ungewöhnliche Notenwahl, wenn man es so nennen will. Teils bedient er sich an Jazz (besonders Davis/Hancock), teils an klassischer Musik, teils an Pop/Rock (Beatles). Ein begnadeter Pianist im Sinne von Geschwindigkeit, Technik, etc. war er nie. Damit passt er perfekt zu Pink Floyd. Auch Gilmour zehrt genau davon: Kombination von Timing und ungewöhnlichen Tönen. Mason ebenso und Roger..na ja..Roger war teils ein nicht unspannender Bassist (Atom Heart Mother, Have a Cigar) aber nie der große Musiker, sondern eher der Visionär, der Konzepte, Ideen hatte (was man niemals unterschätzen sollte, wenn man über Pink Floyd spricht). Über Wrights Rauswurf Ende der 70er ranken sich viele Grüchte: Roger war unzufrieden mit dem Sound der Band und wollte Rick, hernach sogar fast Nick loswerden. Rick habe seit Shine On nichts mehr beigetragen (ich bin übrigens der Ansicht, dass The Wall von Ricks Parts sehr profitiert hätte und ziehe die Demo-Version in der Immersion-Box von The Thin Ice jederzeit der veröffentlichten vor..so viel mehr Melancholie…wie ein Abgesang auf die klassischen Pink Floyd..) oder auch: Rick habe starke Drogenprobleme entwickelt, da es in der Band und auch in der Ehe nicht gut lief und wurde somit immer unzuverlässiger. Ich kann das alles nicht beurteilen, mag es auch nicht – wir Fans kennen nur einen Bruchteil der Story.
    Was Rick ab Momentary Lapse betrifft: Also bei der Tour war er sicher nicht in Hochform und man kann froh sein, dass Jon Carin hier aushelfen konnte, dessen Sound übrigens ob der vielen Jahre mit den Floyds schon im jungen Alter extremst Floyd-lastig wurde (anders als bei Pratt, den ich bei den frühen Floyd zwar toll, aber zB bei Money 1994 und bei Dave-Solo unerträglich finde, weil er nie so "trocken" klingt, wie es nötig wäre). Dass Carin das Gros der Parts von Momentary und Division Bell einspielte, glaube ich ihm sofort. Irgendwie fand, so scheint mir, Rick erst wieder zu den früheren Floyd-Sound-Höhepunkten bei Daves On An Island-Tour. Auch bei Division Bell – Live finde ich, funktioniert es nicht immer richtig (und man entsinne sich nur, dass Dave einmal meinte, Echoes hätte man deswegen auch lange nicht mehr gespielt, weil es mit Rick einfach nicht passte, bei der Momentary-Tour).
    Ich verstehe aus taktischen sowie strategischen Gründen völlig die Entscheidung, Rick wieder zu einem vollen Teil der Band zu machen und Rogers Anteil über die Jahre hinweg immer weiter zu marginalisieren und zu behaupten, der klassische Floyd-Sound wäre eben die Kombination aus Gilmour und Wright. Sicher indes bin ich mir nicht, ob das wirklich so stimmt. Ja..ja..sicher..zu Beginn ganz klar..aber selbst bei Rattle That Lock habe ich nicht selten Wright-Momente und realisiere dann, dass dieser damit überhaupt nichts zu tun hatte.
    Dass man jetzt meint man müsse Carin (ob uns unbekannter Brüche) so gut als möglich aus der Floyd-Historie streichen und dieser zurecht darüber erzürnt ist (man kann über die Artikulation dieser Wut sicher debattieren), das ist ein weiterer Teil der Floyd-Geschichte, die ja in vielen, vielen, allzuvielen Teilen daraus besteht, dass man sich streitet.

    • Avatar Christian sagt:

      Ach..und dazu noch ein Appendix..nur weil es mir gerade einfiel und ich es bezeichnend, wie auch lustig fand: Wurden Dave und Rick nicht 2006 herum interviewt über die Unterstützung von Rick bei Daves Tour…Rick meinte, er unterstütze Dave immer gerne bei seinen Auftritten und wenn er, Rick, einmal auf Tour geht, werde Dave ihn sicher auch begleiten, woraufhin dieser ihm einen schiefen, verwunderten Blick zuwarf.
      Weiß jemand, welches Interview das war? Ich habe das Gefühl, das könnte auf Remember That Night sein, aber die DVD's bei mir lassen sich leider nicht mehr abspielen.

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