Roger Waters möchte nach der Tour an einem neuen Album arbeiten!

23.6.2012: Ein entspannter Roger Waters zitierte in einem Interview, (Q107 Classic Rock), den Text eines neuen Songs. „Wenn ich eine Drone wäre …“ so der Beginn des Verses.

Erinnert etwas an den Song „The Bravery Of Being Out Of Range“. Ihr könnt den Text in Teil 2 des Interviews hören. Waters meinte, dass er nach seiner Tour mit der Arbeit an einem neuen Album beginnen möchte. Die Frage ist jetzt nur: Wann ist die Tour zu Ende? Nach Quebec? Oder folgen 2013 weitere The Wall Konzerte in Europa?

Der Moderator wollte von ihm wissen mit welchen Musikern er sich eine Zusammenarbeit für sein neues Album vorstellen kann! Er ergänzte die Frage, ob ihm dabei auch ein gewisser David Gilmour in den Sinn kommen würde! Waters musste bei dieser Frage lachen und antwortet darauf mit „No“.

In weiterer Folge meint er, dass er ab und zu kopfschüttelnd Kommentare wie: „Das The Wall Konzert war genial, jetzt musst du nur noch David Gilmour und Nick Mason dazu bringen mit zuspielen“, auf seiner Facebookseite liest. Er kann das nicht verstehen! Waters: „Live 8 war wunderbar und ein schöner Abschluss des Kapitels Pink Floyd. Rick ist tot, so etwas wird nicht mehr passieren.“

26 Antworten

  1. Janina sagt:

    Komm hau rein!
    Mach nach Quebec Schluss, geh ins Studio, spiel das neue Album ein, um die Wartezeit zuverögern wird gleichzeitig die DVD zur Wall-Tour auf den Markt geschmießen, dann Mitte/Ende 2013 Veröffentlichung neues Album, darauf Anfang 2014 Tour durch kleine 5.000ner Hallen, und danach ein Live-Album mit Bonus DVD zur 2013-2014er Tour, darauf folgt Anfang 2015 die Broadway-Premiere des Pink Floyd Musical´s, und dann geh in den wohlverdienten Ruhestand, gründe eine Chartiy-Organisation, und sei den Rest deines Lebens glücklich und froh.

    • Christian sagt:

      „Welcome To The Machine“

    • Werner Werner sagt:

      Liest sich gut dein Programm!! 🙂

      • Janina sagt:

        Ja mal ganz ehrlich, ich schätze mal nicht das er so lange macht wie Leonard Cohen, der jetzt mit 77(!) Jahren ein grandioses neues Studio-Album rausgehauen hat, und damit jetzt nochmal auf eine zwei-Jährige Welt-Tournee geht.

        Roger sollte alles so planen, das er mit spätestens 70 oder 71 Jahren mit seinem „Musikalischem Schaffen“ fertig ist. Man muss schon der Absprung schaffen, bevor man sich lächerlich macht (Roger Whittaker z.B.) 😉

        Und ich finde das erstens mein Zeitplan gut zu schaffen wäre, und das zweitens das er alles beinhaltet, was man sich wünscht 😀

  2. Manuel sagt:

    Carl und Dennis Wilson sind auch tot, trotzdem gehen die Beach Boys auf 50th anniversary tour.
    Ich versteh Roger in dem zusammenhang irgendwie schon, finds aber trotzdem schade. Vielleicht musste er ja lachen, weil in David schon für sein nächstes Album als Bassist und Kreischer engagiert hat 🙂

  3. Joachim sagt:

    In weiterer Folge meint er, das er an und zu kopfschüttelnd Kommentare wie: »Das The Wall Konzert war genial, jetzt musst du nur noch David Gilmour und Nick Mason dazu bringen mit zuspielen.«, auf seiner Facebookseite liest. Er kann das nicht recht verstehen! Live 8 war wunderbar und ein schöner Abschluss des Kapitels Pink Floyd. Rick ist tot, so etwas wird nicht mehr passieren.

