Roger Waters 28.9.2016 Mexiko City Foro Sol

Gestern startete Roger Waters seine Konzertserie in Mexiko City! Die Setlist umfasste 26 Songs! Darunter alles von „Dark Side Of The Moon“ minus „Any Colour You Like“, alles von Animals minus „Sheep“ und „Pigs On The Wing“ Part 2, all from „Wish You Were Here“ minus „Shine On“ Part 6-9, dass von Floyd live nie gespielte „Fearless“, das von Robbie Wyckoff gesungen wurde, „Set The Controls For The Heart Of The Sun“ und sieben Songs von „The Wall“ mit „Comfortably Numb“ zum Finale mit Riesenfeuerwerk zum Abschluß des Mega-Spektakels!

„Pigs“ widmet Waters dem US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump! Dessen Name und Gesicht waren auf der Projektionsfläche immer wieder zu sehen! Waters bezieht eindeutig Stellung! Bin gespannt wie das den Amis gefallen wird, wenn er in Kalifornien beim Desert Trip Festival spielt, dort werden in den ersten Reihen sicher auch viele Reps sitzen werden! Die teuren Tickets vorne haben bestimmt viele Geschäftleute angezogen!

Solosongs hat er gestern keine gespielt. Durchaus möglich das „Bravery Of Beeing Out Of Range“ und „Amused To Death“ als in die Setlist rutschen werden. Oder vielleicht erst beim Bridge School. Den geprobt hat er diese, wie auch den neuen Song „Crystal Clear Brooks“, den er letztes Jahr beim Newport Festival das erste Mal spielte!

Nachdem ich gestern David Gilmour in der altehrwürdigen Royal Albert Hall auf die Finger sehen konnte, kommt es mir, wenn ich die Größenordnungen von Waters neuen Show in Mexiko sehe vor, als ob ich bei einem Clubkonzert gewesen wäre! Waters neue Bühne, die „Battersea Powerstation“ on the road ist riesig! Die Dimensionen der Open Air The Wall Tour sind erreicht oder gar übertroffen! Sollte er damit nach Europa kommen wäre mir eine Nummer kleiner lieber!

Vine a ver a Dios #RogerWaters #PinkFloyd #MexicoCity #WishYouWereHere @elsa.b23

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Spielstätte: Foro Sol (Baseballstadion)
Kapazität: 50.000, ausverkauft
Adresse: Av. Viaducto Rio de la Piedad y Rio Churubusco S/N, 08400 Ciudad de México
Web: Foro Sol
Ticketpreise: $300 bis $3500 (Peso)
Einlass/Beginn: 19/21Uhr

RW-Mexiko-Poster

Band:
Roger Waters: Bass, Guitar, Vocals
Dave Kilminster: Guitar, Bass
Snowy White: Guitar
Graham Broad: Drums
G.E. Smith: Guitar, Bass
Jon Carin: Keyboards, Guitar, Vocals
Harry Waters: Keyboards, Harmonica
Robbie Wyckoff: Lead Vocals
Ian Ritchie: Saxophon, Bass
Jess Wolfe: Backing Vocals
Holly Laessig: Backing Vocals

Set 1:
01. Speak To Me
02. Breathe
03. Set The Controls For The Heart Of The Sun
04. One Of These Days
05. Time
06. Breathe (Reprise)
07. The Great Gig In The Sky
08. Money
09. Us And Them
10. Fearless
Set 2:
11. Shine On You Crazy Diamond (Pt. 1-5)
12. Welcome To The Machine
13. Have A Cigar
14. Wish You Were Here
15. Pigs On The Wing (Pt. 1)
16. Dogs
17. Pigs
18. The Happiest Days Of Our Lives
19. Another Brick In The Wall (Pt.2)
20. Mother
21. Run Like Hell
22. Brain Damage
23. Eclipse
Encores:
24. Vera
25. Bring The Boys Back Home
26. Comfortably Numb

 

29 Antworten

  1. Felix Untersteiner Felix Untersteiner sagt:

    2 mal „pink floyd“ an einem tag.-)

    und das waters fearless, set the controlls, pigs, dogs, one of these days!!! ect geprobt hat, verspricht einiges, auch von a spanish piece war die rede (kann ich mir aber nicht vorstellen) ließt sich sehr gilmourig:) hoffentlich kommen auch neue songs zum einsatz, und er verzichtet auf the wall material, dass ist schon mehr als bekannt, dieser kuheuter ist abgemolken:) Das animals wie auch wish you were here album scheinen komplett zu kommen, finde das genial, schade nur das gilmur gänzlich auf animals verzichtet, auch fearless wäre mal ne geile alternative zur übergewichtigen sonne gwesn

  2. Tom sagt:

    Es scheint fast so, als wenn die altehrwürdige RAH im Glanz der mexikanischen Sonne verblasst und London die „Show gestohlen“ wird.
    Was für ein Teufelskerl auf der anderen Seite des Atlantiks.
    Respekt!

