Roger Waters feiert 70. Geburtstag bei The Wall Konzert in Düsseldorf!

2013 Roger Waters Düsseldorf PosterGestern feierte Roger Waters seinen 70. Geburtstag! Wir wünschen ihm alles Gute, viel Gesundheit! Bleib wie du bist!! Dem nicht genug trat er abends in Düsseldorf mit The Wall auf!

Should Be A Secret!

Nach Waters kurzer Ansprache vor Mother nutzte das Publikum den Moment um ein kleines Happy Birthday anzustimmen. Arne hat über das Konzert einen feinen Bericht geschrieben: Roger Waters feiert 70. Geburtstag mit Konzert in Düsseldorf!

Außerdem sang seine Band nach „Outside The Wall“ auch ein kurzes Geburtstagsständchen!

30 Antworten

  1. guntmar sagt:

    to Roger:

    Happy Birthday and many many happy returns!

    SHINE ON FOREVER !!!

  2. Willi sagt:

    Herzlichen Glückwünsch lieber Roger zu deinem Geburtstag! Ich wünsche dir noch viele Jahre voller Liebe, Gesundheit und creativer Ideen! Dein Frank!

  3. Heiner sagt:

    Beim Ständchen singe ich dann mit, wenn auch nicht AUF der Bühne sondern davor 🙂

    Mal sehen, was heute abend so alles passiert….

  4. Julian sagt:

    Um die Neugierigen zu befriedigen, die nicht in Düsseldorf waren:

    – Das Hallendach war zu

    – Roger hatte seine Indoor-Bühne dabei! Die Beamer waren die neuen, doch der komplette Bühnenaufbau war „Back to the roots“.

    – Roger hat am Anfang des zweiten Teils nach „Nobody Home“ ein komplett neues Lied gespielt.

    – Ein Stein, unterste Reihe Mitte, war nach der Pause leicht verrutscht und blieb so bis zum Ende.

    – Die Band hat Ihm am Ende zwischen „Outside“ und „Abgang“ ein Happy Birthday gespielt, das Publikum hat mitgesungen.

    – Eine der obigen Meldungen ist falsch. Welche?
    😉

    Alles Liebe, Julian!

  5. Glasses sagt:

    Rate mal schön weiter he he he!

    Bevor „Mother“ gespielt wurde, stimmte das Publikum ebenfalls „Happy Birthday“ an (zumindest in meiner Ecke des Publikums; ohne Rogers Band versteht sich.)

    Es ist so traurig das es wohl die letzte Tour von Roger sein wird…

    Das Konzert war für mich jenseits jeder Beschreibung. Könnte mich in den Ar… beissen dass ich nicht bereits 2011 zum Konzert gegangen bin.

    Liebe Grüsse

    Glasses

    • guntmar sagt:

      …ja , war schon etwas Besonderes!

      Nach dem Geburtstagsständchen gab es für uns Alle von Roger ein

      „Ahhhh,,,,bless you!“.

      Der hat sich doch wirklich gefreut!

  6. Julian sagt:

    Daß jemand an „ein neues Stück“ glaubt überrascht mich nun tatsächlich.
    Natürlich hat er nichts Neues gespielt. Die Ballade nach Brick II hat ja nun viel Staub aufgewirbelt und war sofort in aller Munde. Hätte er was neues gespielt … das wäre aufgefallen.

    Obwohl … könnte man „Happy Birthday“ als „etwas Neues“ ansehen? Immerhin gehört es normalerweise ja nicht zu The Wall. 😉

    Der Stein war wirklich ein bißchen verrutscht. Bin ich der einzige, der das gesehen hat? Ich fand es sehr auffällig.
    Zudem ist mir aufgefallen … 2011 in Düsseldorf saß ich Reihe sieben etwas auf der Seite. Dieses Jahr drei Mal weiter hinten, meist im zweiten Block. Dadurch ist mir aufgefallen, daß ich dieses Jahr jedesmal „lichtspalte“ durch die Steine gesehen habe, 2011 habe ich das nicht. Ich nehme an, daß dieser „Quer-Blick“ das vermieden hat. Da ich den Vergleich hatte hat es mich sogar ein wenig gestört … wobei, ich gebe zu, eine Lichtundurchlässige Kante an den Steinen zu erwarten, das wäre schon arg extrem!