    Das ist wohl das beste was es seit langem von Roger Waters zu lesen gibt.Sie sollten es wirklich sein lassen,David Gilmour hat ja auch schon mehrmals betont das für ihn das Thema Pink Floyd Reunion erledigt ist.Und das finde ich auch absolut ok.Sie haben inzwischen ein Alter und einen Status erreicht ,wo sie es absolut nicht mehr nötig haben sich immer wieder den selben Stress anzutun.Dieser ewige Wunsch nach noch einem Album und noch einer „Minitour“ ist eh nicht zu befriedigen.Das was sie geschaffen haben wird ewig bleiben und hat diese Band längst zur Legende gemacht,aber irgendwann sollte Schluss sein,und man sollte diesen grossen Musikern ihren wohlverdienten Ruhestand gönnen.

  4. Martin Meier sagt:

    @Janina

    Mach nach Quebec Schluss, geh ins Studio, spiel das neue Album ein, um die Wartezeit zuverögern wird gleichzeitig die DVD zur Wall-Tour auf den Markt geschmießen, dann Mitte/Ende 2013 Veröffentlichung…

    Bin noch nicht ganz einverstanden mit diesem zeitlichen Ablauf, da ich gerne noch eine Fortführung der The Wall Tour 2013 in Europa hätte.

    Ausverkauft wäre er bestimmt.

    Die Dvd klingt zwar interessant, wird aber nur ein Ersatz für das einmalige Live-Erlebnis sein und dann irgendwann doch im Schrank landen.

    Lieber nochmal The Wall Live 2013 mit vielen netten Floydfan-Treffen etc.

    Liebe Grüße
    Martin.

    • Christian sagt:

      „The time is gone, the song is over,
      Thought I’d something more to say“

    • Janina sagt:

      Hallo Martin,
      Du hast schon recht damit, das eine DVD kein Ersatz ist zum Live-Erlebnis. Ich selber war in Düsseldorf und München. Dazu muss ich sagen Düsseldorf hat mir gar nicht gefallen. Damals war die Show noch für „kleinere“ Hallen konzipiert, und so verpufften einzelne Elemente. ABER München war der Hammer. Für München gab es nur die Halb so viele Karten zu kaufen, als für andere Arenen. Knapp 9.500! Die Olympiahalle ist ja beim Wall Aufbau fast nur zu hälfte Nutzbar. Es war so Intensiv, Laut, Gewaltig, und einfach unbeschreiblich. SO war The Wall 2011 wie es seien sollte!!!
      Aber trotzdem DVD / Blu-Ray muss her, um die Erinnerungen frisch zu halten 😉
      2013 bräucht ich nur dann, wenn es wieder ein bisschen „ge-base-ed“ und nicht so abläft alá River Plate.

      Sonst bin ich mit meinem „Zeitplan“ sehr zufrieden 😀

  5. murph sagt:

    also ich brauche kein neues album. ich finde seine ersten beiden soloplatten (pros&cons, kaos) noch originell und interessant, wenn auch musikalisch vernachlässigbar. ATD – und mit der meinung bin ich wahrscheinlich eher alleine – finde ich in jeder hinsicht grottenschlecht. das konzept und die texte bemüht, aber nicht greifbar, das songwriting nicht einmal durchschnittlich, und die musikalische aufmachung (80er rock ala status quo + unpassende synthesizer) einfach schrecklich. die einzelnen songs, die danach kommen, halte ich nur mehr für unterirdisch, fast schon schlechte scherze – gemessen an den werken der vergangenen jahrzente. da habe ich fast angst davor, was auf dem kommenden album zu hören sein wird.
    ich möchte nicht falsch verstanden werden, ich bin ein großer RW fan, und meine lieblings-floyd platten sind animals, WYWH & the final cut. aber ich finde, er hat seinen künstlersichen zenit anfang/mitte der 80er überschritten. ich kann auch nicht mit dem grossteil von david gilmours solo- bzw. floyd-werken nach dieser zeit warm werden. on an island z.b. ist für mich in jeder hinsicht belanglos. leonard cohen – da gebe ich janina recht – ist hingegen ein (seltenes) beispiel für einen künstler, der ständig besser wird, und dessen kreativität nicht enden wollend scheint.
    natürlich (und zum glück) sind geschmäcker verschieden, und deshalb soll meine meinung hier nicht als objektive kritik aufgefasst werden!

