Vor 19 Jahren veröffentlichten Pink Floyd The Division Bell

28.3.2013: Wenn wir schon mitten in den Jubiläumsfeierlichkeiten sind, 30 Jahre The Final Cut, 40 Jahre Dark Side of the Moon, passt es gut, dass heute vor 19 Jahre, am 28. März 1994, Pink Floyd „The Division Bell“ veröffentlichten. Das damals neue Werk, ist wie wir heute wissen, dass letzte Studioalbum von Pink Floyd gewesen.

Vier Wochen vor der Veröffentlichung durfte ich mir The Division Bell, bei einem geheimen Treffen, auf dem Parkplatz eines Kinos in Vöcklabruck, bei stürmischen Regenwetter, auf Kassette komplett anhören. Dazu gab es noch Fotos vom Artwork anzusehen. Das alles unterlag natürlich der höchsten Geheimhaltungsstufe.

Ich weiß heute noch, dass ich den Beginn „Cluster One“ ganz wunderbar fand, ein breites Grinsen war auf meinem Gesicht zu sehen. Es hätte noch länger dauern dürfen. Auch die folgenden Songs „What Do You Want From Me“, „Poles Apart“, „Marooned“, „A Great Day For Freedom“ und „Wearing The Inside Out“ überraschten mich positiv. „Take It Back“ fand ich spontan etwas kommerziell, zu poppig einfach. Am wenigsten mochte ich „Coming Back To Life“, weil mir dessen Anfang, bis zum Gitarrensolo, ebenfalls zu poppig erschien. Gilmours 2006er Liveversion gefiel mir aber gut.

Was mir aber fehlte, das waren die Ecken und Kanten. Ich fand „Momentary“ im Vergleich dazu, ungehobelter und lauter. Als „Crash, boom and banging“ bezeichnete Gilmour einmal, dass 87er „Momentary“ Album. The Division Bell konnte mit diesen Attributen nicht aufwarten. Es war mir etwas zu glatt. Man hätte etwas mehr „Risiko“ nehmen können, das meinte auch Rick Wright in einem Interview ein paar Jahre später. In Summe ist es aber doch das bessere Album, schon wegen des Teamgeistes der bei seiner Entstehung herrschte!

The Division Bell
01. Cluster One (Gilmour, Wright) 5:58
02. What Do You Want from Me (Gilmour, Wright) 4:21
03. Poles Apart (Gilmour) 7:04
04. Marooned (Gilmour, Wright) 5:29
05. A Great Day for Freedom (Gilmour) 4:17
06. Wearing the Inside Out (Wright) 6:49
07. Take It Back (Gilmour, Ezrin) 6:12
08. Coming Back to Life (Gilmour) 6:19
09. Keep Talking (Gilmour, Wright) 6:11
10. Lost for Words (Gilmour) 5:14
11. High Hopes (Gilmour) 8:31
Gesamt: 66:32 Minuten

Musiker:
David Gilmour – lead vocals, guitars, bass guitar, acoustic guitar, keyboards, production, mixing, programming
Nick Mason – drums, percussion, programming
Richard Wright – keyboards, piano, vocals

Zusätzliche Musiker:
Jon Carin – programming, additional keyboards
Guy Pratt – bass guitar
Gary Wallis – percussion
Tim Renwick – guitars
Dick Parry – tenor saxophone
Bob Ezrin – keyboards, percussion
Sam Brown – backing vocals
Durga McBroom – backing vocals
Carol Kenyon – backing vocals
Jackie Sheridan – backing vocals
Rebecca Leigh-White – backing vocals

Produktion:
Bob Ezrin – production
Andrew Jackson – engineering
Michael Kamen – orchestral arrangements
Edward Shearmur – orchestrations
Steve McLoughlin – orchestra recording
Chris Thomas – mixing
Tony May, Rupert Truman, Stephen Piotrowski – photography
Peter Curzon, Ian Wright – graphics

Bei den 94er Konzerten gefielen mir die Songs aber selbstverständlich alle viel besser. Von mir aus hätten sie wie bei ihrer „A Momentary Lapse of Reason“ Tour alle Songs von „The Division Bell“ live spielen sollen, den „Greatest Hits“ Mix im ersten Teil des Konzerts, denn hätte es gar nicht gebraucht! Stattdessen hätten sie meiner Meinung nach mit „Cluster One“ beginnen sollen!

