Ein Konzert für Teddy Schwarzohr!

2008: Michael, die Seele von Teddy Schwarzohr
2008: Michael, die Seele von Teddy Schwarzohr

Für mich war es etwas ganz neues in die Organisation eines Konzertes involviert gewesen zu sein. Mitzuerleben wie eine Veranstaltung zu Leben erweckt wird und wie viele Dinge es gibt an die man zu denken hat! Auch mit wie vielen Schwierigkeiten man umzugehen hat! Aber bevor man überhaupt so weit kommt muss es eine Idee dazu geben, einen Initiator sozusagen. Jemanden der soviel Energie hat, dass er andere dazu bringt ebenfalls begeistert zu sein, sie mitzureißen. So jemand ist Michael Mayr! Michaels Pink Floyd Geschichte begann wie kann es anders sein im Alter von 12 Jahren! Damals bekam er ein Album mit dem klingenden Namen »The Dark Side Of The Moon« in seine Hände und er ließ für lange Zeit nicht mehr los!

Der Mann mit dem großen Herzen

Ich lernte Michael persönlich zufällig kurz vor David Gilmours grandiosem Burg Klam Konzert kennen. Wir unterhielten uns prächtig über die wichtigsten Floydthemen und vor allem über Gilmours On An Island Tour. Danach trafen wir uns am 30. Mai 2007 in Salzburg beim Konzert von The Floyd Council wieder. Michael war mit Erwin Schuster aus Wien angereist um die Band für ein Benefizkonzert zu gewinnen. Jetzt wird an der es Zeit zu erwähnen, dass Michael und Erwin die Gründer des Vereins Teddy Schwarzohr sind, einem Verein der sich für chronisch kranke Kinder einsetzt. Michael hatte das feste Vorhaben ein Pink Floyd Tribut Konzert zugunsten Teddy Schwarzohr im Herbst in Wien zu veranstalten. Das Benefizkonzert, soll helfen Bausteine für das Teddy Schwarzohr Haus bei der Kinderherzchirurgie in Linz zu beschaffen. Jede Eintrittskarte ist »Just Another Brick in the Wall« dieses Projektes damit Eltern aus ganz Österreich unmittelbar bei ihren kranken und operierten Kindern wohnen können und eventuell auch Geschwister bei sich haben können. Horst Fischer Sänger und Gitarrist der Floyd Council war von dieser Idee sofort begeistert und sagte zu.

PLANUNG

Nach diesem Treffen ging es für Michael und Erwin daran die Planung vieler Details zu klären: Wo und wann wird was gespielt und wie finanzieren wir das ganze eigentlich? Schließlich gelang es „Teddy Schwarzohr“ den Gasometer in Wien für den 24. Oktober zu bekommen! Das alleine ist schon eine Sensation! Der Gasometer bietet wenn er bei Konzerten ausverkauft ist über 4.000 Menschen Platz! Huch, vielleicht ein wenig zu groß? Wie werden wir den voll bekommen? Auf jeden Fall eine unglaubliche Location!

Meine Aufgabe war es Michael bei Pink Floyd betreffenden Details beratend zur Seite stehen. Nichts schlimmeres sollte mir passieren! Wir diskutierten viel über den Ablauf eines Pink Floyd Konzerts. Und kamen so auf einige interessante Showdetails die vielleicht von anderen Tribut-Bands bisher nicht so wahrgenommen wurden. So war es uns wichtig vor Beginn des Konzertes das Geräusche-Introband von Pink Floyd einzuspielen. Zu hören sind dabei Frösche quacken, ein arbeitender Rasenmäher und vieles mehr. Damit wollten wir das Publikum einstimmen. Michael konnte die Band zu zwei Songpremieren ihrerseits überreden. Zum ersten male spielten sie »Pigs On The Wing« Pt.1+2 und »On The Turning Away«. Ein weiteres Highlight der »Master Of Cerenomie« der das Publikum im 2. Teil der Show vor »In The Flesh« begrüßen und durch seine provokante Art auf die Palme treiben sollte. Den Text nahmen wir von den Pink Floyd »The Wall“ Shows in Dortmund 1981. Michael ergänzte ihn um einige wichtige Informationen. Vorgetragen wurde der Text von niemand geringerem als der Austro-Pop Legende Wickerl Adam. Und weiter ging es noch mit einem 30köpfigen der Joe Zawinul Musikschule Gumpoldskirchen, der bei »Another Brick in the Wall« singen wird! Das alles sind organisatorische Höchstleistungen, wenn man bedenkt, das Michael, Erwin und ihr Team dies alles neben ihrem Beruf und Familienleben betreiben. Nur als Beispiel um es besser zu veranschaulichen. Wer kümmert sich um 30 Kinder im Alter von 6 — 12 Jahren die im Backstagebereich von 18:00 Uhr bis 22:00 Uhr auf ihren Auftritt warten? Wie schaut es mit der Verpflegung aus? Mitten in die Planung des Konzertes fiel die traurige Nachricht von Rick Wrights Tod. Uns war vollkommen klar, dass für Rick der eine oder andere Moment reserviert werden wird! Michael wünschte sich den Song »Remember A Day« im 2. Teil der Show. Aber die Band konnte nicht noch einen weiteren neuen Titel einspielen. Dazu war die zeit zu knapp.