  6. Joachim sagt:

    “ Roger sollte alles so planen, das er mit spätestens 70 oder 71 Jahren mit seinem »Musikalischem Schaffen« fertig ist. Man muss schon der Absprung schaffen, bevor man sich lächerlich macht “

    Waters hätte schon vor Jahren in den Ruhestand gehen sollen,anstatt immer wieder mit den alten Sachen und diesen ewigen Best off Shows auf Tour zu gehen.Hatte er mit „The final cut“ noch ein sehr gutes Album geschaffen,war das was danach veröffentlicht wurde nur noch dritte Wahl.“Amused to death“ war dann meiner Meinung nach,mal abgesehen von drei Songs,der Tiefpunkt im musikalischen Schaffen von Roger Waters.Bis heute habe ich es nicht verstanden warum so viele Fans es für ein „Meisterwerk“halten.Nach seiner Trennung von Pink Floyd hat er es einfach nicht mehr geschafft zu alter Stärke zurück zu finden,und ich glaube nicht einmal das es daran gelegen hat das ihm ein David Gilmour gefehlt hat.

    Wie dem auch sei,ich brauche kein neues Waters Album und auch keine Tour mehr,aber das ist bekanntlich wie alles im Leben reine Ansichtssache.

  7. Sunny sagt:

    interessant und richtig, auf das fadenscheinige Konzept von Amused to Death hinzuweisen – wenngleich ich das Album für sein interessantestes halte, stimme ich zu: inhaltlich eigentlich eine Gemengelage. Übrigens fand ich diese seine tendenzielle Neigung, mit einem möglichst facettenreichen Konzept brillieren zu wollen, auch in seinem überarbeiteten Wall-Konzept, das mir in der Vielzahl an unterschobenen Bedeutungsebenen hin und wieder überladen und überfrachtet erscheint.

    • Ralf sagt:

      Also ich finde nach wie vor die original 80/81er Wall-Show’s wesentlich interessanter und faszinierender. Auch ich tu mir etwas schwer mit Rogers Neuinszenierung. Die ganzen technischen Updates empfinde ich zum Teil eher als Nachteil und, wie im anderen Kommentar bereits erwähnt, die ganze Show ist ziemlich überfrachtet.
      Die alten Show’s waren irgendwie authentischer und auch die Musik war besser gespielt, weil es eben noch die original Floyd waren. Da kann Roger eine noch so gute Band zusammenstellen, es wird niemals so klingen wie im Original. Und das nicht nur wegen Gilmour. Auch Mason und Wright haben durch ihren ganz eigenen Stil zum Klang von The Wall beigetragen. Ich finde z.B. das Schlagzeugspiel von Graham Broad absolut schrecklich. Dieses permanent so hochdynamische Getrommel macht immer wieder so viel kaputt.
      Das ist, meiner Meinung nach, bis heute Rogers größter Fehler und Irrtum: nämlich den Anteil seiner ehemaligen Kollegen an The Wall so wahnsinnig geringzuschätzen (stand so auch mal im Rolling Stone!).

      Und was das ständige Gerede von einem neuen Album angeht, davon faselt der doch jetzt schon seit fast 13 Jahren. Daran glaubt der doch mittlerweile nicht einmal mehr selber.

      • scarecrow sagt:

        „Das ist, meiner Meinung nach, bis heute Rogers größter Fehler und Irrtum: nämlich den Anteil seiner ehemaligen Kollegen an The Wall so wahnsinnig geringzuschätzen“

        Das sehe ich auch so. Der Fremdanteil an The Wall wird besonders deutlich wenn man sich mal die Waters Demos anhört. Alleine bei „Hey You“ geht doch wahrscheinlich die hälfte des fertigen Songs auf Gilmour zurück. ABITW2 ist noch ein gutes Beispiel wo Waters als alleiniger Songwriter aufgeführt wird aber extrem viel von anderen zu dem Song beigesteuert wurde. Ganz zu schweigen von der Arbeit die Bob Ezrin bei dem Album geleistet hat. Waters hatte vielleicht ein paar Ideengerüste aber nur mit „Pink Floyd“ und Bob Ezrin konnte draus The Wall wie wir es kennen werden.

  8. Christian sagt:

    So ya
    Thought ya
    Might like to go to the show
    To feel that warm thrill of confusion,
    That space cadet glow.
    I’ve got some bad news for you sunshine,
    Pink isn’t well, he stayed back at the hotel
    And they sent us along as a surrogate band
    We’re gonna find out where you folks really stand.

