The Story of Wish You Were Here

28.6.2012: Letzte Woche veröffentlichte Eagle Rock Pink Floyd´s „Story of Wish You Were Here“, als DVD und Blu-ray. Die Dokumentation erzählt die mühsame Entstehungsgeschichte von Pink Floyds „Wish You Were Here“ Album.

Dazu gibt es eine Reihe neuer interessanter Interviews von Roger Waters (in New York), David Gilmour (im Astoria), Nick Mason (Ten Tenths), Rick Wright (Archivaufnahmen von 2001), Roy Harper, Storm Thorgerson, dem Produzenten Joe Boyd, Ex-Manager Peter Jenner, Toningenieur Brian Humphries, der Sängerin Venetta Fields, Fotografin Jill Furmanovsky, Gerald Scarfe, Aubrey ‚Po‘ Powell, Nick Kent (NME Journalist) und von Stuntman Ronnie Rondell, dem brennenden Mann des „Wish You Were Here“ Covers.

Syd Barrett

Der Geist von Syd Barrett ist bei dieser Dokumentation allgegenwärtig. Gilmour erzählt, dass immer wenn er „Shine On You Crazy Diamond“ singt, er an seinen Ex-Kollegen, Syd Barrett, denken muss. Es wird auch der Moment angesprochen, als Barrett plötzlich im Studio herum wanderte und sich die Gerätschaften ansah. Und das ausgerechnet als seine ehemaligen Kollegen an diesem Album werkten. Was für ein Zufall! Nick Mason sagte, dass ihn Gilmour auf die Person im Studio aufmerksam machte und ihn fragte ob er wüßte wer das sei. Mason zuckte mit den Achseln, keine Ahnung, dass ist Syd, sagte Gilmour. Tontechniker Brian Humphries erinnerte sich daran, dass Gilmour und Waters weinten, als sie Syd ihn in diesem schlechten Zustand, schwergewichtig mit rasierten Augenbrauen, nach all den Jahren wieder sahen.

Peter Jenner erzählt über seinen Versuch, im Jahr 1974, mit Syd Barrett im Studio neue Songs aufzunehmen. Alle hofften darauf das er wieder zu sich zurückfinden würde. Wir bekommen die wahrscheinlich allerletzten Tonaufnahmen von Syd Barrett zu hören. Dieser Versuch ist wie wir alle Wissen gescheitert.

Roy Harper berichtet wie er zu der Ehre kam „Have A Cigar“ auf dem Album zu singen. Man sieht Roger Waters wie er den Song mit der Akustikgitarre spielt und dazu singt, seine Stimme ist schon sehr eingeschränkt. Waters hadert auch heute noch etwas damit, dass nicht er „Have A Cigar“ gesungen hat. Seiner Meinung nach hätte er dem Song eine weniger aggressive Note, wie Harper es tat, gegeben. Er hätte mehr darum kämpfen sollen, meint er abschließend.

Bonusmaterial

Hier gefällt mir besonders gut wie Roger Waters den Song „Wish You Were Here“ und die Bedeutung des Textes erklärt! Dabei zeigt sich für mich die große Stärke von Waters. Das Talent von David Gilmour zeigt sich, wie er auf der „Black Strat“ seine Gitarrenriffs von „Shine On You Crazy Diamond“ im „Schnelldurchlauf“ spielt!

Nick Mason, der Mann in der Mitte, kommt auch zu Wort. Diplomatisch wie er immer ist, meint er, dass es manchmal schon einen Unterhaltungswert hat, den beiden Zampanos von Pink Floyd zuzusehen.

7.3.2012: VH1 zeigte am 2. März die neue 60minütige Dokumentation „The Story Of Wish You Were Here“, produziert von Eagle Rock, dass sind die Macher der Dark Side of the Moon Classic Albums DVD.

Info von Oskar Giovanelli, Brain Damage

12 Antworten

  1. Mikey sagt:

    ohhh <3<3<3<3

  2. Daniel Komarek sagt:

    Auf dem Youtube Kanal von Eagle Rock sind vier Kapitel des Making of Wish You Were Here.

    • oskar oskar sagt:

      super! macht lust auf mehr! jetzt wissen wir also wer auf der alternative-version von Have a Cigar die zweite Stimme singt.

