Roger Waters zieht über Thom Yorke, Elton John und Nick Cave her!

Roger Waters 16.10.2017 Montreal
Foto: Thomas Zeidler

Wir berichteten darüber das Roger Waters von der „Australia Palestine Advocacy Network (APAN)“ zu einer Diskussionsveranstaltung in Melbourne eingeladen wurde. Jetzt ist ein Artikel über die Veranstaltung veröffentlicht worden und dieser wirft kein allzu freundliches Licht auf ihn! Denn als Waters auf die Musikerkollegen angesprochen wurde, die seinen Zurufen nicht in Israel aufzutreten, dem unterstützen des Auftrittsboykott nicht nachkommen, nahm er sich kein Blatt vor den Mund!

Er nannte Thom Yorke „einen selbst besessenen, narzisstischen, tropfenden kleinen Schwanz (Prick kann auch für „einen widerlichen, erbärmlichen Mann“ und anderes verwendet werden) und Elton John „Queen Mum“. In Richtung Nick Cave, der sich von ihm wegen eines Konzerts in Tel Aviv gemobbt fühlte, sagte er „fuck you“. Steve Van Zandt (Gitarrist der E-Street Band) und Steven Tyler von Aerosmith verglich er mit „alten Damen“.

Weitere Details und Videos findet ihr unter: Noise 11 – Roger Waters Slams Elton John, Aerosmith, Steve Van Zandt, Thom Yorke and Nick Cave In Talk For APAN.

Das Betrachten der Videos mag auf den ersten Blick „witzig“ sein, doch tut es der „Sache“ sicher nicht gut, wenn man sich gegenüber Kollegen und Menschen, die anderer Meinung sind, die sich mit diesem langjährigen Konflikt nicht so intensiv beschäftigen wie er es tut, derartig herabwürdigend verhält! Gerade Waters, dessen Motto seiner aktuellen Tour „Us+Them“ ist, hätte das nicht Not.

22 Antworten

  1. Nougat sagt:

    Der alte, verbitterte Mann wird immer seltsamer.

  2. Hanno sagt:

    Peinlich von Waters. Zeigt seine typische „entweder ist man für oder gegen ihn“-Haltung. Er ist fast zu bedauern.

  3. Thomas sagt:

    Zu bedauern, der alte Rechthaber. Unter anderem deshalb erspar ich mir ein Waters-Konzert.

    • Frank Gräbener Frank Gräbener sagt:

      Yes. Bin genau deiner Meinung. Keinen einzigen Cent für solch einen Typen

    • Heinz Kissel sagt:

      Du wirst es bereuen, wenn er nicht mehr ist….

    • scarecrow sagt:

      Ich habe mir eine Karte gekauft (allerdings eine der preiswerteren). Meine Vorfreude auf das Konzert war bisher eh nicht sehr groß (das neue Album fand ich eher mittelmäßig, die Setlist stark verbesserungswürdig, das Ganze nur auf Show ausgelegt, die Musikalische Darbietung hat schon etwas von Tribute-Band). Und solche Aussagen machen die Sache nicht viel Besser.
      Hat Waters sowas nötig? Hat er das echt ernst gemeint?
      Da sowas bei Ihm öfter vorkommt anscheinend ja. Im Gegensatz zu Waters versinkt Nick Cave musikalisch seit 1992 nicht in Belanglosigkeit und neu aufgewärmter Kost.

      „Du wirst es bereuen, wenn er nicht mehr ist….“

      Ja, das war auch der Grund warum ich mir eine Karte gekauft habe. „Wer weiss wie oft noch“. Eigentlich kein guter Grund ein Konzert zu besuchen. Ein musikalisches Highlight erwarte ich jedenfalls nicht.

