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Interviews
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Pink Floyd
Interview mit
Todd Cohen und Joe Pascarell von The Machine.
Interview mit den
Bandmitgliedern der
amerikanischen Pink
Floyd Tributband "The
Machine" Todd Cohen
(Schlagzeug) und Joe
Pascarell (Gitarre) von
Werner Haider
17.3.2004
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"Aber
die „Animals“ Tour im Madison Square
Garden 1977 hat sich bis heute in mein
Gehirn eingebrannt. Diese Show hatte auf
mich einen großen Einfluss. Damals stand
ich total auf Gitarren. Ich erinnere
mich noch genau wie ich David Gilmours
Hände beobachtete um die Griffe und
Noten von „Dogs“ zu bekommen."
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P&S: Wie
beurteilt man Nick
Masons Technik, wenn man
selber Schlagzeuger ist?
TODD
COHEN:
Ich denke, dass Nick ein
brillanter Stylist ist.
Ich glaube, dass er das
beabsichtigte. Es
passierte ihm einfach.
Er hat ein tolles
Zeitgefühl. Auch das ist
einzigartig. Er macht
sich mit seinem
„Vokabularfundus“ des
Füllens und Schläge
hörbar und bemerkbar.
Das ist etwas was ich
bei jedem Musiker
bewundere und ich weiß
das das für Schlagzeuger
eine sehr schwierige
Aufgabe ist.
P&S:
Spielt
Ihr von allen Pink Floyd
Alben inklusive „The
Division Bell” und “A
Momentary Lapse Of
Reason“ Lieder?
TODD
COHEN:
Ja .. wir spielen von
jedem Album etwas.
Derzeit spielen wir nur
einen Song vom “The
Division Bell” Album "What
do you want from me".
Von “A Momentary Lapse
Of Reason” spielen wir "Sorrow",
"On the turning away", "Signs
of life" und "Learning
to fly".
P&S:
Welchen
Song spielst Du live am
liebsten?
TODD
COHEN:
Das variiert, es hängt
vom Publikum und von der
Art von Show ab die wir
geben. Es gibt Publikum
die es wirklich schätzen
wenn wir Songs in die
Länge ziehen. Das kann
tatsächlich viel Spaß
machen, wenn der ganze
Saal zu „Grooven“
beginnt. Wenn es um
einen einzelnen Song,
geht dann würde ich
wahrscheinlich "Echoes"
oder "The Final Cut"
auswählen ... dieses
Gitarrensolo macht mich
jedes mal wieder fertig.
P&S:
Bei
welchen Songs bekommt
ihr vom Publikum die
meiste Reaktion?
TODD
COHEN:
Ich muss wieder
erwähnen, dass es ganz
auf die Art des
Publikums ankommt. Aber
so allgemein gesehen
würde ich sagen bei "Wish
You Were Here" oder
"Comfortably Numb".
P&S:
Wie ist
euer Kontakt zu Norbert
Stachel entstanden?
TODD
COHEN:
Wir haben uns gerade auf
eine “Dark Side Of The
Moon” Show vorbereitet,
als sich unser regulärer
Saxophonspieler zwei
Wochen vor dem Konzert
bei einem Unfall die
Hand in einer Autotüre
quetschte. Er war
deshalb nicht in der
Lage für zumindest 3
oder 4 Monate zu
spielen. Also riefen wir
jeden den wir kannten an
um jemanden anderen zu
finden. Unser „Front Of
House“ Tontechniker gab
mir die Nummer von einem
Typen der diese „Billy
Joel“ Show am Broadway
macht. Ich rief ihn an
um ihn zu fragen ob er
Interesse hat. Er hatte,
aber diese Broadway Show
kreuzte sich genau mit
unserem Termin. Er
erzählte mir das er
gerade erst den Typen
der mit Roger Waters auf
Tour gewesen war
getroffen habe. Norbert
Stachel ist erst
kürzlich nach New York
gezogen. Also rief ich
ihn an und er kam zum
Konzert. Unnötig zu
erwähnen das er das
Material kannte.
Abgesehen von der
Tatsache, dass er mit
Roger gespielt hat ist
Norbert ein wunderbar
talentierter Musiker. Es
war für uns ein
Vergnügen mit ihm zu
spielen.
P&S:
Hat
Norbert euch
interessante Geschichten
von der Tour mit Roger
Waters erzählt?
Vielleicht auch etwas
über das kommende neue
Waters Album?
TODD
COHEN:
Norbert
hat uns nicht wirklich
etwas über Rogers neues
Album erzählt. Ich bin
mir jedoch sicher dass
er darin involviert ist.
Von der Tour berichtete
er, dass er die Musik
mochte. Ansonsten keine
weiteren Ausführungen.
P&S:
Habt Ihr
jemals auch in Erwägung
gezogen Lieder von
Soloalben wie "Amused To
Death" zu spielen?
