40 Jahre Dark Side of the Moon

Dark Side Of The Moon - Immersion (2011)

2.3.2013: 40 Jahre Dark Side of the Moon!! Dazu sollte man wohl ein paar Zeilen schreiben! Mit der Veröffentlichung von Dark Side of the Moon hat sich für Pink Floyd und ihre Fans vieles geändert.

Es war Schluss für Floyd mit ihrem „Independent“ Rockband Dasein. Das Album katapultierte sie aus den 10000er Arenen hinaus, hinein in die Baseballstadien. Und die Nadel hörte man von da an, bei einem Floyd Konzert, auch nicht mehr so gut fallen. Stattdessen waren zunehmend fordernde Rufe der Fans nach „Money“ zu vernehmen. Pink Floyd waren angekommen, im Olymp der Rockmusik. Etwas wofür sie hart gearbeitet haben. Der Traum eines jeden angehenden Rockmusikers, von Geld, Frauen und Auftritten in den größten Stadien der Welt, der hatte sich mit „Dark Side“ erfüllt.

Rick Wright meinte 2003 in einem Interview für das Uncut Magazin, auf die Frage: Woher kamen Magie und Gefühle des „Dark Side“ Albums?

Meiner Meinung nach ist es spontan entstanden. Als wir an „Dark Side“ arbeiteten, waren wir auf dem Höhepunkt unserer Kreativität. Es sind die besten Lieder die Floyd je geschrieben haben. Obwohl Roger und ich keine besonderen Freunde waren, gab es ein hervorragendes Arbeitsverhältnis. Wir hatten Respekt für einander.

Roger hatte eine klare Vorstellung davon was er auf „Dark Side“ ausdrücken wollte. Er wollte die Sprache einfach belassen und ein Konzeptalbum machen (seufzt). Es war unser erstes das wir machten. Die Gefühle die darauf zum Ausdruck kamen, hatten wir alle zu dieser Zeit. Die Tatsache, dass wir die ganze Zeit auf Tour waren und wenig Kontakt zu unseren Familien hatten, beeinflusste ihn ebenso wie frühe Kindheitserinnerungen.

Ich denke, dass die Musik und der Text einfach zusammen fanden.

Keine Veröffentlichung anlässlich des Jubiläums

Interessant finde ich, dass sich die Plattenfirma anlässlich des 40jährigen Jubiläums dieses Meisterwerks, nicht zu einer Veröffentlichung hinreißen ließ. Aber man hat wohl mit der Immersions Edition von Dark Side of the Moon 2011, schon alles was möglich ist an die Fans weitergegeben.

Was denkt ihr heute über Dark Side of the Moon?

29 Antworten

  1. Joachim sagt:

    Das beste musikalische Werk aller Zeiten.
    Das beste Pink Floyd Album überhaupt.
    Und das beste Album der Rockgeschichte.

    Ich glaube ich habe es schon zehntausend mal gehört,und ich bin jedesmal wieder überwältigt von diesem Gesamtkunstwerk.In seiner ganzen musikalischen Pracht und Eleganz kann diesem Album nichts das Wasser reichen.Danach war keine Steigerung mehr möglich.Ich liebe WYWH,ANIMALS und auch THE WALL,aber DARK SIDE… ist einfach der Oberhammer.Ich freue mich schon wieder auf den Sommer wenn ich spät am Abend vor meiner Blockhütte auf meiner Sonneliege relaxe und ich mir dieses einzig wahre Meisterwerk zum xten Male anhöre und wieder völlig begeistert sein werde.

  2. Christian sagt:

    “I’d love to be a person who could sit back with his headphones on and listen to that the whole way through for the first time.
    I mean I never had that experience.
    But it would have been nice.”

    David Gilmour

  3. Ozeloth sagt:

    @ Joachim

    So isses !

    Ich habe bei meinem letzten The Wall Konzert sogar gedacht, dass ich lieber nochmal die DSOTM Tour von Roger live sehen würde.

    Irgendwie hatte die Tour mich musikalisch mehr berührt.

    Dark Side ist wirklich unschlagbar.
    Das einzige Lied, dass mich nochmehr umhaut ist „Shine On“.

    Die Melodie von Shine on you Crazy Diamond ist für mich Pink Floyd in Vollendung..

