Pink Floyd nehmen Lizenzgebühren von Internet Radio Pandora ins Visier

26.6.2013: David Gilmour, Nick Mason und Roger Waters werden wohl nie wieder gemeinsam auftreten! Sie haben aber jetzt einen gemeinsamen offenen Brief über die Praktiken des Radiosenders Pandora auf USA Today veröffentlicht!

Dieser Brief sorgt medial derzeit für ziemliches Aufsehen. Pink Floyd kritisieren darin die geplante Senkung Lizenzgebühren, von bis zu 85%, des Internet Radiosenders Pandora, dieser kann nur in den USA empfangen werden und hat 50 Millionen Mitglieder.

Für Pink Floyd selbst spielt das natürlich keine große Rolle mehr, sie haben ihr Millionen bereits gemacht. Trotzdem kann es nicht in ihrem Sinn sein, dass jemand mit ihrer und der Musik anderer viel Geld verdient, mit Werbung etc., und dafür nichts bzw. immer weniger bezahlen möchte.

Roger Waters 12.5.2011, Foto: Sean Evans
Vielleicht der letzte gemeinsame Auftritt von Roger Waters, Nick Mason und David Gilmour am 12.5.2011, Foto: Sean Evans

Eine Frage des Prinzips

Pink Floyd setzen sich in erster Linie für Musiker ein, denen es nicht so gut geht, die auf das Geld angewiesen sind, um damit ihr Leben und ihren Beruf als Musiker zu finanzieren.

„Für fast alle aktiven Musiker ist es eine Frage des wirtschaftlichen Überlebens. Fast 90% der Künstler, die einen Scheck für die digitale Wiedergabe bekommen, erhalten weniger als $ 5.000 pro Jahr. Sie können es sich die 85% Lohnkürzung, um die Pandora den Kongress gebeten hat, nicht leisten.“

Das komplette Schreiben von Pink Floyd findet ihr hier: Pink Floyd: Pandora´s Internet radio royalty ripoff.

Info: Oliver Thöne, Christian Kaserer

13 Antworten

  1. Detlef sagt:

    Recht haben unsere Helden!!!
    Was sich zur Zeit im Musiksektor entwickelt ist schlicht eine Katastrophe. Musiker bekommen für ihr eigentliches Schaffen immer weniger Geld und müssen versuchen, über den Verkauf von Shirts, Tassen und sonstige Dinge an Geld zu kommen. Streaming und andere neue Technologien tun ihr Übriges, das geistige Schaffen dieser Menschen immer weiter in die Enge zu treiben, da sie sich in erster Linie um das Geld für das Überleben sorgen müssen. Wie soll bei diesen trüben Aussichten da noch jemand überhaupt kreativ sein können. „Große“ Bands und Musiker mögen damit kein Problem haben. Allerdings haben Nachwuchsmusiker hier das Nachsehen. Vielleicht sollte sich jeder mal etwas mehr Gedanken über diese Technologieentwicklungen und deren Konsequenzen machen.
    Ich bin jedenfalls froh, weiterhin LP’s kaufen zu können und mich nicht in diese vermeindlich bequemen Abhängigkeiten diverser Anbieter begeben zu müssen.
    Ein Cover in der Hand zu halten und der Musik zu lauschen ist so ziemlich das Beste, was es gibt:-)

    • Felix Untersteiner Felix Untersteiner sagt:

      du hast aber sowas von recht! vorallem werden künstlich bedürftnisse geschaffen, wer zb braucht wirklich ein ipad zum lesen eines buches……

      und bei musik das gleiche, die wertigkeit eines albums kommt einfach nur rüber wenn man es in den händen hält und durchhört, und nicht auf spotify quer durch die band schnell drüberhört…in noch dazu schlechter sound qualität.

    • Oliver sagt:

      „Musiker bekommen für ihr eigentliches Schaffen immer weniger Geld und müssen versuchen, über den Verkauf von Shirts, Tassen und sonstige Dinge an Geld zu kommen.“

      Ja, wer kann schon bei einem Kinder (!!!)- T-Shirt mit der Aufschrift „Day after day, love turns grey like the skin of a dying man – Pink Floyd“ widerstehen? Zu erwerben bei amazon.
      Ob PF daran verdienen wage ich allerdings zu bezweifeln.