    Und ja, für mich war es auch etwas besonderes. Ich empfand Düsseldorf 2013 als die Beste Show die ich bisher gesehen habe. Frankfurt und Berlin waren auch toll, doch die Open-Air-Bühne hat dem ganzen irgendwie ein bißchen was geraubt. Dadurch stand eine Bühne „Im Stadion“. Jetzt, der direkte Vergleich mit der Indoor-Bühne … die fand ich besser. Die ist „Eingebaut“ in die Halle. Wirkt einfach integrierter.

    Schade fand ich, daß er, wenn er schon die „alte“ Bühne nimmt, nicht auch noch das Konfetti hat regnen lassen am Ende. Schade fand ich, daß er bei KEINER der Shows in Deutschland das große Feuerwerk gezündet hat. Es war immer nur die Hallengröße.
    Geht wohl auch nicht, bei den „Open-Air-Mit-Schiebedach-Stadien“. Irgendwie komisch. Open-Air mit Dach drüber?

    In Düsseldorf wurde das ganz besonders deutlich:
    Es war fast dasselbe Setting wie 2011. Dieselbe Bühne. Sie stand zwar etwas anderes (letztes Mal längs, dieses Mal quer). Aber sonst war fast alles gleich? Das Dach war beide Male zu. Aber das eine war die „Hallentour“ und das andere die „Open-Air-Tour“. Wo soll bitte der Unterschied gewesen sein?

    Dennoch war ich sehr froh drum. Was mir gerade noch einfällt: Frankfurt und Berlin waren „zu hell“. Während das Dach in Frankfurt zu war hat es doch viel zu viel Licht reingelassen. In Berlin war es offen … auch zu hell.
    Im Direkten vergleich mit Düsseldorf, wo das Dach wirklich abschließt und kein Licht mehr durchlässt, da hat Düsseldorf doch noch einen klaren Bonus. The Wall wirkt bei totaler Dunkelheit einfach besser!

    Schade fand ich, daß der Beginn in Frankfurt und Berlin nicht später war. Das hätte die Lichtsituation deutlich verbessert!

    Alles Liebe, Julian!

    • guntmar sagt:

      ….Stimme im großen und ganzen zu.

      Meine allerdings in Berlin gab es Feuerwerk hinter der Bühne.

    • GeckoFloyd sagt:

      Ich hab‘ in Berlin kein Feuerwerk hinter der Bühne gesehen… In D’dorf war ich nicht, dafür noch in Frankfurt und Wien – stimme ebenso der Problematik mit den Lichtverhältnissen zu. Es wäre gut gewesen, er hätte später angefangen, wenn es dunkler ist.

      • Julian sagt:

        @Guntmar:

        Stimmt, das Feuerwerk war „hinter“ der Bühne. Das ist ja der Unterschied der „Outdoor-Bühne“ und der „Indoor-Bühne“.

        Aber … es gibt ein Feuerwerk, das weitaus größer ist als das in Berlin. In Berlin wurde „Begrenzt nach oben“ geschossen, genau dieselbe Pyro wie in Frankfurt. Und In Frankfurt war das Dach zu.

        Jetzt guck Dir mal das Feuerwerk hier an:
        Guck Dir bei Minute 2:00 an, wie hoch das Feuerwerk geht in dem Moment, wo das Flugzeug abstürzt.

        Diese Größe hatten wir nirgendwo in Deutschland!
        Das Feuerwerk in Düsseldorf war etwas kleiner als das Outdoor-Feuerwerk, aber wirkte in der Halle natürlich viel Massiver. Dennoch war alles nur „Kinderkram“ im Vergleich zu dem, was Roger bei den WIRKLICHEN Open-Airs gezündet hat. 😉

        Alles Liebe, Julian!