TODD
COHEN:
Wir sind tatsächlich
bekannt dafür einiges
von David Gilmours
ersten Album gespielt zu
haben. Im allgemeinen
spielen wir aber keine
Solonummer.
P&S:
Wie groß
ist das Publikum das
normalerweise zu euren
Konzerten kommt?
TODD
COHEN:
Das variiert stark. Ich
würde sagen
durchschnittlich
zwischen 500 und 1.500
Leuten. Wir haben aber
auch schon vor 8.000
gespielt. Es hängt auch
vom Auftrittsort ab.
P&S:
Wäre es
nicht schön für euch,
wenn ein ganz neues
Floyd Album
veröffentlicht werden
würde und Ihr dadurch
die Möglichkeit habt
neues Material zu
spielen?
TODD
COHEN:
Ja, aber um ehrlich zu
sein würde ich ein neues
Album bevorzugen auf dem
Roger und David beide...
P&S:
Wird es
Dir nie langweilig immer
die gleichen Songs zu
spielen?
TODD
COHEN:
Ganz sicher nicht! Es
mag vielleicht lustig
klingen, aber mir ist
noch nie dabei
langweilig geworden
diese Musik zu spielen.
Manchmal wird uns
langweilig von dem
ganzen Drumherum. Wie
das Fahren und keinen
Schlaf finden,
schlechtes Essen und
alles was mit einer
Tournee verbunden ist.
Niemals aber wegen der
Musik. Jeden Abend
spielst du das erste Mal
für eine bestimmte
Gruppe Menschen. Es
bleibt also immer
frisch.
P&S:
Spielt
Ihr die Songs Note für
Note nach oder kreiert
Ihr auch
Eigenimprovisationen?
TODD
COHEN:
Wir
machen beides. Manchmal
spielen wir Songs Note
für Note und dann wieder
gibt es Phasen in denen
wir wirklich ganz schön
Improvisieren. "Set The
Controls For The Heart
Of The Sun" ist immer
großer "Jam" für uns so
wie auch "Matilada
Mother". Vieles vom
älteren Material lädt
zum "jammen" und
improvisieren ein. Oh,
und natürlich bei
„Echoes“ spielen wir
eine ausgedehnte
Improvisation im
Mittelteil. Wie auch
immer es gibt Zeiten, wo
wir „Echoes“ so spielen
wie es der Pompeji Ära
entspricht. Dann
wiederum spielt Joe ein
geniales Gitarrensolo
von "Delicate Sound Of
Thunder" oder von einer
älteren live Aufnahme.
Wir improvisieren ganz
schön und natürlich
spielen wir auch Note
für Note.
P&S:
Wechselt
Ihr während einer
Tournee öfters die
Songliste?
TODD
COHEN:
Immer! Wir haben viele
Fans die uns mehrmals
hintereinander besuchen
kommen. Also versuchen
wir alles zu mischen.
Manchmal spielen wir
Lieder die wir für ein
paar Monate oder Jahre
nicht mehr gespielt
haben. Außerdem lernen
wir immer noch Material,
das wir noch nicht
gespielt haben. Wir
versuchen es wirklich
frisch für uns und
unsere Fans zu halten.
P&S:
Wie sieht
eure aktuelle Songliste
aus?
TODD
COHEN:
Wir spielen die
Alben
„Animals“, „Wish You
Were Here“, „The Wall“
und „Dark Side Of The
Moon“ komplett.
Einzelne
Songs: „Bike“, „Lucifer
Sam“, „Matilda Mother“,
„See Emily Play“,
„Arnold Layne“,
„Interstellar
Overdrive“, „Astonomie
Domine“, „Echoes“,
„Childhoods End“, „One
Of These Days“,
„Fearless“, „If“, „Two
Suns In The Sunset“,
„Fletcher Memorial“,
„Your Possible Pasts“,
„The Final Cut“, „Dogs
Of War“, „On The Turning
Away“, „Sorrow“, „What
Do You Want From Me?“,
„Set The Controls For
The Heart Of The Sun“,
„Let There Be More
Light“, „When You're In“
und einige mehr die ich
jetzt sicher vergessen
habe.
P&S:
Hast Du
je selber Pink Floyd,
David Gilmour oder Roger
Waters live gesehen?
JOE
PASCARELL:
Ich habe
einen wirklich coolen
älteren Bruder. Als ich
12 Jahre alt war nahm er
mich zu einem Pink
Floyd Konzert mit. Es
war 1973 die „Dark Side
Of The Moon“ Tour. Das
war mein allererstes
Konzert und seither habe
ich jede Tour gesehen.
P&S:
Ich
beneide Dich darum, dass
Du Pink Floyd in den
70er Jahren gesehen
hast. Kannst Du Dich
noch daran erinnern
welche Konzerte es
waren? Waren alle in New
York?
