Mein Resümee zur David Gilmour Europa Tour 2015!

Am 3. Oktober beendete David Gilmour mit dem fünften Konzert in der Royal Albert Hall seine Europa Tour 2015. Am Ende, als ich die Halle verließ, sagte ich noch ein leises Servus in Richtung Bühne. Was das soll es gewesen sein? Alles wieder vorbei?

Ich hinke schrecklich weit hinterher mit meinen Konzertberichten! Die Tour hat mir doch einiges an Zeit für die Website genommen. In den letzten Tagen habe ich begonnen Fotos, die ich von euch erhalten habe in die Konzertartikelseiten einzufügen! Klickt auf die Konzerttermine in der Tabelle unterhalb. Leider kam ich noch nicht dazu die dazugehörigen Berichte upzudaten! Dafür aber jetzt ein paar Worte, einige Gedanken über das Erlebte der abgelaufenen Gilmour Tournee.

Pre-Sale: Der ganz normale Wahnsinn!

DG-Pre-Sale-a

Tickets JETZT!!!

Das Abenteuer „David Gilmour Live Europa 2015“ startete am 4. März, als um 13 Uhr, ich war gerade beim zubereiten des Mittagsessens, die „Pre-Sale-Links“ aus dem Nichts auftauchten und EUPHORIE und KAOS auslösten. Mein neunjähriger Sohn musste sich von nun an selbst um das Essen, die Schnitzel lagen im heißen Öl, kümmern und den Kochlöffel übernehmen.

Seit seiner „On An Island“ Tour 2006 hatte ich auf den Tag gewartet, an dem ich endlich mit den konkreten Terminen und Orten der neuen Gilmour Tour konfrontiert werden würde. In dieser einen Minute, als es dann soweit war, ging mir trotz jahrelanger innerlicher Vorbereitung alles viel zu schnell! Denn viele Entscheidungen mussten sofort getroffen werden, bei dem Hype um Gilmour würden die Konzerte augenblicklich „sold out“ sein.

Welche Konzerte will ich überhaupt sehen? Wo soll die Reise hingehen? Wo ist Orange? Und wie weit ist das alles weg? Ein paar Freunde sollte ich auf die Schnelle noch verständigen, die Website updaten, die Pre-Sale links an andere weiterleiten, Unterkünfte checken, Flug buchen, dass Limit meiner Kreditkarte war schnell erreicht, also machte ich mich auf die Suche nach der Karte meiner Frau!

2015 "Rattle That Lock" Europa-Tour
Band:
David Gilmour: Guitars, Vocals
Phil Manzanera: Guitars, Backing Vocals (Tour 2015, Amerika 2016)
Chester Kamen: Guitar (Europa 2016)
Greg Phillinganes: Keyboards (Europa 2016)
Chuck Leavell: Keyboards (Europa 2016)
Guy Pratt: Bass, Backing Vocals, Lead Vocals (Run Like Hell)
Jon Carin: Keyboard, Programming, Guitars, Backing Vocals, Lead Vocals (Comfortably Numb) (Tour 2015, Amerika 2016)
Steve DiStanislao: Drums, Backing Vocals
Kevin McAlea: Keyboards, Harmonica (Tour 2015, Amerika 2016)
Theo Travis: Saxophones, Clarinete (Europa 2015 ohne Royal Albert Hall)
Louise Clare Marshall: Backing Vocals (Europa 2015, Tour 2016)
Bryan Chambers: Backing Vocals
João Mello: Saxophones, Clarinete, Keyboards (The Blue), Acoustic Guitar (In Any Tongue), Backing Vocals, (Royal Albert Hall, Südamerika 2015, Tour 2016)
Lucita Jules: Backing Vocals (Südamerika 2015, Tour 2016)

Gäste:
Leszek Możdżer: Piano (25.6.2016 Wroclaw)
Zigniew Preisner: Dirigent (25.6.2016 Wroclaw)
National Music Forum Symphony Orchestra (25.6.2016 Wroclaw)
David Crosby: Vocals (24.3.2016 Los Angeles, 23.9.2015 London)
Graham Nash: Vocals (23.9.2015 London)
Gabriel Gilmour: Piano (25.9.2015 London, 18.10.2015 London)
Polly Samson: Vocals (18.10.2015 London)
Charlie Gilmour: Vocals (18.10.2015 London)
Sara Gilmour: Vocals (18.10.2015 London)
Brie Carin: Vocals (18.10.2015 London)
Gus Robertson: Vocals (18.10.2015 London)
Barrie Knight: Vocals (18.10.2015 London)

Statistik:
17 Konzerte 2015
32 Konzerte 2016
02 Wohltätigkeitskonzerte (I'm With The Banned 2015, Teenager Cancer Trust 2016)
02 TV-Auftritte (Jools Holland 2015, Jimmy Kimmel 2016)

Songliste:
Introduction Tape (ca. 15 Min.) wird seit den Nordamerika Shows abgespielt.
Purple Rain am 24.4. vor dem zweiten Comfortably Numb Solo gespielt

Set 1: 1. 5 A.M., 2. Rattle That Lock, 3. Faces of Stone, 4. Wish You Were Here, 5. What Do You Want From Me (seit L.A. 25.3.2016), 6. A Boat Lies Waiting, 7. The Blue, 8. Money, 9. Us and Them, 10. In Any Tongue, 11. High Hopes.
Set 2: 12. Astronomy Dominé, 13. Shine On You Crazy Diamond, 14. Fat Old Sun, 15. Coming Back To Life, 16. On An Island (abwechselnd mit CBTL), 17. The Girl In the Yellow Dress, 18. Today, 19. Sorrow, 20. Run Like Hell
Encore: 21. Time, 22. Breathe (Reprise), 23. Comfortably Numb
2015
05.09.2015 Brighton Centre (4.500 Besucher)
12.09.2015 Pula Amphitheater (5.000)
14.09.2015 Verona Arena (22.000)
15.09.2015 Florenz Ippodromo (6.000), Premiere: Comin Back To Life
17.09.2015 Orange Teatro De Antique (8.300)
19.09.2015 Oberhausen Königs Pilsener Arena (10.000)
23.09.2015 London Royal Albert Hall (5.200), A Boat Lies Waiting, On An Island, Comfortably Numb mit David Crosby & Graham Nash
24.09.2015 London Royal Albert Hall (5.200)
25.09.2015 London Royal Albert Hall (5.200), In Any Tongue mit Gabriel Gilmour
29.09.2015 London BBC Two Studio (200), Later... with Jools Holland
02.10.2015 London Royal Albert Hall (5.200)
03.10.2015 London Royal Albert Hall (5.200)
18.10.2015 London Koko (2.400), I'm With The Banned
2015 Rattle That Lock Südamerika-Tour
11.12.2015 São Paulo Allianz Parque (42.263), kurze Unterbrechung und Neustart bei Money wegen Bass Problemen
12.12.2015 São Paulo Allianz Allianz Parque (42.263)
14.12.2015 Curitiba Pedreira Paulo Leminski (23.300)
16.12.2015 Porto Alegre Arena do Gremio (37.674)
18.12.2015 Buenos Aires Hipódromo de San Isidro (65.136)
20.12.2015 Santiago de Chile Estadio Nacional (46.509)
2016 Rattle That Lock Nordamerika-Tour
24.03.2016 Los Angeles Hollywood Bowl (17.292), On An Island, Comfortably Numb mit David Crosby
25.03.2016 Los Angeles Hollywood Bowl (17.292), Premiere: What Do You Want From Me
27.03.2016 Inglewood The Forum (12.518)
28.03.2016 Los Angeles Jimmy Kimmel Outdoor Stage, TV-Show (1.500)
31.03.2016 Toronto Air Canada Centre (14.249)
01.04.2016 Toronto Air Canada Centre (14.249)
04.04.2016 Chicago United Center (14.092)
06.04.2016 Chicago Auditorium Theatre (3.817)
08.04.2016 Chicago United Center (14.092)
10.04.2016 New York Radio City Music Hall (5.903)
11.04.2016 New York Madison Square Garden (14.080)
12.04.2016 New York Madison Square Garden (14.080)
24.04.2016 London Royal Albert Hall (5.200), Teenage Cancer Trust, Comfortably Numb inkl. Purple Rain
2016 Rattle That Lock Europa-Tour
25.06.2016 Wroclaw Plac Wolności (25.000), Premiere: One Of These Days, Dancing Right In Front Of Me
27.06.2016 Wien Schloss Schönbrunn (10.000)
28.06.2016 Wien Schloss Schönbrunn (10.000)
02.07.2016 Rom Circus Maximus (10.000)
03.07.2016 Rom Circus Maximus (10.000)
07.07.2016 Pompeji Amphitheater (2.000)
08.07.2016 Pompeji Amphitheater (2.000)
10.07.2016 Verona Arena (20.000)
11.07.2016 Verona Arena (20.000)
14.07.2016 Stuttgart Schlossplatz (6.000)
16.07.2016 Chantilly Parc Du Château De Chantilly (20.000)
18.07.2016 Wiesbaden Bowling Green (12.000)
20.07.2016 Nimes Arena (12.000)
21.07.2016 Nimes Arena (12.000)
23.07.2016 Besançon Königliche Saline (20.000)
27.07.2016 Tienen Grote Markt (10.000)
28.07.2016 Tienen Grote Markt (10.000)
23.09.2016 London Royal Albert Hall (5.200)
25.09.2016 London Royal Albert Hall (5.200)
28.09.2016 London Royal Albert Hall (5.200)
29.09.2016 London Royal Albert Hall (5.200)
30.09.2016 London Royal Albert Hall (5.200)