[polldaddy poll=“6998191″]

Die letzten 3 Songs auf „Division Bell“ fand ich wieder interessant. Zum einen „Keep Talking“ mit einem interessanten Intro, einem Keyboardsolo von Wright, der Stimme von Stephen Hawking und einem schönen Gitarrensolo von Gilmour. „High Hopes“ ist aber auf alle Fälle der krönende Abschluss dieses Albums und ein Song den man zu den Klassikern von Pink Floyd hinzuzählen kann.

[polldaddy poll=“6998073″]

Wie geht es euch mit dem Album? Wie bewertet ihr es im Vergleich zu seinem Vorgänger „A Momentary Lapse of Reason“? Schreibt uns doch eure Meinung dazu!

Etwas Wetgel hätte nicht schlecht getan

Was hat damals die Musikfachpresse über dieses Album geschrieben? Totalverriss oder waren auch lobende Kommentare darunter? Der Musikexpress schrieb z.B. Besonders gut ist DIVISION BELL immer dann, wenn stille, introspektive Textzeilen von zarten Akustik-Gitarren umhüllt oder lärmende Noise-Passagen elegant mit zwingenden Melodien verflochten werden. Klänge, die Pink Floyd auch heute noch weit über das Gros ihrer Epigonen hinausheben.

Hier einige weitere Beispiele von damals, wie man mit dem Album umgegangen ist.

4/1994 Libro Journal: PINK FLOYD The Division Bell (EMI)

Man könnte es sich leicht machen und schreiben: Diese Platte klingt so alt, wie die drei Herren, die sie produziert haben, aussehen. Ha! Blöderweise ist die Sache nicht ganz so simpel. Okay, David Gilmores Gitarrensoli sind phasenweise nervend schablonenhaft, und drei Songs sind überhaupt glatte Ausfälle. Der Rest aber ist die inspirierteste Floyd-Platte seit „The Wall“, was ja nicht allzu schwer war, und pendelt zwischen New-Age-mäßiger, zart psychedelischer Klangmalerei und den poppigeren Passagen von „Dark Side On The Moon“. Die Höhepunkte finden sich allesamt unter den ersten sechs Tracks: „Cluster One“, ein Instrumental, mit dem die jüngste Ambient-House-Generation, die die Floyds ja abgöttisch verehrt (siehe The Orb), ihre Freude haben wird; „What Do You Want From Me“, eine aggressive Blues-Hymne; und vor allem und überhaupt: „Poles Apart“, ein dreigeteiltes Stück, das noch am meisten an die alten, experimentellen Floyd, die Sound-Pioniere von anno dazumal erinnert und darüber hinaus auch noch eine ganz schöne Melodie zu bieten hat. Warum gibt’s nicht mehr davon?

Bewertung: •••••• (hart)

31.3.1994 Kurier: Elegant gefönte Langeweile, aber leider zuwenig Wetgel

Pink Floyd wabern wieder: Neue CD „Division Bell“ Sie ist da: Die Platte, auf die wir mindestens 14 Tage, ach was, zwei Wochen nagelkauend gewartet haben – „The Division Bell“ (EMI), die Neue von Pink Floyd. Erster Eindruck: Trotz Vorweg-High-Tech-Hysterie ist es eine ganz normale CD geworden – überzeugend rund und in apartes Silber gehüllt. Eingelegt werden muß sie, wie ihre weniger adeligen Kolleginnen auch, händisch. Doch dann: Windheulen, mysteriöses Digital-Knistern, nach knapp vier Minuten der erste Akkordwechsel. Es wabert graue Bedeutsamkeit, kein Ton ist nebensächlich genug, um dem

