19.03.2006 AMSTERDAM Heinecken Musichall

Frankfurt    Amsterdam

David Gilmour live in Amsterdam.

Bericht & Fotos: Werner Haider

23.03.2006: Am 9.12.2005 gingen die Karten für beide Amsterdam Konzerte in den Verkauf. Innerhalb weniger Minuten waren beiden Konzerte ausverkauft!! Die Heinecken Music Hall bietet ca. 3.500 Sitzplätze oder 5.500 Stehplätze. Die Kartenpreise bewegten sich von 44 bis 54 Euro und sind die günstigsten der gesamten Tournee. Rund um die Heinecken Music Hall ist alles sehr ruhig, als ich um 18:00 Uhr vor ihr stehe. Außen an der Halle ist eine große Tafel mit den Künstlern die demnächst hier spielen. Für heute stand ganz oben David Gilmour! Also war ich rechtzeitig eingetroffen. Die Halle sieht von außen sehr modern aus. Innen setzte sich dieser Eindruck fort. Sicher nicht zu vergleichen mit der Alten Oper in Frankfurt. Zuerst einmal ging ich zum "Merchandising" Stand um mir die ganzen "Goodies" anzusehen. Ein T-Shirt und Programmheft müssen gleich einmal gekauft werden. Bei einem Glas Bier blättere ich durch das Tourprogramm. Sehr schöne Fotos, sehr informativ auch wenn zwei kleine Fehler sich eingeschlichen haben. Dick Parry spielt kein Keyboard aber das sind wirklich nur Nebensächlichkeiten.  Bei dem einen oder anderen "Live 8" Foto tauchen auch Nick Mason und Roger Waters! Letzterer allerdings stark verdeckt von Dick Parry. Bei der Vorstellung von Jon Carin wird auch dessen Zusammenarbeit mit Waters erwähnt. Mein Resümee: Tourprogramm vom feinsten und das mit Lebensmittelfarbe auf "Recycelten" Papier gedruckt wurde ist eine gute Idee! Die T-Shirts sollen von "Fair Trade" Händlern stammen. Mehr kann man nicht verlangen. 

Songliste::

01. Castellorizon
02. On An Island
03. The Blue

04. Red Sky at Night
05. This Heaven

06. Then I Close My Eyes
07. Smile

08. Take a Breath
09. A Pocketful of Stones

10. Where We Start

 

11. Shine On You Crazy Diamond 1-5

12. Wot's ... Uh The Deal

13. Wearing The Inside Out
14. Dominoes
15. Speak to me

16. Breathe

17. Time

18. Breathe Reprise

19. High Hopes
20. Echoes

 

21. Wish You Were Here

22. Comfortably Numb

 

Mein nächstes Glas Bier trinke ich mit Simon Wimpenny. Den ich gleich getroffen haben. Außerdem noch Chris Leith (Foto re.). Charles Beterams von "Floydstuff" sehe ich an mir vorbeiziehen. Weitere Prominenz im Publikum sind die beiden Gitarristen von den "Australian Pink Floyd" in Begleitung ihrer Frauen. Die extra aus London angereist sind und Gilmour zu sehen. Sie kannten die Songliste nicht wollten sich der totalen Überraschung hingeben. Mein Platz heute war in der 15 Reihe Sitz 70. Nicht der beste Platz, weil er ganz außen auf der linken Seite lag. Aber ich bin dankbar überhaupt eine Karte zu haben und hier sein zu dürfen. Das Konzert war mit 3.500 Leuten ausverkauft. An der Abendkasse hatte es jedoch noch ein paar Restkarten gegeben. Möglicherweise auch Tickets die von der Band zurückgegeben wurden. Simon und Chris sitzen nur zwei Plätze von mir entfernt. Die beiden hatten Gilmour zuvor in Paris gesehen! 

Sehr pünktlich um 20:00 Uhr beginnt das Konzert mit "Castellorizon". Einfach toll wie sich darin die Spannung aufbaut bis endlich David Gilmour eingreift. Er spielte mit seiner roten Fender "Stratocaster". Ich finde es konsequent von Gilmour, das er sein neues Album im ersten Teil komplett spielt. Eine alte Tradition die er von Pink Floyd übernahm. Leider unterbrachen Pink Floyd ihr eigenes Ritual 1994. Sie hätten damals das "The Division Bell" Album ebenfalls komplett spielen sollen. Aber zurück zu Gilmour hier und heute. Der Titel "On An Island" gefällt mir ausgezeichnet. Die Solos spielt er wiederum auf der roten Stratocaster. Am ende des Songs sprach Gilmour erstmals zu uns: "Thank you very much. Good evening. In the first half tonight we gonna play the whole new album On An Island. Some more familiar stuff later on. This is The Blue."

"The Blue" Mark Brickman sorgte dafür das die Bühne in blauen Licht strahlte. Und wieder mit der roten Stratocaster gespielt. Der Song hat es wahrlich nicht eilig. Als säße man auf dem Rücken eines Wales der einem durch das Meer trägt. Unglaublich die Ruhe die am Ende und Übergang zu "Red Sky at Night" in der Halle herrschte. Da könnte man wirklich eine zu Boden fallende Nadel hören. Viele einschließlich meiner Person waren merklich überrascht, als sie David Gilmour das Saxofon spielen sahen. Ich finde das stark von ihm, das er es sich nicht nehmen lässt selber ins "Horn" zu blasen. 

"This Heaven" schwingt nach dem eher dramatischen "Red Sky at Night" federleicht im bester Bluestradition daher. Schön diese neue Musik live gespielt zu bekommen. Ausgedehntes Gitarrensolo von Gilmour. Die Band hat sichtlich Freude mit diesem Stück.   

