18.03.2006 FRANKFURT Alte Oper

Paris    Amsterdam

Songliste:

01. Castellorizon
02. On An Island
03. The Blue

04. Red Sky at Night
05. This Heaven

06. Then I Close My Eyes
07. Smile

08. Take a Breath
09. A Pocketful of Stones

10. Where We Start

 

11. Shine On You Crazy Diamond 1-5

12. Wot's ... Uh The Deal
13. Wearing The Inside Out

14. Fat Old Sun
15. Breathe

16. Time

17. Breathe Reprise

18. High Hopes
19. Echoes

 

20. Wish You Were Here

21. Comfortably Numb

Links:

DVD

Fotos

News

On An Island

Tour 2006

 

Kommentare:

Carsten Hahn

Hans-Jürgen Müller

Felix Untersteiner

Klaus Schneider

 

Presse:

Frankfurter Rundschau

Frankfurter Allgemeine

Frankfurter Neue Presse

 

Statistik:

2.450 Besucher, ausverkauft

Zuletzt trat Gilmour am 15.4.1984 in der Alten Oper auf!

Happy Birthday Zurufe.

Konzert der Spitzenklasse.

22.03.2006: Bericht & Fotos: CARSTEN HAHN

Die Setlist war wie in Dortmund und Hamburg, nur Dominoes wurde durch Fat Old Sun ersetzt, was mir sehr gut gefallen hat. Die Band war gut drauf. Bei „Take A Breath“ war die Fender Stratocaster nicht richtig gestimmt, so dass David noch einmal abgebrochen hat und ca. 30 Sekunden die Gitarre gestimmt hat.

Auf „Happy Birthday“ Zurufe aus dem Publikum reagierte er mit „That’s long forgotten“. Bei „^" hat David den Gesangs-Einsatz verpasst, so dass er auch hier noch mal neu anfangen musste. Insgesamt war auch dieses Konzert Spitzenklasse.  

Echoes das Highlight!

 

Bericht und Fotos Klaus Schneider

19.03.2006: Man hat nicht kontrolliert, man hätte auch einen richtigen Fotoapparat mitnehmen können. Für mich war "Echoes" sowohl das akustische als auch lichttechnische Highlight. Wir saßen in der 3. Reihe genau mittig* und ich genoss jede Note von diesem genialen Stück. Eines war sogar besser als bei Floyd-Konzerten und R. Waters der letzten Jahre: Es gab keinen weiblichen Gesang! Dieser hatte mich früher - bis auf wenige Ausnahmen - eher gestört.

Handwerker unter der Lichtdusche.

22.03.2006: Es funkelt noch: David Gilmour, Ex-Pink-Floyd-Gitarrist, mit seinem Quintett in der Alten Oper von GERD DÖRING Frankfurter Rundschau.

Natürlich war das damals, im Frühjahr des Jahres 1968, ein cleverer Tausch. Für einen schwachbrüstigen Sänger und frickeligen Gitarrenspieler (noch dazu notorisch unzuverlässig, ob seiner Drogenexperimente), kam ein vielseitiger Musiker in die Band, auf den man sich in jeder Hinsicht verlassen konnte.

Nun, fast vierzig Jahre, nachdem David Gilmour den exzentrischen Syd Barrett bei Pink Floyd ersetzte, feiern beide im Abstand von drei Monaten 60. Geburtstag. Und mit einer Verbeugung vor dem Mann, der jenen Funken Genialität in die Band brachte, beginnt David Gilmour den zweiten Teil seines Frankfurter Konzertes. Von Licht umwabert wie es sich für ein Pink-Floyd-Rezital gehört, singt er das Lied, das die Band einst dem früh Verstummten widmete: Shine on, you crazy Diamond. Ein schönes, klares Bekenntnis, dem ein Medley mit Time und Wearing the inside out und Echoes folgt, aber auch ein verklärender Blick zurück in High Hopes: "Das Gras war grüner, das Licht klarer, der Geschmack süßer, die Nächte voller Wunder im Kreis unserer Freunde." Dabei war man einander selten grün in der Supergroup des "psychedelic rock".