Synthesizer-Schaumbad zu entgehen. Zitiert wird, daß die Boxen krachen: Vor allem die alte, wehrlose Floyd-Platte „Wish You Were Here“, aber auch, in eine kitschige Melodie gehüllt, „The Wall“ von Ex-Floyd Mitglied Roger Waters. Man schreckte nicht einmal davor zurück, sich für die Single „Take It Back“ an alte U2-Choräle anzubiedern. Das ist Kunst! schreit es uns, gut verpackt in streichfähige Streicher von Hollywood-Ober-sülzer Michael Kamen, entgegen. Und wer’s nicht glauben will, wird mit Möwenrufen und netten Tonfolgen bestraft. Pink Floyd, früher zur Zukunft des Rock überhöht, sind heute nicht einmal mehr die Nachkunft des Rock. Sondern irgendeine geschmeidige Popgruppe. Schlecht?

Fazit: Elegant gefönte Langeweile. Etwas Wetgel hätte nicht schlecht getan. (guitar)

24.4.1994 MusikExpress: BRÜCKENSCHLAG Pink Floyd zwischen gestern und heute.

Wellensalat aus dem Weltempfänger. Ein Zischen, als ob ein Flieger durchs Wohnzimmer düst. Ganz langsam schält sich ein Piano aus der Geräuschkulisse heraus. Dann diese Gitarre. Ein Ton, wie ihn nur David Gilmour trifft: scharf wie ein Fleischermesser und doch sauber und artikuliert. Klänge, die bei großen Pink-Floyd-Songs das berühmte Tüpfelchen auf dem „I“ waren. Fast sieben Jahre nach ihrem letzten Album (A MOMENTARY LAPSE OF REASON) melden sich die Giganten selbstbewusst zurück. David Gilmour: „Wir müssen den Leuten nicht mehr allzu viel beweisen.“ Stimmt. Und so hat DIVISION BELL auch viel von jener malerischen Schönheit, die den Erfolg von Floyds 76er Klassiker WISH YOU WERE HERE ausmachte – ohne allerdings dabei solch große Songs wie den Titeltrack oder „Shine On You Crazy Diamond“ abzuwerfen. Eine Tatsache, die jedoch nicht allzu schwer ins Gewicht fällt. Denn auch ohne herausragende Einzelleistungen ist Floyds Neue eine Platte, wie sie nicht alle Tage erscheint.

Besonders gut ist DIVISION BELL immer dann, wenn stille, introspektive Textzeilen von zarten Akustik-Gitarren umhüllt oder lärmende Noise-Passagen elegant mit zwingenden Melodien verflochten werden. Klänge, die Pink Floyd auch heute noch weit über das Gros ihrer Epigonen hinausheben. Höhepunkt des neuen Albums aber ist die siebenminütige Nummer „Poles Apart“ – ein aufregendes Wechselspiel zwischen Hammond Orgel, Akkordeon, Gitarre und Streichern, das den Zuhörer auf einen Jahrmarkt der Töne entführt. Dennoch: den Verlust von Bassist und Autor Roger Waters (er schrieb Klassiker wie „Money“), der sich 1986 von Pink Floyd trennte, hat das übriggebliebene Trio bis heute nicht ganz verkraftet. In Songs wie „Keep Talking“ oder „High Hopes“ fehlen jene überraschende Wendungen, die man in vergangenen Floyd-Tagen so zu schätzen wußte. Auch eine Edelschnulze wie „Coming Back To Life“, die auf einer Synthie-Wolke daherkommt und in ein eher statisches Stück Rockmusik übergeht, trägt nicht gerade eben zu uneingeschränkter Begeisterung beim Hörer bei. Nicht immer also glückt Gitarrist David Gilmour, bei Pink Floyd inzwischen hauptverantwortlich für die Musik und die Texte, der Brückenschlag zwischen Anspruch und Wirklichkeit, Überwiegend aber können er und seine beiden Kompagnons Nick Mason (Schlagzeug) und Rick Wright (Keyboard) 1994 überzeugen – mit Musik, die auch heute noch nicht von gestern ist.

