Roger Waters fordert Musiker zum Kulturboykott Israels auf

21.3.2013: Roger Waters besuchte vergangenes Wochenende Brüssel. Er war nicht angereist, um sich das Atomium anzusehen. Nein, am 16. März sprach er beim Russell Tribunal Palästina.

Waters ist wütend darüber wie Israel und seine Verbündeten mit den Palästinensern umgehen.

Roger Waters: „Wenn man nicht dort gewesen ist, dann ist es sehr schwierig zu beschreiben, wie furchtbar die Apartheid dort ist!“

Musiker zum kulturellen Boykott gegen Israel auf. Tretet nicht dort auf, so seine Botschaft. Er hat auch in persönlichen Gesprächen, Kollegen daraufhin angesprochen. In einem Schreiben an seine Kollegen weltweit, möchte er diese dazu bewegen, von Auftritten in Israel Abstand zu nehmen!

Er beschäftige sich gerade mit der Idee, ein Lied ala „Sun City“, dem Anti-Apartheid-Song, zu schreiben, in dem er Musiker dazu auffordert nicht in Israel aufzutreten, aufzunehmen. Waters sieht darin eine Möglichkeit, um auf die miserablen Zustände, unter denen die Palästinenser leben, aufmerksam zu machen. Er hofft darauf den E Street Band Gitarristen Steven Van Zandt, der bei „Sun City“ beteilgt war, für einen neuen Apartheid Song gewinnen zu können.

Steve Wonder von Auftritt abgehalten

Als Waters vergangenen Dezember erfuhr, dass Steve Wonder einen Auftritt vor israelischen Militärs plant, versuchte er ihn davon abzuhalten. Waters schrieb ihm und erklärte ihm, dort aufzutreten wäre in etwa so, als wenn er beim Polizeiball in Johannesburg, einen Tag nach dem Massaker in Sharpeville (1960) auftreten würde! Das wäre keine gute Sache, noch dazu, weil er UN Friedensbotschafter ist. Daraufhin sagte Wonder den Auftritt ab.

Ein aktuelles Interview von Waters dazu, das könnt ihr hier nachlesen: Electronic Intifada. Siehe dazu auch bei YouTube unter: Roger Waters in Russell Tribunal

Info: Christian