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12.08.2006 VENEDIG Piazza San Marco |
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Als ich Igor traf und der Regen kam. Bericht & Fotos: Werner Haider Durch die Verschiebung der Konzerte um eine Woche hätte ich heute eigentlich Nachtdienst! Dank meiner Kollegin Esther kann ich heute hier sein!! Was für ein Luxus: 23° warm, Sonnenschein in Venedig, Pizza Frutti Di Mare und ein Glas Weiswein zum Mittagessen!! Gedankenschweifend genoss ich das Warten auf ein weiteres Gilmour Konzert! Nach der Siesta ging ich wieder einmal zum Markusplatz. Meine Güte der Platz war völlig überflutet! Ich war aber zuversichtlich, dass sich dieser Umstand bis zum Konzertbeginn wieder ändern würde. Die Überflutung verschwand wenige Stunden später tatsächlich. Furchtbar nass sollte es aber trotzdem noch werden.
SONGLISTE:
01. Speak To Me
15.
Shine On You Crazy Diamond 1-5 18. Dark Globe
19.
Fat Old Sun
23.
Wish You Were Here Ich hatte noch viele Stunden Zeit, also zog ich durch die Gassen von Venedig. Als ich an einem Buchgeschäft vorbeikam und instinktiv Ausschau nach etwas interessanten hielt entdeckte ich ein mir bisher unbekanntes Floyd-Buch. Lo Show Del Secolo - I Pink Floyd a Venezia lautete der Titel. Das Cover zeigt ein Foto von der Menschenmasse am Markusplatz und die dahinter in der Lagune schwimmenden Pink Floyd Bühne. Wie schon der Titel verrät handelt, das Buch vom legendären Pink Floyd Konzert in Venedig am 15. Juli 1989. Geschrieben von einem gewissen Tommaso Gastaldi in italienischer und englischer Sprache. Ausgezeichnete Idee auch eine Spalte in englischer Übersetzung anzubieten. Dadurch konnte ich auch Verstehen worum es ging. Ich setzte mich auf eine Treppe und begann zu lesen. Eine Taube über mir zeigte sich auch sehr neugierig und hinterließ auf Seite 90 ihren Kommentar. Wahrscheinlich war sie 1989 beim Konzert auch dabei hat es damals jedoch gar nicht genossen. Bei meinem Spaziergang durch die wunderbaren Gassen Venedigs kam ich natürlich an vielen Straßenkünstlern vorbei. Einer hatte es mir ganz besonders angetan: Igor Sklyarov. Das darf noch nicht wahr sein. Er war es der gestern bei Shine On You Crazy Diamond die Glasharfe spielte und heute treffe ich ihn als Straßenmusikanten wieder! Igor spielte zusammen mit zwei anderen Musikern. Gemeinsam nennen sie sich, das Crsytal Harmony Ensemble. Viele Leute blieben stehen und staunten so wie ich über die wunderbare Musik die sie mit der Glasharfe dem Verrophon und der Glasflöte zauberten. Von Bach, Schubert, Vivaldi, Chopin bis zu Mozart reichte ihr Repertoire. Eine junge Frau die zum Ensemble dazugehörte kümmerte sich inzwischen um den CD-Verkauf. Zwei Alben wurden angeboten. Ich fragte sie: "Er hat gestern mit David Gilmour gespielt?" Ja, antwortete sie mit einem breiten Lächeln. "Wir durften alle beim Konzert zusehen." Nach einigen Minuten des andächtigen Zuhörens ergab sich für mich die Möglichkeit mit Igor persönlich zu reden. Nachdem wir eine Zeit in englischer Sprache miteinander redeten stellte sich heraus, dass Igor sehr gut deutsch sprechen konnte. Ich gratuliere zu ihrem gestrigen Auftritt! IGOR SKYLAROV: Vielen dank. Werden Sie heute auch wieder mitspielen? IGOR SKYLAROV: Ja. Heute gibt es aber keinen Soundcheck. Ich werde um 20:30 Uhr beim Markusplatz sein. Ich habe Sie gestern beim Soundcheck mit David Gilmour, als Shine on You Crazy Diamond geprobt wurde gesehen. IGOR SKYLAROV: Es war fantastisch. Natürlich habe ich mich gefragt: Wer ist den das? Wie ist es zu der Zusammenarbeit gekommen? IGOR SKYLAROV: David Gilmour spazierte letzte Woche mit seiner Frau vorbei, als er uns spielen sah und stehen blieb. Sie standen ungefähr 20 Minuten hier. Danach sprach er mich an. Er sagte, dass er ein Konzert am Markusplatz gibt und bei einem Musikstück mich und die Glasharfe benötigen würde. Er fragte ob ich mitspielen würde. Natürlich habe ich zugesagt! In Russland gibt es viele Pink Floyd Fans und deshalb war mir seine Musik auch bekannt. Leider mußte alles um eine Woche verschoben! Was war es für ein Gefühl am Markusplatz auf der Bühne zu stehen? IGOR SKYLAROV: Unvergesslich! Konnten Sie auch ein paar persönliche Worte mit ihm wechseln? IGOR