Roger Waters: David und ich haben viel großartiges zusammengebracht!

Roger Waters ist sicher nicht dafür bekannt mit seiner Meinung allzu lange Zeit hinterm Berg zu halten! Das gelang ihm früher schon nicht, gerade fielen mir die schlagfertigen Antworten ein, die er auf Fragen eines belgischen TV-Journalisten, der wollte von ihm wissen, was er von Festivals hält und ob Pink Floyd etwas gegen die niedrigen Album Verkaufszahlen in Belgien tun wollen, parat hatte! Festivals mag er nicht sehr, wenn sie deshalb keine Alben verkaufen, weil sie nicht kommerziell sind, werden sie trotzdem nichts daran ändern, so seine Replik! Ich fand das für 1968, als sie nach Syd Barrett’s „Ausstieg“ ihren Stil suchten, erheiternd und auf eine Art kompromisslos! Das war für mich immer ein wesentlicher Bestandteil, der Pink Floyd ausmachte, diese Kompromisslosigkeit, die sie beim Umsetzen ihrer Ziele an den Tag legten! Waters war da sicher ein ganz wesentlicher Faktor! Diese Attitüde: Keine Kameras, keine Fotos, keine Interviews, dass hatte Klasse. Ja, leider gibt es genau aus diesen Gründen keine Konzertfilme der großen 70er Jahre Shows! Schniff.

Waters geht heute noch konsequent seinen Weg. Dafür schätze und respektiere ich ihn, denn seit Jahrzehnten ist er einer der wenigen, oder ist gar der Einzige, der Letzte, der dem „Heile-Welt-Getue“ der Musikbranche, deren Songs der Machart „Menschen Leben Tanzen Welt“ (Dank an Jan Böhmermann für den Song, klasse Video obendrein!), die einem die Sinne rauben, entschieden gegen das Schienbein tritt!

Heute, als 73jähriger, nimmt er kein Blatt vor den Mund! Manchmal jedoch, scheint es mir, dass er bei Interviews dazu neigt, etwas übers Ziel hinaus zu schießen. Warum auch immer, er teilt dabei zeitweise heftig aus, gerade in Richtung seiner ehemaligen Band. Und so sprach er in einem Interview, das gestern beim Telegraph zu lesen war, die besuchten ihn in seinem Studio in New York, ein weiteres Mal über seine Ex-Kollegen von Pink Floyd! Autsch, das wird gefährlich! Vorsicht Detonationsgefahr!! Für den Artikel / Interview mit Waters hätte es für den Telegraph durchaus andere Formulierungen für die Schlagzeile, als „Pink Floyd’s Roger Waters: ‘Dave Gilmour and I will never be mates’“, gegeben, für die man sich letztendlich entschied! Aber schon klar, der Artikel erreicht mit einer reißerischen Schlagzeile um einiges mehr Aufmerksamkeit, die unsere hat die britische Tageszeitung erhalten! Was kann es besseres geben, als eine bestens dokumentierte langjährige Vendetta, eine etwas übertriebene Wortwahl des Telegraphs, wieder anzufeuern!

Dave, kein Kumpel von mir!

Die Aussage von Waters, auf die sich die Schlagzeile bezog, lautete wie folgt.

Roger Waters: Dave und ich sind keine Kumpels, wir waren es nie und ich bezweifle, das wir jemals welche sein werden. Was in Ordnung ist, es gibt keinen Grund, warum wir es sein sollten. Ich liebe Nick. Und er liebt mich. Wir waren uns immer nahe. Aber du kannst kreativ sein, ohne Freunde zu sein. David und ich haben viel großartiges zusammengebracht, was nicht existieren würde, ohne das wir beide da waren.

Wirklich neu ist für mich, dass er von Liebe spricht, die er für Nick Mason empfindet! Schön, wenn die sich wieder so mögen! Absolut keine Einwände dagegen. Dass der Gilmour nie sein Kumpel war, es nie werden wird, okay, dass war ohnehin nicht mehr zu erwarten! Abnehmen tue ich ihm das aber nicht, dass die zwischen 1968 und sagen wir 1977 niemals Kumpels waren? Und sich nicht die Bohne verstanden? Wie beschrieb Aubrey Powell das Verhältnis innerhalb der Band, als er bei der Pressekonferenz im V&A Museum danach gefragt wurde?