        • Andreas Andreas sagt:

          Hallo,
          also nachdem ich nun Rom und erneut Berlin geniessen durfte kann ich soviel sagen, dass beim Konzert im Olympiastadion von Rom tatsächlich ein grosses Feuerwerk (wie im obigen Link zu sehen) im Vergleich zu den genannten Deutschland-Konzerten gezündet wurde. Grundsätzlich wäre das im oben offenen Berliner Olympiastadion ebenso möglich gewesen. Aber ausser der Tatsache, dass gerade hier in Berlin immer sehr kleinkariert und spassverderbend von Senatsseite Dinge verordnet werden (Lautstärke, Zeitvorgaben etc.) war mir eigentlich schon am Tag davor klar, dass es auch in Berlin nicht doll sein wird. Denn am Tag vorher war ich auf dem Glockenturm, wollte von dort aus wegen der Bühne in das Stadion reinfotografieren und habe dabei feststellen müssen, dass das sonst immer offene Marathontor, also die offene Stelle im Stadion an der Westseite, für mich erstmalig so sichtbar vollkommen zugebaut war, also soweit ich erkennen konnte nicht nur verhangen, sondern mit irgendeinem festen Material komplett abgeschlossen war. Da ich sowas bei vielen anderen, früheren Konzerten so noch nie gesehen habe kann ich mir das nur so erklären, dass am darauffolgenden Freitag und Samstag nach dem Konzert hier die alljährliche Pyronale (eine Art Feuerwerk-WM) stattfand und ich vom Turm schon reichlich grosse Kisten damit auf der Wiese des Maifeldes aufgestapelt gesehen habe. Daraus schliesse ich, das behördlicherseits Auflagen für nur ein kleines, nicht über das Stadiondach hinausgehendes Feuerwerk angeordnet worden sind. Schade eigentlich – im doppelten Sinn, denn ich persönlich hätte nichts dagegen gehabt, wenn das Pyronale-Material, wenn auch unplanmässig, synchron zur Wall-Show mit hochgegangen wäre :-)) Trotzdem war es ein super eindrucksvolles Konzert.

  7. Tobias Wollgarten sagt:

    Wow! – Ging ich 2011 noch mit gemischten Gefühlen aus der ESPRIT Arena in Düsseldorf, so bin ich diesmal durchweg begeistert … Gestern sprang der Funke über, denn sein Geburtstagsauftritt wirkte auf mich persönlicher, weniger routiniert und damit besonders… Das Publikum feierte begeistert mit und stimmte schon früh ein „Happy Birthday“ an, das, obwohl ein wenig verschwommen, Waters zunächst einmal pausieren ließ … Stürmischer Beifall folgte, auch weil Roger einige Worte auf Deutsch an seine Fans richtete … Toll fand ich auch , dass er sich m.E. öfter auf seine Stimme verließ und seltener „lip sync“ sang … Die Musiker, allen voran Dave Kilminster, hinterließen bei mir ebenfalls einen besseren Eindruck, sind sie doch mittlerweile so mit dem Werk vertraut, dass sie in der Lage sind, Emotionen entstehen zu lassen, und nicht, wie eine bloße Coverband, „Note for note“ ein fremde Komposition runterspielen … Ich bin glücklich, dabei gewesen zu sein! …

  8. Julian sagt:

    Und immer mehr erfasst mich eine tiefe Trauer.

    Es war das letzte Wall-Konzert, das ich gesehen habe, in Düsseldorf.
    Hätte ich Zeit, so würde ich nach Paris fahren und nach Amsterdam. Doch macht das einen Unterschied. Düsseldorf war wundervoll! Sein 70ter Geburtstag. Das Leiden des „es-geht-zuende“ könnten auch Amsterdam, Paris oder Zürich nicht stillen. Nur verlängern.

    Das Konzert war einfach geil. Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt, zwischen dem Horror einer Geisterbahn und der illusion angenehmer Betäubtheit, bis zum reißerischen Faschismuß-Mob in die Selbstverurteilung und am Ende … outside the Wall. Kein Konzert, keine Veranstaltung hat mich je so sehr „hineingezogen“. Nichts, was auf einer Bühne passiert ist, habe ich je so stark „gespürt“ wie The Wall.