Halt! Hatte ich nicht noch irgendetwas oder irgendjemanden vergessen? Ja stimmt! Da war sie wieder, diese Stimme aus der Küche, die mich fragte: „Papa und wie geht es weiter mit den Schnitzeln?“

3.600 Kilometer: Let’s go drive it!

David Gilmour Orange

Schöner Parkplatz in Orange, im Hintergrund wieder Mal die Trucks!

Die ersten fünf Konzerte, die fuhren Michael und ich der Gilmour Crew quasi hinterher. Schön war das wie wir immer wieder an einen der roten Redburn Transfer Trucks vorbei fuhren! Über 3.600 Kilometer sind es am Ende gewesen, die wir mit dem Auto zurück gelegt haben! Alles ist gut gegangen, keinen Unfall, keine Staus, die uns und unseren Vorwärtsdrang behinderten.

Die schönen Landschaften, die an uns vorbeizogen, genossen wir gemeinsam zur Musik von Pink Floyd. Auf einem USB-Stick lud ich ein bis zwei Gigabyte Musik herunter, alles „Brain-Damage-Floyd-Podcasts“, ich traf Matt Leonard übrigens in London und gab ihm meine Donation persönlich. Michael und ich hörten uns wieder all diese Liveaufnahmen, Demos und Raritäten unserer Lieblingsband an, alles Material, das wir vor vielen Jahren, als wir die Bootlegs entdeckt hatten, rauf und runter gespielt haben, und das schon fast in Vergessenheit geraten war.

Das sind starke Momente, die mir von dieser Reise in Erinnerung bleiben werden!

Bestes Konzert der Tour?

David Gilmour 12.9.2015 Pula

Sorrow in Pula! Was für ein Kracher!!

Als ich in Pula, dass erste Mal „In Any Tongue“ hörte standen mir Tränen in den Augen! Ich erinnere mich an den Boris, der in der Pause zu mir kam und emotional berührt zu mir sagte, dass er beinahe geweint hätte! Das blieb mir in Erinnerung, denn darum geht es doch, emotional berührt zu werden!!

Ich könnte durchaus sagen, David Gilmour in Pula zu sehen, dass erste Mal wieder so richtig Live seit 2006, dass war großartig und sehr emotional! Also war Pula das BESTE? Nein, so einfach ist es nicht. Denn Verona und Orange waren ganz tolle Konzerte! Wegen der Orte an denen die Konzerte stattfanden! Die Stimmung, die in Verona herrschte war großartig! Das Theater der Antike in Orange und die Atmosphäre ebenfalls atemberaubend!! Ich kann mich in dieser Frage nicht festlegen!

Sehr überrascht hat mich das Konzert in Oberhausen! Denn natürlich dachte während der 1000 Kilometer langen Anfahrt, ‚Bringt’s das? Nach all den wunderschönen Open Air’s jetzt so weit zu fahren?‘.

David Gilmour 19.9.2015 Oberhausen

Michael und ich legten die 3600 Kilometer gemeinsam zurück!

Ja, das hat es voll gebracht! Erstens weil ich viele von euch zum ersten Mal getroffen habe! Es stand für mich nie zur Diskussion, denn auf meiner Website sind sehr viele Besucher und Pink Floyd Fans aus Deutschland! Also wollte ich hier Mal ‚Grüß Gott‘ sagen und weil es mein erstes Indoor Konzert der Tour sein würde.

Also welches war das Beste? Ich komme zum Schluss, dass ich zu Oberhausen, als das musikalisch Beste / interessanteste Konzert tendiere! Und zwar deswegen, weil Gilmour beinahe jedes seiner Solos etwas anders spielte! Auch wenn kleinere Fehler darunter war. Ich erinnere mich, dass ich unter dem Konzert oft zu Michael sah, um seine Reaktion aus seinem Gesicht zu lesen. Keine Ahnung was mit Gilmour los war, aber für mich steht fest, dass das Konzert in Oberhausen eines der interessantesten gewesen ist!

Die meiner Meinung nach besten Shows:

  1. Oberhausen: wegen der interessanten Solos und der Stimmung. Pula, Verona, Orange wegen der Stimmung, der Atmosphäre und der Locations! London wegen der Stimmung, der Location, der Geschichte und überhaupt!
  2. Florenz: für mich eindeutig auf Rang 2, wegen dem ruhigen Publikum, also zumindest habe ich es so empfunden und die Location konnte nicht mithalten, obwohl das nicht wesentlich war und wir davor und danach eine schöne Zeit dort hatten.

Gedanken zur Songliste!

David Gilmour 19.9.2015 Oberhausen

Money kompakt und kraftvoll gespielt!

Wie hat mir die Setlist gefallen? Also wir alle haben unsere Präferenzen, Vorstellungen und Erwartungen gehabt und davon nicht zu wenig. Mir ging es darum diesen Mann endlich wieder Gitarre spielen zu hören und sehen. Wie meine Wünsche ausgesehen hätten? Also ich hätte mir gewünscht, dass er „Shine On You Crazy Diamond“ spielt und zwar alle Teile von 1 bis 9! Außerdem eine Perle der Soundtracks „Obscured By Clouds“ oder „More“. Dazu ein zwei Songs seiner beiden ersten Soloalben!

Ich stellte mir vor, dass er im ersten Konzertteil die neuen „Rattle That Lock“ Songs und andere Titel seiner Soloalben spielt. Mir hätte es sehr gefallen, wenn er das „Rattle That Lock“ Album komplett gespielt hätte. Ich war überrascht, dass er es nicht tat. Auf der anderen Seite, weshalb sollte er sich wiederholen. Er wollte 2006 „On An Island“ komplett spielen und diesmal war ihm offensichtlich nicht danach. Vielleicht war es ihm zu aufwendig 10 neue Songs einstudieren zu müssen! Vielleicht wird er bei den Konzerten in Südamerika und Nordamerika Änderungen an der Setlist vornehmen! Wir hätten sicher nichts dagegen!