      • Felix Untersteiner Felix Untersteiner sagt:

        ich wundere mich, dass einige so verwundert, oder erstaunt oder sonst was sind. roger war doch nie anders? eher noch schärfer! tut eigentlich auch wenig zur sache, keiner von uns ist ein freund von ihm (persönlich) es geht ja um die musik, die texte, zumindest für mich, er und alle anderen sind musiker und künstler, und keine gottgleichen götzenbilder oder jedermanns best friend. bei waters gehts mir um die texte, bei gilmour um seine stimme und die solos. perfekt wären beiden zufallen, fehlerfrei ist keiner der beiden. in wenigen jahren wärt ihr vl froh euch noch über waters aufregen zu können. wenn ihm york am arsch geht, ja mei dann ist es halt so. auch york kennen wir nicht persönlich 🙂 ich fühl mich da wenig angegriffen, eher erheitert ich meine who give a fuck, da gibts tragischeres in der welt. und ich bin übrigens eher im gilmour lager 😉 das mag also was heißen.

  4. Matthias sagt:

    Was glaubt Waters eigentlich wer er ist ?…das er jedem glaubt vorschreiben zu können, was er zu tun oder zu lassen hat. Ich kann mir immer mehr vorstellen wie schwer es mit ihm die letzten Jahre bei Pink Floyd war.
    Dieser alte grantige Mann findet immer einen Grund auf alles und jeden einzuschlagen, egal was andere darüber denken, sei es nun irgendein Politiker oder andere Musiker. Sein Verhalten ist einfach nur peinlich, und ich hoffe ja das es von anderen Musikerkollegen nicht ernst genommen wird. Er wird mir immer unsympatischer und darum werde auch ich keines seiner Konzerte besuchen.

    Schönes We.
    Mattes

  5. Oliver sagt:

    Ich finde das GROSSARTIG, Roger ist in dieser weichgespühlten Welt (neben Peter Gabriel ab und an, der sich ja auch bei der US Botschaftsfrage auf die Seite geschlagenhatte), der hier klar und deutlich stellung beziht und eine Meinung hat … davon gibt es nicht viele und wenn ich mich gerade mit den Studentenbewegungen unserer Zeit beschäftige, Frage ich mich oft, wo ist der Wille in unserer Gesellschaft abgekommen Misständen massiven Wiederstand entgegenzusetzten!? Gibt es nicht mehr, wir wählen dann lieber AFD, weil wir auch aus unsere Vergangenheit nix gelernt haben … Roger mach so weiter, und halte die Fahne derer aufrecht, die leider viel zu oft überhört werden!

    • Felix Untersteiner Felix Untersteiner sagt:

      schön gesagt!

    • Christian sagt:

      Was hat denn „eigene Meinung“ und „Stellung beziehen“ mit diesen verbalen Ausfällen zu tun? Was hat „weichgespült“ mit Respekt vor Andersdenkenden oder von mir aus selbst Nicht-denkenden zu tun?

    • Hanno sagt:

      Du schreibst Waters habe eine Meinung. Die hat er garantiert, aber andersdenkende mit persönlichen Beleidigungen anzugehen hat mit politischer Meinungsäußerung nichts zu tun. Thom Yorke ein Narziss? Was hat das mit Israel und Palästina zu tun? Ist „fuck you“ in Richtung Nick Cave ein konstruktiver Beitrag?
      Waters „Us + Them“ scheint von ihm nur für diejenigen zu gelten, die bei der Israel-Schelte mitmachen. Inwieweit das vorbildlich für eine angeblich widerstandslose und Missstände akzeptierende Masse sein soll, verstehe ich nicht und kann man auch nicht verstehen.

    • Thomas sagt:

      Was mich stört, ist dieses festgefahrene Schwarz-Weiss-Bild, das Waters malt: Die Israeli die Bösen, die Palästinenser die Guten und Geknechteten. Doch der Nahost-Konflikt ist vielschichtiger: Es gibt Gute und Böse auf beiden Seiten. Dies das eine. Das andere ist die Art, wie Waters seine Botschaft verbreitet, mit lauter primitiver Beleidigungen andersdenkender Künstler.

    • Murph sagt:

      100% Zustimmung!

      Vielen Dank fuer diesen Kommentar!

      Wer nichts sagt, wird auch nie anecken. Ich muss mit solchen Aussagen nicht uebereinstimnen, aber hier geht es nicht um die Aussage an sich. Vielmehr darum, dass jemand eine Meinung hat und diese auch auessert. Es ist wirklich bitter dass wir heute zornige Opas dafuer brauchen weil die Jungen lieber in der Weichspuelblase leben wollen und Konfrontationen scheuen.