Was wir nun außerdem dringend benötigten war ein Konzertposter! Mit Berkhan Sezen konnte ich nicht nur einen Profi in Sachen Grafikdesign sondern auch einen echten Pink Floyd Fan an Bord bringen. Berkhan kreierte neben dem eindrucksvollen Poster noch einen Introfilm den wir zum Pink Floyd Geräuscheband abspielten.

Und so verging Woche um Woche bis endlich der Tag des Konzertes anstand. Am 24.10. um 09:00 Uhr ging es für mich ab nach Wien. Horst, Nick, Georg und Peter von The Floyd Council nahmen mich mit in ihrem Auto. Und so konnte ich hautnah erleben wie es ist, wenn eine Band zum einem Konzert anreist. Noch dazu eines in der »weiten« Ferne. Zum ersten Mal spielen Floyd Council in Wien und dann auch noch im Gasometer in dem zuletzt internationale Bands wie zuletzt Galexico aufgetreten sind! Die Band hatte in den letzten Wochen 2 — 3x die Woche geprobt und war natürlich auch schon aufgeregt wie das heute ablaufen wird! Vor allem aber die Frage wie viel Publikum konnte mobilisiert werden! Den keiner möchte bei diesem Aufwand vor einer leeren Halle stehen und spielen müssen. Michael hatte zwei drei Radiosendern Interviews gegeben. In Salzburg als The Floyd Council 2008 im Rockhouse spielten kamen 500 Personen! Die Konzertposter hingen in Wien seit gut 10 Tagen! Allerdings nicht die von Berkhan sondern welche mit einem anderen Design und in einem kleineren Format. Und sie hatten einen weiteren wesentlichen Nachteil. Man konnte die wichtigste Botschaft darauf nicht deutlich erkennen: »A Tribut to Pink Floyd«. Shit happens!

SOUNDCHECK

Gegen 12:00 Uhr kamen wir beim Gasometer an und sofort wurde damit begonnen die Instrumente auf die Bühne zu bringen um sobald als möglich einen Soundcheck zu spielen. Ein Ford Escort Kombi (nein nicht meiner) mit Anhänger war sozusagen der »Band-Truck«, darin waren Schlagzeug und anderes Gerät verstaut. Die Bühnenarbeiter und Techniker des Gasometers haben so eine minimalistische Ausrüstung wahrscheinlich auch schon länger nicht mehr gesehen. Sind sie es doch gewohnt eine professionelle Crew und deren Equipment zu betreuen!

Wie dem auch sei, in kürzester Zeit war die Band bereit für den Soundcheck. Für mich wiederum sehr interessant alles aus der Nähe mitzuverfolgen. Mit meiner Videokamera filmte ich alles was mir wichtig erschien und für die Band und uns später einmal eine schöne Erinnerung sein könnte. Um 17:00 Uhr traf Berkhan mit der DVD des Filmes ein und gemeinsam mit Michael überprüften wir gleich einmal den Introfilm und das Geräuscheband. Zum Glück hatte ich vom Intro-Geräuscheband noch eine CD mit einer Aufnahme mitgebracht! Nach einigen Gesprächen mit Paul beim Mischpult und dem Videotechniker funktionierte alles so wie wir es geplant hatten! Wir standen noch eine Weile zufrieden bei den Mischpulten standen und diskutierten, als mich der Lichttechniker Andi »Brinkie« Fink mit den Worten: »Seit 3 Tagen gab es kein Update auf deiner Homepage!« Was? Ja, tatsächlich saß mir ein Pulse & Spirit Besucher an den Lichtreglern gegenüber! Er hatte Pink Floyd 1994 in Wiener Neustadt live gesehen und diese Erfahrung war es auch diesen beruf zu wählen. 2006 sah er David Gilmour in Burg Klam. Er stand selbstverständlich wie konnte es anders sein beim Mischpult um Marc Brickman genau auf die Finger sehen zu können!