Bewertung: * * * * (fsa)

19 Antworten

  1. Joachim sagt:

    Zu „Division Bell“ hatte ich immer schon immer ein eher distanziertes Verhältniss.Sicher hat es mit HIGH HOPES und MAROONED zeitlose Klassiker,und es gibt sicher auch noch den einen oder anderen großen moment auf diesem Album.Aber,ich konnte es mir nie in einem Stück anhören so wie ich es von anderen Floyd Alben gewohnt bin.Das fiel mir bei „A Momentary…“ um längen leichter.THE DIVISION BELL fehlt meiner Meinung nach etwas das es zusamenhält und was den Zuhörer packt.Man ist irgendwie immer wieder dazu geneigt die Vowärtstaste auf dem Player zu drücken.Das wirklich schöne an diesem Album aber ist,das Pink Floyd hier wieder als Band fungierten,als eine Einheit,was hätten sie noch alles schaffen können ,wenn sie nur gewollt hätten…

    Auch ich habe damals die ganzen Kritiken zum Album gelesen,allerdings gebe ich nicht viel auf diese Schreiberlinge,die nur aus Spass an der Freude ein Album zerreissen ohne wirklich zu wissen über was sie da schreiben.Sicher war DIVISION BELL kein DARK SIDE und auch kein WISH YOU WHRE HERE oder THE WALL , das wäre ja auch wohl kaum möglich gewesen.Aber es war und ist dennoch ein gutes und solides Floyd Album,nichts mehr aber auch nichts weniger….

    Und wo wir gerade dabei sind Werner,ich freue mich schon auf das ANIMALS Jubiläum.

    Gruss
    Achim

  2. Tom sagt:

    „auf Kassette“:-)

    groß! those were the days!

    ich konnte auch AMLOR nie am Stück hören und finde, wie auch auf DB, manche songs weniger gut!
    Comimg back to Life mag ich inzwischen sehr gern. Das hat u.a. auch mit der Strat Pack Version zu tun, die ich fantastisch finde, dazu 00000001, wunderbar:-)
    Cluster one, Marooned, High Hopes, Wearing the Inside Out, Coming back to life, Keep talking finde ich allesamt gut und immer wieder hörenswert. Mit Abstrichen Lost for Words und What do you want from me!
    19 Jahre, man wie die Zeit vergeht.

    grüße

    tom

    • Tom sagt:

      p.s.
      heute auf den Tag genau vor 40 Jahren wurde auch Led Zeppelin´s „The Houses of the Holy“ veröffentlicht!
      Auch dieses Cover ist natürlich wunderbar! Die Musik nicht minder.

  3. Ozeloth sagt:

    Ich kann mittlerweile keine objektive Meinung mehr über dieses Album von mir geben.

    Ich habe die Division Bell so oft gehört, dass ich es als eines meiner Lieblingsalbum bezeichnen muss.

    Die Divisionbell ist das einzige Album „ohne Ecken und Kanten“ und genau das macht es in der Reihe der PF Alben für mich so besonders.

    Ich habe dieses Album so oft zum entspannen, wegdösen, einschlafen, meditieren, etc. benutzt, dass es schon an Missbrauch grenzt.

    Ich denke, wenn man dieses Album nicht mit den Vorgängern vergleicht, dann hat man erneut ein wirklich großes Meisterwerk.

    Es gab auch schon Momente auf Pink Floyd Platten, indem mich der Einfluß von Roger Waters gelegentlich genervt hat.. 😉

    Gruß
    Martin.