    • TW sagt:

      Roger hat eindeutig die viel größere Profuktion, wie man auf den Bildern sieht.
      Aber musikalisch werde ich Gilmour immer vorziehen und auch seine Show finde ich absolut gelungen und passend.
      Trotzdem freue ich mich schon darauf eines der RW Konzerte nächstes Jahr (hoffentlich) zu besuchen.
      Er wird ja bloß in Stadien, etc. spielen können mit dieser Produktionsgröße…

    • Werner sagt:

      Ich bin hier in London und kriege jetzt keine Krise wegen Rogers Mega-Shoiw und den Animals Songs! Ich bin überrascht, dass Waters weiterhin beinahe zu 100% auf Pink Floyd Songs setzt und sich „weigert“ neues zu spielen! Ich hoffe auf Crystal Clear Brooks und einige Songs von Amused! Toll das er Animals wieder aufführt! Wie gern hätte ich die genialen Solos von David gehört! Es macht mir weniger Freude sie von anderen gespielt zu bekommen! Aber ich bin sicher dabei bei Waters Multimedia-Show 2017!

      • TW sagt:

        Nachdem er noch nicht einmal ein neues Album offiziell angekündigt hat war es irgendwie klar, dass er wieder auf Floyd setzt. Hoffe mal dass sich das bei den Shows nächstes Jahr ändert!
        Gilmour braucht keine Riesenproduktionen für seine Musik. Die (durchaus große) Show die er hat und vor allem seine Musik passen einfach perfekt!
        Viel Spaß heute beim Konzert!

  3. Thomas sagt:

    ich freue mich schon jetzt auf eine neue Tour von Roger

  4. Hanno sagt:

    Holla nur Pink Floyd Songs also. Waters nimmt den Best Of Charakter dieses Desert Trip Festivals also sehr ernst

  5. Michael sagt:

    Waaahnsinn! Was eine Setlist!!!

    Ich bin sehr gerne morgen in der Royal Albert Hall, aber das Desert Trip Event, das wäre echt was! Hoffentlich gibt es davon eine gut gemachte Kauf-DVD.

  6. Hanno sagt:

    Gerade einige Videos gesehen. Diese Bühne ist ja wirklich riesengroß – irre – kann dich verstehen, Werner, mir würde eine Nummer kleiner auch reichen

    • TW sagt:

      Das zu verkleinern wird schwierig…

      • Arne Arne sagt:

        Tatsächlich ist das relativ einfach durch die LED Wand. Das sind alles Standardelemente, die man überall auf der Welt einfach mieten kann. Die Software kann das problemlos auf jede Größe skalieren. Lediglich von den Schornsteinen braucht man angepasste Versionen. Bei den Proben gab es ja auch die „kleine“ Version der Wand, die auch in die RAH gepasst hätte. Daneben hingen die Schornsteine als Flaggen.
        Was mich mehr beunruhigt ist, dass das ganze Trump Material nach dem 8.11. vermutlich so sinnlos ist. Das ist ja aktuell ne Wahlkampftour 😉

        • TW sagt:

          Ja, aber die LED Wand bei den Proben, hatte bei weitem nicht die Länge, also das Seitenverhältniss. Damit wird es schwierig in kleinerem Maßstab.
          Klar kann man die Videos kleiner skalieren, sodass sie passen, aber das Seitenverhältnis des Screens soll doch in Kombination mit den Schornsteinen das Besondere an der Show sein, denke ich.
          Das würde so dann nicht mehr funktionieren.
          Auch für die Pyro müsste man dann Alternativen finden.

        • Werner sagt:

          Vielleicht muss die Wahl wiederholt werden! Wer weiß! Gibt’s die Briefwahl in den Staaten? Oder Roger geht schon von Trump als zukünftigen Präsi der USA aus!

  7. bluno sagt:

    … ich mag Waters ja sehr, aber wenn er die alten Pink Floyd-Klassiker spielt, hört sich das für mich eher wie eine sehr gute Pink Floyd Coverband an. Leider haben mich auch seine letzten The Wall-Shows musikalisch nicht restlos überzeugt und seine Stimme ist für mein Empfinden halt sehr eingeschränkt. Na, ja Ist halt Geschmacksache.

