Filmtipp: Die dunkle Seite des Mondes

Die Verfilmung des Bestellers „Die dunkle Seite des Mondes“ des Schweizer Schriftsteller Martin Suter kommt am 14. Jänner mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle als Dr. Blank ins Kino! Worum geht es? Der Wirtschaftsanwalt Urs Blank begibt sich mit halluzinogenen Pilzen auf einen Trip und erfährt dabei eine fatale Persönlichkeitsveränderung. Schließlich findet Blank heraus, dass es tief im Wald ein Heilmittel gibt. Doch die Polizei und ein rachsüchtiger Geschäftspartner sind ihm auf den Fersen.

Die Dunkle Seite des MondesDer Titel dieses Kriminalromans spielt nicht zufällig auf das Album „The Dark Side Of The Moon“ von Pink Floyd an. Im Roman kommen Zitate des Albums vor. Im Film ist einmal ein T-Shirt mit dem bekannten Prisma zu sehen. Musik von „Dark Side“ kommt im Film keine vor, das hätte wohl das Budget des Films gesprengt.

Darsteller: Moritz Bleibtreu, Jürgen Prochnow, Nora von Waldstaetten
Drehbuch: Stephan Rick & Catharina Junk
Regie: Stephan Rick
Kamera: Stefan Ciupek & Felix Cramer
Szenenbild: Gabrielle Wolff
Webseite: Die Dunkle Seite des Mondes

Wir danken Heiner R. für die Information!

8 Antworten

  1. ChrisHB sagt:

    Ein tolles Buch. Damals wars der Zugang zu Martin Suter – der mit seinem reduzierten Schreibstil und überragend einfachen Texten und einprägsamen, gut recherchierten Geschichten fesselt, ohne zu langweilen. Ich habe mir das Buch damals blind – wegen des Titels – zugelegt. Es geht nicht um das Album, obwohl es darin erwähnt wird – und doch passt alles wunderbar zusammen. Absoluter Tipp!!!

  2. Heiner sagt:

    Habe das Buch verschlungen.
    Sehr gut geschrieben.
    An einigen Stellen würde Comfortably Numb gut passen 🙂

  3. Bounty Bob sagt:

    Einspruch! Das Buch hat mich ein bisschen an die alten US-Propagandafilme erinnert (Reefers Madness), in denen brave Teenager nach dem Genuss von Marihuana zu Massenmördern werden.
    Schrecklich, wie dumm die Wirkung halluzinogener Pilze beschrieben wird: Erfahrene Konsumenten und auch wissenschaftliche Literatur berichten, dass sie zu einer meditativen, oft auch kritischen Innenschau führen. In Lateinamerika werden psychotrope Substanzen erfolgreich für Anti-Aggressions-Therapien und Alkohol-Entwöhnung eingesetzt. Aber in Suters‘ Buch führt der Pilztrip nur dazu, dass der Protagonist zum totalen Menschenfeind wird, der grundlos hasst und sinnlos mordet. Für ein Buch, dass sich so erkennbar an den Pink-Floyd-Erfolg hängt, fand ich auch die herablassende Sichtweise auf alternative Leute und Hippies nur umso enttäuschender. Schade, dass es verfilmt wird statt meines „Pink Floyd Biopics“ :-).

    • Oskar Oskar sagt:

      Lieber Bounty Bob.
      „Schrecklich, wie dumm die Wirkung halluzinogener Pilze beschrieben wird: Erfahrene Konsumenten und auch wissenschaftliche Literatur berichten, dass sie zu einer meditativen, oft auch kritischen Innenschau führen.“
      Dieser Kommentar ist genauso verallgemeinernd, wie zu sagen alle Konsumenten von Halluzinogenen werden gewalttätig.
      Es kommt prinzipiell nicht auf die Substanz an, sondern auf den Mensch der sie einnimmt. Eine Person mit (z.B.) Antisozialer Persönlichkeitsstörung oder psychotischer Symptomatik kann bei Einnahme von psychotropen Substanzen durchaus aggressiv und gefährlich werden, denn psychoaktive Substanzen verändern lediglich schon vorhandenes „Grundmaterial“. In der Realität kommt es dabei oft zu Mischkonsum (z.B. mit Alkohol) was gefährdende Verhaltensweisen durchaus steigern kann.
      Folglich wird jemand der generell weit von einer „kritischen Innenschau“ entfernt ist diese auch unter Substanzeffekt nicht machen.
      Psychotrope Substanzen werden übrigens weltweit in der Medizin eingesetzt, nicht nur in Lateinamerika. Alle illegalen Substanzen kann man in legaler Form auch in der Medizin finden, wirklich alle!

  4. GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

    Danke für den Tipp, sehr interessant, Moritz Bleibtreu mag ich sehr. Halluzinogene Pilze brauch ich nicht, mir würde einmal mehr Shine On You Crazy Diamond …Live… by David Gilmour himself dieses Jahr genügen, Cheers 😉

  5. Felix Untersteiner Felix Untersteiner sagt:

    und wer es etwas „skandalöser“ will, bei dem film „love“ von Gaspar Noé wird pink floyd durch „is there anybody out there“ vertreten. Abgesehen von Pink Floyd aber harte kost, bzw ziemlich freizügig und deprimierend. muss man mögen 😉

  6. Roman sagt:

    Hi
    also hab mir den Film gestern angesehen, und kann ihn nur empfehlen.
    Sehr dichte Story und die dunkle Seite eines Menschen sehr gut umgesetzt und stark gespielt von Bleibtreu.
    Das Buch ist sicher stärker und man hätte dem Film noch das ein oder andere Detail hinzufügen können, was aber ja das Manko fast jeder Buchverfilmung ist.
    Eine kurze Sequenz kommt auch Pink Floyd zu…aber seht ihn euch an 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.