  4. Kowalski sagt:

    Ich bin ein PF-Fan von den großen Alben der 70er. Diese konnte man nicht mehr erreichen – der Druck ein gleichwertiges oder besseres Album wie TDSotM von Verkaufszahlen her, war zu hoch. Es gab PF mit Waters, daß war die große Zeit. Gilmour hat seine eigene Handschrift, aber das Klagende und die gewisse zynische Art von Waters fehlen. Ich mag TDB sehr, besser als AMLoR. Mein Freund stand damals vor der Tür und sagte „ich hab sie“. Das waren noch Zeiten, da freute man sich wenigstens über Musik noch. Ich hatte sofort Gänsehaut bei Cluster One. A Great Day for Freedom (live in Gdansk) ist meiner Meinung noch um einiges besser als im Original, das Solo ist sehr bewegend. Take it Back ist für mich die schwächste Nummer. Die Kritiker von damals haben heute bestimmt eine andere Meinung, wenn man sich die heutige Musik anhört. Ein sehr stimmiges und melodisches Album, kann aber nie den großen Alben wie Dark Side, Animals, The Wall das Wasser reichen. Ist ja auch nichts neues.

  5. Oliver sagt:

    Division Bell hat für mich insoweit einen besonderen Stellenwert, als es das einzige PF-Album war, dessen Veröffentlichung ich bewusst „miterlebt“ habe. Ich weiß noch, dass es in den Osterferien rauskam und ich am Tag der VÖ extra früh aufgestanden bin, um pünktlich zur Öffnung des Plattenladens dort auf der Matte zu stehen. Im Gegensatz zu Amused to Death, dass zwei Jahre früher zu meiner Überraschung plötzlich in den Regalen lag, wurde DB schon einige Zeit vor der VÖ intensiv beworben. Das Artwork habe ich erstmals ca 2 Wochen vorher in einem holländischen Plattenladen gesehen, in dem großflächig plakatiert worden ist und in dem Pappaufsteller der beiden Köpfe standen. Das ganze aber noch ohne Albumtitel, wenn ich mich recht erinnere. Das Konzertticket, das ich zu diesem Zeitpunkt längst erworben hatte, war ja noch im Shine On- Design gehalten.
    Die großen Versandhäuser (Kennt noch jemand den Disc Center?) hatten das neue Album bereits ab Februar unter dem Titel „The Event“ gelistet, ebenso eine gleichnamige Single. Es war dann reichlich irritierend, dass das Album anders hieß und es auch keinen Song mit diesem Titel darauf gab. Ca. eine Woche vor dem Albumrelease gab es dann erstmals Keep Talking im Radio zu hören, ebenfalls groß angekündigt. Das Stück fand ich zwar nicht schlecht, aber so richtig warm bin ich damit nie geworden.

    Zurück vom Plattenladen habe ich natürlich gleich die CD eingelegt, die mich auch gleich gepackt hat. Der Anfang mit Cluster One und WDYWFM war großartig, und Poles Apart sollte sich zu meinem Favoriten auf DB entwickeln. Alerdings fand ich (und finde ich bis heute), dass das Album nach AGDFF einen seltsamen Bruch hat. Die ersten 5 Songs fließen sehr floydtypisch ineinander und bauen diese gewisse Spannung auf, die zwischen DSOTM und TFC alle Alben hatten. Diese Dramaturgie wird dann aber nicht weitergeführt. WTIO -obwohl ein klasse Song- bricht für mich die Stimmung, der Rest passt irgendwie auch nicht so recht zueinander. Erst LFW und HH knüpfen wieder da an, wo AGDFF -eigentlich ein eher schlechter Song- aufgehört hat.

    Alles in allem ist es ein mehr als gelungenes Album, das ich im Gegensatz zu seinem Vorgänger immer noch gerne höre. Komischerweise hatte ich in letzter Zeit häufiger das Verlangen, Lost for Words zu hören. Im Radio lief häufiger mal ein Song namens Next to Me von einer gwissen Emeli Sande, dessen Melodie mich ganz stark daran erinnert hat. Ist das sonst noch wem aufgefallen?