Das Rauschen einer Meeresbrandung kündigt "Then I Close My Eyes" an. Ein Instrumentalstück bei dem auch Dick Parry  anschaulich sein Können präsentieren konnte. Gilmour danach: "Thank you again. This is another song from the new album. This one is called smile." "Smile" gefällt mir wiederum sehr gut. Ich mag den Teil, wenn das Schlagzeug einsetzt und Polly die zwar nicht zu hören ist zu singen einsetzt! Gilmours Federleichte Liebeserklärung! Während der letzten 15 Minuten wurde es im ohnehin schon ruhigen Publikum immer leiser. Perfektes Timing für den nächsten Song.

Der Song "Take A Breath" ist ein wahres Lautstärken- und Lichtmonster im Vergleich zu dem bisher dargebotenem. Wenn Gilmour es gewollt hätte könnte "On An Island" noch mehr in diese Richtung gehen. Was er aber wie wir wissen nicht wollte. Jon Carin spielt im Mittelteil die Slidegitarre. Danach fährt die Band und Gilmour ordentlich ab. Immer in Begleitung des Lichtes! Sein Solo dauert länger als auf dem Album. 

Gilmour stellt nun die Band vor. Gilmour: "Hmm. That woke you up. I have with me tonight a fine area of musicians. And im going to introduce them now. Mr. Phil Manzanera overthere to the far right. El Magnifico Manzanera. Mr. Guy Pratt on the bass guitar. We have Steve DiStanislao playing the drums and singing like a Bird. We have Jon Carin playing everything. Somewhere back there we have Mr. Dick Parry playing the saxophon. Where is Dick? He´s hidding. He will be back later. And we have Mr. Richard Wright. Who is ownering us with his presence on this little trip. We gonna play a couple of more songs and then we gonna take a short break. And this ones called A Pocketful of Stones."

"A Pocketful of Stones" Gilmours Stimme einfach berührend! Bei diesem Stück habe ich das Gefühl, das es durchaus noch länger gehen könnte. Das Ende scheint mir zu abrupt. Auch das restliche Publikum wartet einen kurzen Moment bis es applaudiert. Wir würden noch gerne noch mehr davon hören. Aber es passt zu dem Gilmour den wir 2006 erleben. Zurückhaltung pur, er weiß um seine Stärken. Jeder seiner Griffe zu den Saiten, jeder Ton den er singt ist wohldosiert. Bevor "Where We Start" beginnen kann gibt es noch das  technische Probleme einer lose Gitarrenhalterung zu beheben! Gilmour suchte ohne größerer Hektik am Boden nach der Befestigungsschraube für seinen Gitarrengurt. Phil Taylor kam ihm zu Hilfe musste aber ohne Erfolg von dannen ziehen. Gilmour: "Sorry. I´ve got a technical hitch here. I lost a bit of the guitar." Schließlich schaltete sich auch das Publikum ein und Gilmour machte seine Scherze. Nach einer Minute sagte er: "I think i´ve managed it. Cant get good Staff these Days." Noch etwas die Gitarre gestimmt sagte er weiter: "Sorry about that. Right we gonna sing one more Song here. Ahm i´m gonna sing it and they will play it. Ahm this is called Where We Start. We gonna take a short break after this and gather our senses!" Wiederum sehr romantisch mit wunderbaren Gitarrenriffs. Sehr schönes Lied. Gilmour verabschiedet sich in die Pause mit den Worten: "Thank you very much we will be back in a few minutes.

Am Ende kommt es mir wie vor, als wäre erst eine halbe Stunde vergangen. Das alles ist mir viel zu schnell gegangen. Was mir während des Konzertes auffiel waren die vielen in die Höhe gestreckten "Handys" die sich als Fotoapparate verstanden. So musste mein Blick immer an den zwei Handymonitore meiner Nachbarn vorbei bis er zu Gilmour durchkam. Mit der Zeit ließ jedoch ihre Fotografierfrequenz deutlich nach und ich fasste nach meiner Digitalkamera : ). 

Den Song "Dominoes" zu spielen wurde meiner Meinung nach kurzfristig entschieden. Den Gilmour ging zu Pratt, Manzanera  und Carin und schien ihnen von seinem Plan "Dominoes" jetzt zu spielen zu erzählen. Wright zeigte sich darüber überrascht und signalisierte dies mit Armbewegungen und drücken von vielen  Knöpfe an seinem Keyboard. Scheinbar um das Keyboard auf den Song einzustellen. "Wish You Were Here" nach einigen Minuten des donnernden Applaus kamen die Musiker zurück auf die Bühne. Mit großen Jubel ging der Song zu Ende. Gilmour sprach ein weiteres Mal: "Thank you very much indeed. Hope you had a good evening. I know we have. We have time for just one more. You might know this one.

"Comfortably Numb" Rick Wright singt Waters Textpassagen. Und er macht seine Sache ausgezeichnet. Gilmours Gesang ist unnachahmbar! Seine Solos waren überwältigend!! Speziell das zweite, die Mutter aller Gitarrensolos! Mehr fällt mir dazu nicht ein. Diese 7:30 Minuten Version hatte Elemente seiner langen Solis von 1987-89 und 1994. Schließlich noch ein: "Thank you very much. Good night to you."

Links:

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Fotos

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On An Island

Tour 2006

 

STATISTIK:

3.500 Besucher

Ausverkauft in 7 Minuten

Kurze Unterbrechung nach A Pocketful of Stones

On An Island High Hopes Echoes Echoes Standing Ovations

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