Verhaltener Respekt
Und doch, Syd Barrett hat seine Drogenexzesse überlebt, Roger Waters feierte mit den anderen Pink-Floyd-Kollegen beim Riesenrockkonzert "Live 8". Und Gilmour und Richard Wright stehen sogar wieder gemeinsam auf der Bühne des ausverkauften Großen Saals in der Alten Oper. Bevor aber die Fangemeinde in das nostalgische Klang-Bad getaucht wird, stellt der Gitarrist seine neue CD vor. Mit verhaltenem Respekt wird das Konzept-Album On an Island mit seinen märchenhaften Bezügen und den etwas ätherisch klingenden Titeln aufgenommen.

Rückhaltlose Begeisterung stellt sich erst ein, als Gilmour und sein Quintett aus der glorreichen Bandhistorie zitieren. Mit viel Platz für die Soli des Pink-Floyd-Veteranen, der aber auch seine Mitmusiker in den Focus rückt: Phil Manzanera etwa, den er dabei hat als zweiten Gitarristen, oder Dick Parry am Saxofon. An den Keyboards sitzt, so wie in alten Zeiten, Rick Wright. Der ist so wenig bei Stimme wie Gilmour, schüttelt aber immer noch bizarre Soundeffekte aus den Handgelenken. Und dass Gilmour ein feiner Gitarrist geblieben ist, das stellt er mit glasklaren Soli auf E-Gitarre und Lap-Steel unter Beweis.

Von da aus führt kein Weg ins Freie
Gefallen kann auch die kokette Unbescheidenheit mit der er auf die Bühne kommt. Steht da im schwarzen T-Shirt inmitten einer Lichtdusche. Sieht aus wie ein Handwerker, den es unversehens ins Rampenlicht gespült hat, aber kaum wandern seine Hände über die Saiten, wird aus dem so nüchternen wirkenden Rock-Rentner ein Zauberkünstler. Von Shine on bis zum unvermeidlichen Wish you were here - die Magie funktioniert noch. Vielleicht arg sauber poliert, aber unter der glatten Oberfläche funkelt es. Hier zelebriert einer die Vergangenheit. Aber: Von da aus führt kein Weg ins Freie. Die Musik wird nicht weitergedacht, sie lullt ein.

Zum so viel beachteten Dekadenwechsel von den sechziger zu den siebziger Jahren schrieben Gilmour und die Seinen mit zwei, drei Alben Musikhistorie. Mancher wird im Plattenschrank zumindest das Album mit der schwarzbunten Kuh auf dem Cover finden (nämlich Atom Heart Mother), und auch das mit dem funkelnden schwarzen Dreieck (nämlich Dark Side of the Moon). Den Kurs vorgegeben aber hat damals ein anderes Album, das nicht von der Zusammenarbeit von Gilmour und Waters lebte, sondern das eben jener Syd Barrett prägte, der Piper at the Gates of Dawn, von dessen Esprit die Band lange und gut gelebt hat. Auch daran erinnert David Gilmour.

Info: Carsten Hahn

Foto: © ddp

Frankfurter Rundschau

Die undefinierbare Keuschheit alter Lieder.

David Gilmour triumphiert zum Abschluß seiner Deutschland-Tournee in der Alten Oper Frankfurt. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.03.2006, von PETER KEMPER

Im einsamen Strahlenkranz singt die Gitarre. Melodieselig winden sich Linien leichthändig in lichte Höhen. David Gilmour gibt schon mit der einleitenden Solonummer "Castellorizon" das Motto des Abends vor: Sehnsucht und Einklang. Als Gitarrist und Stimme der großen Welt-Verträumer "Pink Floyd" sucht er die Ruhe in reiner Sphärenharmonie. Anlaß seiner schon seit Monaten ausverkauften Tour ist ein neues Album. Anstatt die hochfliegenden Erwartungen einer "Pink Floyd"-Reunion nach ihrer dreißigminütigen Wiedervereinigung auf dem Live-Aid-Spektakel im Juli letzten Jahres zu erfüllen, hat er jetzt mit "On An Island" nach zweiundzwanzig Jahren sein drittes Solo-Album vorgelegt.

