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Waters will “The Wall” niederreißen
22.06.2006
Kurier Der Pink Floyd-Frontman Roger Waters protestiert mit Graffiti gegen den Israel-Palästina-Grenzzaun.
"No Thought Controll" - Roger Waters hat was gegen Grenzen und Mauern - auch in den Köpfen.
Die Wegbereiter des Psychodelic - und Progressive Rock legten musikalisch und visuell eine hohe Messlatte vor.
Roger Waters, Bassist und Sänger der Rock-Legende Pink Floyd nutzte, kaum in Bethlehem angekommen, gleich die Möglichkeit, um sein Anliegen schriftlich zu deponieren: „Tear down the wall“, „Reißt die Wand nieder“, sprayte Roger Waters mit rotem Spray auf die Grenzbarriere zwischen Israel und dem Palästinensischen Autonomiegebiet. Der Zaun, der als Hauptaufgabe hat, palästinensische Attentäter davon abzuhalten, auf israelisches Territorium zu kommen, war die erste Station auf Roger Waters’ Reise nach Israel und Palästina. Roger Waters wird morgen, Donnerstag, ein Konzert geben. Dabei wird er, nicht wie geplant, in Tel Aviv auftreten, sondern in Neve Shalom, einer Stadt, in der eine friedliche Koexistenz von Juden und Arabern gelebt wird. Waters reagierte damit auf Proteste, die ihm einen Auftritt auf jüdischem Gebiet übel nahmen.
Waters und die Mauern
„Es wird um einiges härter sein, auch diese Mauer nieder zu reißen, aber es muss
passieren.“ Roger Waters „Ich habe Bilder davon gesehen, Ich habe viel davon gehört, aber ohne hier gewesen zu sein, kann man sich nicht vorstellen, wie außerordentlich unterdrückend sie ist, und wie traurig es ist, zu sehen, wie diese Leute durch diese kleinen Löcher kriechen. Es ist verrückt.“ Sagte Roger Waters zu Journalisten. Und um das ganze zu unterstreichen, sprayte Waters gleich weiter: „No Thought Controll“ ist seine Message, die nun an der Betonwand prangert.
„Es wird um einiges härter sein, auch diese Mauer nieder zu reißen, aber es muss
passieren,“ äußert sich Waters. Und er hat ja Erfahrung mit Mauern, denn mit Pink Floyd veröffentlichte er 1979 das Album „The Wall“, das er auch 1990, nach dem Fall der Mauer, in Berlin aufführte. Dieses Benefiz-Konzert war das bis dahin größte Live-Ereignis mit riesigem Star-Aufwand. Vielleicht hat Roger ja irgendwann die Gelegenheit, auch vor diesem Zaun zu spielen, wenn er niedergerissen wird. Hoffen darf man ja.
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Foto © AP

Foto © REUTERS

Foto © REUTERS
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Roger Waters protestiert gegen israelische Mauer.
22.06.2006
Merkur
Roger Waters macht sich in Israel unbeliebt.
Tel Aviv (dpa) - Roger Waters, Gründungsmitglied der britischen Rockgruppe Pink Floyd, will die israelische Mauer im Westjordanland einreißen. Bei einem Besuch in Bethlehem sprühte der 62-Jährige mit roter Farbe den Protestspruch «Reißt die Mauer ein» auf den Betonbau.
Das berichteten israelische Medien. «Wir brauchen keine Gedankenkontrolle», schrieb er weiter aus dem Text seines Superhits «The Wall». Waters wollte am Donnerstagabend in dem israelisch-palästinensischen Friedensdorf Neveh Schalom das Opus «Dark Side of The Moon» aufführen. In der Ortschaft, die zwischen Tel Aviv und Jerusalem liegt, wurden etwa 50 000 Konzertbesucher erwartet.
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Gleich
nach seiner Ankunft an Ben Gurion Flughafen bei Tel Aviv

Roger Waters West Bank town of Bethlehem,
21 June 2006.
Foto: Ahmad Mezhir/Reuters
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Roger Waters spray-paints the wall
22.06.2006
Jerusalem
Post
By JPOST.COM STAFF
British rocker and Pink Floyd co-founder Roger Waters visited Bethlehem on Wednesday and spray-painted the words 'No Thought Control' on a section of the security fence.
"Maybe it will be harder to bring this one down," said Waters comparing the West Bank security fence to the Berlin wall in Germany, whose fall Waters vociferously campaigned for.
If the fence wasn't removed, "it will be hard for us to be human beings," he added.
In 2004, the singer lent his name to a campaign against the building of the security fence launched by War on Want, an organization that "fights poverty in developing countries in partnership and solidarity with people affected by globalization."
Waters is due to perform in the mixed Arab and Jewish Israeli village of Neveh Shalom on Thursday night.
Some 50,000 tickets, costing upwards of NIS 375 each, have been sold for the concert.
Waters chose the venue following protests by pro-Palestinian groups over his scheduled performance in Tel Aviv's Hayarkon Park.
"I moved the concert to Neve Shalom as a gesture of solidarity with the voices of reason - Israelis and Palestinians seeking a non-violent path to a just peace between the peoples," commented Waters in a recent press release.
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Statement
auf der Sperranlage gegen die Sperranlage | Foto
Ahmad Mezhir/Reuters

Foto/Magnus
Johansson-Maan

"Auf
Fotos merkt man nicht, was dieser Bau bedeutet" | Foto
Ahmad Mezhir/Reuters
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POPSTAR ROGER WATERS: Abzug aus Tel Aviv.
19.04.2006
SPIEGEL
ONLINE
Pink-Floyd-Gründungsmitglied Roger Waters hat ein geplantes Konzert von Tel Aviv ins Friedensdorf Neve Schalom verlegt. Mehrere arabische Künstler hatten den Star in einem Brief aufgefordert, nicht in der israelischen Großstadt zu spielen.
Arabische Musiker hatten Waters einen offenen Brief geschrieben. In einer Zeit, in der Israel unvermindert an "seinem kolonialen
Apartheidskonstrukt" festhalte, und die Heimat der Palästinenser "ethnisch säubere", solle Waters nicht, wie angekündigt, in Tel Aviv sein Solokonzert geben, zitiert die BBC das Schreiben.
Musiker Waters: "We don't need no occupation!"
Der Appell hat gewirkt: Roger Waters will nun in dem Dorf Neve Schalom spielen. In dem Ort, der auf halber Stecke zwischen Jerusalem und Tel Aviv liegt, leben Juden, muslimische und christliche Palästinenser seit mehr als 30 Jahren friedlich zusammen.
Die Entscheidung des Stars kommt überraschend: Noch im März hatte er zur britischen Zeitung
"The Guardian" gesagt, wenn er einen Auftritt in Israel wegen der Außenpolitik des Landes überdenken würde, müsse er auch über Konzerte in Großbritannien wegen der Außenpolitik Blairs nachdenken.
Für viele Palästinenser ist die Musik von Pink Floyd mit der Hoffnung auf eine Verbesserung ihrer Situation verbunden. Den Text von
"Another Brick in the Wall" haben Gegner der israelischen Mauer im Westjordanland zu ihrem Protestlied umgedichtet: Statt
"We don't need no education. We dont need no thought control" singen sie
"We don't need no occupation. We don't need no racist wall."
Waters trennte sich 1985 von Pink Floyd und startete eine Solo-Karriere. Im Sommer 2005 schloss er sich der Band für einen Auftritt beim Benefiz-Spektakel Live8 wieder an.
Info:
Torsten Boye
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