Cineastisches Meisterwerk "Persepolis"

01.12.2007 Ö1: Es ist ein Leben im Schatten von Diktaturen, das die Comic-Zeichnerin Marjane Satrapi hier zu ihrem gezeichneten Filmdebüt umgeformt hat: Als Tochter regimekritischer Eltern im vorrevolutionären Persien, als Teenager unter Ajatollah, als Heeranwachsende im europäischen Exil. Doch bei allem Leidensdruck hat diese Biographie auch ihre komischen Seiten - etwa wenn sich die kleine Marjane verbotenes westliches Kulturgut ("Pink Floyd, Jichael Mackson!") bei Dealern beschaffen muss, als wären es Drogen.

Für Marjane Satrapi ist unangepasster Individualismus entscheidend: Viel zu oft suche ein plattes Schwarz-Weiß-Denken einfache Antworten auf komplexe Fragen. "Das führt zum Fanatismus!"

 

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