    Und dann bleibt die Leere. Gibt es noch ein Meisterwerk, daß entsprechend aufgeführt werden kann? NOch einen Künstler, der die Leidenschaft und die (finanziellen) Ressourcen eines Roger Waters hat?

    Ich kann mir nur schwer vorstellen, in meinem Leben noch ein Konzert zu erleben, das das Erlebnis von The Wall in Düsseldorf toppen könnte. Und das macht mich traurig.

    The Wall ist zuende. Für mich zumindest.
    2014 kommen keine weiteren. HOffe ich zumindest, denn auch das würde nur den Abschied verlängern. Und was dann?

    Ich weiß nicht, wie ich jemals wieder in einem „normalen“ Konzert stehen kann. Nach der Inszinierung von The Wall ist alles andere doch nur noch eine Aneinanderreihung von Musikstücken.

    Hey, keine Bange, ich bin nicht selbstmordgefährdet oder sowas, ich habe es nur so sehr genossen, daß es mich eben auch traurig macht, daß es zuende geht. Dumm, daß vor ein paar Wochen zudem der Tanz der Vampire zuende ging, daß vor ein paar Jahren Ludwig Hirsch gestorben ist und daß all die grandiosen Künstler aussterben.

    Ich befürchte, mich bald in einer Welt wiederzufinden, wo Konzerte per iPhone „runtergeladen“ und per 3D-Brille „real“ gemacht werden. The Wall stammt aus einer anderen Zeit.

    Meine Hoffnung liegt darin, mit Aussie oder Brit Floyd die Erinnerung erleben zu dürfen. Kann jemand die Gruppen empfehlen? Oder ist davon eher abzuraten?

    Alles Liebe, Julian!

    PS: Was mich am meisten traurig macht sind all die vielen Freunde, denen ich diese Show gerne gezeigt hätte, die nicht konnten, die nicht wollten, und die es nun für immer versäumt haben!

    • Andreas Andreas sagt:

      Hallo Julian,
      ich verstehe Dich sehr gut, aber das Leben geht weiter – und noch ist nicht ganz Schluss damit, ich meine mit Konzerten. Wie ich hier schon mal vor ein paar Wochen an anderer Stelle schrieb, vor allem Brit Floyd wird uns zukünftig bestimmt noch sehr viel Freude machen. Gehe hin und Du wirst in eine andere Zeit (zurück)versetzt. Genialer als wie die es machen, kann es nicht sein. Die Aussies sind für mich im Vergleich weit dahinter und unsere Idole nur „ganz knapp“ davor.
      Gruss
      Andreas

  9. scarecrow sagt:

    „Meine Hoffnung liegt darin, mit Aussie oder Brit Floyd die Erinnerung erleben zu dürfen. Kann jemand die Gruppen empfehlen? Oder ist davon eher abzuraten?“

    Also ich persönlich bin immer kein Freund von Tribute Bands weil Pink Floyd eben am besten von Pink Floyd respektive deren (Ex-)Mitgliedern gespielt wird. So klingt es am besten und so will ich es hören. Alles andere ist Pepsi statt Coke 🙂

    Aber deine Sorge dass du nie wieder ein Konzert findest was dir gefallen wird ist glaube ich unbegründet. Ich weiss ja nicht was du schon so gesehen hast aber es gibt immer wieder klasse Konzerte sei es damals Pink Floyd (1994), U2 (Popmart, 360°), Depeche Mode, Smashing Pumpkins oder in diesem Jahr Neil Young & Crazy Horse und Fleetwood Mac (ich sage einfach mal das wird klasse…). Klar war die The Wall Show toll aber sicher nicht das Maß der Dinge (je nachdem was man schon so gesehen hat) geschweige denn das letzte Wort in Sachen Live Musik und es wird auch wieder Konzerte geben die einen begeistern. Ich hoffe!!! ja auf ein Gilmour und vielleicht noch ein Waters Solo Album… Aber dass die „alten“ Bands“ und Künstler nicht mehr ewig auftreten werden, die Pfanne heiss haben (Ritchie Blackmore), sich aufgelöst haben (R.E.M.) und viele der Großen leider schon verstorben sind ist wohl leider trauriger Fakt.