    • Werner sagt:

      Danke für den Hinweis Daniel!

      Ich denke Eagle Rock wird davon sicher eine DVD raus bringen, bestimmt auch wieder mit einigen zusätzlichen Minuten Bonusmaterial!!

      • oskar oskar sagt:

        Hallo werner.

        ich habe mir den film auch am montag zugelegt und gleich angesehen. obwohl er nichts neues bringt, ist er auch wieder gut gemacht. besonders die Geschichte von „Have A Cigar“ find ich interessant. ich hätte mir allerdings mehr einblick in die Tonaufnahmen erwünscht (wie auf der TDSOTM-DVD von Eagle Rock) und eigentlich gedacht, dass die geschichte mit der 2007 neu aufgenommenen Tonspurt von Rick Wright als Extra dabei ist. Die Rick Wright interviews-ausschnitte wurden alle schon veröffentlicht, also auch hier nix neues.
        Im Großen und Ganzen gute Doku, aber TDSOTM war besser gestaltet.

        Tip: wer lachen will sollte sich die deutschen Untertitel anschauen, die leider teilweise total idiotisch übersetzt sind. Beispiel gefällig?: „Which one’s Pink?“ wird mit „Wer ist rosa?“ übersetzt…. etwas lieblos, oder?

  3. Mikey sagt:

    hab die dvd jetz schon paar mal angesehen und find sie im großen und ganzen toll, nur find ich die dsotm-story um einiges besser. Sie hätten z.b. wieder die synthies auspacken können und z.b. welcome to the machine bischen zeigen können oder die horn solos bei soycd auf dem minimoog, wobei da natürlich rick wright abgeht aber dennoch, geile doku!

  4. Felix Untersteiner Felix Untersteiner sagt:

    habe die blu ray auch schon daheim und angesehn, ist recht interessant wenn auch wie schon gesagt nicht am level von dsotm, wäre aber nett gewesen als fixer bestandteil der immersion box von wywh, warum das wohl nicht geklappt hat^^

    auffallend war für mein gefühl aber, vl irre ich mich ja, das dave bei seinen kurzen live passagen sehr lieblos gespielt hat, bzw unsicher rüberkam, vorallem stimmlich sehr sehr dünn..

    oder bin ich da überkritisch, aber locker flockig, leidenschaftlich hat es nicht gewirkt, da war seine aussage am im mittelteil von shine on passend: so genug jetzt…

    • oskar oskar sagt:

      @Felix: ich will ja nicht den teufel an die wand malen, aber Gilmour wirkt doch sehr müde und irgendwie kränklich. ich finde in den letzten 3 jahren ist er sehr schnell gealtert….

  5. Werner sagt:

    Musste bei Gilmours Kommentaren über „WYWH“ an sein „The Wall“ Interview, das auch 2011 aufgenommen wurde, und seine Reaktion über die vielen Radio-Airplays von „Comfortably Numb“ denken! Schaut dafür bei Youtube unter: David Gilmour Talks About The Wall (siehe Sekunde 0.17 bis 0.33)

    Über Pink Floyd zu reden scheint ihm alles andere als eine Herzensangelegenheit zu sein!

    Ich hoffe natürlich auch, dass die Herren solange als möglich gesund bleiben, wenn ich mir die letzten „VIP“ Fotos ansehen, scheint dies auch der Fall zu sein. Hier eines von Gilmour, vom 30.5., der jüngere Rushdie sieht auch nicht besser aus.

    Aber eins ist klar, am Alter kommt niemand vorbei!

  6. Glasses sagt:

    Die Doku gefällt mir sehr gut, ich bin allerdings der Meinung, das Dark Side besser war.

    Was mir überhaupt nicht gefällt, ist die Tatsache, das die Extras ein Track von 25 Minuten sind und man Vorspulen oder zu bestimmter Zeit springen muss, wenn man eine Performance oder Interview für sich genommen sehen will. Das erweckt doch etwas den Eindruck der Lieblosigkeit.

    Ausserdem hätte ich erwartet, das so eine Doku in jeder der 3 Immersion Boxen drin ist – „Das Album aus heutiger Sicht“. bei Dark Side wäre die 2003er Doku Pflicht und für The Wall hätte man das auch machen müssen – von anderen Sachen wie den Wall Film auf Blu Ray ganz zu schweigen…

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