Animationsfilm zeigt Pink Floyds Lichtregisseur Arthur Max bei der Arbeit

3.7.2013: Wir berichteten hier bereits über Arthur Max, den Lichtregisseur von Pink Floyd, der wegen seiner legendären Wutausbrüche gefürchtet war!

Max arbeitete u.a. für den Veranstalter Bill Graham und sorgte für gute Konzert-Beleuchtung auf der The Filmore East Bühne in New York. Pink Floyd waren so angetan von Max und seinem Umgang mit Licht, dass sie ihn als ihren Lichtmeister engagierten! So kam es, dass er von 1972 bis 1974 für die Licht- und Showeffekte der Pink Floyd Konzerte verantwortlich war. Und das waren viele Konzerte! In seinem Buch „Inside Out“ äußerte sich Nick Mason über seine besonderen Qualitäten: „Bedauerlicherweise hatte Arthur einen großen Fehler: sein Temperament. Roger und ich (seine wichtigsten Ansprechpartner in der Band) haben nach seinem Ausscheiden mehr als zwanzig Jahre lang kein Wort mit ihm gewechselt.“ weiterlesen

Bad Day At The Office

Der Filmemacher und Pink Floyd Fan Cliff Port hat einen Animationsfilm gemacht, der Arthur Max bei seiner Arbeit zeigt. Dazu verwendete er einen Mitschnitt des Funkverkehrs, zwischen Max und den Beleuchtern, denen er auf diese Weise seine Anweisungen übermittelte.

Der Mitschnitt entstand am 23.6.1973, Pink Floyd spielten im Olympiastadion in Detroit. Man hört das Raunen des Publikums, es herrscht eine tolle Stimmung, es knistert sozusagen im Stadion. Max geht noch einmal grundsätzliches mit den Beleuchtern durch. Schließlich wird das Publikum immer lauter, die Leute halten das Warten nicht mehr aus, sie wollen das es losgeht. Max lässt das Licht im Stadion abdrehen mit den Worten: „Okay Boys and Girls. Are we ready? Go. Turn it off….“, dass Publikum jubelt, Pink Floyd kommen auf die Bühne und beginnen das Konzert mit „Obscured By Clouds“!

The Pink Floyd Story - KassettenDer Film trägt nicht zufällig den Titel „Bad Day At The Office“, denn Max zuckt richtig aus, als die Beleuchter nicht wissen, wo der Gitarrist steht, wo der Bassist usw., und die Spots deswegen nicht an den von ihm angedachten Platz, sondern woanders landen!

Damals war es so, dass jeder Veranstaltungsort seine eigenen Beleuchter hatte. Pink Floyd hatten eine sehr aufwendige Lichtshow und die Beleuchter mit soviel Licht, Nebel und anderem etwas überfordert. Die Ansprüche waren hoch, es ging um eine perfekt ausgeleuchtete Show und dem wurden die „Amateure“ halt nicht immer gerecht, weshalb Max regelmäßig rot sah! Irgendwie versteht man ihn auch!

Diesen konkreten Funkverkehr konnte man am 7.1.1977, als der vierte der sechsteiligen „The Pink Floyd Story“ von Capitol Radio zu hören war! Ich habe mir die Aufnahme aus diesem Anlass wieder angehört und musste mehrmals dabei herzhaft lachen. Sie ist außerdem ein wunderbarer Beleg dafür, wie chaotisch der Ablauf einer ganz normalen Pink Floyd Show gewesen ist! Interessant wäre es zu Wissen, wer den Funk aufnahm und wer ihn Capitol Radio damals zur Verfügung stellte.

„Bad Day at the Office“ wird dem Publikum erstmals am 28.6.2013 beim Glastonbury Festival, im „The Cinema Tent“, um ca. 23:30 gezeigt werden!

3 Antworten

  1. Sunny sagt:

    lustig und gut gemacht! Aber ich hatte erwartet, er gibt den Kinski.

  2. Sunny sagt:

    genau. DAS (bzw. der) wäre der Rechte für das Floydsche Mischpult gewesen statt dieses Herrn mit seiner Engelsgeduld. Auch später, zB 80 bei den Rehearsals vor der Wall-Tour. Ich frage mich gerade, wer das überlebt hätte …

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