  8. Chris sagt:

    Wie heißt es so schön Waters hat noch seine Haare, David noch seine Stimme 😉

  9. TW sagt:

    Ich muss aber sagen, dass Waters mit seiner riesigen Bühne und der Masse an Licht und sonstigen Effekten eindeutig ein Mark Brickman fehlt.. Der hätte da lichttechnisch noch einiges mehr rausholen können…

    • Oliver sagt:

      Ich dachte, das Licht wäre von ihm!? Ist doch ein für Brickman ganz typischer Aufbau mit der seitlichen Beleuchtung.

      • TW sagt:

        Das mag schon sein, dass der Aufbau sehr ähnlich ist, aber Brickman kümmert sich um Davids Shows.
        Zum Beispiel finde ich die Bühnenshow zu Comfortably Numb, bis kurz vorm Ende („Auseinanderbrechen“) ziemlich langweilig, grade weil man ja damit eigentlich auch noch hätte versuchen können das Fehlen von David etwas zu kompensieren.

  10. Kowalski sagt:

    Also was ich da an Videos schon sehen konnte, war ja beeindruckend. Er hat neue Videosequenzen, die Bühne mit den Battersea Schornsteinen… Comfortably Numb mit den greifenden Armen… Man stelle sich vor da spielt David Gilmour. Bring the boys hat mir nicht gefallen. Spektakel kann ich nur sagen.

  11. TW sagt:

    Außerdem wundert es mich weshalb er nicht einmal seine alten Solosongs spielt, aber dafür Songs wie „One Of These Days“, die er lieber Gilmour überlassen sollte, da sie ja komplett nur auf der Slidegitarre von Gilmour basieren und das kann nunmal keiner nachmachen.

  12. Michael sagt:

    Ich hab mal das greifbare Material von gestern durchgesehen. Mich überzeugt das sehr.

    „One Of These Days“ klingt für mich nach der ursprünglichen Version, was mir gefällt. Zudem finde ich es nach wie vor schade, dass Gilmour „Animals“ komplett ausblendet. Wann hat er das letzte Mal was live von diesem Album gespielt? Freut mich sehr, dass bei Waters „Dogs“ und „Pigs“ gespielt werden. Und ich hoffe auf einen offiziellen Mitschnitt.

    Insgesamt bleibt es für mich dabei, dass sowohl Waters als auch Gilmour jeweils nur 50% Floyd sind. Dem einen fehlen Stimme und Gitarre von Gilmour, dem anderen zumindest Waters‘ Stimme. Aber lieber 2 x 50% als 0!

  13. KS sagt:

    Finde schade, dass Waters so tolle Setlists hat, aber für mich nie Floyd-feeling aufkommt. Irgendwie ist das viel zu perfekt, nicht genug gefühlt. Und durch Graham am Schlagzeug, der mehr 80er Funk ist, als 70er laid back wirkt das immer wie ne angespannte Coverband.
    Auch das er zu komplett vorgefertigten Clicktracks ohne Improvisationsmöglichkeiten arbeitet hilft da nicht.
    Da bringen mir dann auch die tollen Songs immer nichts… Schade

    • Stephan sagt:

      Ich finde das hast Du super analysiert. Bei allem Respekt und Liebe vor Graham Broad und seiner Erfahrung, Können und Loyalität zu Roger Waters, ich denke er ist die Wurzel des ganzen „Problems“ und eine klassische Fehlbesetzung. Für mich klingt das auch alles immer zu kalt und gehetzt. Da kann auch ein eingekaufter und erprobter Zeremonien-Meister wie Jon Carin nicht mehr allzu viel retten…
      Mittlerweile denke ich tatsächlich dass nicht die Gilmour-Alternativen so viel falsch machen. Immerhin reden wir hier auch von Leuten wie Snowy White die ja persönlich mit Gilmour auf der Bühne standen. -Auch wenn mir dessen Stil nicht wirklich zusagt; bis natürlich auf die ein-zwei aggressiveren Parts der 77-Tourmitschnitte. An deren Person reibt man sich als Kritiker natürlich erstmal, weil es einfach allzu naheliegend und offensichtlich ist. Ich denke die Jungs geben sich zumindest Mühe. 😉
      Roger spielt den Bass ja auch immer noch sehr schön und druckvoll. Das gefällt mir z.b. hier und da besser als dies Guy Pratt in der Regel tut.

