Pink Floyd Fan Convention in Ulft

Unsere Kollegen von „Pink Floyd Fans Niederlande“ veranstalteten am 6. Juni in Ulft ein „Pink Floyd Fest“! Einer aus unserer Mitte, Günter Pieck war Vorort und haht sich alles angesehen. Hier sind seine Eindrücke von dieser Veranstaltung.

Bericht von Günter Pieck

1. André Becker (Mitglied von Pink Floyd Project NL)

Er zeigte in einer völlig unverkrampfte Art wie die Sounds von David Gilmour (Snowy White, Dave Kilminster und RogerWaters) „gebaut“ werden. Die Möven-Effekte bei „Echoes“ wurden theoretisch erklärt – fluppte aber live nicht. Für alle Freaks „Run like hell“ geht mit zwei Delay-Effekten: Einer mit einem Delay einer mit unendlich vielen … ihr wisst schon ;-). David Gilmour spielt immer mit Chorus, Flanger und je nach dem Distortion und natürlich Delay – je nach dem 😉

2. Eva Wijkniet

Ein schöner engagierter Vortrag über Syd Barrett.

Am Ende zeigte sie nach einigen verhältnismäßig unbekannten Syd Bildern, dass offizielle Pink Floyd „High Hopes“ Video. Die Interpretation, dass es sich um eine Interpretation des Lebens der beiden in Cambridge handelt liegt nah. Schaut es einfach nochmal an. Das Auto, die Zeit, das Haus, die Äpfel (& Oranges), die Gitarren im Fluss, die durch einander laufenden Frauen (Vivian) … und dann noch der Mann als Protagonist?

3. ex-Pink Noise bandleden Accusticset

Das absolute Highlight waren die ex-Pink Noise Bandmitglieder.

  • Harmjan Olthoff Guitar / Vocals
  • Sander Hoppe Bassguitar / Vocals (geiler Sound Accustic-Bass)
  • Sonja Meijers Backing Vocals
  • Fraukje Thijssen Keys & Backing Vocals
  • Hans (?) Saxofon (richtig gut, aber ein bisschen zu weit weg von Pink Floyd)

Wir bekamen eine wunderschöne Songauswahl zu hören, die sogar die Meltdown-Version von „Shine on … enthielt. Wundervoll – und hier auch noch ein besonderes Lob an die Mädels – wo doch sonst Pink Floyd als eine „Männerdomäne“ gelten. Ein bisschen störend war, dass die mittlerweile etwas dickbäuchigen Pink Floyd-Fans das Konzert wegen des anstehenden Buffets verließen, weil Eva Wijkniet ihren Barrett Vortrag um ca. eine halbe Stunde überzogen hatte.

4. Doku-Film: „The Story of Wish You Were Here“ auf riesiger Leinwand.

5. Stände: Pink Floyd CD’s, DVD’s, T-Shirts, Vinyl’s teilweise recht seltene Sachen wie z.B. David Gilmour beim Les Paul Concert.

6. Absolutely Floyd & special guest Julie Gunn

Super Sound, super Zusammenspiel und super Lightshow. Bühne und LineUp spitze. Mr. Screen fehlte auch nicht sogar mit RoboHeads. Es war halt wie im Forum schon im Zusammenhang mit den im The Australian Pink Floyd Show diskutiert wenig „Seele“ im Spiel. „Set the controls for the heard of the sun“ war sehr gewöhnungsbedürftig interpretiert – nicht handwerklich eher „kommerziell“ irgendwie in die falsche Richtung. Auch der Film im Hintergrund (Pyramiden) legten, „aufgrund der phrygischen Tonleiter der Basslinie orientalisch (WIKI)“ (überinterpretiert besonders durch die Keyboards) das nahe.

Die „Seele“ fehlte auch bei „Echoes“. Obwohl das „Ping“ da war und bei einem gemächlichen Anfang, der in Bezug auf eine solche Show gekürzt werden kann, war die sehr hektisch und sehr unfloydianisch. Den Trick mit dem falsch herum geschalteten Wah-Wah kannten die Gitarristen wohl noch nicht, sonst wären die Mövengeräusche nicht vom Keyboard oder Mischpult gekommen.

Im Gegensatz zu einigen im Forum bin ich einer der Interpretationen bekannter Stücke mag. Wer würde die „5te von Beethoven“ mögen, wenn Karajan und Bernstein sich nicht auf den Schnellen Anfang geeinigt hätten, obwohl die Notation an der Stelle anders ist. Fast jedes Stück von Joe Cocker ist besser interpretiert als es die Komponisten veröffentlicht haben.

Julie Gunn musste wirklich nicht sein – nicht wegen der Musik – passte nun wirklich nicht. Die Musiker, die bei der Platte mitgemacht haben waren wohl die gleichen – aber sie passte wohl nicht in den Kontext.

Wir danken Günter für seinen Bericht und die Fotos!

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