Um 18:00 Uhr gab es den mit Spannung erwarteten Soundcheck mit dem hoch motivierten Kinderchor! Berkhan und ich verfolgten den Auftritt gespannt und zumindest unsere Herzen eroberten die Kinder im Sturm! Danach waren alle richtig gut drauf. Berkhan und ich gönnten uns ein Bier! Schließlich wurden um 19:00 Uhr die Eingangstore geöffnet! Es war wirklich ein schönes Gefühl nach den vielen Wochen der Planung nun endlich so weit zu sein, das ganze einem Publikum präsentieren zu dürfen! Immer wieder tauchte jetzt die Frage aus: Wie viele werden kommen? Am Schluss waren 596 Menschen gekommen!

KONZERT

Berkhan und ich verbrachten die letzten Minuten vor dem Konzert Backstage. Um 20:10 Uhr begrüßte Michael das Publikum und kündigte die Vorgruppe Romanes an! Die Romanes, eine Band gegründet vom hervorragenden Gitarristen Conrad Schrenk, unterstützen schon mehrmals Teddy Schwarzohr Projekte. Der Zeitplan verzögerte sich um gut 30 Minuten und um 21:10 Uhr starteten wir endlich das Intro und verdunkelten langsam das Licht! Schließlich begann das Konzert und The Floyd Coucil spielten „The Dark Side Of The Moon“. Sie verwendeten Filmeinspielungen von der Pulse DVD.

Nach einer gekürzten Pause betrat schließlich Wickerl Adam die Bühne und begann mit seiner Rede. Er machte seine Sache nach anfänglichen stocken wirklich gut. Hier könnt ihr den Text seiner Rede nachlesen: Master of Cereonomie. Die Band unterbrach ihn wie es sich gehört mit „In the Flesh«.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen sehr herzlich bedanken die zum teil eine weite Anreise in Kauf nahmen um bei diesem Konzert dabei zu sein! Einige von euch konnte ich persönlich treffen: Heinrich, Mali, Zeck, Bernhard, Stephan, Egon, Ingrid, Georg, Karlheinz, Arnold, Martin und seine Frau, Max mit seiner Frau. Andere wie Klemens und Chris leider nicht. Ich hoffe ihr hattet alle einen schönen Abend!

Backstage: Wickerl Adam, Georg Gruber (Gitarrist) und Berkhan, Backstage: The Floyd Council vor dem Konzert

Text von MC Wickerl Adam:

Guten Abend! Guten Abend, meine Damen und Herren und herzlich willkommen im Wiener Gasometer! Ich bin Wickerl Adam und wir werden hier heute Abend eine großartige Show sehen! Die Band ist hinter der Bühne und wird in ein paar Minuten fertig sein. Bevor die Show anfängt, würde das Management Sie gerne um einige Dinge bitten. Erstens: Bitte keine Raketen, Leuchtkugeln oder andere Feuerwerkskörper! Außerdem bitten wir Sie keine Kameras mit Blitz zu verwenden. Jegliche nicht autorisierte Aufzeichnung der Show mit Audio– oder Videogeräten ist strengstens untersagt. Die Geräte können jederzeit beschlagnahmt werden, selbst, wenn sie nicht benutzt werden Also bitte ersparen Sie sich und uns eine Menge Stress.

Nun, ich glaube, die Band ist jetzt dann bereit.

Nein, nein, noch nicht ganz.

Also lassen Sie mich noch darauf hinweisen, daß Sie bei den Ausgängen jede Menge Merchandising Artikel vorfinden werden. Der Erlös aus dem Verkauf dient zum errichten von gewaltigen Mauern in Linz. Man hat mir gesagt, daß es sich im ein Elternwohheim für herzoperierte Babies handelt. Also versuchen sie dem Spontanen Impuls ihres Herzens zu folgen und unterstützen Sie dieses Projekt durch den Kauf von Postern oder Büchern.

Nun, ich glaube, die Band ist jetzt dann bereit.

Nein, nein, noch nicht ganz.

Nun nach dem Konzert ersuchen wir sie die Halle in geordneten Zweierreihen zu verlassen. Sie werden genügend Spendenboxen für das Teddy Schwarzohr Haus vorfinden. Bitte vermeiden Sie Dränglereien. Jeder wird ausreichend Gelegenheit zum Spenden haben.

