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The Madcpas Last Laugh - Der letzte
Auftritt von Pink Floyd!
Bericht von Werner Haider
21.05.2007: Als ich in Salzburg im Flugzeug saß
ging jemand mit einem Roger Waters
T-Shirt an mit vorbei. Etwas später kamen wir ins Gespräch. Marek
wollte sich so wie ich die beiden Roger Waters Konzerte im
Earls Court
ansehen. Ich erzählte ihm, dass heute ein Syd Barrett Tribut
Konzert stattfindet, dass auf jeden Fall sehr interessant werden könnte.
Aufgrund der Namen die dieses Tribut Konzert organisierten nämlich
Joe Boyd und Nick Laird-Clowes musste man schon an den einen
oder anderen Überraschungsgast denken. Nick Laird-Clowes ist Co-Autor
einiger The Division Bell Songs. 2002 trat er unter dem Namen
Trashmonk zweimal im Vorprogramm bei David Gilmours Royal Festival
Konzerten auf.
Außerdem gab es noch gute Karten an der Abendkasse. Marek bereute
diese Investition nicht. Das tatsächlich alle Pink Floyd
Mitglieder erschienen, dass übertraf auch die allerkühnsten Erwartungen!
In einem Pub nicht weit von der
Barbican Hall
diskutierten wir über Pink Floyds bewegte Geschichte und
tauschten unsere Meinungen aus. Nach einem Guinness bemerkte ich, dass
mir in der Magengegend irgendwie ganz ganz übel wurde. So kam es, dass
ich zwischen 16:00 - 19:00 Uhr viel Zeit im Sanitärbereich verbrachte. Ich hatte eine wunderbaren Sitzplatz in der
zweiten Reihe genau in der Mitte.
Das Konzert begann mit
einem 25köpfigen Chor der die Bühne betrat und auf eindrucksvolle Art
und Weise Bike zum besten gab. Viele der Künstler die heute
auftraten kannte ich gar nicht bzw. nur deren Namen. Die Hausband des
abends bestand aus prominenten Musikern großer Brit-Popbands: Andy
Bell - Bass (Oasis), Simon Finley - Drums (Echo & The
Bunnymen),
Ted Barnes - Gitarre (Beth Orton), Musikalischer Direktor Nick
Laird-Clowes. Die erste Riesenüberraschung war jedoch, als Roger
Waters in Begleitung von
Jon Carin auf die Bühne kam. Es gab natürlich einen
langen Applaus. Roger sprach einige sehr persönlich Worte über Syd.
Danach meinte er noch, dass er sehr nervös sei. Es ist für ihn viel
einfacher vor vielen tausenden Menschen zu spielen, als wenn er in so
kleinen Hallen auftritt. Er entschied sich nicht für einen Barrett Song
sondern für Flickering Flame. Ein Lied das er 2002 seinem 1996
bei einem Flugzeugabsturz verstorbenen Freund Philippe Constantin
(Musikchef von Phate Marconi) widmete und das seiner Meinung nach auch
Syd Barrett gerecht wurde. Als er Flickering Flame spielte konnte ich
ihm seine Nervosität ansehen ich saß vielleicht zwei Meter weg. Er
spielte Akustikgitarre und seine Finger zitterten dabei. Als der Song
vorbei war schien er erleichtert zu sein. Er verließ die Bühne so wie er
gekommen war mit lautem Applaus.
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Leider trat Waters nicht
gemeinsam mit seinen
Kollegen auf. Er musste
seine Freundin vom
Flughafen abholen!!??
Also das war schon eine
Riesenüberraschung! Mit Gilmour rechnete oder besser ausgedrückt
hoffte ich wegen dem Naheverhältnis zu Nick Laird-Clowes aber nicht mit
Roger. Einfach Wunderbar hier zu sitzen und dies mitzuerleben. Das man
noch solche Überraschungen erleben darf!! In der Pause sah ich Storm
Thorgerson und bemerkte einen Herren der wie Rick Wright