SKYLAROV: Nachdem Konzert hat es im Hotel noch eine Party gegeben. Wir waren auch eingeladen. Ich konnte einige Male mit ihm und den anderen Musikern reden. Ich habe ihn gefragt ob er denn auch einmal in Russland spielen wird. Worauf er sagte er wisse, dass er Menge Fans in Russland habe. Vielleicht eines Tages wird er auftreten. David Gilmour hat sich nie als Superstar gegeben. Er ist ein ganz normaler Mensch. Ich fragte Igor warum er so gut deutsch sprechen kann. Er erzählte mir, dass er auch in österreichischen und deutschen Städten spielt. Also aufgepasst, wenn ihr nächstes Mal in aller Eile an Straßenmusikanten vorbeigeht - es könnte Igor sein! ich verabschiedete mich von allen und ging wieder zurück zum Markusplatz. Dort angekommen traf ich zufällig die italienischen Pink Floyd-Freunde Nino Gatti und Stefano Tarquini. Später kam ich noch mit Zack Pirani dem Webmaster der italienischen Homepage Floyd Channel zusammen. Wir standen hinter der Bühne und sprachen miteinander. Nein, leider nicht im Backstage-Bereich. Man konnte zu dieser Zeit noch hinter der Bühne spazieren gehen. Steve DiStanislao kam an uns vorbei. Wir grüßten ihn und er lächelte freundlich zurück. Es war gegen 18:30 Uhr, als doch noch ein Soundcheck stattfand. Guy Pratt spielte On The Turning Away mit seinem Bass. Nach der gestrigen Überraschung wollte er sich heute keine Blöße mehr geben. Danach trommelte Steve noch sein Schlagzeug ordentlich durch! v.l.n.r.: Nino Gatti, Steve DiStanislao, Stefano Tarquini, Dick Parry | Foto: Stefano Tarquini, v.l.n.r.: WH, Zack Pirani vom italienischen Floyd Channel Fanclub | Foto: WH Gegen 19:00 Uhr stellte die Polizei die Absperrungen auf und ich machte mich auf zum Eingang. Ganz gegen meine Überzeugung kaufte ich mir einen Regenschutz. Um 20:30 Uhr dankte ich mir selbst für diese weise Tat. Es begann zu regnen und es sollte für eine lange Zeit nicht mehr aufhören. Beim Anlegen der ungewohnten Kleidung riss ich mir rechts ein großes Loch im Schulterbereich hinein. Zum Regen kam ein kaltes Lüfterl hinzu wodurch es noch ungemütlicher wurde. Die Techniker deckten die Keyboards und andere empfindliche Dinge ab. Phil Taylor ging nervös hin und her. Immer weider stimmte er an Gilmours Gitarren herum. Mit etwas Verspätung um 21:15 betraten die Musiker die Bühne. Gilmour hatte sich wegen der Kälte eine Weste angezogen. Comfortably Numb wahrscheinlich die längste Version der 2006er Tour. Guy Pratt schrieb am nächsten Tag im Gilmour Blog folgendes übers Wetter: Posted by: Guy Pratt at August 13, 2006 03:44 AM We were all horrified when it started raining, but had to just go and get on with it. There's actually a nice shared experience thing that happens with your audience when the world is inclement. Thanks to everyone for being such good sports and enduring the weather, we really did feel for you, and certainly gave our best.
We've had many a joke about what new song might be sprung on us
tonight (I was desperately trying to convince Rick to break into
"It would be so nice") and funnily enough we all felt we
played On the Turning away better the night before, even though we
got it mostly right this time it didn't have the frisson of "AAAARRGGHHH
HOW DOES IT BLOODY GO AGAIN???????!!!!!!!!!" That helped it
along last night. Sehr interessant was Guy außerdem noch über On The Turning Away schrieb! Er wollte Rick dazubringen It Would Be So Nice zu spielen!!! 13 Minuten später schrieb er über die nächste Überraschung die Gilmour zu bieten hatte nämlich Dark Globe: Guy Pratt at August 13, 2006 03:57 AM By
the way, we had no idea David was going to sing Dark Globe, and his
rendition was so moving I was close to tears, hearing sung the
prophetic words of a man everyone likes to pontificate about except
the one man who truly knew him as a friend and peer. |
Links:
Statistik: 4.000 Besucher, ausverkauft Shine on Intro wurde von einem Profi-Weinglasspieler gespielt. Arnold Layne, Dark Globe und On The Turning Away im zweiten Teil.
Kommentare:
v.l.n.r.: WH, Igor Sklyarov, Tiomfey Vinkovsky, Vladimir Perminov.
re. im Bild Zack Pirani
Nino Gatti, Steve, Stefano Tarquini und Dick Parry Fotos: Ina Wagner
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