    Gruß
    Martin.

  4. Sunny sagt:

    Überhört niemals die Waterschen Texte dieser Jahre. Erst die Einheit von innovativer Musik und intelligenter Poesie macht Moon zu einem zeitlosen Meisterwerk der modernen Musik.

  5. Kowalski sagt:

    Ich finds toll, daß meine Empfindungen, die ich damals beim Hören hatte, auch so viele Menschen haben. Alsoi muß ja was „dran“ sein. Die Platte ist von 1973 und war meiner Meinung nach mindestens 20 bis 30 Jahre voraus. Wer macht denn solche Musik? Ich habe alles von Floyd aufgesogen und dies wird sich bis zum Lebensende nicht ändern. Dark Side ist eines der größten Werke, die die Menschheit hervorgebracht hat. Gilmours Gesang auf Us and Them – glasklar und berührend. Brain Damage und Eclipse – typisch Waters – ein Werk abschließend, mit einem bedrückendem Gefühl. Man schwebt förmlich. Ach einfach hören, Augen zu und sich verneigen für die größte Band.

  6. Ozeloth sagt:

    @ Sunny

    „Breathe, breathe in the air
    Don´t be afraid to care“… 🙂

    Man darf die Texte aber auch nicht überbewerten.

    Selbst Waters meinte mal, dass er sich wundere damit davongekommen zu sein…

    Gruß
    Marttin

    • scarecrow sagt:

      Das ist der Grund warum Wish You Were Here bei mir immer etwas über dem zweifelsohne grandiosen Dark Side Album steht. Bei Dark Side sind die Texte noch etwas plakativ und gewollt, die Musik aber schon in höchster Vollendung. Auf WYWH passt dann wirklich alles. Die Texte, das daran angelegte Artwork und natürlich die epischen Songs. Ein Album was an perfektion wahrscheinlich bisher nie überboten wurde und auch (wenn ich mir die Musik derzeit so anhöre) nie mehr überboten werden wird.

      Zu Dark Side: Ich weiss noch genau wie ich zu dem Album kam. Mein Vater hatte die LP auf weissem Vinyl mit den Postern etc. Irgendwie hat mich alleine diese Cover schon angezogen. Und als dann „Speak To Me“ spielte und sich die Spannung mehr und mehr aufbaute um dann von „Breathe“ wunderschön aufgelöst zu werden wusste ich, dass das dieses Album wohl anders, besonderer ist als alles was ich zuvor so zu hören bekommen habe.

      • Sunny sagt:

        Die Texte auf Moon sind gewollt, ja, und gekonnt, mehrschichtig und nie eindimensional, die Themen zeitlos aktuell, die Collage-Technik makellos. Ich würde mich als kritischen Floydianer bezeichnen, ich lobe noch lange nicht alles über den grünen Klee, aber ich kann an diesem Werk keinerlei Schwächen entdecken. Für Shine gilt das gleiche, der Text ist eine Elegie von höchster literarischer Qualität. Eigentlich sollte man beide Alben immer nacheinander hören – und sich danach einige Zeit der Stille überlassen.

        • scarecrow sagt:

          Schwächen würde ich es auch nicht nennen. Man merkt nur dass es Waters erstes richtiges Konzept war. Die Texte auf Dark Side sind natürlich sehr gut aber auf WYWH hat es Waters einfach perfektioniert.

        • Werner sagt:

          @ scarecrow & @ sunny ihr habt das Dark Side Phänomen sehr schön beschrieben in euren Kommentaren. Ich bin da ganz bei euch! Und Apropos Alben hintereinander hören. Im vergangenen Herbst, kam ich in den Genuss, die SACD Versionen von „Dark Side of the Moon“ und „Wish You Were Here“, bei einem Freund auf dessen unglaublicher 7.1 Soundanlage, hintereinander zu hören. Es wurde nicht gesprochen, wir ließen uns 90 Minuten von der Musik treiben! Es war auch für einen wie mich, der die beiden Alben schon sooooo oft gehört, eine wundervolle Erfahrung!

