The Australian Pink Floyd Show 14.4.2014 München Olympiahalle

The Australian Pink Floyd 14.4.2014 München

Bericht und Fotos von Daniel Komarek

Ich habe die Band im Münchener Zenith mit meinem Dad und nem Arbeitskollegen angesehen. Mein Dad und ich haben die Band bereits zum zweiten Mal angeschaut und der Kollege kannte davor nur die britischen Kollegen „Brit Floyd“, die wir uns vor zwei Jahren auch in München in der kleinen Olympiahalle angesehen haben und waren von den Aussies im Zenith sehr enttäuscht. Wie gesagt haben wir uns die Aussies vor zwei Jahren schon angesehen. Da wars die Meistersingerhalle in Nürnberg. Dort waren wir vom Surround Sound, natürlich vom Licht und generell von der Show sehr beeindruckt. Danach die Brit Floyd haben noch mal eine Schippe drauf gelegt von der Lichttechnik und vom besseren Sound, insbesondere die Gitarrensounds waren besser. Dadurch hatten wir jetzt schon eine hohe Voraussetzung gegenüber der Aussies dieses Jahr.

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Der Sound war blechend, teilweise stark übersteuert und einfach brutal laut, selbst für meine Verhältnisse (ich bin leidenschaftlicher Schlagzeuger, Gitarrist und höre dadurch auch gerne und oft laut Musik). Es war für mich teilweise sehr schwer das Saxophon bei Shine on oder bei Us and Them raus zu hören und der Sänger bzw. die ganze Band, bis auf die Background-Sängerinnen waren nicht sehr gut gelaunt. Insbesondere der Sänger hatte sein Desinteresse an der Show für mich durch Hände in der Hosentasche, verschränkte Arme und gelangweilten Blicken ausgesagt. Die Licht-Show fand ich ganz ok. Es waren eben die typischen Lasergeschichten dabei (einzelne Schläge des Drummers wurden bei Time mit Lasern hervorgehoben) und so weiter.

Mein Fazit zu den Australian Pink Floyd ist, dass dies meine letzte Show von ihnen war, da sie mich jetzt 1. um 55 € ärmer gemacht haben und sie das nicht wirklich wert waren.

Setlist:
01 Shine on you crazy Diamond
02 Welcome to the machine
03 What do you want from me
04 Coming back to life
05 Time
06 Breathe (Reprise)
07 The great gig in the sky
08 Us and them
09 The happiest days of our lives
10 Another brick in the wall (Pt. 2)
Pause (20 Min.)
11 Pigs
12 Set the controls of the heart of the sun
13 Young lust
14 Keep talking
15 Hey you
16 Wish you were here
17 One of these days
18 Comfortably numb
19 Run like hell

Danke Daniel für Deinen Bericht und die Fotos!

14 Antworten

  1. Felix Untersteiner Felix Untersteiner sagt:

    55 euro ist verdammt frech für eine simple coverband..hart gesagt

  2. Norbert B. sagt:

    Ich habe die Aussies mit ’nem Kollegen in Leipzig gesehen. Beide sind wir recht große Floyd-Fans und die Jungs laufen bei uns bei fast jeder sich bietenden Gelegenheit. Aufmerksam geworden bin ich auf die Aussies eher durch Zufall, beim stöbern im Musik-DVD-Regal von den Jungs die nicht blöd sind. Als ich dann bei Eventim mitbekam daß sie in Leipzig spielen, versuchte ich dann noch mir bei YouTube einen ungefähren Eindruck zu verschaffen was einen erwarten könnte, wohlwissend, daß die Filmchen dort, v.a. soundtechnisch, mit Vorsicht zu genießen sind. Aber wer gibt schon gern 55 Euro einfach so auf Verdacht aus. Was soll ich sagen, hinterher waren wir beide froh das Risiko eingegangen zu sein. Obwohl die Gefahr enttäuscht zu werden recht groß ist, wenn man fast ständig das Original im Ohr hat, waren wir beide hinterher begeistert.