Nun, wir möchten uns für Ihre Geduld und ihr Warten bedanken. Die Bühne ist fertig und die Band ist jetzt dann bereit, anzufangen, denke ich.

Nein, noch nicht ganz. Bleiben Sie nach dem Konzert nicht vor der Halle stehen, begeben Sie sich unmittelbar auf den Heimweg, erzählen Sie allen Freunden was sie versäumt haben.

Die Band .….……

Veranstalter:
Michael Mayr
Erwin Schuster
Teddy Schwarzohr

Band:
Horst Fischer — guit. voc.
Mandi Blühweis — bass
Georg Gruber — guit.
Nick Niedt — voc. Guit.
Georg Dachs — keyboard
Ewald Wohlmut — sax
Jürgen Stummer — drums
Tanja Mazurek — voc.
Gitti Rettensteiner — voc.

Gast:
Wickerl Adam — Master of Cereonomie

Vorgruppe:
Romanes

Songliste:
01. Intro 22 Minuten
02. Speak to me
03. Breathe
04. On the Run
05. Time
06. Breathe Reprise
07. The Great Gig in the sky
08. Money
09. Us and Them (Wright Klavier von Dark Side Doku)
10. Any Colour you like
11. Brain Damage
12. Eclipse
Pause
13. MC Wickerl Adam
14. In the Flesh
15. The happiest Days of my Live
16. Another Brick in the Wall Pt.2 Kinderchor
17. Arnold Layne
18. Hey You
19. Fat Old Sun
20. On the turning away
21. Shine on you Crazy Diamond 1 – 5
22. Wot’s .. uh the Deal
23. Learning to Fly
24. Mother
25. High Hopes
26. Comfortably Numb
Zugaben
27. Pigs on the Wing (extended Version)
28. Wish you were here
29. Run like Hell

MICHAEL MAYR: Pink Floyd Fan seit seinem 12 Lebensjahr! 1. Floydalbum: Dark Side Of The Moon, Märchenbuch Autor, Familienarzt, Gründer des Vereins Teddy Schwarzohr, Organisator zahlreicher Benefizprojekte. www.teddyschwarzohr.at

ERWIN SCHUSTER: Teddy Schwarzohr Mitbegründer. Schatzmeister, Projektmanager, Realist, kühler Rechner, schlicht: der Mann, der Michaels Träume finanzierbar macht.

THE FLOYD COUNCIL: Die 2006 gegründete neunköpfige Salzburger Band The Floyd Council hat es zum Ziel gesetzt den Mythos Pink Floyd neu aufleben zu lassen. Mit Herzblut und viel Liebe zu Detail bieten die Damen und Herren einen breiten Querschnitt der wichtigsten Alben.

CONRAD SCHRENK: studierte 10 Jahre klassische Gitarre und 4 Jahre Jazz-Gitarre am Konservatorium der Stadt Wien und entwickelte sich während dieser Zeit zu einem der technisch perfektesten Gitarristen Österreichs, dessen stilistische Bandbreite von Pop über Steve Vai bis hin zu Frank Zappa reicht.

Conrad arbeitet seit vielen Jahren für Teddy Schwarzohr. Er ist seine musikalische Seele. Erste Zusammenarbeit: Der Trödelmarkt der Träume (Rockmusik mit Kinderchor), danach Teddy Schwarzohr 1 (elektronische Version der Klassikteile mit Lotte Ledl). Höhepunkt 2007 im Wiener Rathaus: Die Teddy Schwarzohr Symphonie: mit den Wiener Symphonikern, Dirigent Thomas Rösner, Conrad Schrenk’s Bärenbande (Rockband mit Georghij Makazaria), Kinderballett Ich Bin OK, Singschulchor der Joe Zawinul Musikschule Gumpoldskirchen.

Der österreichische Ausnahme-Gitarrist Conrad Schrenk arbeitete in seiner bisherigen Laufbahn bereits mit vielen namhaften Musikern und Band aller aller stilistiken zusammen, wie z.B. Falco, Papermoon, Romanes, John Wetton, CSX, Lew Soloff, Stahlhammer, Hallucination Company, Save the robots, Nouvelle Cousine und vielen anderen mehr und absolvierte u.a. Konzertreisen, Workshops und Tourneen durch Österreich, Deutschland, USA, Indonesien, Frankreich, Großbritannien, Belgien, Tunesien, Dänemark.