  9. Kowalski sagt:

    Waters „Amused to Death“ ist ein Meisterwerk. Hört Euch den Müll von anderen „Künstlern“ an. Man muß für solche Musik geboren sein, anders sein, tiefgründig. Es gibt keinen Musiker wie Waters, der es so versteht, ein Konzeptalbum zu schaffen, mit Geräuschen, perfekten Übergängen, Verschmelzung von Gesang mit Instrument. Seine Stimme find ich gut, markant … klagend. Besonders früher als noch richtig schreien konnte. Kein Sänger im üblichen Stil, aber markant. The Wall sollte nunmal mit der heutigen Technik aufgeführt werden, das ist sein Baby. Das Ding ist nunmal berühmt und weil „jetzt“ die richtige Zeit ist, (Unruhen und Krisen auf der Welt) weiß er auch, daß die Leute es sehen wollen. Natürlich die Show auch zu erleben. Überrascht bin ich jedoch schon, das es solche Ausmaße genommen hat. Wer hätte denn von Roger Waters gedacht, das er Stadien füllen kann und Rekorde bricht. Die Marke Pink Floyd ist meines Erachtens nach so hoch gestiegen wie noch nie. Auch die Neuauflagen (Immersion-Box…) und das nach so vielen Jahren – zeitlos. Also jeder hat „sein“ Album, der eine mag The Wall nicht, der andere Final Cut nicht… usw. Schlecht reden muß man glaub ich keines. Alle haben ihre Daseinsberechtigung (besonders „Amused to death“ und das mehr als von vielen anderen Künstlern.

    • scarecrow sagt:

      „The Wall sollte nunmal mit der heutigen Technik aufgeführt werden, das ist sein Baby. Das Ding ist nunmal berühmt und weil »jetzt« die richtige Zeit ist, (Unruhen und Krisen auf der Welt) weiß er auch, daß die Leute es sehen wollen.“

      Das Problem dabei ist aber dass The Wall ursprünglich mit Unruhen und Krisen auf der Welt nicht viel zu tun hatte sondern genau das Gegenteil als Thema hatte (isolation, ignoranz, abschottung von der Welt). Von daher kann ich die Meinung von Sunny sehr gut nachvollziehen. Ich hatte auch Problem die „The Wall“ Live Performance von Waters mit dem Album oder dem Film in Einklang zu bringen. Für mich ging durch dieses „Weltkrisen“ Konzept viel von The Wall verloren.

    • Christian sagt:

      Waters »Amused to Death« ist ein Meisterwerk.
      Danke!!!
      Gruß, CH

  10. oskar oskar sagt:

    naja…. mir gefallen Roger Waters‘ Soloalben alle drei und ich hör sie mir immer mal wieder an. Inklusive ATD. Ich finde das live-Album „In the Flesh“ hingegen eher steril. Natürlich reichen seine Solo-Platten nicht an seine Kollaborationen mit Pink Floyd heran, da fehlt die Magie.
    Ich finde da schon die Solo-Platten eines Ringo Starr, der seit 30 Jahren beinahe jährlich eine Soloplatte veröffentlicht, weitaus überflüssiger und schlechter. Da höre ich mir schon lieber ein weiteres Waters-Konzeptalbum an!!

    Viel mehr würde mich interessieren was aus dem ominösen Rick Wright-Album wurde, das dieser ja gerade aufgenommen hat, bevor er starb….

  11. Markus sagt:

    Hallo
    Ich muss Kowalski und Oskar rechtgeben. Amused to death ist ein großartiges Album,einer meiner Lieblingsalbum nach Wish you were here und Animals!
    Es wäre wirklich interessant was aus Ricks „lost“ Album geworden ist. Vielleicht macht David oder Guy Pratt etwas daraus. Hoffen können wir.
    Lg Markus

  12. scarecrow sagt:

    ATD fand ich zumindest sehr gelungen, wenn auch mit Phasenweisen längen. Pros&Cons ist allerdings nach wie vor mein Lieblings Waters Solo Album was einerseits an der Konzeptidee, andererseits an dem etwas rauheren Klang (KAOS und ATD finde ich teilweise überproduziert) liegt.