    • Sunny sagt:

      Ich kenne RWs ungewohntes Understatement – aber wie großartig geht der Text weiter:

      For long you live and high you fly
      And smiles you’ll give and tears you’ll cry
      And all your touch and all you see
      Is all your life will ever be

      Run rabbit run
      Dig that hole, forget the sun
      And when at last the work is down
      Don’t sit down, it’s time to dig another one
      For long you live and high you fly
      But only if you ride the tide
      And balanced on the biggest wave
      You race towards an early grave

      Ein fantastischer Text.

  7. Sunny sagt:

    @Werner: da wäre ich gern der Dritte im Bunde gewesen 🙂
    Demnächst mache ich das auch mal wieder, dazu ein Fläschchen Roten, guten Tabak in der Pfeife und das Licht aus …

  8. Heiner sagt:

    „Hanging on in quiet desperation is the English way “

    Ein der besten Zeilen überhaupt…
    The Great Gig in The Sky ist völlig überwältigend ..

    Und in der Summe das zweite beste Album nach

    Wish you were here

    IMHO

  9. Sunny sagt:

    schön wäre, es gäbe einen live-chat, einmal im Monat oder so, „pink hour“, mit der Vorgabe, ein bestimmtes Album aufzulegen…

  10. GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

    Ja… *schwärm*… schliesse mich nahtlos an joachim, scarecrow, sunny und werner an!
    Ich bin „erst“ 1979 über das The Wall- Album auf Pink Floyd überhaupt gestossen (wall war meine erste LP überhaupt). Ich hörte dann (eher zufällig) chronologisch rückwärts die vorherigen Alben, also Animals, WYWH und DSOTM. Für mein damaliges Empfinden waren jedoch WYWH (besonders Shine On) und Animals dann meine Lieblingsplatten neben der Wall – Dark Side erschloss sich mir erst viel später.

    Dark Side und WYWH waren dann die ersten beiden CDs, die ich mir anno 1987 zusammen mit AMLOR kaufte und immer begleited mit dem Wunsch, die Alben auf einem wirklich gigantischen Soundsystem oder gar live zu erleben. Ich weiss noch gut, dass ich mich auf die knisterfreien Passagen freute, das war Faszination CD halt, wenn man bis dahin nur Vinyl hatte. Mangels Finanzen war das Kernstück meiner damaligen Soundanlage neben Mittelmass-Sony-Anlage wenigstens ein excellenter, geschlossener Kopfhörer, mit dem ich gut abgeschottet von der Umwelt dann DSOTM schätzen lernte.

    Ich kann es mir nicht wirklich erklären, aber mit jedem Hören kommt Dark Side mehr an mich heran, berührt mich, fasziniert es mich mehr. Es fesselt und begeistert mich, ich muss es immer vollständig hören, mag es nicht wenn DSOTM Songs losgelöst gespielt werden.

    Erst seitdem ich mir erst vor ein paar Jahren eine 5.1-Anlage im Wert eines Kleinwagens zugelegt habe, habe ich das Gefühl, Dark Side, WYMH, u.s.w gebühren wiedergeben zu können. Und das ist bei mir auch schon sowas wie ein Ritual. Meine Freundin hält mich für total verrückt, geht einmal in der Woche einem anderen Hobby nach so das es bei mir dann „Pink Floyd“- Abend heisst… 🙂

    Es begleitete mich mein ganzes Leben, in jeder Phase ob traurig ob glücklich – Dark Side war immer für mich da, ein Universum, in das ich eintauchen konnte. Ich habe nie wirklich ernsthaft Drogen (na ja mal Gras mitgeraucht) genommen – meine ist Wohl DSOTM und Pink Floyd überhaupt.

    Ich danke PINK FLOYD, der besten Band aller Zeiten für dieses großartige Meisterwerk!!! Und ich danke euch und diesem Forum, die dem würdigen.

    Shine On,

  11. Heiner sagt:

    War das eigentlich am 2.3 oder am 24.3.1973 ???

