Pink Floyd Vereinigung mit Roger Waters für Gaza-Friedensaktivistinnen

Auf der Facebookseite von Pink Floyd erschien heute die Nachricht, dass sich die Band mit Roger Waters vereinigt um gemeinsam den Friedensaktivistinnen der „Gaza-Freiheitsflotte“, die mit Segelbooten versuchten die Blockade durch Israel zu durchbrechen, ihre Solidarität auszudrücken! Die Frauen wurden vom israelischen Militär abgefangen, Israelische Marine schleppt Solidaritätsschiff für Gaza nach Ashdod!

Das ist schon sehr bemerkenswert! Waters hatte schon vor ein paar Tagen auf die Aktion der Frauen mit einer Videobotschaft hingewiesen und ihnen seine Bewunderung mitgeteilt! Es müssen ein paar Telefonate stattgefunden haben, denn so ohne weiteres kann man einen Namen wie Pink Floyd nicht für eine politischen Aktion verwenden. Waters muss mit David Gilmour und Nick Mason gesprochen haben und die beiden sind seiner Meinung! Vereinzelte Reaktionen auf Floyd’s Facebookseite sind zum Teil ziemlich heftig! So mancher fragt sich: Sind Pink Floyd eine Band oder eine politische Bewegung?

„Pink Floyd reunites to stand with the Women of the Gaza Freedom Flotilla“

David Gilmour, Nick Mason and Roger Waters stand united in support of the Women of the Gaza Freedom Flotilla, and deplore their illegal arrest and detention in international waters by the Israeli Defense Force.

Ich danke Oskar Giovanelli für die Info!

11 Antworten

  1. Sytze sagt:

    Pink Floyd ended in 2014… and already a reunion… 😉

  2. Hanno sagt:

    Interessant. Im Grunde die Weiterführung des Benefit-Auftritts für die Hoping Foundation 2010.

  3. Frank Goebel sagt:

    Oh Nein! Bitte! Das muss ein (schlechter) Traum sein!

    Nach den wunderschönen Erlebnissen der letzten Jahre wird es bald wieder ultrapeinlich werden, sich gegenüber aufgeklärten Menschen als Pink-Floyd-Fan zu bekennen! Was TUN die denn da nur???

    Ich hatte ja schon dezente Hoffnung, sogar Roger wäre seine doch ziemlich antisemitisch rüberkommende Haltung selbst langsam ein bisschen peinlich… und jetzt flammt das nicht nur wieder komplett auf, sondern er zieht auch noch die sonst ja eher diplomatisch-unpolitischen Gilmour und Mason mit hinein?

    Sorry Leute: Man kann ja zu Israel stehen, wie man will, und ich bete, dass ich jetzt in diesem schönen Forum kein Fass zu diesem kontroversen Thema aufmache: aber dass von allen Krisenherden auf der Welt ausgerechnet und immer nur das Tun des einzigen säkularen und demokratischen Staates in der arabischen Welt im Zentrum des Furors steht… Befremdlich, dass sich die alten Herren nicht zum ersten Mal für dieses Thema so erwärmen können.

    Vielleicht ist zumindest Gilmour und Mason nicht klar, dass die „Blockade“ Gazas für Medikamente und Hilfsgüter aus Israel sowie ABERMILLIARDEN an Hilfsgeldern aus aller Welt ziemlich durchlässig ist. Und dass sie sich hier einer peinlichen, eigentlich leicht durchschaubaren PR-Aktion anschließen, die nichts anderes will als den möglichst spektakulären, krawalligen Zusammenstoß, um Israels Image (weiter) zu schädigen.

    Wie wäre es denn mal mit Pink-Floyd-Aktionismus zu britischen oder europäischen Themen? Ist ja nicht so, als würde nicht genug Dreck vor der eigenen Haustür liegen: die Drohnenkriege, der NSA-Skandal, das kollektive Versagen in Sachen Syrien und in der Flüchtlingskrise – und, natürlich, das beängstigende Erstarken des Populismus und totalitärer Strömungen. Ein Solikonzert für Menschlichkeit und Demokratie und gegen Pegida und Goldene Morgenröte und UKIP etc – das wär doch mal was. Aber nein.