Wie das sanfte Plätschern von Meereswellen umspielen die neuen Songs die imaginäre Insel - Fluchtpunkt der alltagsmüden Seele. Obwohl von illustren Gästen wie Graham Nash, David Crosby oder Robert Wyatt unterstützt, erschöpft sich das Album in sanfter Elegie. Erst im Konzert kann Gilmour beweisen, daß er bei allem Weltschmerz im Grunde seines Herzens ein Rock-'n'-Roller geblieben ist. Sein Auftritt in der Alten Oper Frankfurt ließ zum Abschluß der Deutschland-Tournee noch einmal die Qualitäten des inzwischen Sechzigjährigen aufleben. Denn allen Unkenrufen zum Trotz ist Gilmour einer der großen Stilisten der Rockgitarre. Im Zwiegespräch mit dem zweiten Gitarristen Phil Manzanera demonstriert Gilmour seine lässige Ökonomie. Zwar klingt jede seiner melancholischen Gitarrenphrasen wie ein sorgfältig poliertes Kleinod, doch gänzlich anstrengungslos, fast beiläufig reihen sich die singbaren Licks zu einer leuchtenden Spur. Ob in neuen Titeln wie dem schläfrig- entspannten "The Blue" oder in einem "Pink Floyd"-Klassiker wie "Comfortably Numb" - immer ist die Architektur seines Saitenspiels von strengem Minimalismus geprägt. Gilmour war nie ein Schnellspieler, er kostet das Gewicht einzelner Noten lieber aus und verleiht ihnen durch Dehnungen und sprachähnliches Vibrato dramatische Qualitäten.

Wer sich im ersten Teil des Frankfurter Konzerts noch in einen lauen Sommerabend am Meer versetzt sah, erlebte nach der Pause die ersehnte Himmelfahrt. Schon zu Beginn hatte Gilmour das auffallend junge Publikum beruhigt: "In der zweiten Hälfte gibt es ein paar vertrautere Dinge." Gemeint waren jene Klassiker, die den Bogen vom Syd-Barrett-Song "Dominoes" des Jahres 1970 bis zum letzten "Pink Floyd"-Album "The Division Bell" von 1994 spannten. Erst kürzlich hatte Gilmours Weggefährte und Rivale Roger Waters von der "undefinierbaren Keuschheit der alten Lieder" gemunkelt. Was er damit meinte, versinnbildlichte vielleicht am besten Gilmours "Shine On You Crazy Diamond". Als Hommage an den seit 1968 von schizophrenen Schüben heimgesuchten Syd Barrett geschrieben, gerät es heute zum Manifest menschlicher Tragik. Schon in der Einleitung des Stücks verzichtet Gilmour auf die grundierenden Keyboard-Flächen des Mitspielers Rick Wright und übernimmt statt dessen auf seiner Gitarre mit Hilfe einer Delay-Schaltung gleichzeitig Akkord- und Solo-Funktionen. Fast kammermusikalisch intim kommt das neue Arrangement daher und berührt in seiner schlichten Strenge die Zuhörer. Erst mit dem Einsatz von Bariton- und Tenorsaxophon in den Händen des alten Haudegens Dick Parry löst sich die Spannung. Gilmour und Parry improvisieren völlig losgelöst, lassen Jubel und Klage ununterscheidbar werden.

Wie kunstvoll Gilmour inzwischen sein Slide-Spiel kultiviert hat, beweisen nicht nur seine melodischen Schwebungen auf der Akustik-Gitarre. Immer wieder setzt er mit gleitend-glühender Melodik auf der Steel-Gitarre den Stücken Glanzlichter auf. Die alte Kiffer-Hymne "Echoes" vom "Meddle"-Album des Jahres 1971 und Höhepunkt des Konzertfilms "Live in Pompeii" offenbart in ihrer komprimierten Konzertversion den ganzen hypnotischen Charme der "Pink Floyd"-Philosophie: Eine Fülle eingängiger Riffs kulminiert in einem donnernden Crescendo und beruhigt sich in pulsierenden Geräuschflächen. Natürlich durften auch Gassenhauer vom Schlage "Time" oder "Wish You Were Here" im Konzert von "Space David" nicht fehlen. Sein hochmotiviertes Sextett interpretierte sie mit Hingabe und Leidenschaft. Gilmour, in sich ruhend und von statuarischer Präsenz, kann dabei den alten Krachern neue Untertöne entlocken. Mögen "Pink Floyd" und ihre Protagonisten im Auf und Ab der Popgeschichte auch immer wieder als plakative Perfektionisten und langweilige Erlöser geschmäht werden, ihre Musik bleibt balsamisch betörend. Und bei jüngeren Rockfans sind sie längst Kult.