Wickerl Adam: Ludwig „Wickerl“ Adam (1949) ist ein österreichischer Musiker, der unter anderem Gründer und Frontman des Musikprojektes Hallucination Company ist. Ludwig Adam besuchte die Musikakademie Wien, machte eine Körpertheaterausbildung und war Mitglied des Dramatischen Zentrums. 1977 gründete er die Hallucination Company, aus der später namhafte Musiker wie Falco, Hansi Lang, Geri Schuller oder sein Sohn Zebo Adam (Gitarrist der Band Russkaja) hervorgingen. Seine ersten Auftritte hatte er im HVZ (Hernalser Vergnügungszentrum, das heutige Metropol). Der vor allem als Wickerl Adam bekannte Künstler wird gelegentlich als Frank Zappa Österreichs bezeichnet und betätigte sich neben seinem musikalischen Wirken auch als Drehbuchautor, Regisseur und Schauspieler. 2006 wurde ihm der österreichische Musikpreis Amadeus für sein Lebenswerk verliehen. Im April 2008 erhielt er das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien.

Die Entstehung des Teddy Schwarzohr!

Der Informatikstudent Erwin Schuster und der Medizinstudent Michael Mayr hatten vor ca. 20 Jahren die Idee, für in Not geratene Kinder mit musikalischen Märchenprojekten Geld zu verdienen. Ein Monströses Projekt mit dem Namen Teddy Schwarzohr wurde erschaffen – ein Märchen mit Rockmusik, Klassik, Ballett und Lichtinstallationen sollte entstehen, aber die Zeit war noch nicht reif dafür.

Die Anfänge waren sehr bescheiden:

Atlantis – ein Märchen vom Träumen und Erwachsenwerden, blieb ein Traum, Die bibliophile Erstauflage von 10 Stück wurde nie übertroffen. Das Buch war auf blaues Papier gedruckt, in blauem Elephantenhautpapier gebunden und mit Goldfolie bedruckt. Eine Folgeauflage war nicht realisierbar, da sich kein Verlag für diese Idee begeistern konnte. 2 Jahre später lernt Michael, der sein Studium als Krankenpfleger finanziert, in einem Wiener Kinderspital ein unglückliches Mädchen kennen, das aus Zeitmangel der Eltern kaum besucht wird.

Daraus entsteht die Grundidee zum Projekt „Die Melodie des Lebens – ein Märchen von der Suche nach Freundschaft, Liebe und Geborgenheit“ – ein bibliophiles Gesamtkunstwerk mit Jugendstilillustrationen von Franziska Smolka und Musik von Michaels Bruder Jörg. Wieder wurden 10 Bücher handgefertigt. Erwin der wirtschaftliche Kopf hat ein Konzept zur Finanzierung erarbeitet und kurzerhand wurde die gesamte Auflage von 2000 Stück an Sponsoren verkauft. Ein Nullsummenspiel. Daher 2. Auflage, gemeinsam mit Jugend und Volk. Leider war es kein wirtschaftlicher Erfolg, denn für ein Benefizprojekt wollte damals niemand Werbung machen.

Es folgte eine schöpferische Pause, in der Erwin nachdachte, wie man wirtschaftlich erfolgreicher sein konnte, um das Konzept Märchen für Kinder, doch gewinnbringend zu vermarkten.

Michael lernte in der Zwischenzeit einen kleinen Buben im St. Anna Kinderspital kennen. Aus der Freundschaft, die sich daraus entwickelte, entstand der Trödelmarkt der Träume – ein Märchen von der Kraft der Liebe und der Macht der Liebe. Michael wollte damit Kindern Mut machen, gegen eine schwere Erkrankung zu kämpfen, nicht aufzugeben, sondern der Bedrohung die Stirn zu bieten. Erwin hatte erkannt das Michaels bibliophile Träume nur Geld verschlingen, daher wurde das Konzept geändert. Billige Ausstattung, große Auflage, aber trotzdem mit Musik (von Conrad Schrenk) und Bildern (von Traudl Schlinke und Elisabeth Zink). Und erstmals: das Projekt wird über Sponsoren finanziert, der Gesamterlös geht an kranke Kinder. Das Konzept ging auf: Paperback mit CD, dazu jede Menge Live-Veranstaltungen brachten erstmals wirklich finanziellen Erflog. Da Teddy Schwarzohr damals noch kein Verein war wurde das Geld direkt auf das Konto des Elternvereins des St. Anna Kinderspitals überwiesen. Das Projekt lief ca. 2 Jahre und hat mehr als 500.000 Schilling gebracht.