    Trotzdem Kopf hoch 🙂 Es wird bestimmt immer wieder Musik geben die uns begeistert 🙂

  10. Julian sagt:

    Ich habe ja auch nicht gesagt, daß mir nie wieder ein Konzert gefallen wird.
    Nur … bei „The Wall“ mithalten, da wird schon schwer!

  11. Jörg sagt:

    Ich war auch in Düsseldorf dabei und ja, ein Stein war tatsächlich etwas verrutscht. Und die Lichtdurchlässigkeit der Mauer, ich schätze mal, das es gewollt gewesen sein könnte. Ich saß hinten auf der Tribüne exakt in der Mitte. Hin und wieder gab es extrem Helles Licht hinter der Mauer, was man nur durch die Schlitze in der Mauer sehen konnte. Sonst hätte das helle Licht eigentlich keinen Sinn gehabt.

    Die Show an sich fand ich auch unbeschreiblich, einfach nur Gänsehaut…
    Ich bin sehr froh The Wall gesehen zu haben. Hätte es 1980 schon gerne gesehen, war aber noch zu jung, um nach Dortmund zu reisen.

    Von 1988 bis 1994 habe ich Pink Floyd 3 mal gesehen. Als „Ersatz“ hatte ich mir dann in den letzten Jahren Aussie und Brit Floyd angetan, die sind wirklich sehr empfehlenswert, Julian. Halt nicht original Pink Floyd, aber sehr nah dran, finde ich und ich glaube auch viele Andere hier.
    Ich hoffe jetzt nur noch, das ich David Gilmour irgendwann noch einmal zu sehen bekomme, ansonsten bleibt wohl nur übrig, zu Aussie oder Brit Floyd zu gehen, um Pink Floyd-Sound wenigstens annähernd zu erleben.

  12. Jan Telen sagt:

    Waren zum vierten mal bei Roger Waters (in the Flash, dark side…, the wall 2011, the wall 6.9.’13. Es war wieder unbeschreiblich. Es hat und wird auch sicherlich in Zukunft nichts annähernd vergleichbares mehr geben. Möchten uns Julian’s kommentar anschließen. Waren auch schon zweimal bei „Brit Floyd“ die wohl zur zeit mit abstand beste Pink Floyd cover Band (die besten Jungs sind vor einigen Jahren von „Australien Pink Floyd“ nach „Brit Floyd“ gewechselt). Tip für Julian, youtube videos ansehen. Wir sind auch alle etwas traurig aber wir sehen uns hoffentlich alle bestimmt einmal bei „Brit Floyd“. Grüße Jan

  13. Julian sagt:

    Hi Jan,

    die YouTube-Videos kenne ich schon in- und auswendig.
    Auch das verursacht einige etwas traurige Momente: Die „Lichtkuppel“, die Roger erstmals in Quebec hatte, die habe ich nie live sehen können. 🙁

    Doch mir geht es weniger um „Pink-Floyd-ähnliche Musik“. MIr geht es um die Neudefinition eines Konzertes. Es geht mir darum, daß RW eine Show geschaffen hat, die den Zuschauer in eine emotionale (Horror-) Reise katapultiert.
    Das kenne ich in der Art sonst nur von Musicals, aber lange nicht so heftig wie von RW insziniert. The Wall hat, wenn ich es recht in Erinnerung habe, etwa 50 Millionen Dollar Produktionskosten gehabt. Wer hat solche Ressourcen?

    Was die YouTube-Videos angeht: Ich hoffe vielmehr auf eine baldige DVD-Veröffentlichung. Und was die Shows angeht: War da nicht auch mal ein Musical angekündigt? MIt etwas Glück könnte das ja was werden …
    *hoff*

    Alles Liebe, Julian!