    Die Setlist für meinen Geschmack sehr abwechslungsreich. Der Sound laut aber klar und an der richtigen Stelle mit Bass, der die Hosenbeine zum flattern bringt. Auch die Performance, soweit ich es beurteilen kann recht nah am Original. Mir war es leider nie vergönnt Pink Floyd live zu erleben, aber seit diesem Abend glaube ich eine ungefähre Vorstellung zu haben, wie sich das angefühlt haben muß. Ein rundum gelungener Abend. Und wenn ich an die Reaktionen der Leute nach dem Konzert und ihre Gesichter beim Verlassen der Arena Leipzig denke, scheinen es alle anderen auch so empfunden zu haben.
    Ich habe jetzt schone einige Rezensionen zu den Aussies im Netz gelesen. Es scheint bei ihnen die Akustik der Halle (vielleicht auch die Kunst des Tonmeisters, die Anlage beim Soundcheck auf auf die Halle einzustellen, bin da aber kein Experte) und eventuell auch die Tagesform der Künstler eine gewisse Rolle zu spielen ob es ein gelungener Konzertbesuch wird oder doch eher eine Enttäuschung. Schade eigentlich, denn nach ihrem Auftritt in Leipzig kann ich sie nur empfehlen.

  3. Oliver sagt:

    Obwohl ich mir wegen der eintönigen Setlists der letzten Jahre nach jedem Konzert aufs Neue vornehme, im nächsten Jahr nicht wieder hinzugehen, habe ich mir die APFS am Samstag in Bielefeld angesehen. Dort war der Sound -wie ich es von den Aussies gewohnt bin- zwar laut, aber hervorragend ausgesteuert. Für so eine Band eigentlich perfekt. Die Bielefelder Stadthalle war seit Wochen ausverkauft, es dürften somit ziemlich genau 2000 Besucher dort gewesen sein. Für so eine Band eigentlich auch perfekt.

    Die Setlist war identisch mit der in München, was die eigentliche Frechhait an dieser Veranstaltung war. Schon bei den Konzerten im letzten Jahr lagen nämlich Werbeflyer für die Tour 2014 aus, deren Titel „Set the controls“ erstmal die Hoffnung auf einen Schwerpunkt mit früherem Material und damit Interesse weckte. Las man das Kleingedruckte wurde die Hoffnung natürlich gleich im Keim erstickt: Das beste aus DSOTM, WYWH und Disision Bell sollte es geben plus weiterer toller Pink Floyd Songs. Also das selbe wie jedes Jahr. Doch immerhin: Das Publikum sollte die Setlist durch Wahl der weiteren tollen Pink Floyd Songs mitbestimmen dürfen! Klang dann doch wieder verlockend, zumal dieses Konzept vor Jahren bereits bei der Konkurrenz von The Machine sehr gut funktioniert hat, d.h. meine persönlichen Vorschläge -wenn auch wahrscheinlich wegen geringer Wahlbeteiligung- fast alle berücksichtigt worden sind.

    Naja, als man dann mehrere Monate später über die Homepage abstimmen konnte, beschränkte sich das ganze dann auf jeweils 2 Songs von DSOTM, WYWH und Division Bell. Was sollte da schon bei rauskommen?
    Natürlich eine Setlist, die jeden Abend seit Beginn der Tour im Januar exakt gleich war! Die einzigen Varationen lagen darin, dass man ca. nach jedem 10. Konzert einen Song ersatzlos gestrichen hat: erst Take it Back, dann Astronomy Domine, zuletzt High Hopes. Mit der Folge übrigens, dass der Schwerpunkt in Wirklichkeit bei The Wall (6 Songs) lag anstatt bei DSOTM, WYWH und Division Bell (je 3 Songs).
    Das fand ich wirklich ärgerlich, zumal an diesem Abend nichts, aber auch gar nichts gespielt wurde, was nicht in den letzten Jahren auch schon auf dem Programm stand. Auch in Australien ist doch inzwischen dieses Internet bekannt, oder? Da kann ich doch nicht eine Tour damit bewerben, dass das Publikum die Setlist mitbestimmen kann, und in zahlreichen Interviews erzählen, wie aufregend es ist, in jeder Stadt was anderes zu spielen in der Annahme, es merkt sowieso keiner, dass tatsächlich immer das selbe gespielt wird. Zugegeben: Den meisten wird’s egal sein, aber ich gehe nächstes Jahr nicht mehr hin. Es sei denn, sie spielen zum Jubiläum das WYWH-Album komplett…

    Richtig gut haben mir übrigens STCFTHOTS, Pigs und -wie immer- OOTD gefallen. Ich mag auch, wie sie Shine on spielen, und WDYWFM? war auch ok, obwohl es angesichts 4jähriger, ununterbrochener Zugehörigkeit zur Setlist damit jetzt auch mal reicht. Höhepunkt des Abends war aber ein Strassenmusiker, der vor der Halle PF-Klassiker und -Raritäten wie See Emily Play solo zum Besten gab! Für den gilt (oder „gildet“ wie man in Bielefeld sagt): Nächstes Jahr gerne wieder! Dann habe ich auch Kleingeld dabei.

