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Happening in Berlin: «The Wall»
auf DVD.
19.11.2004: Hamburg (dpa) - Es war ein «Happening»
mit rund 320 000 Teilnehmern, die am 21. Juli 1990
zum Potsdamer Platz in Berlin pilgerten, um die Aufführung von Roger
Waters' Rockoper «The Wall» nicht zu verpassen. Eine Milliarde
Menschen in aller Welt verfolgten das Spektakel zudem am Fernsehschirm.
Pünktlich zum 15. Jahrestag des Mauerfalls ist das Mega-Ergeignis jetzt
als «Special Edition» (Doku, Multi Audio Option) erneut auf DVD
erschienen.
Erscheinungstermin:
18. Oktober 2004
«Als eine Art Feier für die symbolische Befreiung des menschlichen
Geistes», wollte der Ex-Pink-Floyd-Chef Roger Waters «The Wall»
verstanden wissen. Mit den historischen Ereignissen hatte die
Inszenierung der Rockoper über den depressiven Pink, von Waters
gespielt, wenig zu tun. Die 1979 entstandene Geschichte ist eine Absage
an Autoritätsansprüche, Krieg, Faschismus und zwischenmenschliche
Mauern.
Der amerikanerische Popstar Cyndi Lauper interpretierte - mit voluminösem
Haupthaar - den bekanntesten Titel des Albums «Just Another Brick In
The Wall» («Nur ein weiterer Ziegelstein in der Mauer»). Kinder
klagen ihren Lehrer an: «Wir brauchen keine Erziehung, wir brauchen
keine Gedankenkontrolle. Lehrer, lass uns Kinder in Ruhe.» Dazu klebte
die über zwölf Meter große aufblasbare Lehrerfratze mit
Scheinwerfer-Augen über der Mauer.
Zahlreiche internationale Rockstars hatte Waters für die Show nach
Berlin geholt. Joni Mitchell, Bryan Adams, Van Morrison, Sinead
O'Connor, Cindy Lauper, The Scorpions und Ute Lemper traten neben
anderen auf, alle ohne Gage, um den Erlös der britischen
Katastrophen-Soforthilfe «World War Memorial Fund
For Disaster Relief» zugute kommen zu lassen.
Ein Feuerwerk hier, ein paar Fallschirme dort, knatternde Motorräder,
beleuchtete Hubschrauber, aufmarschierende Soldaten, die sowjetische
Militärkapelle - kein Showeffekt wurde ausgelassen. Hinzu kamen ständig
wechselnde optische Reize von projizierten Filmsequenzen,
Comiczeichnungen oder Trickfilmen. Gigantischer Höhepunkt der bunten
Multimedia-Show war natürlich der Einsturz der 168 Meter langen und 25
Meter hohen Mauer aus 2500 Styropor- Blöcken, der frenetisch bejubelt
wurde.
Und trotz des gewaltigen Besucherstromes von 320 000 Fans gab es nur
geringfügige Zwischenfälle: Vier Personen wurden wegen Beleidigung,
Widerstands und Sachbeschädigung vorübergehend festgenommen, ein
Polizist wurde von einem Fan in den Arm gebissen.
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