Sieben neue Songs

David Gilmour 19.9.2015 Oberhausen

In Any Tongue einer meiner Lieblingstitel!

Das er die neuen mit den alten Floyd Songs kombinierte damit hätte ich nicht gerechnet. Ich fand, dass bei den ersten Konzerten sehr interessant. Eine neue Variante. Später allerdings hätte ich mir gewünscht, dass er „Rattle That Lock“ in der ersten Hälfte komplett durchspielen würde und im zweiten Teil die Best-Of-Floyd-Songs bringt. Immerhin hat er aber sieben neue Titel hat er gespielt! Schade das „Dancing Right In Front Of Me“ und „Beauty“ es nicht ins Liveprogramm schafften. Diese Tracks gefallen mir auf dem Album sehr gut und hätte Live sicher Top geklungen.

Sehr toll das er „Sorrow“ spielte. Auch damit hätte ich nicht mehr gerechnet. „Us And Them“ die nächste Überraschung auf der Habenseite. Ansonsten gestehe ich, dass Songs von „Dark Side“ nicht mehr auf meiner Präferenzliste stehen und wenn dann wären es „Any Colour You Like“, „Brain Damage und „Eclipse“ gewesen. „Run Like Hell“ auch so ein Titel von den ich annahm, dass er ihn Live nicht mehr spielen würde und den ich nicht gebraucht hätte.

DG-Oberhausen-44

Rattle That Lock

Was bedeutet das nun alles! Ich war überrascht vom Ablauf der Konzerte. Ich hätte mir vorgestellt, dass „On An Island“ und „The Blue“, die „Springer“ sein würden, also die sind, die nicht immer gespielt werden sondern von Konzert zu Konzert ein- und ausgewechselt werden! Dem war aber nicht so. „Coming Back To Life“ war der von Gilmour auserwählte Einspringer.

Warum ist er so vorgegangen? Also wenn ich mir die Reaktionen des Publikums in Erinnerung rufe, dann waren die alle total euphorisch! Alle rund herum begeistert! Wenn man von dieser Reaktion ausgeht dann hat er alles richtig gemacht! Natürlich für jemanden wie mich, der jetzt „einige“ Shows gesehen hat wäre es schön gewesen, wenn er die Setlist verändert hätte! Das hat er nicht und ich hatte schon vorher versucht mich von jeglicher Erwartungshaltung frei zu machen und einfach darauf zu freuen ihn endlich und nochmals „On Stage“ erleben zu können!

Die meiner Meinung nach besten Songs:

  1. In Any Tongue: berührte mich jedes Mal!
  2. Comfortably Numb: wieder großartig! Without Words!!
  3. Sorrow stark, kraftvoll! Gilmour ließ es krachen
  4. Shine On You Crazy Diamond: klassisch. Kam es nur mir so vor oder sahen fast den kompletten Film von Storm? Einige Szenen kamen mir neu vor!
  5. Astronomy Domine: ging ab wie in den 60ern!
  6. Faces Of Stone: wunderschöner Song!
  7. Today: gefiel mir von Konzert zu Konzert besser!
  8. Money: kein Favorit von mir aber diese Live-Versionen war hervorragend!! Kurz und bündig!

Die Tour war sehr kurz und wer weiß welche Optionen er noch ziehen wird! Wir wissen, dass er noch „Great Day“ und „Louder Than Words“ plus „Beauty“, „Dancing Right in Front Of Me“ und „And Then“ geprobt hat und diese Titel jederzeit spielen könnte! Vielleicht dann in Süd- oder Nordamerika! Möglicherweise fallen ihm noch weitere Tracks ein, z.B. Shine On 1-9! Ich würde aber nicht von großen Änderungen ausgehen dafür waren die Reaktionen des Publikums einfach zu gut! Weshalb sollte er dies ändern wollen! Just for me? Nein sicher nicht!

Interessante Gespräche & lustige Momente!

Rattle That Lock

Statt Lebensmittel lieber das neue Gilmour Album gekauft!

Am 18. September, als wir unsere 1000 Kilometer von Orange nach Oberhausen fuhren, suchten Michael und ich in der französischen Stadt Metz nach dem neuen Album „Rattle That Lock“! Wir kannten sieben Songs von den Konzerten aber wir wollten das Album endlich in Händen halten! Gegen 17:30 Uhr fanden wir einen Supermarkt mit einer halbwegs ausgestatteten Musikabteilung. Und da war es Gilmour’s neues Album! Vinyl und CD von „Rattle That Lock“ standen schön eingeordnet in den Regalen! Für Lebensmittel hatten wir (wieder) keine Zeit, eineinhalb Kilo habe ich in den 14 Tagen abgenommen, aber diese CD musste ich haben. Die nächsten drei Stunden Fahrt sprachen wir kaum ein Wort miteinander, es lief das neue Album von David Gilmour und das dreimal durch bis wir nach Oberhausen kamen! Schön war das! Magisch!

David Gilmour 14.9.2015 Verona

Treffen in Verona

Paradoxe Interventionen!

Selbstverständlich gab es wieder den einen oder anderen Moment der Verwirrung, den Moment der paradoxen Intervention! Ein Beispiel, das sich in Pula zu trug, als Michael durch den Absperrzaun hindurch Gilmour beobachtete, als er „High Hopes“ beim Soundcheck spielte. Jemand (we know him well) trat an ihn heran und fragte ob er auch Mal kurz durchsehen durfte, anschließend teilte er ihm mit, ‚This Song is so fucking awful‘. Er sagte, dies in der Absicht ihn und mich zu ärgern. Aber warum macht man so etwas? Pure Boshaftigkeit? Nein. Es handelte sich dabei wahrscheinlich um eine paradoxe Intervention!

Unvergesslich auch die viele unterschiedlichen Typen von Floyd-Fans und Freunde, die ich auf der Reise getroffen habe! Obwohl wir uns teilweise zum ersten Mal gesehen haben und aus unterschiedlichen Ländern kamen, uns in unterschiedlichen Dialekten und Sprachen unterhielten, schienen wir uns doch alle irgendwie schon etwas länger zu kennen. Uns alle vereint die Liebe zur Musik. Alle hat uns Pink Floyd auf irgendeine Art und Weise erwischt!

Ich danke allen die zu den Treffen kamen! Es hat mir großen Spaß gemacht euch in Pula, Verona, Florenz, Orange, Oberhausen und London getroffen zu haben! In diesem Sinne rütteln wir am besten weiter an den Schlössern und Ketten, die uns aufhalten wollen!

We may see us again, one of these days!

Jetzt interessiert mich wie es euch ergangen ist, als ihr David nach 2006 wieder oder vielleicht gar zum allerersten Male Live gesehen habt! Was hat euch besonders beeindruckt? Sind eure Erwartungen erfüllt worden?

14 Antworten

  1. Hanno sagt:

    Hallo Werner, ein toller Bericht, eine unglaubliche Mühe steckt hinter diesen ganzen Website, unglaublich!
    Ich habe Gilmour 2015 das erste Mal gesehen, und es war wirklich ein wahr gewordener Traum. Seit 2009 versuche ich eine Liste abzuarbeiten mit Musikern, die ich gerne live sehen würde, und einsam ganz oben auf der Liste stand Gilmour!
    Ich war auf dem Konzert in Oberhausen. Und begeistert war ich von dem kompletten Konzert, aber besonders umgehauen hat mich – ich nenne es mal die MiniSuite – der Schluss der ersten Hälfte mit Money, Us and Them, Any Tongue und High Hopes. Das war wie aus einem Guss mit Money als sehr straightem Rocker, Us and Them als Entschleuniger und Any Tongue mit dem fantastischen Video hat mich richtig emotional gepackt. Und dann oben drauf High Hopes. Ich bin ja eigentlich der Meinung Gilmour & Waters waren am besten als sie tatsächlich noch Gilmour & Waters waren, aber mit Any Tongue und High Hopes hat mir Gilmour auch live bewiesen, wie gut Gilmour als alleiniger Songwriter ist – fantastisch. Dann saß ich nach High Hopes etwas benommen auf meinem Platz und Gilmour kommt raus und haut „Astronomy Domine“ raus – ein konsequenter Beginn des zweiten Sets nach der „MiniSuite“.
    Danke nochmals an dich Werner, ohne die PreSaleLinks würde Gilmour immer noch auf meiner Liste stehen.