Aubrey Powell: You realise these guys were best friends, really close. We were all great friends, having a good time together. There was the Pink Floyd football and cricket team, all that. They were on the asent and there were no bad feelings between anybody, and out of that came Dark Side of the Moon. That was the absolute pinnalce, and it shows in the pictures of the time.

Ach so war das, beste Freunde seien sie gewesen, behauptet Powell, die zumindest bis 1972 eine gute Zeit miteinander verbrachten! Ich glaube Waters Erinnerungen spielen ihm einen gehörigen Streich! Die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte zu finden sein! So schlecht kann es nicht gewesen sein! Leider konnte Waters viele Jahre lang Live-Auftritte mit Pink Floyd nicht so genießen, wie er es heute, als Solokünstler kann!

Band of Brothers?

Im Grunde genommen aber ist es unwichtig, ob sie noch Freunde sind oder einmal waren! Welche Band kann das von sich behaupten? Am Ende zählt ohnehin einzig allein das künstlerische Werk, das entstand, dass ist es das zählt, die Gefühle und Emotionen, die durch die Musik beim Hörer entstehen! Ob Freunde, Kumpels, Spezis oder wie auch immer, das Klischee einer Band, die aus besten Freunden besteht, die sich blind verstehen, ist zwar ein schönes Bild, eines, das wir Fans uns gerne ausmalen, hat aber mit der Realität nur wenig zu tun. Wenn erst einmal der Erfolg eingekehrt ist, geht man nach der Studioarbeit, dem Konzert, der beendeten Tournee sehr gerne seine eigenen Wege! Es würde wahrscheinlich keinem von uns anders gehen!

Pink Floyd: Keine Freunde sondern eine Band!

Schade und überflüssig finde ich, dass diese negative Schlagzeile, die nächsten Tage über die unsozialen Netzwerke und Musikpresse beherrschen könnte! Außer es kommt tatsächlich die Led Zeppelin Reunion daher, die medial alles was da kreucht und fleucht nieder bügeln würde.

Keine Ahnung wie Gilmour reagiert, wenn er so was liest, lacht er darüber, weinen wird er nicht, am wahrscheinlichsten, so sehe ich ihn, schließt er die Zeitung, den Tab, begleitet von einem leichten schütteln des Kopfes! Irgendwie passt das für mich nicht zusammen, dass Waters zwar für Frieden auf der Welt eintritt, die Tour „Us+Them“ benennt, eine kumpelhafte Beziehung zu Gilmour, die schließt er aus! Da geht gar nix! Ich mutmaße, dass Waters Gilmour nicht so weit verzeihen, dass er weiter gemacht hat, 1987, mit Rick und Nick, ohne ihn, gegen seinen Willen, dass er ihn je wieder einen Kumpel nennen kann! Mason schon!

Waters lässt ABER nicht unerwähnt, dass er gemeinsam mit Gilmour viel großartiges zusammengebracht hat, dass lassen wir mal so stehen! Deswegen muss man dieses Interview vielleicht etwas anders betrachten. Es scheint mir etwas zu sehr auf den Konflikt zugespitzt zu sein. Ich würde sehr gerne sehen oder hören wie Waters sich ausgedrückt hat. Vielleicht milder, als es einem der dieser Telegraph Artikel weismachen will.

Die Schlagzeile hätte daher anstatt: „Roger Waters: Dave Gilmour und ich werden nie Kumpels sein“„Roger Waters: David und ich haben viel großartiges gemacht“, lauten sollen! Was ich hiermit korrigiere! Mit dieser Überschriften Formulierung sieht die Geschichte viel freundlicher aus!

Waters, doppelt so gut als Wright und Gilmour?

Das war das eine, die andere „würzige“ Aussage von Waters, die betraf neben Gilmour, wen sonst, den 2008 verstorbenen Rick Wright!