      • Sunny sagt:

        großartig! Und wenn wir 90 sind, gibts hoffentlich das entsprechende „Great Gig in the Sky“-T-Shirt! 🙂

        • Oliver sagt:

          Wer trägt mit 90 noch T-Shirts? Lieber als OP-Hemdchen, hinten offen. Und auf dem Grabstein steht dann „Life is a short, warm moment and death is a long cold rest.“
          Krankenschwestern-Uniformen mit Zitaten aus CNumb wären auch vorstellbar. Für die osteuropäischen Pflegekräfte, die sich dann um uns kümmern. Und für die Rollenspielbegeisterten unter uns wäre alles im Set vielleicht schon jetzt interessant.
          Eine Metzgerschürze mit dem Text von One of these days und Schweinemotiv fände ich auch toll.

        • Sunny sagt:

          wo wir schon dabei sind, über unsere Zukunft zu sprechen: Wie wärs mit „Goodbye, cruel world, I’m leaving you today …“ als Begräbnis-Musik? Das müßte ergreifend werden. Und anschließend aufrecht beerdigt werden. Grabstein-Inschrift: „Hier steht …“

      • Oliver sagt:

        „Wie wärs mit »Goodbye, cruel world, I’m leaving you today …« als Begräbnis-Musik?“

        Passt meines Erachtens nur bei einem Freitod – wg. „change my mind“ und so. Celestial Voices könnte ich mir in unserer örtlichen Friedhofskapelle gut vorstellen, auf einem Harmonium gespielt und am Ende summen alle mit…

  2. Sunny sagt:

    ganz eurer Meinung! Aber wahrscheinlich sind wir eine aussterbende Spezies so wie Autos ohne Zentralverriegelung und Schwarz-Weiß-Filme.
    Aber wahrlich, ich sage euch: bevor der erste Großvater Kevin heißt, wird man feststellen, daß MP3 und Ipod Ohrenschmalz erzeugen.

    • Chris sagt:

      Danke! Schon so früh etwas zu lachen! 😀 Da nervt die Zugfahrt von Salzburg nach Wien (zu Macca) gleich viel weniger…

    • Joachim sagt:

      Opa Kevin ! Klingt irgendwie schräg ,oder? Zum Glück trage ich noch einen ziemlich altmodischen Namen.

      Und was war noch ? Ach ja ,wenn ich mal in den „Never come back Container “ hüpfe hoffe ich das dieser im Design des Animals Covers gehalten ist,dann noch den Grill angesteckt und nen Kasten Bier,DSOTM einmal rauf und runter gespielt und danach möchte ich nur noch meine Ruhe haben.

      Coole Vorstellung !
      Allen ein schönes Wochenende
      Gruß
      Achim

  3. Oskar Oskar sagt:

    Die Albumverkäufe im herkömmlichen sinn sinken zwar, aber dafür gibt es einen massiven Zuwachs an Besuchern von live-Konzerten! Angeblich gab es bisher noch nie so viele ausverkaufte und erfolgreiche Konzerte wie heute!
    Also müsste uns die Technologieentwicklung unter diesem Aspekt eigentlich wieder etwas back to the roots führen, was bei er Rock-Musik eigentlich zählt!

  4. Timo H. sagt:

    Das stimmt, Live-Konzerte sind auf jeden Fall sehr beliebt heutzutage- fast alle Altersschichten gehen hin. Und das die Albumverkäufe eben schon LANGE nicht mehr das sind, was sie mal waren, liegt ganz einfach an der jetzigen Zeit – als jüngerer Mensch kriegt man es ja von allen Seiten vorgelebt… ich persönlich find das auch sehr schade, aber es ist eben so. In dem Wissen darum kann auch eine Chance liegen – aber trotzdem ist ja nicht aller Tage Abend, denn: es gibt im Jahr 2013 immer noch Vinyl !! Und das heisst auch etwas!!

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