Info: Carsten Hahn

 

Und Gott schuf die Gitarre.

David Gilmour machte in der Alten Oper Frankfurt noch einmal deutlich, welchen Anteil er am Sound von „Pink Floyd“ hatte. Frankfurter Neue Presse, Printausgabe vom 20.3.2006 Von Walter Fischer

Bestimmt ist es kein Zufall, dass David Gilmours aktuelles Album „On An Island“ am 6. März in Deutschland veröffentlicht wurde. Dieses Datum markiert seinen 60. Geburtstag, und er hat sich mit diesem Werk ein wunderbares Geschenk gemacht. „On An Island“ ist das beste seiner bisherigen drei Soloalben und macht deutlich, wie stark Gilmours Einfluss auf die Musik von „Pink Floyd“ war. Über viele Jahre dominierte der zeitweilig geniale Roger Waters das musikalische Geschehen der Band, bis 1994 mit „The Division Bell“ das erste „Pink-Floyd“-Album ohne Waters erschien. Deutlich trägt es die Handschrift von David Gilmour, und „On An Island“ knüpft da an, wo „Division Bell“ endete.

Auch weitaus größere Hallen als den Großen Saal der Alten Oper hätte Gilmour mühelos gefüllt, doch es war sein Wunsch, auf seiner Europa-Tournee in ehrwürdigen Konzerthäusern zu spielen. In der ersten Hälfte seines hervorragenden Frankfurter Abends stellt David Gilmour zunächst Auszüge seines neuen Albums vor. Der Titelsong „On An Island“ steht am Anfang. Er beginnt mit einem Gitarrensolo, das Gilmours Stärken deutlich in Erscheinung treten lässt. Sein Spiel war nie durch eine ausgefeilte Technik geprägt oder wollte durch Geschwindigkeit oder Virtuosität beeindrucken. Das Unnachahmliche bei David Gilmour ist das Gefühl und der musikalische Ausdruck, den er seiner Gitarre verleiht. Er kommt dabei mit wenigen Tönen aus, doch jede Note sitzt an ihrem richtigen Ort und fügt sich perfekt ein in den harmonischen Zusammenhang der jeweiligen Komposition. Neben seinem Gespür für Atmosphäre und Melodie ist es der einzigartige Sound, der David Gilmours Gitarrenspiel so charakteristisch macht. Diverse Effektgeräte steuern dazu ihren Teil bei, doch letztlich wird der Klang einer Gitarre bestimmt durch den Kopf und die Finger des Gitarristen. Bevor sich die Band für eine kurze Pause zurückzieht, kündigt Gilmour an, dass es in der zweiten Hälfte dann „einige etwas bekanntere Songs“ zu hören geben würde. In der Tat. „Shine On You Crazy Diamond“ eröffnet den zweiten Abschnitt des Konzerts, zunächst im authentischen „Pink-Floyd“-Sound, wie man ihn vom Album „Wish You Were Here“ aus dem Jahr 1976 kennt. Dann aber hört man ein neues, spärliches Arrangement, wenn Gilmour die Strophen nur mit seiner Gitarre begleitet, zurückhaltend unterstützt von Richard Wright am Piano. Ein schöner Kontrast zu der bombastischen Instrumentierung von „Pink Floyd“. Bei „What’s The Deal?“ aus dem Album „Obscured By Clouds“ beginnt David Gilmour mit dem falschen Vers, bricht das Stück nach wenigen Sekunden ab, sortiert seinen Text und beginnt von Neuem – begleitet vom freundlichen Lachen des wohlgesonnenen Publikums.

1973 veröffentlichte „Pink Floyd“ eine Scheibe, die mittlerweile nach Michael Jacksons „Thriller“ auf Platz zwei der meistverkauften Rockalben steht: „The Dark Side Of The Moon“. Das Stück „Breathe“ von diesem epochalen Album interpretiert Gilmour mit seiner exzellenten Band so frisch, als wäre es erst gestern und nicht schon vor mehr als dreißig Jahren geschrieben worden. Auch weitere „Pink Floyd“-Klassiker in neuer Aufmachung erfreuen das hochzufriedene Publikum in der Alten Oper. Schrillende Wecker läuten den Titel „Time“ ein, auf dem David Gilmour abermals exzellente Gitarrenarbeit bietet.