    Was das mögliche „neue“ Waters Album betrifft wird man abwarten müssen. Die einzelnen Songs die er in den letzten Jahren so veröffentlicht hat sind recht durchwachsen. Von episch (Leaving Beirut) über gute Ansätze (Flickering…) bis langweilig (Hello…) oder einfach nur fast schon belangloser Pop (To Kill…) war alles dabei. Lyrisch war Waters da sicher wieder Top, aber mit dem Songwriting tut er sich immer schwerer habe ich den Eindruck.

  13. Sunny sagt:

    Gesetzt, er wird ein neues (Konzept-)Album veröffentlichen, werden meine Erwartungen sich in engen Grenzen halten. Amused to Death enthielt großartige Passagen, besten Waters, aber auch schon eine moralinsaure Dosis, die ich nicht mehr zu schlucken gewillt war. In seiner besten Zeit schöpfte er seine künstlerische Kraft mE aus seiner eigenen Zerrissenheit, seiner verletzlichen und verletzenden Selbstunsicherheit – und seine große Stärke war für mein Empfinden seine analytische Fähigkeit und Bereitschaft zur Selbstreflexion; sein aggressiver Sarkasmus und Zynismus, die ihn befähigten – quasi paradigmatisch im Selbstversuch – die Welt und ihre Widersprüche an sich selbst zu überprüfen. Nehmt zB einen Text wie „money“, ich kenne keinen ehrlicheren in der Rockmusik (und es ist keine Frage, in welchen Charakterzügen er sich John Lennon nahefühlt). Waters ist ein starker Charakter, er war nicht so selbstzerstörerisch geartet, daß er an sich selbst zerbrechen mußte, und so hat er ein Thema gefunden, daß ihn von seiner eigenen Persönlichkeitsstörung ablenkte, und das ist die Verlogenheit der Politik und Gesellschaft. Ich glaube nicht, daß er sich in seiner Persönlichkeitsstruktur wirklich verändert hat (gelegentliche profilneurotische Randbemerkungen über seinen ehemaligen buddy DG, sein Alpha-Tier-Gebaren gegenüber seiner derzeitigen Band sprechen Bände), aber ich vermute, daß er es glaubt. 1990 beendete er die Berlin-Wall mit der unsäglich kitschigen und verlogenen Kehrtwende und Antiklimax The Tide is turning – und auch die neue Wall-Inszenierung ist nach meinem Gefühl in erster Linie der Versuch einer Selbstdarstellung seiner Persönlichkeitsveränderung, ein Bemühen, sich moralisch zu etablieren, das ich ihm nicht abnehme, denn seit alters her stand hinter allem Moralisieren stets nur verhohlen die nackte Selbstgefälligkeit. Der multimediale Bombast, in dem er das psychoanalytische Kunstwerk The Wall erstickt, ist meiner Meinung nach Ausdruck einer Selbstherrlichkeit, die alles ist, was von Waters‘ kreativer Kraft übriggeblieben ist. Ich fürchte, wenn er ein neues (Konzept-)Album herausbringt, wird es um die sozialen Ungerechtigkeiten der Globalisierung gehen. Roger Waters, ein schwerreicher Mann, der mit Shakira ein lukratives Urlaubsparadies für die Reichen dieser Welt baut, wird über die sozial Benachteiligten singen.

  14. Michael Holtermann sagt:

    Pink Floyd waren zu viert am Besten. Sie haben sich musikalisch gut ergänzt. 1985 hat Roger Waters Pink Floyd verlassen um musikalisch eigene Wege zugehen,was ja auch zu verstehen ist. Wenn man nach 20 Jahren sein Nervenkostüm aufgerieben hat, muß man was anderes machen. Ich denke dass D.Gilmour auch lieber ohne R. Waters arbeitet.
    Sie haben sich einfach nichts zu sagen,auch wenn es hier und dort zu kleinen musikalischen Treffen kommt. Ich würde mich auch auf ein neues Album von Roger Waters freuen, wie er selber mal gesagt hat,hat er eine Tonne voller neuer Songs geschrieben. Na dann mal los!! Nur mal so am Rande. Die musikalischen Fähigkeiten von Syd Barrett wurden nach meiner Meinung überbewertet,die von Richard Wright leider unterbewertet. Ich wünsche Euch allen einen schönen Sommer.

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