Jill Furmanovsky veranstaltet Foto-Auktion

Am 16. Mai veranstaltet die Fotografin Jill Furmanovsky eine Wohltätigkeits-Auktion, bei der 30 ausgewählte Rock-Fotos versteigert werden. Darunter Bilder von Pink Floyd, The Who, Led Zeppelin, The Police, Noel Gallagher, Oasis, Kate Bush, Brian Wilson, Madness, George Martin, Lenny Kravitz, Amy Winehouse, Brian Ferry, Nile Rodgers, Chrissie Hynde und andere. Die Fotos sind von den Künstlern signiert, auch von  David Gilmour und Nick Mason.

Furmanovsky begleitete Pink Floyd in den frühen 70er Jahren auf ihren Tourneen durch Großbritannien. Zu David Gilmour hatte sie eine ganz besondere Verbindung, wie sie dem Q Magazin 1995 verriet.

Jill Furmanovsky: David Gilmour war der Rockstar, in den ich verliebt war; mein großer Schwarm im Alter von 16 Jahren. 1972 bekam ich den Job in Londons Rainbow Theater als Fotografin — Pink Floyd probten dort. Ich ging mit Pink Floyd sechs Wochen lang auf die Dark Side of the Moon Tour. Sechs Wochen lang verehrte ich mein Idol durch meine Kameralinse, jeden Abend — es war himmlisch. Würde ich ihm näher kommen, als nur durch den Blick der Linse?

In einem aktuellen Interview für den Mirror, das anlässlich der Auktion stattfand, sprach sie auch über Pink Floyd und erinnerte sich an einen traurigen Moment, als ihr Roger Waters untersagte Fotos bei einem der The Wall Konzert in New York 1980 zu machen.

Jill Furmanovsky: Roger Waters ging zum Zeitpunkt der The Wall Tour auf alle los, das war der Anfang vom Ende für Pink Floyd. Ich wurde ein unschuldiges Opfer dieser Unruhen. Ich kam in New York an und es wurde mir verboten zu fotografieren, nicht vom Rest der Band, sondern auf Anweisungen von Roger Waters. Ich ignorierte das natürlich. Später in der Nacht sagte der Manager zu mir: „Ich nehme nicht an das du Bilder hast?“, ich antwortete: „Nur ein paar“. Er sagte: „Gut, dann muss ich alle Filme beschlagnahmen.“ Für mich war es, als ob man mir meine Seele Wegnehmen würde. Ich musste aus dem Tourbus und wurde gefilzt. Ich musste meine Taschen leeren. Es war absolut schrecklich. Der Tourmanager war so verlegen, weil er ein Freund von mir war. Es gab eine Aggressivität und eine sehr unangenehme Atmosphäre, das war nicht notwendig. Zum Glück übersahen sie eine Rolle, die noch in der Tasche meines Mantels war. Zurück in England entwickelte ich den Film, und es war diese fantastische Aufnahme darauf. Viele Jahre später, als Roger Waters The Wall spielte, ich glaube irgendwo in Berlin, wollte er das Bild! Ich konnte es nicht glauben. Ich verlangte eine Menge Geld dafür. Für mich ist das ein Wunder, dass Bild.

Nick Mason und David Gilmour blieben treue Freunde. Erst kürzlich erhielt sie von ihnen einen Gold-Award für ihren Fotobeitrag auf dem Album „The Endless River“.

Jill Furmanovsky: Mit Pink Floyd auf Tour zu sein, das war viel weniger „Rock and Roll“ als sich Fans erwarten würden. Früher haben sie Sport sehr gemocht. Besonders Fußball. Sie spielten Squash. Roger Waters hat Golf gespielt. Sie waren Sportfanatiker. In jenen Tagen vor den Videos und den Möglichkeiten Dinge aufzunehmen, haben sie manchmal ein Konzert früher beendet, nur um sicherzustellen, dass sie das Spiel am nächsten sehen konnten.

Weitere Informationen über Jill Furmanovsky findet ihr unter folgenden links:

2 Antworten

  1. Andi Andi sagt:

    Hallo Werner

    Besten Dank für den Hinweis. Habe da ein Foto gesehen von Herrn Gilmour das mir gefallen würde… Mal schauen zu welchen Preisen dort gehandelt wird:-).

    Viele Grüsse
    Andi

  2. Andreas (der andere) sagt:

    Nick Mason stiftet noch mehr fürn Guten Zweck:
    PINK FLOYD SIGNED NICK MASON 3 x RARE SPECIAL EDITION BOX SETS CHARITY AUCTION
    Schade, dass es nicht 3 Auktionen gibt, sondern nur eine für 3 Schätze.

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