Und als Zugaben gibt es dann „Wish You Were Here“ sowie das faszinierende „Comfortably Numb“ von dem „Pink-Floyd“-Meisterwerk „The Wall“. Beifallsstürme sind der Dank des sich von den Sitzen erhebenden Publikums, das gerne noch mehr hören möchte. Doch David Gilmour und seine Band haben ihren Teil getan. Nach drei wunderschönen, unvergesslichen Stunden dürften nun so langsam auch die Rufe nach einer Wiedervereinigung von „Pink Floyd“ in Originalbesetzung verstummen.

Ein unvergessliches Wochenende!!

Bericht: Hans-Jürgen Müller

Am Samstag 18.03.2006 bin ich nach Köln gefahren um die Buchvorstellung von Nick Mason mitzuerleben. Mason in Köln. Danach bin ich nach Frankfurt gefahren um mir die restlichen Pink Floyd-Mitglieder (Gilmour und Wright) im Konzert in der Alten Oper anzusehen. Ein sehr schönes und gediegenes Ambiente für Gilmours derzeitige eher getragene Musik. Zuerst ein paar Statistiken:

Setlist: Beginn: 20:01 Uhr
Part 1 ca. 61 Minuten
Part 2, ca. 77 Minuten
Encore ca. 14 Minuten
Ende: 22:55 Uhr

Alles in allem war es tolles Konzert, das der meistenteils sehr ruhigen Musik (vor allem im ersten Teil) wirklich gerecht wurde. Die neuen Songs vom Album "On An Island" entfalteten erst auf der Bühne ihre richtige Kraft und haben mir letztendlich live viel besser gefallen als auf dem meines Erachtens zu "relaxten" neuen Gilmour-Album.

Trotzdem hat mir (und wohl auch den meisten anderen Zuhörern) der zweite Teil und die Zugaben besser gefallen. Eine insgesamt ausgewogene Mischung aus alten und neueren Songs, die zumindest ein paar seltenere Live-Songs enthielt "Wot's ... Uh The Deal", "Wearing The Inside Out" und natürlich "Fat Old Sun" - kein "Dominoes"!
Besonders gut hat mir die komplette Version von "Echoes" gefallen und der immer wieder geniale Schlusspunkt eines Konzerts "Comfortably Numb". Interessant war auch die abgewandelte Version von "Shine On" mit einem Gitarren-Intro und einem deutlich geänderten Gesangspart, der sich fast "unplugged" anhörte. "Take A Breath" musste abgebrochen werden, da Gilmours Gitarre verstimmt war und wurde dann nochmals neu gestartet. Ähnlich erging es dem Song "Wot's ... Uh The Deal", allerdings hatte Gilmour diesmal mit den falschen Textzeilen begonnen. Auch bei "Echoes" hatte ganz kurz Probleme mit dem Text.

Ich kann diese Show nur jedem Fan ans Herz legen - man wird auf keinen Fall enttäuscht sein, auch wenn man die Songs der neuen Platte nicht überwältigend findet. Ein sichtlich gut aufgelegter Gilmour, der sich derzeit mit dieser "kleinen" Show wirklich wohl fühlt. Auch seine Begleitband steht ihren Mann, insbesondere Rick Wright an den Keyboards und ein herausragender Phil Manzanera an der Gitarre. Und Wright konnte einmal mehr deutlich herausstellen, welchen enormen Einfluss er auf den Sound der Floyds in den 60ern und 70ern hatte. Leider wird er (immer noch) sehr unterschätzt. Guy Pratt war besonders gut drauf und lachte ständig mit dem Publikum und machte seine Späße.

Am Sonntag (19.03.06) bin ich mit einem Freund nach Mainz gefahren, um Nick Mason im Gespräch mit Frank Laufenberg beim SWR zu sehen und zu hören. Dies war auf jeden Fall ein unvergessliches Wochenende!

Mason in Köln

Mason in Mainz

Gestern war mein schönster tag überhaupt!

Bericht: Felix Untersteiner

21.03.2006: Ich habe mich am 19.03. mühsam, als alter Morgenmuffel um 6 Uhr in der früh aufgerappelt. Und bin nach Frankfurt gefahren, mit im Gepäck, 7 cd randvoll mit einem Pink Floyd-Meddley. Wie immer war natürlich ab München stau ... und ich bekam Angst, wie damals beim Australien Floyd Konzert wieder 6 Stunden auf der Stelle zu stehen. Aber es ging dann flott weiter, und ich war um 16:00 pünktlich im Hotel am HBF in Frankfurt, eine nicht sehr schöne Gegend.