aussah und zum Backstagebereich ging. Der Herr sah nicht nur so aus - es
war Rick Wright!!! Etwas später kam Phil Taylor mit einer Gitarre
auf die Bühne um nach dem rechtem zu sehen. Und wo Phil Taylor ist da
ist auch David Gilmour nicht mehr weit. Meine Güte Gilmour ist
also auch im Haus. Und Nick Mason? Alle vier hier? Das darf doch nicht
wahr sein. Hier in diesem Theater nach
Live8
eine weitere Reunion?
Nach der 30minütigen Pause die ich hauptsächlich im Sanitärbereich
verbrachte begann der zweite Teil des Konzertes. Die Eröffnungsnummer
war Chapter 24. Eine meiner Meinung nach sehr gelungene
Interpretation von Nick Laird-Clowes in Begleitung des Chores. Während
des Songs pirschte sich eine dunkelhaarige Frau mit Fotoapparat seitlich
auf die Bühne. Es war Polly!! Damit war alles klar. Die Spannung
stieg von Minuten zu Minute. Eine Pink Floyd Reunion lag in der Luft.
Damon Albarn
von Blur spielte einen Barrett Song den ich nicht mehr in Erinnerung
hatte. Und zwar den Word Song vom Opel Album. Zuvor bat er allerdings
Ian Barrett, Syd´s Neffen auf die Bühne um ein paar Worte über
seinen Onkel an zu richten. Mit ein paar Zügen an Albarns Zigarette und
der mitgebrachten Bierflasche in der Hand und einige ungewöhnlichen
Lauten brachte Ian Barrett die Sache hinter sich.
Bevor Captain Sensible sein
starkes Astronomy Domine darbot verriet er noch, dass er ein
großer Barrett Fan sei und deshalb seinem Sohn den Vornamen Syd gab.
Begleitet wurde er von Jon Carin der bei dieser
Gelegenheit zeigte, dass er auch ein sehr guter Gitarrist ist!
Erwähnenswert noch der Auftritt von Robyn Hitchcock der in
Begleitung von niemand geringeren als John Paul Jones von Led
Zeppelin auf die Bühne kam und Terrapin und Gigolo Aunt
souverän darbot!
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David Gilmour, Bass Andy Bell von Oasis, |
Andy Bell, Gilmour, Mason und Jon Carin |
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Wright, Andy Bell, Gilmour, Mason |
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Nach Chrissie Hynde
kam Joe Boyd auf die Bühne und erzählte von verschiedenen
Begegnungen die er mit Syd hatte. Schließlich kündigte er Pink Floyd
an: David, Rick und Nick. Als die drei Herren die Bühne betraten gab es
stürmischen Applaus und Standing Ovations bis zum Beginn von Arnold
Layne! Aber wo war Roger? Ich denke, dass nicht nur ich sondern ein
Grossteil des Publikums mit einem Auftritt aller vier Floyds rechnete.
Kann es denn noch einen besseren Moment als heute hier und jetzt geben?
Jemand rief: Where is Roger? Worauf Gilmour erwiderte: 'Yes,
he was here too... now the rest of us!' Und so spielten
Pink Floyd Arnold Layne ohne Waters mit
Andy Bell von Oasis am Bass und Jon Carin am Keyboard. Wrights
Gesang war zu Beginn nicht zu hören. Phil Taylor schenkte dem
Tontechniker gegenüber einige Blicke zu und kurz darauf verstanden wir
Rick wieder laut und deutlich. David grinste öfters zu Rick hinüber und
der wiederum zu Nick. Großartige Momente sie schienen wirklich Spaß
daran zu haben. Einfach wohltuend die drei gemeinsam musizieren zu
sehen. Unter tosendem minutenlangen Applaus und Standing Ovations
verabschiedeten sie sich. Rick legte beim Stiegenabgang den Arm auf
Gilmours Schulter und beiden verschwanden sie in den Backstagebereich.