Roger Waters: Die Musik ist mir sehr wichtig. Es klingt vielleicht dumm das zu sagen, aber im Laufe der Jahre habe ich vielleicht nicht genügend Anerkennung dafür erhalten. Ich denke, die Idee, dass Rick und David versuchten, mich in der Band, als ich ein junger Mann war, ein bisschen wie einen Direktor dastehen zu lassen, der sich nicht weiter mit Musik belästigen sollte, weil ich nicht musikalisch war, die ist absoluter Mist. Ich bin ein doppelt so guter Musiker, als die jemals waren. Ich bin es einfach. Ich habe es. Es ist in mir.“

Okay, dass klingt für mich im ersten Moment wirklich etwas dumm! Sorry, Waters ein doppelt besserer Musiker, als Wright und Gilmour? Nein, nicht für mich! Das ihn so etwas heute noch dermaßen verfolgt und ihn zu solchen Aussagen leitet, dass verwundert mich sehr! Was immer Wright und Gilmour damals getan haben, es muss mindestens 40 Jahre her sein, die Rechnung ist längst beglichen! Waters sollte damit endlich seinen Frieden finden!

Verlassen wir nun lieber wieder das Tal der verletzten Gefühle und widmen uns einem weiteren Thema des Interviews, dem neuen Waters Album, das am 2. Juni veröffentlicht wird! Die Beschreibung des Sounds geht runter wie Öl! Demnach dürfen wir uns auf ein ganz starkes Album, das genau nach unserem Geschmack zu sein scheint, freuen!

Is This The Life We Really Want?

Is This The Life We Really Want?

Endlich: Am 2. Juni das neue Album von Roger Waters!

Der Sound des Albums soll zwischen elegischem Leid, gerechter Wut und weltmüdem Zynismus, in einer Klanglandschaft von riesigen Synths, schimmernden Akustikgitarren und höhlenartigen Trommeln, die alle durch ungerade Bandschleifen und die trockene, elliptische Erzählung von Waters miteinander verbunden sind, hin und her wechseln.

Das Album soll an die klassischen Pink Floyd der siebziger, von Dark Side of the Moon bis The Wall, erinnern. Waters schreibt dies dem Produzenten Nigel Godrich zu.

Roger Waters: Er ist ein Fan. Ich glaube, er würde zugeben, dass es eine Art Huldigung ist. Alle Stimmen und Soundeffekte wurden mit analogen Bandschleifen gemacht. Es ist schon 50 Jahre her, seit ich jemanden das versuchen gesehen habe. Ich liebe die zufällige Natur davon. 1969 taten wir das als Pink Floyd. An einem bestimmten Punkt der Show, wir hatten ein kleines Transistorradio auf der Bühne, legten ein Mikrofon davor, hörten selbst auf zu spielen und schalteten es ein. Geh und mach dir eine Tasse Tee.

Waters ist kein Fan von Radiohead, sein Produzent Nigel Godrich hat mit ihnen mehrmals zusammen gearbeitet. Waters findet sie „sehr undurchdringlich“. Er will erst gar nicht herauszufinden, welche Bedeutungen dahinter stecken.

Their Mortal Remains: Es gibt kein entkommen!

Zum Schluss des Artikels kam noch die bevorstehende Pink Floyd Exhibition zur Sprache! Donald Trump lasse ich aus. Das bei der Ausstellung natürlich auch die Post-Waters Phase zur Schau gestellt wird, drei Alben wurden nach seinem Ausstieg veröffentlicht: A Momentary Lapse of Reason 1987, The Division Bell 1994 und das finale The Endless River 2014, ist etwas, dass Waters schon verdaut hat. Er behauptet im Interview von diesen Alben bestenfalls kurze Stücke gehört zu haben. „Ich bin nicht wirklich interessiert. Es ist nicht meine Aufgabe, dass zu beurteilen.“, so Waters verständlicherweise kurz und knapp.

Roger Waters: Ein gab ein bisschen Verhandlungen darüber, was bei der Ausstellung passieren sollte. Ich fand es immer ein bisschen schrecklich, dass das was ich mit Pink Floyd gemacht habe, mit der späteren Version, mit der ich nichts zu tun hatte, verwechselt wurde. Aber das ist alles sortiert. Sie sind in verschiedenen Räumen.

Der Artikel endet mit der Frage, ob er sich denn für die Spätphase von Pink Floyd, 1987 – 2014, Zeit nehmen wird, und diese Räume untersucht, wenn er die Ausstellung besucht?

Roger Waters: Ich glaube, du musst durch sie gehen, um herauszukommen! So ist es entworfen. Ich glaube nicht, dass du es überspringen kannst. (lacht) Das ist gut. Was auch immer. Es gibt kein entkommen.