JOE
PASCARELL:
Wie schon erwähnt habe
ich ein Konzert der „Dark
Side Of The Moon“ Tour
1973 im Theater in New
Jersey gesehen. Ich war
nur 12 Jahre alt und
heute erscheint mir das
alles wie ein Traum!
Aber die „Animals“ Tour
im Madison Square Garden
1977 hat sich bis heute
in mein Gehirn
eingebrannt. Diese Show
hatte auf mich einen
großen Einfluss. Damals
stand ich total auf
Gitarren. Ich erinnere
mich noch genau wie ich
David Gilmours Hände
beobachtete um die
Griffe und Noten von
„Dogs“ zu bekommen. 1980
sah ich noch „The Wall“
im Nassau Colloseum. Ich
glaube es waren 7 Shows
hintereinander und ich
habe die Letzte davon
gesehen! Wunderbar-Dave
und Roger zusammen...
das war schon etwas
besonderes...
P&S:
Seit Ihr
jemals in persönlichen
Kontakt mit Pink Floyd
gewesen?
TODD
COHEN:
Nein; kein direkter
Kontakt. Aber ob du es
glaubst oder nicht, sie
wissen von unserer
Existenz. Norbert
erwähnte, dass sie
während der Tour mit
Roger über unsere Band
diskutierten. Und Rogers
Sohn Harry hat „The
Machine“ schon Live
gesehen.
P&S:
Müsst Ihr
eigentlich das Pink
Floyd Management fragen
bevor Ihr beispielsweise
eine CD veröffentlicht?
TODD COHEN:
Wir verkaufen CDs bei
unseren Konzerten und
zahlen an die
Plattenfirma dafür eine
Abgabe.
P&S:
Welche
Pink Floyd Periode ist
deine persönlich
Bevorzugte? Und welches
Album gefällt Dir am
Besten?
TODD
COHEN:
Mir gefällt das spätere
Material. Von „Dark Side
Of The Moon“ an ist es
mehr konstanter als die
Musik davor. Es gibt
aber von damals auch
eine Menge gutes
Material. Mein
persönliches
Lieblingsalbum ist
wahrscheinlich “The
Wall“. Ich weiß das ist
eher eine "Mainstream"-Auswahl.
Aber für mich ist es
nach wie vor das Beste
das sie jemals gemacht
haben.
P&S:
Roger
Waters oder David
Gilmour.
Wer ist
Dein Favorit?
TODD
COHEN:
Ich favorisiere es, wenn
diese beiden Männer
gemeinsam arbeiten. Sie
haben etwas geschaffen
das größer ist als die
Beiden zusammen. Ich
bevorzuge keinen von
beiden.
P&S:
War es
falsch von David Gilmour
die Band ohne Roger
Waters weiterzuführen?
TODD
COHEN:
Ich kann das bestimmt
nicht beurteilen. Alles
was ich sagen kann ist,
dass ich Daves
Standpunkt verstehe.
Genauso allerdings den
von Roger. Das Leben ist
manchmal sehr schwierig.
P&S:
Die
„Tribute Bands“ finden
immer mehr Akzeptanz.
"The Australian Pink
Floyd" spielten erstmals
in Deutschland,
Dänemark, Schweiz und
Italien und das sehr
erfolgreich. Sie treten
in ziemlich großen
Hallen auf 2.000 bis
5.000 Sitzplätze. Habt
Ihr jemals daran gedacht
in Europa aufzutreten.
TODD
COHEN:
Wir haben letztes Jahr
ein paar Shows in Europa
gespielt, die letzte war
in Amsterdam. Das war
großartig. Wir werden im
Oktober/November für ein
paar Wochen nach Europa
zurückkehren. Darauf
freuen wir uns schon
sehr!
P&S:
In
welchen Ländern werdet
ihr auftreten?
JOE
PASCARELL:
Wir werden in
Deutschland spielen.
Außerdem versuchen wir
auch Konzerte in Italien
zu bekommen. Die "Aussie
Floyd" haben dort
bereits gespielt und wir
werden mit einer etwas
persönlicheren Show nach
Europa zurückkehren. Wir
haben „natürlich“ eine
fantastische Lichtshow.
Aber wir sind der
Meinung, dass unsere
musikalische
Präsentation ein
bisschen musikalischer
und interaktiver mit dem
Publikum ist.
P&S:
Was
hältst Du von den "The
Australian Pink Floyd"?
JOE
PASCARELL:
Das "Aussie
Floyd" Konzert hat Spaß
gemacht und war
beeindruckend. Ich bin
jedoch weggegangen mit
einem Gefühl einer
leeren musikalischen
Darbietung. Ich habe
nicht viel bekommen von
den Musikern wie sie
miteinander oder mit dem
Publikum in Kontakt
treten. Wir werden dir
hingegen eine feine
Auslese von allen Pink
Floyd Perioden
(Psychedelic, Synth,
Konzept und Pop Periode)
geben.
Thanx to
Todd Cohen, Joe
Pascarell und Peter
Weingard.
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