  2. Janos sagt:

    Vielen Dank für diesen Bericht! Es war für mich ein ganz besonderer Moment, ich konnte mein Glück nicht fassen dieses einzigartige Konzert in Oberhausen direkt vor der Bühne erleben zu dürfen. Meine Freundin schaute mich immer wieder verwundert an, wenn ich verstohlen die Tränen wegwischte. Ein einzigartiges Erlebnis! Vielen Dank Sir David:-) es war das mit Abstand intensivste Konzertwie ich finde, noch vor der PF Tour 88, damals mit nicht ganz 15Jahren im Niedersachsensradion mit meinem Vater und der großen 92er PF Tour., auch damals konnte ich vor Aufregung tagelang nicht richtig schlafen.
    1990 stand ich dann direkt vor der Mauer, um absolut nichts zu hören:-) Für mich absolut keine Frage, dass ich zwar alles mitnehme was geht, die Konzerte von David mich tausendmal mehr mitreißen als die Sets von Roger. In Aufregung, was 2016 noch so zu erwarten ist, vielleicht kommt neben Köln u Breslau ja noch der eine oder andere Gig dazu… das Hotel in Breslau ist auf jeden Fall schon gebucht, liebe Grüße aus Bielefeld.. Shine on!

    • Felix Untersteiner Felix Untersteiner sagt:

      lieber werner was für ein toller bericht!

      es standen bzw stehen übrigens „nicht nur“: Great Day, Louder Than Words, Beauty, Dancing Right in Front Of Me zur wahl sondern auch „And then, Smile, und Where We Start!

      ich war ja „nur“ bei 3 konzerten dabei, aber es war wie erwartet wunderbar, du hast eigentlich schon alles dazu gesagt. ich war danach tot müde, keine ahnung wie du das weg steckst, aber mittlerweile sind meine visa karte wie auch ich wieder top fit und bereit für 2016 😉 und ich freue mich auch darauf dich bzw euch wieder zu sehen, immer wieder gerne!

      • TW sagt:

        Das (andere geprobte Songs) soll man ja auf einem Bild vom Lichtpult gesehen haben. Habe dieses Bild noch nirgends gefunden. Weiß jemand wo man das sehen kann?

  3. GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

    Ja, lieben Dank für diesen schönen Bericht! Deine Songbestof-Liste kann ich nur unterstreichen! Nur dank Deiner schnellen Info ünd Bestell-Links konnte ich dabei sein, ich hatte als erstes die Konzerte in der RAH gebucht, ein Traum wurde war – endlich ein Mitglied von Pink Floyd in der Heimatstadt erleben – dann kam jä später noch Brighton dazu. Mit Oberhausen waren es dann fünf Konzerte die ich gesehen habe, bei allen war ebeno ich am meisten bei IN ANY TONGUE zu tränen gerührt und bei SHINE ON kam in mir jedes Mal diese Ehrfurcht vor God’s Guitarrist auf, einfach magisch!

    Mein Konzert-Favorit ist, obwohl mich die RAH dreimal hintereinander von der Locaton und Akkustik sehr begeistert hat (in meiner Erinnerung ist das wie mit drei Kamera-Einstellungen gespeichert), im Rückblick doch Brighton, denn da war die Aufregung vorher am Grössten, erstens war es so wunderschön, ein Konzert mit einem lieben Gleichgesinnten (woasst eh, mit Gerhard – Du hast uns zusammengebracht!) anzureisen und zu erleben, zweitens nach 2006 scho sooo lang her (hatte David damals nur in München gesehen), drittens in der Heimat von David – und lastbutnotleast hatte ich da halt einen Traum-Platz (dank Karsten, der noch ein Karte hatte und mir verkaufte) sechste Reihe und direkt vor David, das hat mich umgehauen! Und der Sound war dort sehr laut und sehr genial!

    Es war sehr schön Dich und viele andere Floyd-Fans kennenzulernen, ausser den Fans hier aus dem Forum habe ich an der RAH aus Russland den Gleb kennengelernt, er betreibt die pink-floyd.ru, auch ein lieber Zeitgenosse (zum Glück spricht er super englisch), wir waren nach dem Konzert noch in einer Bar bis in die Puppen 😉 Ich hoffe sehr, wir bleiben alle noch laange in Kontakt und sehen uns bald wieder (oder auch das erste Mal, winke Felix) bei dem ein oder anderem Event/Konzert! Prost!

  4. Norbert B. sagt:

    Toller Bericht, Werner. Fast könnte man neidisch werden, daß du so viele Konzerte sehen konntest. Da verstehe ich schon, daß man sich insgeheim ein wenig Abwechslung wünscht. Ich bin aber eher dafür daß ein Künstler die Setlist während der Tournee nicht zu sehr variiert, zumindest nicht in der Liga in der David Gilmour spielt. Da dürfte die übergroße Mehrheit nur die Möglichkeit haben ein bis zwei Konzerte (wenn sie denn überhaupt Karten ergattern konnten) zu erleben. Und da ist es dann schon fast ein Akt der Fairnes, wenn der Künstler möglichst allen Tourneebesuchern ein in etwa gleichgutes (sowohl technisch als auch musikalisch) Konzerterlebnis bietet. Wobei mir natürlich klar ist, daß Musiker keine Roboter sind (und auch nicht versuchen sollten es zu werden) und jedes Konzert irgendwo ein einzigartiges Erlebnis ist (oder sein sollte).
    Ich konnte „nur“ in Oberhausen dabei sein. Ich war nach dem Konzert tief beindruckt, sowohl musikalisch als auch von der Show und vom Sound. Ein Konzerterlebnis von dem ich noch lange zehren werde. Und dann ist da ja noch die Hoffnung auf das nächste Jahr….

    P.S.: Ich hoffe dein Sohnemann hat die Schnitzel noch hinbekommen und die Kreditkarte deiner Frau hat sich wieder erholt. 😀

  5. Andreas Andreas sagt:

    Ein superschöner Bericht Werner, was soll man danach noch schreiben :-))

    Hinzu kommt, dass Du ja alle Konzerte gesehen hast, bei uns waren es ja „nur“ vier und leider war Orange nicht mit dabei. Wie immer ist man hinterher schlauer, mit dem Wissen von heute, insbesondere was die Locations betrifft, hätte ich Florenz gelassen und stattdessen viel lieber Orange erlebt, vielleicht auch noch Pula. Ich bin zum Buchungszeitpunkt auch noch davon ausgegangen, dass es sich in Florenz ebenfalls um ein Amphitheater handelt. Umso mehr „enttäuscht“ war ich dann von dieser sterilen und künstlich aufgebauten Location dort und das fand ich natürlich schon sehr schade.

    Nur, alles zu buchen ging für mich nicht, mit dem Auto fahren kam für mich aus verschiedenen Gründen nicht infrage, Verona war schon immer mein Lebenstraum (nicht mit einer Oper, sondern eben und gerade mit David) und für mich lag die Priorität dabei, alle infrage kommenden Orte mit dem Flugzeug erreichen zu können. Insofern war es für mich logisch und konsequent, zuerst bei Verona zuzuschlagen und da Florenz in der Nähe liegt, dieses gleich im Anschluss zu buchen.