Das würde ich gerne sehen, wenn er diese Räume betritt, wahrscheinlich mit Mason gemeinsam! Macht ihn sehr sympathisch, dass er darüber lachen kann!

Ich danke Oliver Thöne und Oskar Giovanelli für ihre Information!

9 Antworten

  1. GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

    Are there any paranoids in the audience tonight? Oh, mann bei den Aussagen von Roger bekomme ich Achselzucken, wer weiss was er alles unter dem Begriff „Musiker“ versteht? Da kann man ja unterschiedliche Auffassung sein. Typisch Roger dieser Anflug von Grössenwahn, aber das legt sich wieder.

    David ist ganz klar der genialere Virtuose an der Gitarre, wobei man das ja nicht mit Bass vergleichen kann. Und Rick’s Orgelspiel, atmosphärisch und ideenreich ohne Ende, alles miteinander verbunden durch Nick’s unverkennbaren Drum-Stiil. Doch genau das alles hat den magischen Sound der Floyds in den 70ern ausgemacht – inklusive dem knackigen Precision Bass von Roger! Ohne Zweifel. Klar, Rogers phänomenalen Texte und Lyric gaben dem ganzen Niveau, Mystic, Inhalt.
    Die Essenz und Brillianz waren jedoch alle vier zusammen, besonders in Phasen als sie zusammen minutenlang improvisiert und gejamt haben, dabei überlange Versionen live spielten.

    Diese Magie kann man nicht einfach so im Studio mal eben herbei-recorden und mixen, meine ich. Das hört man auch schon bei SMELL THE ROSES, wenn die Gitarre mit hohem Ton ala Gilmour einsetzt, aber das typische Gilmour-Feeling fehlt, alles ja ganz nett und gut, aber nicht David himself!

    Deshalb kommt bei mir auch echte Gänsehaut, wenn David die Floyd-Klassiker spielt. Das spürte ich auch ganz oberdeutlich als ich 2015 von den RAH Konzerten heim kam, nur paar Tage später im Kino Rogers Wall-Film sah und beisbielsweise Comfortably Numb auf Kilminster heruntergestuft leider nicht mehr so prickelnd empfand 🙂 Cheers.

  2. Ina Ina sagt:

    Vielen Dank Werner für den tollen Bericht!
    Ich stimme dir und auch GeckFloyd voll und ganz zu. Für mich ist Roger der geniale Lyriker und David sowie Richard die bestimmenden Musiker von Pink Floyd. Davids Gitarrenspiel ist unverwechselbar und für mich sofort erkennbar, Richards „Orgelspiel“ sphärisch, mystisch. Das gemeinsame Spiel beider Künstler hat uns Fans während der Remembertour so fasziniert, Instrumente und Stimmen ergänzen sich, spielen miteinander, treiben sich voran.
    Trotzdem bin ich gespannt auf Rogers Soloplatte, auch wenn die Magie von Davids Gitarrensound fehlen wird.

  3. Torsten Boye sagt:

    Vielen Dank, Werner, für die ausführliche Wiedergabe und Einordnung des Telegraph-Interviews. Es scheint wirklich so, als wenn Roger auch nach all den Jahren immer noch Narben der Auseinandersetzungen insbesondere mit Gilmour und Wright mit sich herumträgt. Auch ich habe Roger immer weniger als begnadeten Musiker, sondern viel mehr als Ideengeber, Konzeptionisten und auch Songschreiber wahrgenommen. Nach meiner rein subjektiven Wahrnehmung machte Pink Floyd immer viel mehr als die Summe der individuellen Fähigkeiten der Bandmitglieder aus, wobei David und Rick im Wesentlichen für den magischen Wohlklang sorgten. Dennoch glaube ich, dass es Pink Floyd niemals zu dieser gleichzeitig einzigartigen kultartigen Verehrung sowie großen kommerziellen Bedeutung gebracht hätte, wenn nicht Roger diese genialen Konzepte sowohl für die Alben als auch die Live-Shows der (hauptsächlich) 70er Jahre entwickelt hätte. Und ja, so handwerklich und emotional beeindruckend David während seiner Solo-Touren die Pink-Floyd-Songs geradezu zelebriert, so spannend, zusammenhängend und vor allem nachhaltig auf mich einwirkend empfinde ich Rogers Solo-Alben, von denen ich bislang „Amused To Death“ hervorheben und zu denen ich auch „The Wall“ und „The Final Cut“ zählen möchte.