    • scarecrow sagt:

      Ich glaube jetzt verstehe ich dein Problem. Dir geht es in erster Linie gar nicht um ein Konzert im Sinne von Live Musik sondern eher um eine Show die eine Geschichte dabei erzählt vor allem wenn der Vergleich mit einem Musical da ist?! Wenn du schreibst dass Waters den Begriff Konzert neu definiert hat stimmt das meiner Meinung nach aber nicht. Wenn überhaupt hat er den Begriff „(Live)Show“ auf eine andere oder neue Ebene gesetzt. Das hat aber mit musikalischem Anspruch nicht viel zu tun gehabt (da gibt es etliche Bands die bessere Live Performer sind ggf. eben mit weniger Show). Und du bringst es ja auf den Punkt: Die Produktionskosten. Mit genügend Geld und ein paar Mi(e)tmusikern ist so eine The Wall Show recht gut auf die Beine zu stellen. Aber wahrscheinlich hängt sowas auch von der persönlichen Erwartungshaltung bzw. von den Vergleichen die man von anderen besuchten Konzerten ziehen kann ab.

      Den Gedanken an ein „The Wall“ Musical finde ich aber extrem gruselig. Wir erinnern uns an Waters‘ Zeilen von It’s A Miracle: „Lloyd-Webber’s awful stuff runs for years and years and years“.
      Sowas soll doch in Zukunft niemand mal über unser Idol schreiben müssen. 🙂

  14. Julian sagt:

    Hi scarecrow,

    ja, auch wenn Du andere Worte nutzt, genau das meine ich.
    Er hat „Live-Show“ auf eine andere Ebene gesetzt.

    Es war weniger ein Konzert. Die Musiker waren oft nicht zu sehen, es war nicht zu unterscheiden, wo etwas Playback war und wo nicht, all das ist für ein Konzert eher untypisch. Die Show dagegen, diese Art, Lieder zu präsentieren, hat mich beeindruckt. Noch ein Unterschied: Bei dem The-Wall-„Konzert“ kannte ich die absoult exakte Set-Liste ja schon vorher. Würde ich bei einem Konzert gar nicht wollen. Dennoch … „The Wall“ hat mir eben besser gefallen als viele andere „Konzerte“. Und etwas ähnliches wie The Wall gibt es eben nicht.

    Zum Musical:
    Daß die Webber-Musicals kaum über Katzenleben und Opern-Phantome hinausgehen, da sind wir uns wohl einig. Main-Stream-Geblubbere. Doch den Begriff „Musical“ würde ich nicht pauschal aburteilen. Denn „Musical“ ist nicht durch Webber definiert, sondern Webber macht „auch“ Musicals.

    Gucken wir uns z.B. die Vereinigten Bühnen Wien an, die schon so einige sehr beeindruckende Musicals produziert haben. Die Darstellung des Todes in Elisabeth, wenn die Cast stimmt, ist genial. Und, natürlich, mein Liebling, der Tanz der Vampire stammt von dort.
    Die Musik vom Tanz der Vampire stammt von Jim Steinman, der auch viel für Meat Loaf gemacht hat, und STeinman wurde des öfteren als „Richard Wagner des Rock“ bezeichnet. Spannender Vergleich … denn vor ein paar Tagen habe ich einen ähnlich klingenden ARtikel über Roger Waters gelesen: Was die Walküre für die Klassik, das ist The Wall für den Rock.

    Gucken wir weiter, dann finden wir Themen wie Moulin Rouge, wundervoll von Baz Luhrman filmisch verarbeitet. Ein tolles Musical! Spamalot war übrigens auch ein knaller mit einer exorbitant guten Cast, zumindest in Köln!

    Es gibt sehr gute Musicals! Daß Roger Waters mit Webber zusammenarbeiten könnte, das halte ich für ausgeschlossen! Wenn Waters aus The Wall ein Musical machen wird, dann bin ich mir sicher, wird es sehr, sehr gut.

    Sagen wir mal so:
    Irgendwann wird sowieso jemand ein Musical aus „The Wall“ machen wollen. Und ich hoffe sehr, daß es Roger selbst macht und damit die Meßlatte vorlegt. Weil wenn in einigen Jahrzehnten, nach seinem Tod, irgendein Depp meint, daraus ein neues Schnell-Kommerz-Ding machen zu können, weil es braucht ja kaum Deko, nur „ein paar Video-Projektoren“, dann käme The Wall erschreckend nahe an den „awfull Webber-Stuff“ ran.