    Übrigens war ich in einer ähnlichen Situation wie Du gewesen, nur ohne Kind und Schnitzel :-)) Ich sass an dem besagten Tag, als die traumhafte Mail kam, am Schreibtisch, hatte glücklicherweise keinen Kunden bei mir und von einer Sekunde auf die andere wurde es mehr als hektisch und geradezu euphorisch mit pausenlosen Adrenalin-Schüben. Ebenso wie Du musste bzw. wollte auch ich Freunde unterrichten, die auch noch auf der Arbeit waren und sich deshalb gar nicht selbst um Tickets kümmern konnten. Also buchte ich dann auch für die, beide Male London sowie Oberhausen.

    Oberhausen das einzige Deutschland-Konzert und der Airport Düsseldorf in der Nähe, also war klar, dass ich da auch hin wollte. London, und gerade in der RAH, hätte ich auch liebend gern gemacht, nur hatten wir hier für zwei fast zeitgleiche U2 Konzerte Tickets liegen, die sich in ihrem Wert und für meine Freundin und mich im knapp vierstelligen Bereich bewegten. Ein RAH-Konzert hätten wir zwar trotzdem machen können, nur wäre das dann äusserst stressig geworden, denn wir hätten morgens nach David zurück nach Berlin fliegen müssen und abends dann U2 gesehen. Das passte nicht wirklich und war mir alles nichts, also buchte ich nur die Tickets für meine Freunde und für uns beide – ganz schweren Herzens – nicht. Glücklicherweise kamen dann noch die Zusatzkonzerte und da schlug ich dann voller Dankbarkeit und Freude für den 03. Oktober zu und somit war nun auch die RAH, mein zweiter Lebenstraum, gesichert.

    Nun, welches Konzert gefiell mir am besten? Ebenso wie Du tue ich mich mit einem Ranking etwas schwer. Verona steht mit der Arena als Spielstätte und der Stimmung dort eigentlich an erster Stelle, auch dass wir nur rund 300 Meter entfernt unser tolles Hotel hatten, Meine Güte, war das ein bequemes Konzertende und Nachhausegehen in einer lauen Sommernacht. Habe ich bei weit über 100 Konzerten in meinem Leben so komfortabel noch nie gehabt. Auch die Reihe 2 dort war schön, wenn auch etwas seitlich und wegen dem Orchestergraben dann doch „sehr weit weg“ vom eigentlichen Geschehen. Dann auch noch fast vor unserer Nase ein Security, insofern also keine Möglichkeit mal ein bisschen zu filmen, nur ganz am Ende CN, das ging dann. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich vielleicht besser Sitzplätze auf den Rängen direkt ggü. der Bühne gewählt. Naja, nächstes Mal dann :-)) Die Stimmung dort war m.E. die beste und da es seit 2006 das erste Gilmour-Konzert für uns war, schlug es emotional auch am heftigsten bei mir ein..

    Am nächsten Tag mit dem Zug nach Florenz. Dort leider ein schlechtes Hotel weit weg von der Konzertstätte gehabt, wie schon erwähnt, diese sterilen Tribünen mitten auf einer Pferderennbahn, dazu der chaotische Einlass, all das steht weit hinter Verona zurück. Dafür aber, ich vermute wegen Polly´s Fotoaktivitäten, plötzlich keine Securities mehr vor und neben uns, sodass ich, erst recht nachdem das Publikum nach vorn zur Bühne strömte, 5 oder 6 Songs am Stück mitfilmen konnte. Die Überraschung dieses Abends war natürlich das zusätzlich in die Setlist aufgenommene Coming Back To Life. Sehr berührend dort fand ich in der Konzert-Pause das von Fans hochgehaltene und gezeigte Plakat mit „RIP Rick“.

    Es folgte Oberhausen und Freunde von uns, für die ich auch London gebucht hatte, holten uns vom Flughafen Düsseldorf ab und fuhren mit uns dorthin. Das erste Indoor-Konzert, Reihe 1, fast direkt vor David, das hatte schon was.

    Schlussendlich dann das letzte Konzert in der RAH in London. Wieder ein Hotel ganz in der Nähe, diesmal waren es nur 800 Meter bis dorthin, endlich mal in der RAH sein zu können, wenn auch auf den Plätzen hinter der Bühne im Choir-Bereich. Aber genau auch das hatte was. Man konnte allen Musikern, bis auf den neuen Keyboarder, sozusagen auf die Finger schauen und weil sich dort auch keine Securities aufhielten, waren viele Fotos und auch wieder 6 Stücke für meine Videocamera möglich. Natürlich filmte ich andere Stücke als die zuvor in Florenz. Etwas enttäuscht war ich dann aber doch, weil kein Nick Mason und auch Crosby&Nash nicht mit auftraten. Darauf hatte ich schon gehofft, ist aber so auch ok.

    Zu der Setlist: Ich bin kein grosser Freund von Money und Wish You Were Here habe ich wohl „zu oft“ gehört. Auf diese beiden „Pflichtstücke“ hätte ich also verzichten können. Gewünscht hätte ich mir stattdessen viel lieber, und darauf hatte ich auch sehr gehofft, dass er Louder Than Words gespielt hätte und auch sehr gern Pigs oder ähnliches.. Aber das ist jammern auf sehr hohem Niveau. Extrem gefreut habe ich mich über Sorrow, auch in der Art und Weise, wie er es gespielt, nein, wie er es zelebriert hat. Das habe ich davor das letzte Mal 1994 live hören dürfen. Auch Astronomy Domine sowie Run Like Hell waren toll. Sehr gut gefallen hat mir auch der Übergang zu The Blue, also ohne richtige Pause vom Stück davor. Vom neuen Album auch bei mir/uns ganz klar an erster Stelle, In Any Tongue. Was für ein ebenso berührendes wie epochales Meisterwerk. Aber, letztendlich hätte er spielen können was er wollte, mir hätte alles gefallen. Die Hauptsache war doch, ihn endlich mal wieder live erleben zu dürfen, denn niemand auf der Welt spielt die Gitarre so wie er und zaubert solche Klänge aus diesen Instrumenten hervor.

    Und letztendlich, auch Dich, Werner, getroffen zu haben, und dies an allen vier Orten, war sehr schön. Nun weiss ich doch noch viel besser als bisher, wer diese Super-Seite hier mit soviel Zeitaufwand, Enthusiasmus und Liebe betreibt. In diesem Sinn, auf ein erneutes Beinaheanbrennen von Schnitzeln sowie ein Wiedersehen mit Dir und unserem Helden im nächsten Jahr!

