|
11.08.2006 VENEDIG Piazza San Marco |
|
|
Driving me Crazy. Bericht und Fotos Werner Haider Als ich gegen 17:30 zum Markusplatz kam hörte ich This Heaven. Der Soundcheck fand gerade statt. Man konnte ihn sehr gut hören und auch optisch mitverfolgen, weil der Platz noch nicht abgesperrt war. Rick Wright schwänzte den Soundcheck. Nach This Heaven folgte etwas kurioses. Gilmour und seine Band spielten den Song Crazy. Ein Sommer-Hit von Gnarls Barkley der derzeit im Radio rauf und runter gespielt wird. Nachdem Song meinte Gilmour: "So that was fun enough." Er meinte wohl, dass es wieder Zeit wurde zum "ernst" der Sache zurückzukehren. Danach folgte ein instrumental Musikstück, dass ich nicht auf Anhieb erkannte. Das ist doch On The Turning Away. Gilmour spielte Akustik-Gitarre und Jon Carin Slide-Gitarre. Die Version unterschied sich sehr vom Original. Sie klang durch die Slide-Gitarre etwas Country lastig. Songliste:
01. Speak To Me
15.
Shine On You Crazy Diamond
22.
Wish You Were Here Shine On You Crazy Diamond wurde
in den folgenden Minuten von Gilmour und Igor geprobt!! Wer
ist Igor? Nun seinen Namen kannte ich zu diesem Zeitpunkt auch noch
nicht. Gilmour stellte ihn während des Konzerts vor. Mehr über
Igor
erfuhr ich am darauf folgenden Tag. Igor ist ein professioneller
Glasharfespieler. Als Gilmour und Igor Shine On´s Intro
spielten standen alle anderen Musiker um sie herum und beobachteten
die beiden. Jon
Carin und Dick Parry machten ebenso Fotos wie Polly
die während des gesamten Soundchecks fotografierte. Claire
Singers die Frau von Phil Manzanera und Gilmours
Pressesprecherin hatte eine Videokamera mit der sie alles filmte.
Aber auch von Gilmours Crew waren zwei mobile Kameraleute anwesend. Das
Konzert begann pünktlich um 21:00 Uhr. Der Sitzplan
erinnerte mich ein wenig an, das
Burg
Clam
Kaos. Allerdings verlief es diesmal zu meinem Vorteil.
Mein Sitzplatz der im A11 Sektor war und links an der Seite gewesen
wäre befand sich nämlich genau in der Mitte wieder. Ich saß
ungefähr in der 15. Reihe genau vor Gilmour. Im ersten Teil spielte
Gilmour alle wesentlichen Solos bis auf Smile
und Where We Start mit der schwarzen Stratocaster. Mir
fielen einige Veränderungen bei den On An Island Songs auf. So z.B.
wurde das Intro und der Mittelteil von Take A Breath auf eine
andere Art gespielt. Bei This Heaven rockte Gilmour
ordentlich, dass Solo am Ende war sehr gut! Außergewöhnlich gut waren noch die Songs On An Island und The Blue. Wobei
bei The Blue Phil Taylor nachdem rechten sehen musste nachdem
ihm Gilmour signalisierte, dass etwas mit seinem Gitarren-Sound nicht passte. Rick
Wright war fantastisch drauf. Ich konnte sehr gut sehen wie er
immer wieder vor Freude lachte und mit großer Leidenschaft
musizierte. Er und Jon Carin lachten sich immer wieder
zu. Shine
On You Crazy Diamond wieder wurde das Intro verändert. Diesmal
bediente Igor die Kristallweingläser anstatt Pratt, Manzanera und
Parry. Wright spielte sehr bedächtige Keyboardnoten. Die ersten
Minuten waren nur Gilmour, Wright und Igor auf der
Bühne. Bei Astronomy Domine gab es sehr schöne Licht- und Lasereffekte.
Eine kraftvolle rockige
Version. Hoffentlich wird eine dieser Versionen von den
Sommerkonzerten seinen Weg auf die DVD finden. Wots
.. Uh The Deal schönes Piano-Solo von Wright im Mittelteil. On
The Turning Away die Riesenüberraschung!! Aber nicht nur für
uns sondern auch für Gilmours Band. Jon Carin spielte gerade, das
Intro von Coming Back To Life, als Gilmour zu ihm ging und ihm
etwas zu sagte. Carin stoppte darauf und Gilmour erinnerte uns, dass
beide Konzerte zugunsten der Wohltätigkeitsorganisation
Emergency
sind. Danach begann Carin wieder mit einem Intro, das eine wenig
anders klang. Tatsächlich On The Turning Away. Ich konnte Rick
Wrights überraschtes Gesicht ebenso wie die der anderen Musiker
sehen. Gilmour war sichtlich amüsiert darüber! Er gab Steve DiStanislao immer wieder Zeichen für seine Drum-Einsätze. Guy Pratt
konnte ich beobachten wie er mehrmals Manzanera Handzeichen gab. Guy
Pratt schrieb am darauf folgenden Tag im Gilmour Blog:
August 12, 2006 06:36 PM We had no idea that David wanted to do On the turning away until he started singing it!! No rehearsals,
nothing ... Blimey .. Das
Gilmour den Text nicht immer 100%ig kannte störte mich keineswegs.
Seiner Spontaneität hatten wir es zu verdanken dieses wunderbare
Lied, das zuletzt 1996 gespielt wurde wieder zu hören. Als bereits
die Glockenklänge von High Hopes ertönten konnte man über die
Lautsprecheranlage Pratt, Wright und Gilmour noch scherzen
hören. Echoes
einfach gewaltig wie sich David Gilmour und Rick Wright ergänzen.
Wright liebt dieses Stück, sein Kopf und Oberkörper bewegte sich
hin - und her. Sehr Variantenreicher Mittelteil von beiden. Bei
den heftigen Lichteffekten wundert es nicht, das für einige Minuten
nur die Spots auf Gilmour und Wright funktionierten der Rest dürfte
einer durchgebrannten Sicherung zum Opfer gefallen sein. Bevor
die Zugaben kamen überraschte mich, das Publikum durch etwas
verhaltenes Klatschen. Ich erinnere mich zurück, das in
Mailand etwas völlig anderes erleben konnte. Viele saßen nur da
und kümmerten sich um ihre Telefone anstatt Applaus zu spenden. Das
Publikum in Clam und München war um einiges lebhafter und
euphorischer. Erst als Comfortably Numb zu Ende ging herrschte
reges Treiben alle standen auf und jubelten. Als
ich zum Hotel zurückging sah ich wie ein Tontechniker sein
Richtmikrofon vor der Sankt Markus Basilika abbaute. Er hat dort Dezibelmessungen
während des Konzerts durchgeführt. Weitere
schöne Konzertfotos vom 11.8. gibt es bei Nicola´s
Hey
You
zu sehen! |
Links:
Statistik: 4.000 Besucher, ausverkauft Nach 1989 kehrt Gilmour nach Venedig zurück. Gilmour spielte den Sommerhit Driving me Crazy. Shine on Intro wurde von einem Profi-Weinglasspieler gespielt. On The Turning Away zur Überraschung seiner Band!
Kommentar:
Konzertplakat: Werner Haider
Fotos: Luigi Costantini AP |
| Back to the Top | |