    Übrigens noch eine Erfahrung zwischen Event und Musical:
    Bei der Blue Man Group hat mir das Musical besser gefallen. Es ist einfach leichter, in ein festes Theater die massive Anlage einzubauen, als etwas zu nutzen, was innerhalb von 24 Stunden auf Trucks verladen, transportiert und neu aufgebaut werden muß.

    Nur bei „The Wall“ habe ich so meine Zweifel, daß ein Musical, das sich dann ja aus unter 2.000 zuschauern refinanzeiren muß, diese Massivität erhalten kann, die die Live-Show hatte.

    Alles Liebe, Julian!

  15. Joachim sagt:

    Ein sehr guter Kommentar.Kann vielen was du schreibst viel positives abgewinnen.Ich wusste garnicht das Steinman die Musik zu Tanz der Vampire geschrieben hat.Mir persönlich hat seine Zusammenarbeit mit Meatloaf immer sehr gefallen,und die Bezeichnung „Wagner des Rock“ ist doch recht treffend.

    Ich bin eigentlich kein Musical Fan und denke auch mit ein wenig Schrecken an eins von The Wall,aber so wie es aussieht wird es wohl irgendwann eins geben und dann sollte es Roger Waters schon selber machen,bevor es jemand angeht der es zum totalen Kitsch verkommen lässt.

    Wir werden sehn was wird
    Schönen Sonntag
    Lg
    Achim

  16. Julian sagt:

    Hi Achim,

    kann es sein, daß Du Musicals da unterschätzt? Die meisten Menschen denken bei Musicals an „Cats“ und an das „Phantom in der Oper“. Beides Webber, beides Mainstream-Scheiß.

    Es gibt so viele beeindruckende und Imposante Musicals. Und viele bekannte Schauspieler sind auch lange Phasen in Musicals und viele Sänger haben da angefangen.
    Hast Du im Kopf, daß die Rocky Horror Picture Show ein reines Musical ist, aus dem später noch ein Musikfilm gemacht wurde? Hast Du im Kopf daß „One night in Bankog“ von Murray Head aus einem Musical stammt, aus „Chess“? Weißt Du, daß Freddy Mercury (Queen) mal sehr aktiv war in den Musical „Time“? Nicht zuletzt unvergessliche Songs wie „Don´t Cry for me Argentina“ (aus Evita). Kennst Du Thommy von The Who? Weißt Du, daß das ein reines Musical ist? Als solches auch angelegt von The Who?

    Webber betäubt viele Musical-Theater mit dem Mainstream-Matsch, ganz klar. Da wird aus den Queen-Songs ein komischer Zukunftsvisionsbrei gemacht, auch wenn Brian May mitgemacht hat war das gar nicht meins. Und ABBAs Mamma Mia hat mit der Band auch nichts zu tun.

    Es ist schade, wie viele tolle Produktionen unterschätzt werden, nur weil „Musical“ draufsteht. The Wall ist in meinen Augen für eine Musical-Produktion perfekt geeignet. Überlege mal:

    Ein Musical-Theater ist mit optimaler Akkustig gebaut, die ganzen Aufbauten können fest drinnenbleiben (alleine für die Feinjustierung der Beamer ist das Gold wert), Effekte werden „in den Saal“ gebaut. Da kann vor „Run Like Hell“ ein Scheinwerfer direkt auf einen einzelnen Sitzplatz ausgerichtet sein, nebst Kamera, und derjenige technisch perfekt auf die Mauer projiziert werden.
    Die Mauer kann rechts und links in die Seitenwände eingebaut werden. Überlege mal, wenn die Beamer 360 Grad angebracht werden können alle vier Wände mit Mauern dichtgemacht werden. Der Hubschrauber kann wie der Kronenleuchter vom unsäglichen Phantom in der Oper direkt über die Köpfe gezogen werden.

