Guy Pratt über die Kunst von David Gilmour!

David Gilmour 12.9.2015 Pula

The 50 Greatest Pink Floyd Songs ermittelte das MOJO Magazin in ihrer aktuellen Ausgabe! Auf Rang 1 kam mit „Shine On You Crazy Diamond“ vielleicht einer der floydigsten Pink Floyd Songs aller Zeiten! „Comfortably Numb“ rangiert auf Platz 14! Guy Pratt wurde dazu befragt. Er war voll des Lobes für den Pink Floyd Gitarristen David Gilmour!

Die Klangkunst von David Gilmour

Guy Pratt: Mit Ausnahme von Robert Palmer habe ich noch nie jemanden kennengelernt, der so intuitiv versteht, wie Musik funktioniert und was damit alles zusammenhängt. Da ist diese lächerliche Majestät in seinem Sound. Es war Syd’s Einsatz des „Binson-Echorec“ mit der es für ihn anfing, und er ahmte Syd’s Stil nach, aber dieses Toolkit manövrierte ihn völlig woandershin, als wohin Syd je gegangen wäre.

Mojo (7/2018)Ich habe etwa 500x neben David gestanden, wenn das Solo zu „Comfortably Numb“ startet, und das letzte Mal, in der Royal Albert Hall, standen die Haare noch immer auf meinem Nacken. Das Solo ändert sich und es gibt zwei oder drei Teile, die, wenn er sie nicht spielt mich ärgern.

Die Ausführung ist ihm nicht so wichtig. Es dreht sich alles nur um den Sound. Er wird endlose Kombinationen aus Pedalen und Verstärkern ausprobieren, bis er herausfindet was er will. Er muss hören, was er tun will, was er will.

Der eine Delay-Effekt, den er auf „The Wall“ erfand, war verantwortlich für die gesamte Karriere von U2; Ich frage mich ob The Edge jemals für diese Notenfolge gedankt hat? Doch als „The Division Bell“ herauskam kritisierte ihn ein Rezensent auf dem Song „Take It Back“ den Gitarrenstil von U2 nachzuahmen!

Ich war dabei bei diesem letzten Konzert von Gilmour in der Royal Albert Hall! Diese Abschlusskonzerte der „Rattle That Lock“ Tour waren sensationell! Schade, dass nichts davon auf der Live-Dokumentation der Tour zu sehen ist. Filmkameras waren definitiv dort! Schön, dass es Pratt so wie mir und vielen anderen immer noch die Nackenhaare aufstellt, wenn Gilmour seine Solo anreißt! Die Schätzung von Pratt, 500x während „Comfortably Numb“ neben Gilmour gestanden zu sein, die ist gut. 400 solcher Auftritte werden es im großen und ganzen gewesen sein!

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4 Antworten

  1. GeckoFloyd GeckoFloyd sagt:

    Tolle Anekdote von Guy! Wie wahr, die Abschluß-Konzerte in der RAH waren in der Tat traumhaft, das werde ich nie vergessen, saß ich doch am letzten Tag mit („John Lennon“)-Marco in unmittelbarer Nähe von Dick Parry, zu dem ich mich in der Pause geschlichen und die Hand geschüttelt sowie ein paar Worte gewechselt habe. „Thank you for all the fantastic Sax stuff you did for Pink Floyd! Awesome! All the best! Cheers.

  2. Matthias sagt:

    Er ist ein Genie…..mein Hero ! Niemand verzaubert mich an der Gitarre so sehr wie er.Sein Spiel ist einzigartig,seine Solos unnachahmlich und die schönsten Momente z.b auf TIME,C.NUMB oder Dogs (…und zwar nur wenn er es spielt !).Für mich war und ist er zusammen mit Richard Wright der wahre Geist und die Seele von Pink Floyd.Ich wünsche mir sehr das er noch einige Zeit weitermacht und vieleicht noch ein tolles Album bringt….wäre für mich nochmal ein Highlight…

    Schönes We.
    Mattes

  3. Schwabe sagt:

    Hi,
    als kurzer Hinweis zu dieser Stelle:
    „Die eine Verzögerung, die er auf „The Wall“ erfand“
    Da ist die Übersetzung nicht ganz korrekt, Delay wird zwar wörtlich mit Verzögerung übersetzt, aber in dem Fall ist der Delayeffekt als Gitarrenpetal gemeint aus „Another Brick in The Wall Part 1“ und „Happiest Days of Our Lifes“. Also wäre Delayeffekt oder vielleicht Echoeffekt (zwar nicht ganz korrekt) wohl besser übersetzt.

    So genug geklugscheißert…

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