      Als Kind der MOMENTARY LAPSE-Zeit bin ich natürlich auch eher Gilmour-geprägt. Möchte aber auch nicht immer in dieses leidige und längst überholte „Lager-Denken“ verfallen. Habe mich bei den Konzerten der 80er dort sofort zuhause gefühlt. Da war die Essenz und Seele von Pink Floyd sofort greifbar. Und natürlich wäre es toll gewesen auch Roger einfach dabei zu haben…aber das ging halt nicht. Die hatten keinen Bock aufeinander. Und das mußte man so respektieren. Das Majestätische Hintergrundrauschen dieser Musik wurde vor allem auch durch Richard Wright erzeugt. -Was vermisse ich diesen Mann auf der Bühne. Mein absoluter Liebling.
      Auch jetzt unter dem Einfluss der letzten Konzerte habe ich immer den Eindruck dass die Musiker bei Gilmour immer mit Herz und Leidenschaft dabei sind, so ein direkter Funke überspringt. Egal ob das jetzt die Mädels im Background, Chester Kamen oder Greg Phillinganes waren. Und die waren ja schon nach zwei-drei Konzerten derart gut integriert, dass man nur staunen konnte. Da ist die Begeisterung sofort greifbar. Wohingegen mir genau das bei den letzten drei Produktionen von Roger Waters immer gefehlt hat. Klar, visuell alles toll gemacht und er folgt dieser Gigantomie-Formel die wir auch immer mit Pink Floyd assoziieren. Nur hat man das Gefühl dass die Protagonisten einfach nur irgendwie bezahlte Musiker sind und ihren Job machen. Viel ist da von Leidenschaft jedenfalls nicht zu spüren. Und wenn ich mir hier und da die Interviews der Leute durchlese fühle ich mich darin auch irgendwie bestätigt.

      Interessanterweise schafft es David Gilmour immer innerhalb kürzester Zeit ein Musikerteam um sich herumzuscharen, das dem Anspruch dieser Musik die wir alle so lieben auch gerecht wird. Und das war zu Beginn der Toronto-Rehersals 1987 schon nicht so einfach…das klang zunächst auch nicht so richtig…aber dann haben sie doch noch die Kurve gekriegt.

      Ich wünsche Roger alle erdenkliche Anerkennung und viel Erfolg mit der kommenden Tour. Aber nochmal gebe ich mir das maximal 1-2 Mal. Und natürlich nur wegen dem visuellen Rausch der mich dann erwarten wird. Graham kann ja gerne die reinen Roger Waters-Songs übernehmen. Für die Pink Floyd-Kompositionen dann aber bitte Nick oder adäquaten Ersatz engagieren. Nick hat doch ohnehin Lust darauf. Graham Broad kann ja dann in der zweiten Reihe hemmungslos weiter vor sich herumwirbeln. Das kann jedenfalls nicht bis 2018 so weitergehen….;-)
      Es ist Zeit für eine Online-Petition für Nick.

      • GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

        Sehr gut, gefällt mir sehr, was Du jetzt dazu geschrieben hast, Du hast das alles musikalisch voll auf den Punkt gebracht, ich vermute mal Du spielst, wie ich, selbst ein Instrument! Das kann sehr gut sein, dass Roger musikalsch den Protagonisten zu wenig Spiel-Raum (für Feeling) gibt. Ob Nick unter der Fahne „Roger Waters“ da einsteigen würde, bezweifle ich sehr, aber schön wär’s natürlich, Cheers.;-)

      • Oskar Oskar sagt:

        „Nur hat man das Gefühl dass die Protagonisten einfach nur irgendwie bezahlte Musiker sind und ihren Job machen.“
        sehr treffend gesagt und entspricht in etwa dem was Robbie Wyckoff und GE Smith zu ihrer Entscheidung gesagt haben auf dem Republican National Congress für Donald Trump musiziert zu haben.
        Es fehlt definitiv das Feeling. Muss es ja, wenn man zuerst 3 Jahre TheWall tourt, dann für Donald Trump spielt und dann in Mexico Pigs gegen Donald Trump spielt. Wenn jemand sowas macht, dann hat er seine Seele verkauft und die Musik wird seelenlos eben ohne feeling.
        Das ist wie Sex mit einer Prostituierten, die ist zwar ein Profi, aber das Feeling kannst dir mit Geld auch nicht kaufen.

        Abgesehen von diesem meinem Ärger stimme ich euch vollkommen zu und glaube dass Waters einfach mehr Wert auf das Ganze, das Konzept, den Rahmen, die Message, die Superlative legt und auch sehr ungern das Zepter aus der hand gibt. Gilmour ist das genaue Gegenteil, für ihn sind Musik und familiäre Atmosphäre wichtiger.

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