40 JAHRE NACH "THE PIPER AT THE GATES OF DAWN"

ROLLING STONE MAGAZIN

PINK FLOYD: 40 JAHRE NACH "THE PIPER AT THE GATES OF DAWN"

03.11.2007: Ein Rick Wright Interview gehört schon eher zu den Raritäten. Weshalb es mehr als erfreulich ist von ihm ein ausführliches Interview im aktuellen Rolling Stone Magazin lesen zu können. Paul Sexton führte es in Wright´s Londoner Wohnung. Wright erzählt unter anderem über Syd Barrett, den "Piper" Aufnahmen, der On An Island Tour, seinem Verhältnis zu Waters und über ein mögliches Solo-Album. Hier ein Auszug des Interviews:

Wie war die Tour mit David?

RICK WRIGHT: Einfach wunderbar. Ich glaube, David sagte hinterher, es sei die entspannteste Tour gewesen, die er je gemacht hätte, und mir ging es genauso. Wir spielten kleinere Hallen, nicht diese Riesenstadien. Ich will das nicht nicht schlecht machen, wenn man Geld verdienen muss, bleibt einem nicht anderes übrig. Wenn Floyd heute unterwegs wären, müssten sie Stadien spielen, um die Kosten für die Lightshow und das ganze Zeug reinzukriegen. Die Leute erwarten so etwas.

Aber David machte alles eine Nummer kleiner, und das war wunderbar. Ich glaube, wir haben manche Floyd-Sachen besser hingekriegt als die Band. Zum Beispiel "Echoes", an dem hatten wir uns 1987 versucht und es wieder aufgegeben, weil wir uns mit dem Stück nicht wohl fühlten. Bei uns war es ein voller Erfolg, vielleicht das Stück, das den Leuten am besten gefiel.

Wie haben sich die Auseinandersetzungen mit Roger, bei denen ja mit harten Bandagen gekämpft wurde, auf euch ausgewirkt?

RICK WRIGHT: Das hat Spuren hinterlassen. "The Wall" ist ein geniales Album, aber bei "The Final Cut" war ich nicht dabei, dann fiel alles auseinander, und David, Nick und ich beschlossen, mit Pink Floyd weiterzumachen. "The Division Bell" ist ein gutes Album, "A Momentary Lapse Of Reason" war ... auch gut, aber "The Division Bell" ist definitiv besser.

Viele Fans träumen von einer Neuauflage, weil wir "Live(" zusammen gespielt haben. Das war eine gute Sache, dass wir das trotz des Streits und der Probleme, die Roger mit mir und David hatte, hingekriegt haben. Aber es hat uns auch gezeigt, dass es extrem schwierig für uns sein würde, zusammen durch die Welt zu reisen, weil unsere musikalischen Vorstellungen so weit auseinander liegen.

Arbeitest du im Moment an einem Soloprojekt?

RICK WRIGHT: Ja, aber es steckt noch in den Kinderschuhen. Ich habe ein paar Ideen, es soll ein Instrumentalalbum werden, mit dem Klavier im Zentrum. Aufnahmen gibt es schon haufenweise, aber ich weiß noch nicht, wie das Klavier klingen soll und ob ich andere Musiker mit ins Boot nehme. Die Kompositionen sind fertig. Aber es eilt nicht. Vielleicht nächstes Jahr. Hoffentlich.

 

Links:

Rolling Stone

English Translation from Clemens (A Fleeting Glimpse)

How was the Tour with David?

RICK WRIGHT: Simply wonderful. I think that David said that this was the most relaxed tour he had ever done, and I agree with that. We played in smaller venues, not the large stadiums. But when you need to make money you have to play stadiums, you have no choice. If Floyd would play now, we would have to do stadiums, to pay for the cost of the lightshow and the stage. The people expect that.

But David downsized it all a bit and that was wonderful. I believe that we did many Floyd things better then the band did. For instance "Echoes", we tried that in 1987 and did not continue because it did not feel right. Now, it was a complete success and perhaps the piece that the audience liked best.

How did the arguments with Roger affect you?

RICK WRIGHT: That left its marks. "The Wall" is a brilliant album, but I wasn't there with "The Final Cut" when all fell apart. Then David, Nick and myself decided to go on with Pink Floyd. The Division Bell was a good album, A Momentary lapse of reason was... also good, but The Division Bell is definitely better.

Many fans dream of another Floyd reunion because we played live. It was a good thing that we did that in spite of the controversy and problems that we had. However it also showed us that is would be extremely difficult for us to travel the world together because our musical ideas are so different.

Are you working on a solo project right now?

RICK WRIGHT: Yes, but it is still in its early stages. I have a few ideas, it will be a Instrumental album with a focus on the keyboards. There have been many recordings but I don't yet know how the keyboards should sound and if I will take other musicians on board. The compositions are done. But its not in a hurry. Maybe next year. Hopefully.