Damit war der Weg für Teddy Schwarzohr geebnet. Michael konnte mit Knud Tiroch einen genialen Illustrator für den Bären gewinnen und Conrad Schrenk begann mit der Arbeit an dem symphonischen Gedicht in 6 Farben für Kinderballett.

Wieder wurden 10 Bücher gefertigt (5 deutsch, 5 englisch). Danach eine Startauflage von 3000 Stück. Lotte Ledl bekannte sich als erste prominente Person zu Teddy Schwarzohr und so wurde die erste Fassung der Teddy Schwarzohr Symphonie zur Buchpräsentation in der Staatsoper aufgeführt. Lotte Ledl erzählte die Geschichte, die Musik kam vom Computer. Sehr dürftig, aber finanziell erfolgreich. Wir konnten MOKI und ICH BIN OK unterstützen. Immerhin war die Botschaft einfach und klar: Egal was das Schicksal für dich bestimmt hat, wenn du an dich glaubst, findest du deinen Weg.

Diese Idee führte zum ersten Kontakt von Teddy Schwarzohr und ECHO. Gemeinsam wurde das zweisprachige Pixie-Buch Teddy Schwarzohr in einer Auflage von 18000 Stück verteilt. In der Zwischenzeit war Teddy Schwarzohr mit Hilfe der OeNB zum Verein geworden und konnte sich nun offiziell um kranke, behinderte und sozial benachteiligte Kinder kümmern.

Eine günstige Fügung des Schicksals führte dann zum ersten großen Märchen zwischen Rock und Klassik. Michael hatte eine Geschichte entwickelt, über die Prinzessin Aria von Melodanien und den Abenteurer Tacamino, der ihr Herz erobert. Im Märchen sollten Vorurteile abgebaut werden und sowohl Rock als auch Klassik als tolle Musik gelten. Dieses Projekt hat er dem Komponisten Ferry Janoska erzählt. Jahre später bekam dieser eine Auftragskomposition für ein musikalisches Märchen zur Eröffnung des Museumsquartiers. Die Wahl fiel auf Tacamino. Mit dem Corso der Wiener Philharmoniker unter Alfons Egger, der Rockband mit Lehrern der Joe Zawinul Musikschule und dem genialen Jürgen Maurer als Tacamino wurde Tacamino aus der Taufe gehoben und kurz darauf am Carinthischen Sommer gebracht. Teddy Schwarzohr hatte inzwischen ein Profil: Unterstützung von chronisch kranken Kindern Medizinische Betreuung abdecken, wo das Sozialsystem nicht mehr greift Chronisch Kranken Kindern eine gute Schulausbildung zu ermöglichen (vor allem Verständnis für höhere Fehlzeiten zu wecken Chronisch kranken Kindern zu einer guten Berufsausbildung zu verhelfen (vor allem auch hier Verständnis für erhöhte Krankenstandstage zu wecken und in einer späteren Phase eventuell die Krankenstandstage abzupuffern – das Projekt wurde dem Sozialminister bereits vorgestellt) Große Ziele – also musste Geld her: Gemeinsam mit ECHO wurde Tacamino überarbeitet und im Radiokulturhaus für eine DVD aufgezeichnet.

Teddy Schwarzohr wird bekannt, hält aber am Konzept fest: Werbung nie über kranke Kinder. In der Öffentlichkeit wird Teddy Schwarzohr durch Künstler repräsentiert, die die musikalischen Märchen aufführen (Lotte Ledl, Corso Wien, Wiener Symphoniker) und vor allem durch eine wesentliche Erkenntnis, die Teddy Schwarzohr selbst gemacht hat: Teddy Schwarzohr hat viel ECHO

Nun war alles möglich:

Neuauflage des Teddy Schwarzohr Buches (10.000 Stück)

Welturaufführung der Teddy Schwarzohr Symphonie als Gesamtkunstwerk aus Rauch, Licht, Projektionen, symphonischer Musik mit Kinderballett und Rockmusik mit Kinderchor. Marion Regele hat das Pink Floyd Konzert für Kinder aus dem Kopf von Michael im Rathaus sichtbar gemacht. Es wird eine DVD Produziert und ECHO übernimmt die Schirmherrschaft über Teddy Schwarzohr.

Bleibt noch die Frage: wer ist Teddy Schwarzohr? Am einfachsten kann man das so erklären: wenn Teddy Schwarzohr in einen Spiegel lächelt, dann zwinkern ihm Erwin und Michael zurück.

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