Rick
Wright und Andy Bell
Foto von Uwe Deckert:

Gilmour und Jon Carin, Foto
© Uwe Deckert


Bei der Zugabe kamen nochmals alle
Künstler auf die Bühne um noch einmal Bike vorzutragen. Wright
kam als erster von den Floyds wieder auf die Bühne. Nur einer fehlte
Roger Waters, dass überraschte mich jedoch nicht mehr. Nick Laird-Clowes
rief nach Big Dave gemeint war damit Gilmour. Er kam als einer
der letzten auf die Bühne und schenkte ihm ein breites lächeln. Mason
sang mit den anderen, Wright und Gilmour wie gewohnt mit ihren
Instrumenten. Diese Bike Version war schon sehr schräg. Am Ende gab es
wieder diesen stürmischen Applaus und vorbei war's. Ich sah noch einen
mobilen Kameramann beim Backstagebereich stehen. Es könnte der von
Gilmour
On An Island Tour
gewesen sein. Man kann nur spekulieren über die Gründe für Rogers
fehlen. Die positivste Sichtweise wäre die, dass man nicht genug Zeit
hatte miteinander zu Proben und dass Roger Arnold Layne nicht
ungeprobt spielen wollte. Andererseits hätte man wenn man es wirklich
gewollte hätte jederzeit Wish you were here oder Shine on you
crazy Diamond spielen können, oder? Wir werden die Gründe für dieses
Verhalten nicht so einfach erfahren.
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London 10.5.2007
Band:
David Gilmour -
Gitarre
Nick Mason
- Drums
Rick
Wright - Keyboards, Hammond
Kommentare:
Guy Pratt
Joe Boyd über das Konzert.
Fotos:
Werner Haider
Uwe Deckert
Polly Samson
Producers:
Joe Boyd
Nick Laird-Clowes
Lightning Design:
Peter Wynne Wilson
Plus Rare film footage, and projections of Syd Barrett's paintings
House Band:
Andy Bell - bass (Oasis)
Simon Finley
- drums (Echo & The Bunnymen)
Ted
Barnes - guitar (Beth Orton).

Songliste:
01.
Bike Sense of Sound Choir
02. Flaming Captain Sensible & Monty Oxymoron
03. Hhere i go Kevin Ayers
04. Oh, What a Dream Kevin Ayers
05. Baby Lemonade Nick Laird-Clowes & Damon Albarn
06. Octopus The Bees
07. The Gnome Nick Laird-Clowes & Neulander
08. Matilda Mother Mike Heron
09. Golden Hair Martha Wainright, Kate McGarrigle & Lily Lanken
10. See Emily Play Martha Wainright, Kate McGarrigle & Lily Lanken
11. Flickering Flame Roger Waters & Jon Carin
12. Chapter 24 Sense of Sound Choir & Laird-Clowes
13. Scarecrow Vashti Bunyan, Gareth Dickson & Nick Laird-Clowes
14. Love Song Vashti Bunyan, Gareth Dickson & Nick Laird-Clowes
15. Ian Barrett, talking about his uncle Rog
16. The Word Song Damon Albarn, Kate St John & David Coulter
17. Astronomy Domine Captain Sensible & Jon Carin
18. Terrpain Robyn Hitchcock
19. Gigolo Aunt Robyn Hitchcock, John Paul Jones & Ruby Wright
20. Dark Globe Chrissie Hynde & Adam Seymour
21. Late Night Chrissie Hynde & Adam Seymour
22. Joe Boyd, talking about Syd and organising the show
23. Arnold Layne Gilmour, Wright & Mason
ZUGABE
24.
Bike All performers (except Roger Waters)
Setlist from
Brain Damage
Links:
Barbican Hall
Guy Pratt Blog
The Piper At The Gates Of Dawn

A Saucerful of Secrets
1969 The Madcap Laughs

1970
Barrett

2001 Wouldn'T
You Miss Me - the Best of Syd Barrett

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