    • Oskar Oskar sagt:

      Israel ist nicht der einzige säkuläre Staat in der Arabischen Welt. Marokko ist eine Monarchie. Lybien, Irak und Syrien waren säkulare Staaten (Baath-Parteien an der Regierung), bis der Westen ihnen die Demokratie gebracht hat! Tunesien und Algerien sind auch keine Religionsstaaten.
      Ausserdem ist Israel vielleicht als Regierungsform säkular, aber de facto wurde der Staat gegründet um den Angehörigen der jüdischen Religion eine Heimat zu bieten. Demnach ist schon allein die Existenz des Staates religiös bedingt. Sorry für’s Klugscheissen, aber wenn schon denn schon

      • Hehe, kein Problem, aber der Einwand stimmt natürlich. Da bin ich etwas übers Ziel hinaus.

        Im übrigen entsprang mein etwas hysterischer Schreibdurchfall der irrigen Annahme, die drei Musketiere wollten jetzt höchstpersönlich an so einer Flotilla teilnehmen.

        Obwohl: Von der israelischen Armee festgenommen und ein paar Tage lang in eine gemeinsame Zelle gesteckt… wer weiß, ob das kein Erlebnis wäre, das die Drei mal wieder ganz neu zusammenschweißt! Oder es gibt zwei Tote… (Nick schaut sich das ganze Drama kopfschüttelnd aus der Zellenecke an.)

        Ach, sie hätten beizeiten lieber mal mit Rick Segeln gehen sollen, das hätte schönere Früchte getragen…

        • Patrick sagt:

          festnehmen heißt ja das sie wissen wie „dieser“ Pink Floyd aussieht. Ich denke viele haben bis heute gar keine Personen bei dem Namen vor Augen. Das hat sie ja auch immer ein Stück weit aus gemacht…diese Art von Neutralität unbekannte. Irgendwie passt das ganze politische mehr zu U2 und Co.
          Ich fand es 2010 schon irgendwie komisch das Waters und Gilmour gegen Cash plötzlich wieder Another Brick in the Wall zusammen spielen konnten.

      • Miri sagt:

        Kann man Israel nicht mal in Ruhe Lassen? Pink Floyd wird dort im Radio gespielt, die neue CD konnte ich gleich da lassen und David Gilmour wird dort sehr geschätzt. (Als Musiker)
        Es ist ein Jüdischer Staat, aber nicht jeder Israeli ist ein Jude und nicht jeder Jude ist ein Isreaeli

  4. Norbert B. sagt:

    Ohne jetzt in eine politische Diskussion einzusteigen: Ich gehe einfach mal davon aus, daß weder Nick Mason und schon gar nicht David Gilmour sich einfach so von Roger Waters vor irgendeinen politischen Karren spannen lassen sondern sich die Sache sehr genau und gründlich überlegt haben.

  5. MATTHIAS sagt:

    Mal eine Frage,wie soll denn diese „Wiedervereinigung“ eigentlich genau aussehen ?

    • Michael W. sagt:

      Ich denke mal, da sollte man keine Hoffnungen in eine gewisse Richtung haben…! Es geht vermutlich nur darum, gemeinsam „Flagge“ zu zeigen, Solidarität zum Ausdruck bringen und auf die Thematik aufmerksam zu machen, was hier im kleinen Rahmen gelungen ist.

  6. Michael sagt:

    Das ist wohl eher ein Statement. Sie stehen gemeinsam für eine Sache ein. „They stand united“.
    Mit irgendwelchen Plattenaufnahmen oder Auftritten hat das glaube ich gar nichts zu tun. Eine politische Aussage.
    Und auch Gilmour ist ja bekannt dafür, sich ab und zu politisch einzumischen; man denke an „Chicago“ für Gary McKinnon.

    „Together we stand, divided we fall….“

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