  4. Yucateco sagt:

    Wenn man dass so liest dann weiss ich wieder warum ich mir keine Floyd Cover Bands anhöre…

    Man muss allerdings fairerweise auch sagen dass an der katastrophalen Akustik im Zenith in München bisher fast jede Band gescheitert ist.

  5. Arne Arne sagt:

    @Oliver: dann war es ja die richtige Entscheidung nicht zu kommen 😉 Ich habe es inzwischen aufgegeben mir die Aussies anzusehen. Nächstes Jahr gehen Sie dann auf eine 20th Aniversary – PULSE Tour.. da brauchen sie auch nix an der Setlist ändern. Der Grund liegt ganz einfach darin: Die spielen nicht mehr für Pink Floyd Fans sondern bedienen einen Mainstream Publikum, die gerne mal bei einem echten Pink Floyd Konzert dabei gewesen wären. Um die gebuchten Hallen zu füllen und die Preise zu verlangen muss man halt ein Variante die PULSE-DVD bieten… traurig… spart dem echten Floyd Fan aber Geld, da er getrost darauf verzichten kann 😉

    • Norbert B. sagt:

      Das finde ich dann aber doch ein klein wenig unfair. Natürlich haben die Aussies auch ein wenig den Mainstream im Auge (soweit das bei Pink Floyd, die ja kaum bis gar nicht im Dudelfunk laufen, überhaupt möglich ist), schließlich müssen sie ja auch von irgendwas leben. Ihnen aber immer die gleiche Setlist vorzuwerfen, weil vielleicht die eigenen Lieblingsstücke aus der Floyd-Frühzeit nicht dabei sind, also ich weiß nicht (vielleicht habe ich Dich da aber auch falsch verstanden).
      Übrigens läuft Pink Floyd auch sehr häufig (um nicht zu sagen fast ständig ;))bei mir im Taxi. Und ich bin immer wieder überrascht, wie viele Leute, die offensichtlich jünger als das letzte Studioalbum von Pink Floyd sind, die Musik toll finden bzw sogar Pink Floyd erkennen. Und die haben als Vergleich nun mal nur die Pulse-DVD und eventuell die Live-DVDs von Roger Waters und David Gilmour. Diese aber jetzt quasi als Mainstream gegenüber den „echten Floyd-Fans“ fast schon herabzusetzen, ich weiß nicht. Aber wie gesagt, vielleicht habe ich dich da ja mißverstanden. Ich freue mich jedenfalls jetzt schon, wenn die Aussies das nächste mal in meiner Nähe auftreten. Es sei denn Gilmour oder Waters entschließen sich vorher noch mal zu einer Tour, das hätte dann natürlich Vorrang.

      • Arne Arne sagt:

        @Norbert B.: Was Oliver & Ich den Aussies vorwerfen ist, dass sie seit Jahren jedes Jahr wieder die gleichen Städte abklappern mit dem ewig gleichen Programm. Bei den Preisen, könnte man mal etwas Abwechselung vertragen. The Machine haben konsequent ein Jahr DSOTM komplett gespielt, das nächste Jahr Animals. Was nervt ist, dass sie jedes Jahr angeblich was neues machen und dann doch „nur wieder“ PULSE nachspielen. Ich hab das vor zwei Jahren schon mal deutlich kritisiert:

        sigge-rocktours.de: Australian Pink Floyd Show Bielefeld 2012/

        Wer nie das Glück hatte Pink Floyd live zu sehen, bekommt ansatzweise einen Eindruck davon wie es damals war… das wars auch… diejenigen sollen gerne hingehen. Ich für meinen teil brauche es nicht mehr, obwohl ich auch schon 5-6 Konzerte von ihnen und glaube ich 2 von The Machine gesehen habe.

      • Oliver sagt:

        „Ihnen aber immer die gleiche Setlist vorzuwerfen, weil vielleicht die eigenen Lieblingsstücke aus der Floyd-Frühzeit nicht dabei sind, also ich weiß nicht (vielleicht habe ich Dich da aber auch falsch verstanden).“

        Ich werfe Ihnen die immer gleiche Setlist vor, weil sie selbst aus den „Mainstream“-Alben ständig das selbe spielen. Sie haben jetzt 8 großangelegte Deutschland-Touren gespielt, wenn ich das richtig sehe, 7 davon seit 2008. Dabei hatten sie im Schnitt zB immer 4 Songs aus der letzten Floyd-Phase im Programm, die aber aus insgesamt nur 7 Stücken von AMLOR und DB ausgewählt wurden. Ich meine, DB hat doch 11 Songs, oder? Warum werden ausschließlich 5 davon in die Rotation geworfen? Bei AMLOR noch extremer: Ausschließlich LTF und Sorrow.