  12. Christian sagt:

    „There is no dark side of the moon really.
    Matter of fact it’s all dark.“

  13. Daniel sagt:

    DSOTM war in der Tat seiner Zeit weit voraus, in verschiedenen Disziplinen. Zum einen die musikalischen Experimente (die Sample- und Eletronikspielereien, der ungewöhnliche Rhythmus von Money, die bahnbrechende Klavierharmonie von Great gig in the sky), die große Grenzen vollständig eingerissen haben, dazu die unglaubliche Produktion von Alan Parsons (die die meisten anderen Bands bis heute nicht übertreffen) und nicht zuletzt ist das Werk die Blaupause schlechthin für alle Konzeptalben. Aber im Gegensatz zu anderen Konzeptalben gehen Pink Floyd da sehr songorientiert zu Werke, songs wie Time, Money, Brain damage etc. stehen absolut für sich und gehören doch zu einem großen Ganzen. Das hat bis heute niemand derart wiederholen können. Eigentlich wäre dieses Album das ultimative Album im Progrock/Artrock, hätten die Herren nicht mit Shine on you crazy diamond den perfekten Song abgeliefert. Mir zumindest fällt es schwer, zwischen den beiden Meisterwerken einen Favoriten zu benennen.
    Auch das Cover sollte man mal erwähnen. Unglaublich, wie berühmt das Floydsche Prisma mittlerweile ist!
    Eigentlich könnte ich seitenweise über dieses Album schreiben, die Bedeutung für die Band und die Musikwelt kann kaum hoch genug eingeschätzt werden. Aber eigentlich wurde darüber alles gesagt. Also höre ich lieber auf zu schreiben und lege das Album zum tausendsten Male auf und langweile mich immer noch keine Sekunde …

  14. Christian sagt:

    DSOTM ist für mich genau so einzigartig wie die meisten anderen Alben von Pink Floyd. Jedes steht für eine musikalische Phase der Band und auch von mir als Fan. Jedes steht widerum ganz für sich und dabei immer unverwechselbar für Pink Floyd. Der Geist von Pink Floyd ist für mich jedoch am besten mit Obscured by clouds eingefangen worden.

    • Sunny sagt:

      Das stimmt. Wiederholt haben sie sich nie. Hatten sie etwas gefunden, ging die Suche beim nächsten Mal weiter. Das ist die Mentalität von Künstlern, die sich nicht vom business vereinnahmen lassen möchten.

  15. murph sagt:

    roger meint selbst, dass die texte auf DSOTM so viel zum erfolg der platte beigetragen haben, weil sie gerade nicht sehr intellektuell, sondern im gegenteil eigentlich sehr zugänglich sind und einfache situationen beschreiben.
    es ist eigentlich auch sehr schön in der filmsequenz in „the wall“ zusammengefasst, wenn sich der lehrer über den jungen pink/roger und seine poetischen versuche lustig macht: „the laddy reckons himself a poet! … rubbish, absolute rubbish!“

    und 20 jahre später ist er damit multimillionär und der lehrer hat noch immer seine armselige existenz. das ist eigentlich eine sehr vielsagende szene im film.

  16. Sunny sagt:

    Der meistverkaufte Lyrikband der dt. Nachkriegszeit ist von Erich Fried, der populärste Lyriker der letzten dreißig Jahre der inzwischen verstorbene Robert Gernhardt. Warum ist das so: weil sie metrisch und metaphorisch vergleichsweise schlicht sind, früher hätte man gesagt: „volksnah“. Gleiches gilt für die Moon-Texte. Was ja nichts über die Qualität aussagt. Intellektualität ist nicht das erste Kriterium für die Bewertung eines lyrischen Gedichts, die Ausländer sehen dies sogar weitaus unverkrampfter als die Deutschen. Wenn RW sich vermeintlich selbstkritisch äußert, ist wohl immer ein Schuß Selbstironie dabei. Er wird die Qualität seiner Texte ganz sicher nicht ernsthaft geringschätzen, und Pinks bornierter Lehrer ist ganz sicher nicht sein Alter Ego 🙂

    • murph sagt:

      ups, in meinem kommentar wurde der entsprechende youtube-link gelöscht. und zwar zu jener stelle im film in ABITW2, in welcher der lehrer pinks/rogers gedichtesammlung findet und sich über folgenden text lustig macht: „money – get back … new car, caviar, four star daydream, think i will be me a football team“, und das ganze als mist abqualifiziert.
      diese szene empfinde ich alles andere als selbstkritisch – vielmehr als bestätigung bzw. späte genugtuung der ignoranz und borniertheit seiner elterngeneration gegenüber.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.