    Und all das muß nicht mehr mit LKWs transportiert und auf- und abgebaut werden. Es kann zweimal täglich spielen, vor bescheidenen 1.600 Musical-Besuchern. Mag sich nach Fließbandarbeit anhören, doch viele Musicals sind so fein gemachte Handarbeit mit so viel Liebe zum Detail und zu der Produktion selbst. Die Fanclubs tun Ihr übriges dazu, daß so eine Produktion „lebt“ und sich weiter verbreitet.

    Die Wall-Tour war toll. Und ich werde es sehr vermissen, The Wall wohl niemals wieder in dieser größe erleben zu können. Doch ich bin mir sicher, in einem Musical-Theater wird es andere massive Vorteile geben. Und vielleicht findet The Wall dann auch ein bißchen zu der ursprünglichen Story zurück.

    Denn, mal ganz ehrlich: Wer „The Wall“ nicht kennt, der wird in der Show nicht erfahren, worum es überhaupt geht. Roger spielt mal Pink, mal sich selbst, mal den Arzt vor der Mauer. Der Story würde eine Musical-Produktion aus The Wall sicherlich sehr gut tun.

    Puh, jetzt rede ich es mir selbst schön.
    Ich hoffe, ich kann mir da glauben, daß es wirklcih so gut wird. 😉

    Alles Liebe, Julian!

  17. Julian sagt:

    PS: Hör Dir mal den Tanz der Vampire an. Da hat Steinman fast nichts neues komponiert.
    Overtüre -> Seize the Night von Meat Loaf
    Gott ist tot -> Original Sin von Pandoras Box
    Einladung zum Ball -> Original Sin von Pandoras Box
    Totale Finsternis -> Total Eclipse of the heart von Bonnie Tyler
    Carpe noctem (Teile davon) -> Aus Meat Loafs Bat out of Hell II
    Carpe noctem (gesamt) -> Aus Meat Loafs Bat III
    Wenn liebe in Dir ist -> Little Bombardier (ursprünglich für David Bowie geschriben)
    Ewigkeit -> Aus dem Musical „Neverland“ von STeinman selbst
    Die Unstillbare Gier -> Objects in the rear view mirror … von Meat Loaf
    Tanzsaal -> Original Sin von Pandoras Box
    Finale -> Tonight is what it means to be young aus dem Soundtrack von Streets in Flames

    Das ist noch nicht alles. Das waren nur die Tanz-Der-Vampire-Verbindungen, die mir so auf die schnelle eingefallen sind.
    Und ALLES Steinman-Kompositionen.

    Das überraschende: Ich mag viele der STücke im Original. Und selten gefallen mir Cover-Versionen. Hier ist es jedoch so, daß ich fast alle der Cover-Versionen lieber mag.

    Alles Liebe, Julian!

  18. Joachim sagt:

    Wow,Wow,Wow !Du gehst aber in die vollen.Ich wollte ja nur was positives zu deinem Kommentar schreiben.Und nein,ich unterschätze Musicals auf keinen Fall,ob nun von Webber,Steinman oder wem auch sonst.Ich glaube das jede Art von Musik (mal abgesehn von rechter oder gewaltverherlichender Musik)seine Daseinsberechtigung hat,und jeder auf seine Art und Weise damit glücklich werden soll.

    Und das THE WALL Musical?

    Sicher ist das Album für ein Musical geeignet,ich sage ja nur das wenn überhaupt,es Roger Waters machen sollte,weil es ja nun mal sein Werk ist und es meiner Meinung nach niemand sonst hinkriegen könnte.Ob es mir dann gefallen würde weiß ich nicht,dafür müsste ich es erstmal sehn.

    Natürlich kenne ich viele der von dir genannten Songs,bin ja auch schon seit nun mehr fünftig Jahren auf diese Welt,und ich muss zugeben das mir ne menge davon sehr gut gefällt.
    Wobei bei mir aber dann Steinman an erster Stelle steht.

    Na denn
    es ist wie es ist
    Gruß
    Achim

  19. Heiner sagt:

    Klasse Konzert, schöner Geburtstag, nur die zu spät kommenden Fans haben genervt.
    Und nun hoffe ich mal das es bald die DVD / Blue Ray gibt…

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