  6. Sunny sagt:

    Das Œuvre verträgt zwei durchschnittliche Alben wie diese, ohne Schaden zu nehmen, aber es ist gut, daß nichts ‚Neues‘ mehr folgen wird. Die Bell-Tour wird mir immer in guter Erinnerung bleiben, weil ich glaube, daß DGs Gitarrenkunst auf diesen Konzerten ihren Zenit erreicht hat.

  7. Tom sagt:

    Das ist sicherlich eine gewagte These. Natürlich sind 13min Numb unvergessen, Shine on ebenso und viele andere songs der tour ebenso, aber, ob er 94 technisch besser war als in den 70igern? ich kann das nicht beurteilen, ich füge mal einen clip ein (hätte noch ein paar andere) aber ich lasse diesen für sich sprechen. ich finds immer und immer wieder atemberaubend. ( gern auch ab ca. 6min):-)

    YouTube unter: Pink Floyd Shine on you crazy diamond 6-9 Montreal 1977 pt.2

    • Sunny sagt:

      Konkret schlägt abstrakt. Dann aber auch:
      Pink Floyd – Comfortably Numb, Torino, Italy 1994 (Soundboard Recording)
      Ergreifender, tiefgründiger und inspirierter als 1994 werde ich das 2. Solo nie hören, und diese ist unter einer Handvoll weiterer glorreicher Versionen dieser Tour die Königsversion – wenns nach mir ginge. Gehts natürlich nicht 🙂 Jedem sein Juwel, jedem seine Fassung.

  8. Joachim sagt:

    @ Oliver
    „Disc Center “ in Weikersheim ? Die hatten damals diesen Din a5 Katalog
    mit diesen extrem dünnen Papierseiten.Ich kann mich gut daran erinnern das man bei diesem Versand unheimlich günstige Vinyl’s erstehen konnte,auch Ausgaben aus anderen Länder’n.Schade das es diesen Versand nicht mehr gibt.

    Sicher konnten Pink Floyd mit DB keines ihrer siebziger Jahre Alben ab DSOTM toppen,aber das war auch nie möglich.Aber so ergeht es wohl allen grossen Bands . Auch U2 konnten nur ein JOSHUA TREE schaffen und die Beatles nur ein SGT PEPPER.Ich finde TDB ganz gelungen,obwohl mir ja ein Song in der Art von SORROW darauf fehlt.

    Und einem wichtigen Punkt bin ich ganz bei SUNNY,es ist ganz gut das von Pink Floyd als Band nichts neues mehr folgen wird.

    Gruss
    Achim

  9. Carsten sagt:

    Ich bin nicht sehr objektiv was TDB angeht , ich empfinde es glatt und sauber , es gibt kaum (bis keine) Momente die mich wirklich fesseln.Ich kann mich anderen Kommentaren nur anschließen, es ist gut das kein neues PF Alben mehr kommen wird.

  10. Markus sagt:

    Als ich Division Bell kaufte hörte ich sie auf und ab, mir gefiel es mehr als Momentary, jetzt muss ich sagen für mich das schlechterste PF Album.
    Ricks Broken China höre ich regelmäßig, was ich von DB, nicht behaupten kann. Ich habe z.B.: Ismael Lo Yammu Africa (m.einen Roger Waters Song)viel,viel,viel öfters gehört als Division Bell.
    LG Markus

  11. Maccabros sagt:

    Division Bell habe ich seinerzeit live in Köln erlebt – wir haben uns noch in den Innenraum geschmuggelt, da wir eigentlich irgendwo hoch oben sitzen sollten, aber der Ordner war wohl farbenblind.

    Das beste Stück ist für mich High Hopes und wenn ich vergleichen soll zwischen Momentary und Division – ok, sehe es ähnlich mit dem „knalligen M“ oder „glatteren D“, wobei mein Lieblingsstück auf M One Slip ist.

