Hamburger Band Halma auf den Spuren von Pink Floyd Live At Pompeii

Die Band Halma aus Hamburg hat zum Song „Deep White“ vom neuen Album „Granular“ ein Video gedreht, das mich durchaus an Pink Floyd Live At Pompeii erinnert! Spaß beiseite die Ähnlichkeit ist kein Zufall! Es handelt sich tatsächlich um eine filmische Hommage an Pink Floyds Pompeji Video.

Die ersten Szenen sind auch 1:1 nachempfunden (sogar der Sonnenschirm hat seinen Auftritt), im weiteren Verlauf des Stückes mussten sie sich aber vom Original entfernen, da sie ja keine Gesangspassagen haben. Stattdessen haben sie auf Gitarren-Close-ups zurückgegriffen. Die Naturaufnahmen stammen aus dem Prelinger Archive, New York (Found Footage). Die beiden PA-Boxen, die links und rechts bei zu sehen sind, sind sogar von der gleichen Firma wie bei Pink Floyd (WEM).

Halma haben das klasse gemacht! Würden die bei mir in der Nähe spielen wäre ich schon dort! Und das nicht nur wegen dem Video! Aber seht am besten selbst!

Das Video wurde aufgenommen im Volkspark, Hamburg-Altona. Schnitt und 2. Kamera: Andreas Voss. 1. Kamera Gisela Meyer. Der Song stammt von dem Album “Granular”, dass letztes Jahr auf Vinyl und CD auf Kapitän Platte veröffentlicht wurde!

Halma Granular

Release: 23.10.2015

Hier sind sie, die sechs neuen Tracks von HALMA, dem Hamburger Quartett, das seit 2000 Soundtracks für das Inner Life im Outer Space komponiert.
Das Cover des neuen Albums GRANULAR ziert ein Bild des Kometen Tschurjumow-Gerassimenko, aufgenommen von der Raumsonde Rosetta. Der 4000 x 3000 Meter große Felsbrocken könnte allerdings auch ein Sandkorn sein. So macht die Band schon optisch klar, worum es geht: Mikro- und Makrokosmos – eine Reise vom Kleinsten zum Größten.

Halma-GranularDa wird auf Ton gestanden, die Noten als Granit-Möbel verschoben, schwer und klumpig, als auch leicht und sirrend wird auf dem Verschiebebahnhof taktiert. Besenrein fegt das Raschel-Schlagzeug den Grund für ein Tiefes Weiß sauber und legt die Geometrie des ersten Tracks Deep White dar, darin Haltepunkte setzend, die die warme Mathematik dieses Stücks freisetzen können. Hier werden Bilder von innen ausgelotet, ja, das ist moderne Landschaftsmusik, allerdings nicht unbedingt von dieser Welt. Wer Urlaub im Kopf machen will, der reist hier richtig.

Sediment, der Name des zweiten Titels, ist Programm … Ton-Schichten, Töne schichten, mit vielen Schattierungen von Dunkel- bis Hellgrau. Melodieansätze, die in erster Linie stehen könnten, dann aber nur schmale Zeichen setzen, nicht ausformuliert, sondern nur kurz im Ansatz begriffen bleiben, um dann ganz woanders abzusterben. Das ist Beschaulichkeit, die Angst machen kann. Dazu braucht es nur einen Halbtonschritt in ein unbekanntes Terrain, so gut gesetzt ist das Gesamtensemble Klangfeld.
In Riverbed, dem dritten Titel, stimmen Bass und Schlagzeug zu einem wohlmeinenden Bekanntheitsgrad ein. Für den man dankbar ist, Dank auch dafür, dass man hier an die Hand genommen wird. Das Schlingern des Riffs führt dann aber in eine Abseite, die Fragen offen lässt. Im vierten Track arbeiten HALMA mit wohldosierter Verzerrung, ja, 50 bis 70 beats per minute sind bei einem Stück wie Mud Mound definitiv ein D-Zug! Die an- und abschwellende Zerre auf großer Fahrt möchte umarmt – umgarnt werden, am liebsten von den Knorpeln des Ohres.

Auf Bahn Fünf starten die Dirt Devils – das wohl rockigste Stück dieses Albums. Auch hier: Schichtarbeit. Bass und Schlagzeug spinnen keinen Faden – eher eine Stahltrosse, aus der die Gitarren – Ton für Ton und Sound um Sound – einen tonnenschweren Webteppich flechten. Für ihr Brettspiel auf Gitarrenhälsen hat die Band den richtigen Namen gewählt.

Crooning Dune, das Abschlussstück, beginnt am Rande der Unhörbarkeit, der Bass winkelt einen Zweiton ins Nichts, über das sich eine Gitarrensirene aufbäumt. Sehr genau akzentuiert, sticht eine andere Gitarre hervor und setzt die Arbeit fort. Langsamkeit auf Wanderschaft … Düne, wohin willst Du gehen … wovon willst du singen? Von Deiner Sehnsucht? Ja!

Auf ihrem sechsten Album, das im traditionsreichen Studio Nord in Bremen mit Gregor Hennig aufgenommen wurde, zeigt die Band, dass sie ihre Kunst beherrscht, Zeit neu zu definieren. HALMA kennen das dunkle Schweigen im Walde – kurz bevor die Vögel aufwachen.

[asa]B0159DRGQ8[/asa]

Weitere Infos über Halma findet ihr auf deren Website www.halma-music.com.

Ich danke Kapitän Platte für die Informationen!

Das könnte Dich auch interessieren...

6 Antworten

  1. Felix Untersteiner Felix Untersteiner sagt:

    ui geiler stoner rock!!!!!!! danke für den tipp, eine „lead solo“ gitarre vermisse ich allerdings schmerzlich

  2. GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

    Sehr cool! Gefällt mir sehr, toller Tipp, am Besten als Vinyl haben. Erinnert mich doch an/und muss ich auch mal wieder ein wenig Krautrock hören (z.B. CLUSTER oder ORGANISATION, 1969, Ralf Hütter, Florian Schneider, wurde dann Kraftwerk draus), oder NEU! (Hallogallo), richtig abgedreht und gestoned 😉 Schönes WE!

  3. Andreas (einer von vielen) sagt:

    Wolfmother haben das auch mal gemacht, schaut bei Vevo den Song „Mind´s eye“.
    Klasse Mucke!

  4. Peter Glenz sagt:

    Die Beastie Boys haben das bei ihrem Musikvideo zu „Gratitude“ auch gemacht. Viele Schnitte und Kameraeinstellungen wurden übernommen, und es kam scheinbar original Pink Floyd Equipment zum Einsatz.

  5. Carsten sagt:

    Super, würde ich gern mal live hören.

  6. Udo sagt:

    Hab´s mal als Vinüül bestellt.
    Bin echt gespannt!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.