  6. Gabriele sagt:

    Lieber Werner, Danke für diesen unglaublichen Bericht, ich kann es nicht anders sagen: Ich beneide Dich darum, so viele Konzerte von David erlebt zu haben.
    Einen besonderen Dank möchte ich Dir aussprechen für Deine intensive Mühe und unermüdliche Arbeit, die Du in die Gestaltung und Pflege Deiner P&S-Site investierst. Großartig ! Und wenn ich bedenke, dass ich mehr oder weniger per Zufall an Deine Seite geraten bin, bin ich umso dankbarer. Leider konnte ich nur das Konzert in Oberhausen miterleben, aber ich bin überglücklich, dass ich wenigstens dieses Konzert sehen und hören durfte. Und ich fand alle Menschen am Fan-Tisch im Louisiana, die ja nun wirklich aus allen Winkeln der Welt angereist waren, unglaublich nett und sympathisch. Du hast völlig Recht, uns alle verbindet die Liebe zur Musik von David Gilmour und Pink Floyd. Mich hat PF seit dem 11. Lebensjahr bis heute begleitet, und 1988 habe ich sie in Nijmegen und anschließend in Köln gesehen. Das war für mich das Großartigste, was ich je an Konzerten erlebt habe. David Gilmour solo habe ich zum ersten Mal in Oberhausen gesehen, und ich bin heute noch immer ganz ergriffen von diesem Konzert. Dieses Erlebnis wird unauslöschlich bleiben, zumal mir durchweg alle Songs seines neuen Albums gefallen. Danke Sir David Gilmour und hoffentlich bleibt er noch lange gesund und kräftig genug, um uns weiterhin so wunderbare Musik und Texte und natürlich auch Livekonzerte zu bescheren.
    Auf diesem Wege möchte ich auch ganz herzliche Grüße an Michael und GeckoFloyd senden, mit denen ich – wenn auch nur kurz – ein kurzes Gespräch in Oberhausen führen konnte. Ich hoffe sehr, dass ich einen Großteil der Fans, die in Oberhausen waren, in Breslau und Köln wiedersehe. Mit Hilfe von GeckoFloyd (Danke nochmal, dass Du für mich mit die Augen aufhältst wenn der Ticketverkauf losgeht 🙂 ) werde ich wohl hoffentlich einen besseren Platz ergattern.
    Nochmals Danke für diese tolle und ausführliche Berichterstattung und ganz herzliche Grüße an alle, besonders aber an Dich Werner und Österreich !!! Herzlichst Gabriele

  7. Bran sagt:

    Great report!
    It’s been a pleasure meeting you all in Pula.
    I hope we’ll meet again (some sunny day :)) in Austria next year.

    „What a day it’s been….“

  8. Olaf Warnsing sagt:

    Vielen Dank werner, das ist eine tolle Tourbeschreibung.
    Ich habe das Konzert in Oberhausen besucht. Für meine Facebookgruppe „Pink Floyd-Fans“ habe ich einen Konzertbericht geschrieben, den ich euch hiermit vorstellen möchte:

    Wie auch das aktuelle Album eröffnet Gilmour die Konzerte mit „5AM“. Ein gut gewählter Einstieg. Ich will nicht von einem Konzeptalbum sprechen, aber es hat einen Leitgedanken:
    Es führt durch den Tagesablauf eines Mannes, seine Erlebnisse und insbesondere Gedanken an diesem Tag. Um fünf Uhr morgens sind vor Gilmours Fenster nach eigener Aussage Wildgänse zu hören, der Tag beginnt. Insofern ist es auch nur schlüssig, dass das Album mit dem wunderbaren „And Then…“ und dem Knistern eines Lagerfeuers endet (dieses Stück wurde leider nicht live gespielt).
    Zum Konzertbeginn stieg natürlich die Spannung, noch war es dunkel, Personen konnte man nur schemenhaft erkennen. Aber spätestens als Gilmour´s Gitarre zu „5AM“ einsetzte, wusste jeder, da spielt er, das ist er. Er ist der Einzige, dessen Gitarre so klingt und von dem Moment an nahm er das Publikum gefangen. Großartig.

    Weiter ging es gleich mit dem Titelstück des neuen Albums. Dass es auf der Melodie bei Zugeinfahrten in französischen Bahnhöfen basiert, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Auf dem Album ist es gemeinsam mit einem Chor ehemaliger Häftlinge des Gefängnisses, in das sein Sohn Charlie wegen „Fehlverhaltens im Rahmen von Protesten gegen Studiengebühren“ inhaftiert war, aufgenommen.
    Der Song ruft eindrucksvoll dazu auf, Ketten zu sprengen. Gemeint sind natürlich auch alle psychischen Ketten, mit denen wir uns selbst gefangen halten und einengen. Ein schwieriger Prozess, den Gilmour sicher selbst durchlebt hat. Daher erscheint mir das Lied auch sehr authentisch und aufrüttelnd. Live, in Oberhausen, musste zwar niemand mehr aufgerüttelt werden, aber als die ersten Takte erklangen, ging ein deutlicher Ruck der Begeisterung durch die Menge.
    Als drittes Stück spielte Gilmour „Faces of Stone“ vom neuen Album. Ein geniales Stück. Gilmours Gitarre zum Walzertakt ist schon etwas Besonderes. Dazu seine markante, warme Stimme – ein Gedicht.
    Das Stück ist von einem Spaziergang inspiriert, den Gilmour vor Jahren mit seiner demenzkranken Mutter unternommen hat. Während dieses Ausflugs litt sie unter Wahnvorstellungen, was Gilmour, der ein schwieriges Verhältnis zu seiner Mutter hatte, nachhaltig beeindruckt hat. Wenn ich das richtig sehe, thematisiert das Stück auch die relative Bedeutung des Verstandes im Verhältnis zu sonstigen Empfindungen, die Vergänglichkeit von Allem.
    Mit „Wish You Were Here“ folgte natürlich ein absoluter Klassiker, der wohl auch dem Letzten im Publikum Schauer über den Rücken jagte. Das Stück wurde exzellent vorgetrage. Das folgende „A Boat Lies Waiting“, das an Richard Wright erinnert, war direkt danach natürlich super in der Setlist platziert. „A Boat Lies Waiting“, auf dem die gesprochene Stimme von Wright zu hören ist, wird von einfachen Klaviertönen und sehr harmonischen Instrumenteneinsatz geprägt. Der melancholische Gesang gibt dem Stück unglaubliche Tiefe.
    Hier zeigte sich der Vorteil, dass es sich in Oberhausen um ein eher älteres Publikum handelte (mit meinen 52 Jahren habe ich den Altersdurchschnitt wohl noch leicht gesenkt). Die Leute waren in der Lage, einfach zu genießen, statt zu gröhlen. Alle Töne wurden bis zum Ende gehört, ehe mit frenetischem Beifall Tribut gezollt wurde, Großartig.
    Mit „The Blue“ folgte als sechstes Stück eines der besten von „On an Island“. Die Beleuchtung war natürlich auf das Stück abgestimmt. Mir gefiel sehr gut der Wechsel vom relativ monotonen Rhythmus zu Beginn des Liedes zum (unerwarteten) Verlauf, den das Stück mit dem Gitarrenspiel ab der Mitte des Liedes nimmt.
    Mit den ersten Geräuschen von „Money“ war klar, dass die Stimmung im Publikum wieder in Euphorie umschlagen wird. So war es dann auch. Das riss auch kein wenig ab, als sich „Us & Them“ nahtlos anfügte. Eine der berühmtesten Zeilen aus dem Song lautet
    „…And after all we´re only ordinary men…“
    Genau das lebten auch David Gilmour und seine Band während des gesamten Abends. Da waren keine distanzierten Stars, die ein Pflichtprogramm abliefern, sondern Vollblutmusiker, die spürbar Spaß an dem hatten, was sie taten. Übrigens: „Us & Them“ war ursprünglich von Richard Wright für den Film „Zabriskie Point“ als „The Violent Sequence“ geschrieben worden. Der Regisseur hatte es abgelehnt, da es sich nicht wie „Careful with that Axe, Eugene“ anhörte.
    Bei der Gelegenheit noch ein paar Worte zur Band, die in meinen bisherigen Ausführungen zu kurz gekommen ist:
    Insgesamt eine Spitzenbesetzung, die sich komplett „in den Dienst“ der gemeinsamen Show stellte.Phil Manzanera, Guy Pratt, Jon Carin und Steve DiStanislao sind inzwischen hinreichend bekannt. Extraklasse war Kevin McAlea an den Keyboards, der u.a. mit Barclay James Harvest und Kate Bush zusammengearbeitet hat. Theo Travis am Saxophon und an der Klarinette war exzellent. Er hat schon bei Soft Machine Legacy, Robert Fripp (King Crimson) und Steven Wilson mitgewirkt.
    Louis Clare Marshall und Bryan Chambers unterstrichen viele Stücke mit ihrem herausragenden Gesang und machten sie teilweise erst zu dem, was sie dann waren. Eine große Gratulation an die gesamte Band!