        Abesehen davon würde ich mir in der Tat mehr aus der Frühzeit wünschen. Für die Statistik: Seit 2004 gab es aus der Prä-DSOTM-Zeit nur 1x Arnold Layne, 1x Echoes, 2x Astronomy, 2x Careful 3 oder 4x STCFTHOTS und immer OOTD. Dass man auf bestimmte Stücke, vor allem aus den „Big 3“ nicht verzichten kann, um mit diesem Aufwand zu bestehen, ist klar. Trotzdem ist nicht verständlich, warum ganze Alben wie More, AHM, OBC und weitestgehend TFC völlig ignoriert werden, obwohl sie durchaus „mainstreamgängiges“ Material enthalten: Cymbeline, If, FOS, CE, W…UTD, um nur einige zu nennen. Man stelle sich mal den Nile Song vor!
        Brit Floyd haben dieses Jahr neben Astronomy und OOTD CWTAE, Childhood’s End und FOS im Programm, ohne dabei auf die großen Hits zu verzichten. Für mich deutlich attraktiver. Da würde ich nochmal hingehen, aber sie haben sich gegen die Aussies in Europa nicht durchsetzen können und werden wohl so schnell nicht wieder nach D kommen.

        Im übrigen fällt auf, dass die Konzerte der APFS trotz stetig steigender Preise immer kürzer werden, im Vergleich zu 2004-10 um fast 20 Minuten! Wenn sich die 2014er Setlist auf der „Boredom and Pain Tour 2017“ mal wieder wiederholt, werden auch Pigs und STCFTHOTS rausgefallen sein…

    • Yucateco sagt:

      „Der Grund liegt ganz einfach darin: Die spielen nicht mehr für Pink Floyd Fans sondern bedienen einen Mainstream Publikum, die gerne mal bei einem echten Pink Floyd Konzert dabei gewesen wären. “

      Genau das verstehe ich nicht ganz: Die „Originale“ Dave und Roger haben allein in den letzten 8 Jahren sage und schreibe 26 Konzerte in D/A/CH gegeben (wenn ich richtig gezählt habe), Gelegenheiten gab es also auch für die „jüngeren“ eigentlich genug, als das man diese gesalzenen Preise für ne Cover-Band ausgeben müsste (die Tickets sind teurer als für die PULSE-Tour!) 🙂

  6. Thomas Kern sagt:

    Gleiche Setlist…Maistream… also ich kann sagen, dass ich bei den Aussies zum ersten Mal „Echoes“ in voller Länge geniessen durfte (vor etwa zwei Jahren in Mannheim). Ausserdem noch STCFTHOTS und Astronomy Domine. Das ist schon toll, wenn man die alten Songs hört und dabei unter seinesgleichen sitzt (und weint…).Wer noch nie unsere Musik live gehört hat, sollte hin gehen.
    Die Coverband „Echoes“ ist bei den Konzerten kleiner, nehmen aber Songwünsche des Publikums an.
    Grüsse und schöne Ostern an Euch alle!

    • GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

      Dito, ich war auch in München, Highlight waren Pigs und Set the controls…, allein das war der Besuch wert! Der Sound war wirklich nicht so gut, liegt wohl auch an der Zenith-Halle. Alles in Allem fand ich BritFloyd vor 2 Jahren in der kl. Olympiahalle soundtechnisch auch besser. Echoes hab ich 2006 von David/Rick auf dem Königsplatz erlebt und hatte damals Tränen in den Augen vor Rührung/ Glück… LG 😉

      • Andreas Andreas sagt:

        @ GeckoFloyd: Ich kann jedes einzelne Wort nur bestätigen, einerseits was Brit Floyd betrifft und andererseits die Tränen in den Augen auf dem Königsplatz, niemals werde ich diese Nacht vergessen!!!

  7. Frank sagt:

    Hi!
    Ich kann nur beipflichten, dass das Zenith in München einfach ein grottenschlechter Veranstaltungsort ist. Ich habe inzwischen davon Abstand genommen, Konzerte dort zu besuchen. Der Sound war jedes Mal zum Abwinken. Leider haben die Aussies für 2015 wieder das Zenith gewählt, aber die Hoffnung stirbt zuletzt …

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