  6. Jürgen sagt:

    Naja, es wirkt wirklich arrogant, wenn er über Politik und die derzeitigen Zustände philosophiert. Und das polarisiert natürlich. Niemand hat die Weisheit gepachtet, sagt man. Naja. Recht hat er trotzdem, vor allem mit der toupierten Diva Elton John! 😛 Und Aerosmith… wer war das nochmal… 😉

  7. René sagt:

    Jeden Cent für diesen Typen!

  8. André sagt:

    Er nannte Thom Yorke „einen selbst besessenen, narzisstischen, tropfenden kleinen Schwanz (Prick kann auch für „einen widerlichen, erbärmlichen Mann“ und anderes verwendet werden)… das war doch eher eine Selbstbeschreibung.

  9. Oskar Oskar sagt:

    Die persönlichen Sympathien von Roger Waters interessieren mich eigentlich nicht. Ich schätze ihn vor allem wegen seinem Gesamtwerk auf der künstlerischen Ebene und wegen seiner Kohärenz auf der philosophischen Ebene. Er ist immer bei seiner Meinung geblieben. Seine charakterlichen Schwächen sind ja allgemein bekannt.
    Ich liebe die Musik von Radiohead und Nick Cave und schätze auch deren politische Meinung, die ja gar nicht so sehr von Waters‘ Meinung entfernt ist.
    Also Leute, calm down and enjoy the music!

  10. ruodi sagt:

    Ich mag seine subtil und diplomatisch vorgetragene Kritik an der Person D. Trump. Roger Waters: Fürwahr ein Botschafter des Friedens!

    Ansonsten hoffe ich, dass sie ihm im `Fletcher Memorial Home For Incurable Tyrants and Kings´ heute abend bereits die Wärmpfanne in sein frischbezogenes Bettchen gelegt haben. Hoffentlich bekommt er da auch seine Medikamente. Hoffentlich diesmal richtig eingestellt.

    Gar zu viel Applaus tut good old Roger einfach nicht gut, glaube ich. Ist wohl was Psychisches bei ihm.

    Neunmalkluge Pink-Floyd-Frontosaurier passen einfach nicht mehr in die heutige Zeit. Genauso wenig wie YPS-Geheimdetektive. Mir gefiel ja früher ja auch alles besser, trotz des ewigen Bandsalats im Sony Walkman. Allerdings ist heute die Porno-Auswahl größer.

  11. Robert sagt:

    Und so erfüllt jeder seine Rolle typenspezifisch, da hat Roger Waters sich leider nicht weiterentwickelt seit 1979… . Im Prinzip agiert er auf kleinen Raum genauso wie Mr Trump (oder, oder, oder…) im Grossen, merkt er es eigentlich nicht dass er selbst in die Rolle eines selbstherrlichen, alles(besser)wissenden Menschen schlüpft der anderesdenkende verachtet, und persönlich angreift ? Woher glaubt er dazu die Autorität zu haben über anderen zu stehen, dass ist mir schleierhaft – aber ist es nicht oft so mit grossen Künstlern (die folgende Aufzählung ist eher subjektive zu betrachten)…wer hat je gesagt dass Marlon Brando ein netter Mensch war, dass Klaus Kinski (sic!) der Kumpel fürs Bier oder um aktueller zu bleiben, dass Kevin Spacey ein netter Nachbar ist/war…no one; deshalb halte ich es persönlich so, geniesse die Kunst, aber behalte die Objektivität bezüglich des Künstlers – cf Bertrand Cantat => Noir Désir…wer nicht weis was ich meine, liest es mal im Netz nach und hört Euch seine Musik an, Grüsse aus Fankreich, Robert
    PS: meine Plattensammlung wäre ohne DG und RW für mich persönlich unvorstellbar, beide haben ihre künstlerische Berechtigung, es ist eben so mit Geschmack, es gibt nicht schlechte oder gute Musik, es gefällt einen eben nicht alles – und dass beziehe ich auf DG-RW sowie auf DG-DG und RW-RW

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