    Kann schlecht sagen was besser oder schlechter ist.

    Damals war es nicht absehbar, dass PF kein Studioalbum mehr machen, aber die Abwesenheit von Waters hat mich eigentlich weder auf den besagten 2 Alben, noch auf den Konzerten in Köln und Dortmund extrem gestört.

    Davon abgesehen ist und bleibt PF für mich DIE Gruppe…

  12. Timo H. sagt:

    Ja, DIVISION BELL – ein wirklich gutes letztes Floyd-Album… ich möchte mich der Meinung von Werner, die er eingangs mitteilte, grösstenteils einfach anschließen (mit Ausnahme, dass ich den Vorgänger AMLOR nie ernsthaft mochte): etwas mehr Risiko – wie auch immer das ausgesehen hätte – wäre dem Album sicherlich gut bekommen! Aber sonst – WOW!!! Was hätte man 1994 auch noch großartig bewegen können? Die Musik, die wir alle hier lieben, war fertig erfunden und etwas wirklich neues konnte es nicht geben. Punkt! Deshalb muss ich DB ganz klar ebenfalls zu meinen Top-5-Favoriten zählen, ich hab´s auch einfach zu oft gehört, um nun zu behaupten, dass andere Alben WESENTLICH besser sind – es ist nämlich nicht so! Die einzigen nennenswerten Schwachpunkte sehe ich im Drittel mit den Songs „Take it back“, „Coming back…“ und „Keep talking“ – dies sind zumindest Songs, die ich nie einzeln hören würde (was aber auf ALLE Songs der A-Seite von „Meddle“, ausser „One of…“ ebenso zutrifft). In Zusammenhang mit den anderen Tracks beim Durchhören geht´s aber voll in Ordnung… über „High Hopes“ ist sowieso alles gesagt worden und was die erste Hälfte des Albums betrifft: So – ja genau so – stell ich mir ein funktionierendes PF-Werk vor… von einem grandiosen Anfang über mehrere Rockparts bis hin zum Wright-Stück, dass ich wirklich sehr liebe, gibt es NIX zu meckern!! Forever in my heart!!!!

  13. scarecrow sagt:

    The Division Bell gehört zweifelsohne zu den besten Pink Floyd Alben und bildet einen gelungenen Abschluss der Diskographie. Getoppt wurde das ganze mit einer grandiosen Tour, bei der man der Band wirklich die Spielfreude anmerkte (was man bei der akutellen Wall Tribute Tour von R.W. nicht behaupten kann).

    Ausser „Take It Back“ und vielleicht „What Do You Want From Me“, sind auf dem Bell Album wirkliche Großtaten zu hören. Alleine Poles Apart, Marooned, Keep Talking, Coming Back To Life und High Hopes sind mehr als genial.
    Dazu kommt dass das Album, im Gegensatz zu AMLOR, sehr organisch klingt und viel wärme ausstrahlt.

    Zum 20. Jahrestag dann bitte eine Immersion oder ähnliches 😉

  14. Roman sagt:

    Irgend wo stand ein Album ohne Ecken und Kanten, und das ist es auch.
    Viele behaupteten die Luft ist draussen, meines erachtens nach falsch gelegen.
    Gilmour und Co. haben irgend wie Frieden geschlossen, und dementsprechend stellen sich auch die Songs dar… ruhig, besinnlich,harmonisch und nachdenklich im positiven Sinne.
    Ein wunderbares Album mit wunderschönen Gänsehaut Momenten, dass viel zu oft verissen wurde…. zu Unrecht 🙂
    greets roman

  15. Markus sagt:

    Keine Ahnung,warum es so oft verissen wurde.Mir persönlich gefällt es besser als A.m.l.o.r.,auch wenn dieses auch seine Höhepunkte hat.Das war schon beim 1. anhören so.Aber zum Glück hat ja jeder seinen eigenen Geschmack.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.