    Vor der Pause folgten noch zwei Stücke, auf die ich heute kurz eingehen möchte.
    Zunächst kam das wunderbare „In any Tongue „.
    Für mich war dieses Stück einer von mehreren Höhepunkten des Konzertes. Auf dem Album ist das Lied schon eine Superklasse. Live hat Gilmour es mit einer wahnsinnigen Dynamik vorgetragen. Sein Solo am Ende des Songs erinnerte unweigerlich an „Comfortably Numb“, ohne es zu kopieren.
    Das dazu präsentierte Video drückte eindrucksvoll den Inhalt des Songs aus, indem es die Sinnlosigkeit und den Irrsinn von Krieg thematisierte. Eine wunderbare Performance.
    Dass das folgende Stück, „High Hopes „, Bestandteil des Programms sein würde, war jedem spätestens klar, als er die Glocke neben dem Schlagzeug gesehen hat.
    Dieses finale Stück von „Division Bell“ hat zentrale Bedeutung und löste entsprechende Begeisterung aus. Der letzte Vers des Liedes (The Endless River, Forever and Ever) erinnert an „See Emily Play“ (Float Down a River, Forever and Ever) und war natürlich auch Namensgeber für „The Endless River “ aus dem vorigen Jahr.

    Nach der Pause ging es gleich mit einem Knaller los: Astronomy Domine vom Album The Piper at the Gates of Dawn aus dem Jahre 1967 (geschrieben von Syd Barrett; auf dem Album von Barrett und Richard Wright gesungen).
    Eine Homage an beide verstorbenen Band-Mitglieder.
    Dieses Stück habe ich noch nie so impulsiv und mit so viel Spielfreude der gesamten Band erlebt. Gleichzeitig verwandelte die Beleuchtung die Halle in einen psychedelischen Tempel. Das hat richtig Spaß gemacht.
    Zu dem folgenden Shine on You Crazy Diamond muss man in diesem Kreis nichts mehr sagen. Musikalisch exzellent, sehr schöne Videobegleitung. Einfach ein Genuss!
    Persönlich habe ich mich sehr darüber gefreut, dass Fat Old Sun wieder auf der Setlist stand. Diesen Song vom 70er Atom Heart Mother liebe ich einfach. Der langsame erste Teil war wieder von dem außerordentlich tollen Gesang gekennzeichnet. Als Gilmour zur Mitte des Stückes die Gitarre wechselte, schien es, als suche er die zweite Gitarre an einer falschen Stelle der Bühne. Wenn das unbeabsichtigt war, haben sowohl die Band, die musikalisch überbrückte, als auch Gilmour, der tänzelnd zur richtigen Stelle ging, den kleinen Lapsus hervorragend überbrückt. Jedenfalls schön, dass er die Gitarre gefunden hat. Sein Spiel, das er in der zweiten Hälfte des Liedes darauf aufführte, war mal wieder von einem anderen Stern. Gänsehaut pur!

    „Coming back to Life“ ist immer wieder ein Genuss. Live erst recht. Das liegt wohl auch daran, dass Gilmour hier seine Frau Polly Samson und das Abhaken schlechter Zeiten besingt. Für ihn selbst wahrscheinlich ein Wohlfühl-Song. Und ich meine, das spürt man auch.
    Das gilt sicher auch für das folgende „On an Island“. Vor der Tour sprach Gilmour davon, dass alles unter dem Motto „Dolce Vita“ stehen soll. Da passt dieser Song wunderbar. Und ich habe „On an Island“ noch nie so dynamisch, mit so viel Power, gehört. Das war für das gesamte Konzert charakteristisch. Einfach super!

    Die Konzerthalle innerhalb kürzester Zeit von einem psychedelischen Tempel („Astronomy Domine“) in einen schummrigen Jazzkeller zu verwandeln, ist schon eine gewagte Gratwanderung. Gilmoure und der Band ist das bei „The Girl in the Yellow Dress“ vorzüglich gelungen. Sicher keine gewohnten Gilmour-Klänge, aber absolut passend zu Dolce Vita und dem Grundkonzept des neuen Albums (Tagesablauf und Empfindungen / Gedanken eines Mannes in den mittleren Jahren).
    Guy Pratt am Kontrabass ist übrigens ein herrliches Bild.
    Großartig!
    Die nächsten drei Stücke im Programm waren Today, Sorrow und Run like Hell.
    Als ich Today am Tag zuvor zum ersten Mal auf dem Album hörte, mochte ich es nicht besonders. Und das, obwohl es musikalisch wirklich sehr gut gemacht ist (insbesondere im hinteren Teil). Das liegt wohl daran, dass es recht Soul-lastig startet und er Gesang zu Beginn mich fast ein wenig an die Beatles erinnerte (ich war nie ein Beatles-Fan und werde wohl auch nie einer werden).
    Im Konzert gefiel es mir viel besser. Es war mit viel mehr Power vorgetragen und insgesamt erinnerte es mich nicht mehr an die Beatles, sondern eher an David Bowie während seiner Serious-Moonlight-Phase. Inzwischen höre ich es auch auf dem Album gerne, zumal es sehr gut in das Gesamtkonzept des Albums passt.
    Aber über die Stärken dieses Songs musste man nicht lange nachdenken. Es folgte Sorrow, ein absoluter Knaller. Ich liebe dieses Lied ohnehin. Textlich ist es absolut ausgefeilt und das, obwohl David Gilmour (von ihm stammt der Text) von sich selbst sagt, das Schreiben sei nicht seine Stärke.
    Musikalisch ist der Song eine Extraklasse. Ich habe ihn mehrmals live gesehen: auf der Delicate Sound of Thunder-Tour, auf der Pulse-Tour (auf der On an Island-Tour war er ja leider nicht vertreten). Ich war jedesmal begeistert, insbesondere auf der Pulse-Tour. Aber eine so tolle Version wie jetzt in Oberhausen habe ich vorher noch nicht gesehen. Grandios.
    Spätestens als dann mit Run like Hell der letzte Song vor den Zugaben folgte, kochte die Stimmung im Publikum über. Die gesamte Band trat mit Sonnenbrillen auf. Sicher nicht, um cool zu wirken. Die Lichteffekte waren spitze, Und während der Song auf der Pulse-Tour eigentlich nur dazu diente, einen pyrotechnisch krönenden Abschluss zu setzen, wurde das Lied dieses Mal auch mit einer gewissen musikalischen Ernsthaftigkeit gespielt. Ganz großes Kino.

    Inzwischen sind wir bei den Zugaben angekommen.
    Die Begeisterung war nach dem letzten Stück, „Run like Hell“, ohnehin noch am Limit. Als das Geräusch des Tickens verschiedener Uhren, das in deren gleichzeitiges Läuten, Schlagen und Klingeln übergeht (das ist übrigens auf dem Album vom Toningenieur Alan Parsons eingespielt), erklang, kannte der Jubel keine Grenzen. „Time“ und „Breathe“ wurden vollendet dargeboten.
    Und dann kam das zum absoluten Finale erwartete „Comfortably Numb“. Es ist wohl das Stück mit dem besten und berühmtesten Gitarrensolo ever. Ich habe es öfter gesehen, mehrmals von Gilmour himself, einige Male als andere hervorragende Gitarristen (insbesondere in Programmen von Roger Waters) sich daran versuchten. Letztere sind, auch wenn es tolle Gitarristen sind, nie an Gilmour herangekommen. Die Gilmour-Auftritte waren bei diesem Stück immer perfekt. Eine Steigerung habe ich nicht für möglich gehalten. Jetzt kommt, was ich auch schon zu „Sorrow“ gesagt habe:
    Gilmour hat sich an diesem Abend selbst übertroffen.