    Natürlich identifiziere ich mich mit allen künstlerischen Beiträgen aus dem Hause Pink Floyd und empfinde es sehr beeindruckend, was David und Roger in diesem hohen Alter noch zu leisten in der Lage sind. Wir können uns als Fans wirklich mehr als glücklich schätzen!

  4. Yucateco sagt:

    Immer so eine Sache mit den gedruckten Interviews. Ob Waters das ganze mit der großartigen Selbstironie, welche das ganze Times Talks Interview beherrscht hat sobald es um Floyd ging, gesagt hat oder es ernst meinte werden wir nie erfahren. Je nachdem ob man das ganze (im Kopf) mit der verbitterten oder der, zur Zeit eher dominierenden, entspannten Waters Stimme liest kommt der Text ganz anders rüber. Bringt aber halt ne schöne Schlagzeile.

    Ansonsten Vorfreude pur, da scheint was großes zu kommen.

  5. Hanno sagt:

    Ich kann mich erinnern, dass um das Jahr 2011 herum und dem Auftritt von Gilmour bei The Wall in London ein Artikel im Rolling Stone erschien, in welchem Waters vor allem natürlich von der Produktion von The Wall erzählte. Der Journalist und Waters sahen sich dann einen Ausschnitt der Aufnahmen von The Wall 1980/81 an und anstatt der erwarteten Aufnahme von Snowy White kam Gilmour ins Bild – und der Journalist merkte dann an, dass Waters sehr bedacht gewesen sei das in den letzten Jahren wieder entspanntere Verhältnis zu Gilmour nicht durch neue unbedachte Aussagen zu belasten – diese Haltung, möchte man ihm zurufen, sollte er beibehalten

  6. Oliver sagt:

    Waters schreibt am besten, wenn er wütend ist. Deshalb soll er mal ruhig so weiter machen (die schlimmsten Absichten in diesem Interview unterstellt). Gilmour hält das aus und muss es auch, da er keinen Deut besser ist im Umgang mit Waters. Er ist nur nicht so direkt. Aber Äußerungen wie „Polly ist die beste Texterin, mit der ich je zusammengearbeitet habe“ sind natürlich auch ein Angriff auf Waters und genau so albern wie „Ich bin der zweifach bessere Musiker“. Ich glaube nicht, dass sich die jeweils andere Seite überhaupt dafür interessiert. Und dass Gilmour und Waters nie die besten Kumpel waren, wird schon in Interviews der 70er, spätestens ab Animals, sehr deutlich. Und damals war DG noch der direktere.

  7. Oskar Oskar sagt:

    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass sich in Printmedien die Journalisten auch die Freiheit nehmen Gesagtes „frei zu interpretieren“. Man hat das zwar schon gesagt, aber man hat es eben nicht SO gesagt. Ich finde den Artikel journalistisch ziemlich tendenziös, muss ich ganz ehrlich sagen. Er ist auch in totalem Kontrast zum Video-Interview mit der NY Times letzte Woche.
    Ich gehe davon aus, dass der Journalist sich hier einige Freiheiten genommen hat.
    Nichtsdestotrotz ist Waters natürlich ein 73jähriger schrulliger Kauz, aber ich mag ihn trotzdem.

    • Fabian Fabian sagt:

      Dem kann ich nichts hinzufügen. Ich sehe das exakt wie du! Roger war zwar immer schon „besonders“, aber diese Aussage passt nun gar nicht zu dem Roger wie wir ihn in den letzten Wochen, Monaten und Jahren erleben durften.

      Ich habe da auch meine Zweifel dran und würde gerne wissen in welchem Kontext Roger das gesagt haben „soll“. Der ganze Artikel wirkt auch sehr zusammengebastelt und unstrukturiert…

  8. Christian sagt:

    Zum Thema Gilmour und Waters werden nie dicke Freunde werden. Das müssen sie doch nicht…Jagger und Richards sind seit Jahren keine Freunde mehr…und schreiben dennoch noch gute Songs und funktionieren gut.

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