So was nun machen bis 20 Uhr. Ich ging schnell japanisch essen, da der Hunger bald die Vorfreude übertraf, dann schaute ich bei einer Trafik vorbei, und was fand ich GITARRE und BASS, mit Hauptthema David Gilmour.

Gleich gekauft, ins Zimmer, und ein bisschen eingestimmt. Um 18:45 habe ich mich dann fertig gemacht. In den Lift hinein. Einen Stock unter meinen Zimmer bleibt der Lift stehen. Erste frage von ihm, gehst du auch David Gilmour Konzert. Da habe ich schon eine Freude gehabt. Dann sind wir zur Oper gerannt, weil die zeit knapp wurde. Die Oper selbst ist wunderschön, perfekt für diesen Gig, und in einer sehr noblen Gegend.

Vor der Oper traf ich einen Freund und wir fieberten was das Zeug hält. Um 19:45 war ich auf meinen Platz. Es folgten die längsten 15 Minuten meines Lebens. Ich saß 2 Reihen hinter dem Mischpult. Und als ich da so hinblickte, dachte ich "spinn ich", das ist ja Polly. Ja sie war es. Bin kurz runter und hab "Hallo" gesagt. Eine sehr hübsche und freundliche Frau!!! Genau um 20:01 ist es losgegangen, wie das Licht aus ist, und ich David gesehen habe, keine 20 Meter weg von mir, ich habe es gar nicht fassen können, das ich in einem Raum mit dem Mann bin, der Quasi Pink Floyd ist.

Also zu der Setlist. Erste hälfte On An Island, aber in veränderter Reihenfolge. Bei "Take a Breath", musste David abbrechen, da die Gitarre anscheinend verstimmt war. Das Lied ist der Knüller, toller Sound und Ansätze zu "Astronomy Domine". Die Stimmung im Publikum war sehr entspannt, und im Hintergrund hörte ich dauernd 2 Männer über das 94er Konzer am Hockenheim ring reden...

Nach genau einer Stunde, war ein 20 Minuten Break. Und dann ging es so richtig los, David allein auf der Bühne, "Shine On You Crazy Diamond" beginnt, ein Traum, dieser kristallklare Sound, langsam kommen die andren Mitglieder auch auf die Bühne. Eine traumhafte Version. 

"Whats Uh The Deal", war der Hammer, den Song hab ich lange vergessen gehabt, klang fast wie das Original....und David setzte mit dem text zu spät ein, und musste neu beginnen...

"Breahte" - "Time" - "Breathe Reprise", waren der Hammer, wie in pulse, die Gitarre kreischte so richtig, auch "Wearing The Inside Out" war sehr toll, der Traum war dann als David mit "Fat Old Sun" begann und wer rechnete damit, das er dann ein Traum solo runterspielte, mit soviel Passion, und Gefühl. "High Hopes" besser als auf der "Pulse", mit wunderschönen Akustik outro ... ein Traum, tolles slide solo.

Konnte das noch getoppt werden? Und wie!!! Mit "Echoes" ... einfach ein Wahnsinn. Ich sah mir Rick dabei sehr genau an, sein linker Fuß ging wie verrückt auf und ab, er lebte voll mit und dann kam der Jam teil von "Echoes" und die Gitarre fetzte so durch, es war der pure Wahnsinn, das Lied verging so schnell!!!!!! es war so ein Traum.

Dann kam "Wish You Were Here", die anderen Zuseher und ich waren nicht mehr zu halten, alle sangen mit David. Es war wunderschön und dann kam das worauf ich seit 6 Jahren gewartet habe. "Comfortably Numb" und als David nach Rick einsetzte es war wie ein Traum, es lief mir so kalt den Rücken herunter und das solo ein Traum, zwar nicht so lang wie auf "Pulse" aber länger und viel besser als bei seinen 2001/02er Konzerten oder bei "Live 8".

Es war ein wundervolles Konzert!!!!!! Er ist Pink Floyd!!!!

Ticket: Peter Schernthaner

Back to the Top