    Mein Gesamtfazit:
    Das beste Konzert, das ich bisher gesehen habe. Gilmour ist in der Form seines Lebens und auch seine neuen Stücke sind eine absolute Bereicherung. Wenn er, wonach es aussieht, wirklich am 07.07. in Köln noch ein Konzert geben sollte, bin ich ganz sicher dabei!!!

  9. Nelle sagt:

    Hallo Werner,
    auch Dir mein ganz persönlicher Dank für Deinen Bericht und vor allem für das Vorhandensein dieser Seite. Ich gehöre zu den Verpeilern oder Trantüten die erst sehr spät – erst Mitte August – dank Deiner Seite von dieser Tour erfahren haben – aber immerhin. Ähnlich wie bei Deiner Aktion des Schnitzel bratens, ging mit dieser dann für mich „uralten“ Neuigkeit ein Zittern und Beben durch meinen Körper – aber es fühlte sich wahnsinnig gut an. Ich musste schnellstens zusehen, wie ich wenigstens an einen der vielen wirklich toll ausgesuchten Orte gelange. Zudem hatte ich das Problem, fast meinen gesamten Urlaub aufgebraucht zu haben. Berlin – Florenz war dann die schnellste und für mich beste Option. Flug (sehr günstig) und Ticketüber viagogo (unverschämt teuer) gebucht und bis zum Konzerttermin aufgeregt sein. Als dann das Ticket von UPS übergeben wurde hatte ich keine Geduld mehr, wollte sofort los und an all den anderen Orten mein Glück vor Ort versuchen – egal. Ich hatte wenigstens Florenz. Florenz war sicherlich nicht die beste Lokalität – dennoch ein unvergesslicher Abend – kein Gewitter, so wie eigentlich vorhergesagt! Der Gig war großartig, auch wenn ich keine Vergleichsmöglichkeiten zu den vorher und nacher stattgefundenen Konzerten habe. Aber da war ja auch noch der Soundcheck, der machte mich dann erst richtig heiß auf den Abend. Die Zusammensetzung der Setlist kann sicherlich für jeden von uns zu einem abendfüllenden Programm werden. Klar, jeder hat so seine ganz persönlichen Favoriten, ich hätte mich z. B. riesig über Childhood’s end, Wot’s ……Uh the deal oder auch über die frühe Solo-Nummer So far away gefreut, aber was soll es – der Mann hat einen phantastischen Gig von beinahe 3 Stunden auf die Bühnen gebracht und offenbar auch seinen Spaß dabei gehabt. Beeindruckt war ich auch von dem doch streckenweise recht jungen Publikum und der mitgebrachten Euphorie – toller Abend. Die neuen Stücke – bis auf Today (wird wohl nicht der Song den ich lieben werde) – haben mich überzeugt und sehr neugierig gemacht. Da steht dieser wahnsinns Gitarrist und malt mit seiner Klampfe – einem Maler gleich – die fantastischsten Bilder in den sternklaren Florentiner Nachthimmel – unaufhaltsames Kopfkino würde ich meinen. Kurz und gut, ich durfte ihn mal wieder erleben und bin erneut der Auffassung, dass er einer der ganz Großen ist. Für dieses Klangerlebnis bin ich sehr dankbar und natürlich ganz besonders Dir, lieber Werner.
    P.S.: The Girl in the yellow dress ist eine großartige Nummer auf dem neuen Album – so eine Jazz-Nummer steht dem Burschen auch ganz gut -mal etwas völlig anderes. Könnte mir sogar ein Jazz-Album vorstellen, meinetwegen nur aus Coverversionen bestehehnd! Warum eigentlich nicht?

  10. Nelle sagt:

    Stimmt Olaf,
    Astronomy Domine habe ich beinahe vergessen – der Song zu Beginn des Zweiten Teils hat mich echt vom Sitz gefegt. Die Jungs haben auf der Bühne eine solch überwältigende Kraft und spürbare Spielfreude erzeugt, dass ich mich plötzlich ins Jahr 1974 zurückversetzt fühlte. Da hatte ich The Piper at the gates of dawn zum ersten Mal in der Hand und war von dem Opener des Albums schwer beeindruckt -ununterbrochen bis heute.
    Fat old sun kam sicherlich soundmäßig schon einmal (z. B. in Danzig) weitaus fetter rüber als in Florenz, aber dennoch eine Nummer die einen festen Platz in der Setlist haben sollte?! Umso verwunderlicher ist es, dass dieses Stück auf der Echoes fehlt, von anderen Stücken ganz zu schweiegen. Ich bin gespannt auf Breslau und Köln. Habe von einer Berliner Theaterkasse gehört, dass es ein weiteres Konzert am 5.7.2016 in Wiesbaden (unbestätigt) geben soll. Hat da jemand schon einmal etwas von gehört?

  11. Karsten sagt:

    Hallo Werner!
    Auch von mir erst einmal einen herzlichen Dank für deinen tollen Bericht. Es waren meine ersten Gilmour Konzerte die ich ohne deine tolle Seite in dieser Form sicher nicht erlebt hätte. Dafür noch einmal meinen Dank.
    Das Konzert in Brighton wird dabei immer am meisten in Erinnerung bleiben , denn es waren die emotionalsten Eindrücke die ich dort hatte. Vor dem Konzert das Wohnhaus von David besichtigt und vor allem auch der Kontakt zu den anderen Fans. Besonderen Dank auch noch einmal an Ina und Raig!
    Mit diesem Konzert ging für mich ein Lebenstraum in Erfüllung, einmal die Stimme und Gitarre von Pink Floyd zu erleben.
    Es war ein tolles Konzert und ich bin froh das Gecko Floyd neben mir saß und wir beide diese tolle Sicht auf die Bühne hatten.
    @ Gecko das war die Belohnung dafür das du deinem Freund den Trip nach Brighton und den Konzertbesuch erst möglich gemacht hast. Ich denke das kann man in diesem Forum auch einmal würdigen denn sowas ist in dieser heutigen Zeit nicht selbstverständlich.
    In Oberhausen habe ich mich sehr gefreut Werner und viele andere Fans getroffen zu haben. Dort hat mich ja meine Tochter begleitet und sie war genau wie ich total begeistert. Ich habe mich sehr gefreut ihr die PF Musik näher gebracht zu haben.
    Einen besonderen Gruß noch an Gabrielle . Ich wünsche dir beim nächsten Konzert mehr Glück mit den Tickets !!!

  12. wolfgang sagt:

    Hallo Werner,
    vielen Dank für deinen ausführlichen Report. Nach 2006 auf dem Königsplatz in München konnte ich DG endlich wieder live genießen. Ich habe zwar „nur“ zwei Konzerte besuchen können (Verona – da habe ich dich mit weiteren Fans im Olivio getroffen und Oberhausen in der Arena) aber es waren sehr emotionale Momente. Von der Location war Verona fast nicht zu toppen. Großartige Musik bei einem fantastischen Wetter (bis Mitternacht ca. 20 Grad) unter freiem Himmel genießen zu dürfen und dann noch ein frenetisch jubelndes Publikum (incl. Laola-Welle) – was will man mehr? Das neue Album ist für mich ein gelungener Wurf, wobei mit die Lieder 5am, And Then, Any tongue und Rattle that lock besonders gefallen. Bei den Konzerten hatte ich Gänsehaut als DG Run like hell spielte – super Lichteffekte.
    Nochmals vielen lieben Dank für den deinen Link auf das pre-ticketing. Ohne diese Möglichkeit wäre ich wahrscheinlich leer ausgegangen – nicht auszudenken.
    Ich hoffe sehr, dass ich auch 2016 wieder glücklicher Besitzer von Konzertkarten sein werde, wenn DG Deutschland ein weiteres Mal, oder öfter, besucht.
    Wäre schön, wenn wir und wieder treffen. Bis dahin alles Gute.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.